<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Schuppenflechte und was du wirklich wissen solltest</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/?d=33</link><description>Artikel: Schuppenflechte und was du wirklich wissen solltest</description><language>de</language><item><title>Psoriasis inversa: Wenn sich die Schuppenflechte in Hautfalten zeigt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-inversa-wenn-sich-die-schuppenflechte-in-hautfalten-zeigt-r1367/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2025_08/creme-achselhoehle.jpg.6cb25f51a7b94bf41e3b94a1f182ca99.jpg" /></p>
<p>
	Die <strong>Psoriasis inversa</strong> ist eine besondere Form der Schuppenflechte. Der Name "inversa" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "umgekehrt" – und genau das beschreibt sie am besten: Während die "klassische" Psoriasis oft mit dicken, silbrigen Schuppen an den Außenseiten von Ellenbogen und Knien auftritt, zeigt sich die Psoriasis inversa genau an den gegenteiligen Stellen: in den großen Hautfalten des Körpers. Dazu gehören vor allem die Achselhöhlen, die Leistengegend, die Gesäßfalte sowie die Hautfalten unter der Brust oder am Bauch.
</p>

<p>
	Auch das Aussehen ist "umgekehrt". Statt der typischen rauen Schuppenpanzer sind die betroffenen Stellen bei der Psoriasis inversa meist glatt, glänzend und leuchtend rot. Das liegt am feucht-warmen Klima in den Hautfalten, das die Bildung von trockenen Schuppen verhindert. Für Betroffene ist diese Form oft besonders schmerzhaft, da die Haut durch die ständige Reibung sehr wund wird und leicht einreißen kann.
</p>

<h2>
	Symptome: Wie sieht Psoriasis inversa aus?
</h2>

<p>
	Das auffälligste Merkmal der Psoriasis inversa ist das, was im Vergleich zur bekannteren Form fehlt: die dicke, silbrige Schuppenschicht. Stattdessen erkennst du die Psoriasis inversa an diesen Zeichen:
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<strong>Scharf begrenzte Rötung</strong>: Die betroffenen Hautstellen sind meist leuchtend rot und sehr klar von der gesunden Haut abgegrenzt.
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<strong>Glatte, glänzende Oberfläche</strong>: Durch die ständige Feuchtigkeit in den Hautfalten wirkt die Oberfläche der Herde eher glatt und glänzend, manchmal fast "wie lackiert".
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<strong>Wundsein und schmerzhafte Risse</strong>: Die Haut ist oft sehr empfindlich, wund und kann durch die Reibung leicht einreißen. Diese kleinen Risse (Rhagaden) können sehr schmerzhaft sein.
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<strong>Starker Juckreiz oder Brennen</strong>: Viele Betroffene leiden unter quälendem Juckreiz oder einem brennenden Gefühl in den betroffenen Arealen.
</p>

<p>
	Bilder von Psoriasis inversa findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1413-psoriasis-im-genitalbereich/" rel="">in unserer Galerie "Psoriasis im Genitalbereich"</a>.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	Die Psoriasis inversa tritt typischerweise an allen Körperstellen auf, an denen Haut auf Haut liegt. Dazu zählen vor allem:
</p>

<ul>
	<li>
		die Achselhöhlen
	</li>
	<li>
		die Leisten- und Genitalregion
	</li>
	<li>
		die Hautfalte unter der Brust
	</li>
	<li>
		Bauchfalten
	</li>
	<li>
		die Gesäßfalte
	</li>
	<li>
		seltener auch die Kniekehlen und Armbeugen
	</li>
</ul>

<h2>
	Besondere Herausforderungen bei Psoriasis inversa
</h2>

<p>
	Neben den sichtbaren Anzeichen bringt die Psoriasis inversa einige besondere Schwierigkeiten mit sich, die sie für viele Betroffene so belastend machen:
</p>

<p>
	<strong>Schmerz durch ständige Reibung</strong>: Bei der Psoriasis inversa steht bei Betroffenen oft der Schmerz im Vordergrund. Jede Bewegung – ob Gehen, Armeheben oder das Tragen eines BHs – führt zu Reibung auf der ohnehin schon wunden Haut. Das kann brennen und jede Berührung unangenehm machen.
</p>

