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Hallo!
im PSO Magazin 5/08 ist folgender Artikel erschienen:
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft publiziert so genannte "Rote Handbriefe" über bedeutende Arzneimittelrisiken und Maßnahmen zu ihrer ihrer Minderung. Einen solchen Roten Handbrief veröffentliche die Firma Abbott GmbH & Co. KG zum Wirkstoff Adalinumab (Humira) am 16.07.2008. Der Hersteller berichtet darin über tödliche Lymphknotenkrebs (hepatosplenale T-Zell-Lymphom), eine seltene und aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms. Zwei Patienten waren junge Männer, die zur Behandlung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn) neben Adalimumab auch die Wirkstoffe Azathioprin und 6-Mercaptopurin erhielten. Einer verstarb. Ein solches T-Zell-Lymphom trat bei Patienten auf, die nach einer Organtransplantation eine immunsuppressive Therapie erhalten hatten. Erkannt wurden diese Lymphome auch bei Patienten unter Azathioprin- oder 6-Mercaptopurin-Monotherapie sowie bei Morbus Cron Patienten, die mit Infliximab in Kombination mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurein behandelt wurden. Der Hersteller habe nach eigenen Angaben zu allen zugelassenen Indikationen weltweit Erfahrungen von etwa "500.000 Patienten-Behandlungsjahren". Ein solches T-Zell-Lymphom wächst agressiv und habe eine schlechte Prognose. Die Überlebenszeit liege bei weniger als zwei Jahren. Patienten unter Adalimumab sollen darauf dringen, dass der verordnende Arzt Symptome am Lymphomsystem (periphere Lymphadenopathie, Lymphozytose im peripheren Blut) besonders kontrolliert.
Bei den TNF-a-Antagonisten handelt es sich um sichere und gut dokumentierte Medikamente, die, wie z.B. der Wirkstoff Infliximab, seit mehr als 15 Jahren angewendet werden. Wichtig ist der sichere Ausschluss einer Tuberkulose vor Beginn der Therapie. Da hat es schon Todesfälle gegeben", sagt Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat PD Dr. Th. Rosenbach.
LG
Birilig