<p>
	<strong>Hohes Risiko für Infektionen</strong>: Das feucht-warme Klima in den Hautfalten ist ein idealer Nährboden für weitere Plagegeister. Sehr häufig setzen sich Pilze (insbesondere Hefepilze wie Candida) oder Bakterien auf die entzündeten Stellen. Eine solche Sekundärinfektion kann die Psoriasis-Symptome verschlimmern und muss zusätzlich behandelt werden.
</p>

<p>
	<strong>Die psychische Belastung</strong>: Da oft sehr intime Körperregionen wie der Genital- oder Analbereich betroffen sind, ist die Scham bei vielen Betroffenen groß. Dies kann das Selbstwertgefühl und auch die partnerschaftliche Intimität stark beeinträchtigen.
</p>

<p>
	<strong>Häufige Fehldiagnosen</strong>: Weil die typischen Schuppen fehlen, wird eine Psoriasis inversa manchmal fälschlicherweise nur für eine Pilzinfektion gehalten. Das kann zu einer langen und frustrierenden Suche nach der richtigen Diagnose und Behandlung führen.
</p>

<h2>
	Behandlung: Was der Arzt tun kann
</h2>

<p>
	Die Behandlung einer Psoriasis inversa gehört immer in die Hände eines Hautarztes oder einer Hautärztin. Weil die Haut in den Falten so dünn und empfindlich ist, können nicht einfach dieselben starken Mittel wie an Ellenbogen oder Knien eingesetzt werden. Dein Arzt wird die Therapie genau auf diese sensiblen Bereiche abstimmen.
</p>

<h3>
	Äußerliche Behandlung mit Cremes und Salben
</h3>

<p>
	Die erste Wahl ist meist eine äußerliche Behandlung. Dabei kommen vor allem folgende Wirkstoffe infrage:
</p>

<p>
	<strong>Angepasste Kortison-Präparate</strong>: Der Arzt wird in der Regel milde bis mittelstarke Kortison-Cremes verschreiben, die für die Anwendung auf empfindlicher Haut geeignet sind. <em>Starke </em>"Kortison-Hämmer" sind in diesen Bereichen tabu.
</p>

<p>
	<strong>Calcineurin-Inhibitoren</strong>: Das sind kortisonfreie Wirkstoffe wie Tacrolimus oder Pimecrolimus. Sie sind eine sehr wichtige Option für Hautfalten, da sie die Entzündung lindern, ohne die Haut auf Dauer dünner zu machen.
</p>

<p>
	<strong>Vitamin-D3-Abkömmlinge</strong>: Auch diese Wirkstoffe können zum Einsatz kommen, manchmal in Kombination mit Kortison. Sie können die Haut aber mitunter reizen und werden deshalb vorsichtig angewendet.
</p>

<p>
	Häufig ist die Psoriasis inversa zusätzlich mit einem Pilz oder Bakterien infiziert. In diesem Fall wird der Arzt ein Kombinationspräparat verschreiben, das auch gegen die Infektion wirkt.
</p>

<h3>
	Innerliche Behandlung bei schweren Fällen
</h3>

<p>
	Wenn die äußerliche Behandlung nicht ausreicht oder die Belastung sehr groß ist, kann auch eine innerliche (systemische) Therapie in Form von Tabletten oder Spritzen (z. B. Biologika) notwendig werden. Das ist oft dann der Fall, wenn auch an anderen Körperstellen eine Psoriasis besteht.
</p>

<h3>
	Lichttherapie
</h3>

<p>
	Eine klassische UV-Lichttherapie kommt bei einer reinen Psoriasis inversa selten zum Einsatz, da die UV-Strahlen die versteckten Hautfalten nur schwer oder gar nicht erreichen können.
</p>

<h2>
	FAQ: Hautpflege im Intimbereich und in Hautfalten
</h2>

<p>
	<strong>Worauf muss ich beim Waschen im Intimbereich und in Hautfalten besonders achten?</strong><br>
	Sei hier extrem sanft. Verwende nur lauwarmes Wasser und eine pH-neutrale, seifenfreie Waschlotion (Syndet), die unbedingt frei von Duftstoffen sein sollte. Spüle alle Reste gründlich ab, ohne zu reiben. Normale Seifen oder Duschgele sind für diese empfindlichen Bereiche viel zu aggressiv.
</p>

<p>
	<strong>Wie trockne ich diese empfindlichen Stellen am besten ab?</strong><br>
	Das richtige Trocknen ist entscheidend, um Reizungen und Pilzinfektionen vorzubeugen. Tupfe die Haut nur ganz vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken. Reiben ist tabu! Lass die Stellen am besten noch einen Moment an der Luft trocknen. Du kannst auch einen Föhn auf Kaltstufe und mit viel Abstand verwenden, um sicherzugehen, dass alles wirklich trocken ist.
</p>

<p>
	<strong>Welche Pflegecreme ist für Psoriasis inversa geeignet?</strong><br>
	Hier gilt: Weniger ist mehr. Vermeide fette, dicke Salben, da sie in den Hautfalten ein feuchtes Milieu schaffen, das die Reizung verschlimmern kann. Besser sind sehr leichte Cremes oder Lotionen, die schnell einziehen. Manchmal helfen auch zinkhaltige Pasten, die Haut trocken zu halten und zu beruhigen.
</p>

<p>
	<strong>Darf ich meine Kortison-Creme im Intimbereich anwenden?</strong><br>
	Nur, wenn dein Arzt oder deine Ärztin es dir ausdrücklich für genau diesen Bereich verordnet hat! Die Haut im Intimbereich und in Falten ist sehr dünn und nimmt Wirkstoffe viel stärker auf. Starke Kortison-Cremes können hier die Haut schädigen. Wende deshalb niemals auf eigene Faust eine Kortison-Creme dort an, die für andere Körperstellen gedacht war.
</p>

<p>
	<strong>Was kann ich gegen das schmerzhafte Wundreiben in den Hautfalten tun?</strong><br>
	Reibung zu reduzieren, hilft enorm. Trage lockere, weiche Unterwäsche aus atmungsaktiven Stoffen wie Baumwolle oder Seide und meide enge Kleidung aus Synthetik. Bei starker Reizung können auch weiche Baumwollläppchen oder spezielle Kompressen aus der Apotheke, die du in die Hautfalte legst, Linderung verschaffen.
</p>

<h2>
	Fazit
</h2>

<p>
	Eine Psoriasis inversa kann sehr belastend sein – das ist keine Frage. Die Schmerzen durch die ständige Reibung und die Betroffenheit intimer Stellen machen den Alltag oft schwer. Vielleicht hast du auch schon eine lange und frustrierende Suche nach der richtigen Diagnose hinter dir.
</p>

<p>
	Die wichtigste Botschaft ist aber: <strong>Du bist mit diesen Problemen nicht allein</strong> und es gibt wirksame Wege, die Symptome in den Griff zu bekommen und deine Lebensqualität deutlich zu verbessern.
</p>

<p>
	Der Schlüssel zum Erfolg ist das Verständnis für diese besondere Psoriasis-Form und das richtige Zusammenspiel mehrerer Bausteine:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Eine gezielte ärztliche Behandlung</strong>, die auf die empfindlichen Hautstellen abgestimmt ist.
	</li>
	<li>
		Deine eigene,<strong> konsequente Hautpflege</strong>, mit der du die Hautbarriere stärkst und Reizungen linderst.
	</li>
	<li>
		Das <strong>Vermeiden von zusätzlichen Triggern</strong> wie Reibung durch Kleidung.
	</li>
</ul>

<p>
	Werde zum Experten für deine eigene Haut. Beobachte, was dir guttut, und sprich offen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über deine Sorgen. Auch wenn es manchmal Geduld erfordert: Mit der passenden Strategie kannst du die Entzündungen beruhigen und wieder mehr Wohlbefinden in deiner Haut finden.
</p>

<div>
	<h2>
		Mehr zum Thema im Psoriasis-Netz
	</h2>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?&amp;type=forums_topic&amp;tags=Psoriasis%20inversa" rel="">Erfahrungen von Betroffenen mit Psoriasis inversa</a>
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Blogs</strong>: Der Nutzer GrBaer185 trägt in seinem Blog <a href="https://www.psoriasis-netz.de/blogs/entry/4131-hautfalten-analbereich-genitalbereich-und-intertrigo-oder-psoriasis-schuppenflechte-inversa/" rel="">Beiträge zum Thema</a> zusammen.
	</p>

	<p>
		<span style="color:#990000;">➔ </span><strong>Übersicht</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/nagelpsoriasis/nagel-problemzonen/" rel="">Die Behandlung der Schuppenflechte in Problemzonen</a>
	</p>
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">1367</guid><pubDate>Thu, 07 Aug 2025 16:17:00 +0000</pubDate></item><item><title>Diagnose: Psoriasis. Und nun?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-psoriasis-und-nun-r1327/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_10/psoriasis-anfaenger-howto.jpg.123a1b2d766741aaed89f67f7bd09aee.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Hast Du vor kurzem die Diagnose Psoriasis bekommen? Oder die Schuppenflechte noch nicht lange? Was Du jetzt wissen solltest.</strong>
</p>

<p>
	Für die einen ist die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="">Diagnose Psoriasis</a> erst einmal ein Schock – anderen stehen viele Fragezeichen auf der Stirn.
</p>

<p>
	Wir sind Betroffene mit viel Erfahrung und können sagen: <strong>Es ist normal, Angst oder Unsicherheit zu verspüren.</strong> Viele Betroffene haben ähnliche Gefühle erlebt. Aber ein Schock ist unnötig. Die Fragezeichen, die sind normal.
</p>

<p>
	Das Wichtigste zuerst: <strong>Psoriasis ist behandelbar.</strong> Nicht heilbar, aber eben behandelbar.
</p>

<p>
	Um es ganz klar zu sagen:
</p>

<ul>
	<li>
		Psoriasis ist <strong>nicht ansteckend</strong>.
	</li>
	<li>
		Du bist an Deiner Psoriasis <strong>nicht schuld</strong>.
	</li>
	<li>
		Psoriasis ist keine Charaktereigenschaft. Dein <strong>Selbstwertgefühl</strong> sollte nicht von der Erkrankung abhängig sein.
	</li>
	<li>
		Du kannst <strong>viel dafür tun, dass die Schuppenflechte nicht Dein Leben bestimmt</strong> – von konsequenter Hautpflege über eine vernünftige Ernährung bis zu Entspannung und Therapien.
	</li>
</ul>

<h2>
	Was ist Psoriasis?
</h2>

<p>
	Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Haut. 
</p>

<p>
	Das eigene Immunsystem reagiert bei Psoriasis fälschlicherweise, als müsse es eine Verletzung oder Infektion bekämpfen. Dendritische Zellen schütten Alarmstoffe aus, worauf bestimmte T-Zellen (Th17-Zellen) weitere Entzündungsbotenstoffe freisetzen. Diese treiben die Hautzellen zu einer übermäßigen Teilung an – neue Zellen entstehen alle drei bis fünf Tage statt in knapp vier Wochen.
</p>

<p>
	Die Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten weltweit. Typisch sind gerötete, scharf begrenzte Hautstellen, die sich mit silbrigen Schuppen bedecken. Häufig treten sie an Ellbogen, Knien, der Kopfhaut oder im unteren Rücken auf. Psoriasis ist nicht ansteckend, hat aber eine genetische Komponente: Wer eine Veranlagung dazu hat, kann durch Auslöser wie Stress, Infektionen oder bestimmte Medikamente einen Krankheitsschub erleben.
</p>

<p>
	Heute weiß man, dass Psoriasis mehr als nur eine Hautkrankheit ist. Sie gilt als sogenannte systemische Erkrankung, die sich auch auf andere Körperbereiche auswirken kann. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Gelenkentzündungen (Psoriasis arthritis), andere leiden unter Begleiterkrankungen.
</p>

<h2>
	Worum sollte ich mich jetzt kümmern?
</h2>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">1️⃣</span> Um Deine Hautpflege
</h3>

<p>
	Eine konsequente Hautpflege sollte ab sofort jeden Tag dazugehören. Sie ist die Grundlage der Behandlung. Gemeint ist die Hautpflege des ganzen Körpers, nicht nur die der Psoriasis-Stellen.
</p>

<p>
	Suche Dir dazu Hautpflege-Produkte, die Dir zusagen. Aus unserer Sicht sind parfümfreie Produkte mit einer überschaubaren Anzahl von Inhaltsstoffen eine gute Wahl. Für die Psoriasis-Stellen sollten es "reichhaltigere" Produkte sein als für den Rest des Körpers. Sprich: Du brauchst eine Lotion für den Körper und eine Creme für die Schuppenflechte-Areale. Die medizinischen Hautpflege-Linien der Drogeriemärkte, also deren Hausmarken, sind ein guter Anfang für die Suche und das Ausprobieren.
</p>

<p>
	Konkret: Geh in einen (Online-)Drogeriemarkt Deiner Wahl und suche nach "med Ultra sensitiv". Du wirst so sehr oft Produkte finden, die für Menschen mit empfindlicher Haut geeignet sind und wenig reizen. Damit kannst Du kaum etwas falsch machen.
</p>

<p>
	Bewährte Inhaltsstoffe für die Pflege der Psoriasis-Stellen sind zum Beispiel Aloe vera, Sheabutter oder Urea.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">2️⃣</span> Um Deine Ernährung
</h3>

<p>
	Eine Psoriasis-Diät gibt es nicht. Wir können Dir nicht sagen, welche Lebensmittel Du weg lassen sollst und alles ist gut. Aber es gibt Lebensmittel, mit denen mehr Leute mit Psoriasis Probleme haben. Das sind
</p>

<ul>
	<li>
		scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Chili
	</li>
	<li>
		Alkohol
	</li>
	<li>
		Gluten (in einigen Fällen)
	</li>
	<li>
		Gesättigte Fettsäuren, wie sie in Fleisch und Milchprodukten vorkommen
	</li>
	<li>
		Arachidonsäure, die in tierischen Fetten vorkommt
	</li>
</ul>

<p>
	Wenn Du nach konkreten Anleitungen oder Rezepten suchst, ist "antientzündliche Ernährung" ein guter Suchbegriff für den Anfang.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👉</span> Viel mehr zu dem Thema findest Du in unserer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung/" rel="">Übersicht: Psoriasis und Ernährung</a>.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">3️⃣</span> Vielleicht ums Abnehmen
</h3>

<p>
	Studien zeigen, dass Übergewicht die Entzündungsneigung bei Psoriasis erhöht und das Ansprechen auf die Therapie verschlechtert. Gewichtsabnahme kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">4️⃣</span> Um Therapiemöglichkeiten
</h3>

<p>
	Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich danach, wie stark Deine Psoriasis ist und wie sehr sie Dich einschränkt.
</p>

<p>
	Die meisten Betroffenen probieren erst einmal diverse Hausmittel und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/rezeptfreie-mittel-gegen-schuppenflechte/" rel="">frei verkäufliche Shampoos, Salben und Cremes</a> aus. Will nichts davon mehr helfen, ist ein Termin beim Hautarzt aus unserer Sicht unumgänglich.
</p>

<p>
	Hast Du eine leichte Erkrankung, wird Dir der Arzt Cremes, Salben, Gelen oder einem Schaum verordnen. Für manchen mit einer mittelschweren Psoriasis reichen diese Möglichkeiten auch noch aus. Aber zu lange solltest Du das weder ertragen noch experimentieren. Ab einer mittelschweren Erkrankung nämlich wird die Schuppenflechte heutzutage mit Tabletten oder einer Spritzen-Therapie behandelt. Mach Dir Gedanken, ob Du dazu bereit bist.
</p>

<p>
	Irgendwo dazwischen gibt es nach wie vor die Lichttherapie und Reha-Maßnahmen. In drastischen Fällen, wenn die Psoriasis quasi explodiert, ist der Gang in eine Akutklinik nötig und möglich.
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/" rel="">Hier erklären wir die einzelnen Therapie-Schritte</a>.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">5️⃣</span> Um Stress-Quellen
</h3>

<p>
	Stress lässt sich nicht komplett vermeiden. Häufiger, heftiger, wiederkehrender Stress aber kann eine Psoriasis am Leben erhalten. Deshalb: Schau mal, welche Stress-Quellen es in Deinem Leben so gibt. Wenn sich davon welche mindern lassen, nimm das in Angriff.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">6️⃣</span> Ggf. um Hilfe von einem Psychologen
</h3>

<p>
	Psoriasis kann einem das Leben vermiesen. Wenn Du selbst keinen Weg heraus findest, suche Dir psychologische Hilfe. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/psychotherapie-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Hier haben wir aufgeschrieben, wie das geht</a>.
</p>

<h3>
	<span class="ipsEmoji">7️⃣</span> Um Austausch mit anderen Betroffenen
</h3>

<p>
	Du bist nicht allein. Andere Betroffene triffst Du zum Beispiel in <a href="https://www.psoriasis-netz.de/community/" rel="">in unserere Online-Community</a>. Du könntest <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/66-neue-stellen-sich-vor/" rel="">dich dort gleich vorstellen</a> und deine drängendsten Fragen loswerden.
</p>

<p>
	Wenn du Leute zum Reden in deiner Nähe suchst, sind die Selbsthilfegruppen vom <a href="https://psoriasis-bund.de/" rel="external">Deutschen Psoriasis-Bund e.V.</a> eine mögliche Anlaufstelle.
</p>

<div>
	 
</div>

<h2>
	Ein kleines Lexikon
</h2>

<p>
	Verstehe, was dein Arzt sagt
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Plaque</strong>: Psoriasis-Stelle(n) an deinem Körper, also die roten, trockenen, vielleicht auch rissigen Stellen
	</li>
	<li>
		<strong>Schub</strong>: Phase der akuten Entzündung; es gibt bei vielen Betroffenen Zeiten, in denen die Haut stark betroffen ist, und Zeiten, in denen sich das Hautbild deutlich bessert. 
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">topische Therapie</a></strong>: Behandlung von außen auf die Haut, also Cremes, Salben, Schaum oder so etwas
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">Systemische Therapie</a></strong>: Behandlung von innen, mit Tabletten, Spritzen oder Infusionen. Wird eingesetzt, wenn eine reine topische Therapie nicht ausreicht.
	</li>
	<li>
		<strong>Biologikum</strong>: Biotechnologisch hergestelltes Eiweißmedikament, das gezielt in das Immunsystem eingreift und Entzündungen hemmt. Meist als Spritze verabreicht.
	</li>
	<li>
		<strong>Trigger</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Auslösende Faktoren</a> für Krankheitsschübe, z. B. Stress, Infektionen, Rauchen, Alkohol oder bestimmte Medikamente
	</li>
	<li>
		<strong><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr></strong> (Abkürzung für Psoriasis Area and Severity Index): Ein Maß, das den Schweregrad der Psoriasis anhand von Hautrötung, Schuppung, Verdickung und befallener Fläche misst.
	</li>
	<li>
		<strong>Koebner-Phänomen</strong>: Hauterscheinungen, die sich an Stellen von Verletzungen oder Druckstellen entwickeln.
	</li>
</ul>

<p>
	Viel mehr Begriffe erklären wir <a href="https://www.psoriasis-netz.de/lexikon/" rel="">in unserem Lexikon</a>.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p style="text-align: center;">
	So, genug der Worte – schließlich soll das hier "nur" eine erste Handreichung für Psoriasis-Anfänger sein.<br>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/contact/" rel="">Frag uns aus</a>, <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/startTopic/" rel="">frag viele andere im Forum</a> und such Deinen Weg. Es gibt ihn, da sind wir sicher.
</p>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1327</guid><pubDate>Sat, 26 Oct 2024 12:25:00 +0000</pubDate></item><item><title>K&#xF6;bner-Ph&#xE4;nomen &#x2013; was ist das?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/koebner-phaenomen-%E2%80%93-was-ist-das-r1153/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_09/koebner-effekt-guertel-schmuck.jpg.26b44b12f8a87f3b2b4c9a68b2cc2743.jpg" /></p>
<p>
	Kennst du das? Du hast dich gekratzt, geschnitten oder eine leichte Verbrennung zugezogen – und zwei Wochen später entsteht genau an dieser Stelle ein neuer Herd deiner Schuppenflechte. Das ist kein Zufall. Das ist der sogenannte <strong>Köbner-Effekt</strong>.
</p>

<p>
	Für dich als Betroffenen ist dieses Phänomen wichtig zu kennen. Denn wenn du weißt, was den Effekt auslöst, kannst du im Alltag viele neue Psoriasis-Stellen vermeiden.
</p>

<h2>
	Was ist der Köbner-Effekt genau?
</h2>

<p>
	Benannt wurde das Phänomen nach dem Dermatologen Heinrich Köbner, der es 1872 erstmals beschrieb. In der Fachsprache nennt man es auch isomorpher Reizeffekt.
</p>

<p>
	Einfach erklärt passiert Folgendes: Deine Haut wird an einer gesunden Stelle gereizt oder verletzt. Dein Immunsystem reagiert daraufhin überempfindlich. Statt die Wunde nur zu heilen, wandern Entzündungszellen in das Gebiet und lösen genau dort eine Schuppenflechte aus.
</p>

<p>
	Das Tückische: Das passiert nicht sofort. Meist dauert es 10 bis 20 Tage nach der Verletzung, bis die Psoriasis sichtbar wird. Der Zeitraum kann aber variieren – von wenigen Tagen bis hin zu Jahren.
</p>

<p>
	Wichtig zu wissen: Nicht jeder Mensch mit Psoriasis hat diesen Effekt. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder dritte bis vierte Betroffene darauf reagiert. Wenn deine Psoriasis gerade sehr aktiv ist, ist die Wahrscheinlichkeit für den Köbner-Effekt höher.
</p>

<h2>
	Die häufigsten Auslöser im Alltag
</h2>

<p>
	Alles, was deine Haut mechanisch, thermisch oder chemisch reizt, kann theoretisch einen neuen Schub an dieser Stelle auslösen. Hier sind die Dinge, auf die du achten solltest:
</p>

<h3>
	1. Druck und Reibung (Mechanische Reize)
</h3>

<p>
	Kleidung und Accessoires sind die Klassiker im Alltag:
</p>

<ul>
	<li>
		Enge Gürtel oder Hosenbünde (oft entsteht Psoriasis genau auf der Gürtellinie).
	</li>
	<li>
		Bügel von BHs oder enge Träger.
	</li>
	<li>
		Scheuernde Nähte oder Etiketten in der Kleidung.
	</li>
	<li>
		Brillengestelle, die hinter den Ohren drücken.
	</li>
	<li>
		Uhrenarmbänder oder eng anliegender Schmuck.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Tipp</strong>: Achte auf "Comfort Fit"-Kleidung, schneide kratzende Etiketten heraus und trage weiche, atmungsaktive Stoffe.
</p>

<h3>
	2. Verletzungen der Haut
</h3>

<ul>
	<li>
		Schnittwunden (auch beim Rasieren)
	</li>
	<li>
		Kratzer durch Haustiere (Katzenkrallen, Hundebisse)
	</li>
	<li>
		Insektenstiche (und das anschließende Kratzen!)
	</li>
	<li>
		Tätowierungen und Piercings: Tattoos sind eine Nadelverletzung der Haut. Wenn du zum Köbner-Effekt neigst, kann es passieren, dass das gesamte Tattoo von Schuppenflechte überzogen wird oder vernarbt. Überlege dir diesen Schritt gut.
	</li>
</ul>

<h3>
	3. Hitze und Kälte (Thermische Reize)
</h3>

<ul>
	<li>
		Sonnenbrand: Während UV-Licht oft heilend wirkt, ist ein Sonnenbrand ein massiver Entzündungsreiz, der großflächig Psoriasis auslösen kann ("Streuwirkung")
	</li>
	<li>
		Verbrühungen oder Verbrennungen
	</li>
	<li>
		Erfrierungen im Winter.
	</li>
</ul>

<h3>
	4. Medizinische Eingriffe
</h3>

<ul>
	<li>
		Impfungen oder Akupunktur
	</li>
	<li>
		Operationsnarben
	</li>
</ul>

<h3>
	5. Chemische Reize
</h3>

<ul>
	<li>
		Haarfärbemittel oder aggressive Kosmetika
	</li>
	<li>
		Allergische Reaktionen auf Pflaster
	</li>
</ul>

<h2>
	Der "Deep Koebner": Gefahr für die Gelenke
</h2>

<p>
	Wenn du an Psoriasis arthritis leidest, gibt es eine Sonderform: den "Deep Koebner"-Effekt (tiefer Köbner-Effekt).
</p>

<p>
	Hierbei kann eine tiefergehende Verletzung – etwa ein starker Stoß gegen das Knie, ein verstauchter Knöchel oder eine Prellung – einen Entzündungsschub genau in diesem Gelenk auslösen. Wenn du nach einem Unfall oder Sportverletzung plötzlich anhaltende Gelenkschmerzen hast, sprich unbedingt mit deinem Rheumatologen darüber.
</p>

<h2>
	Was du tun kannst: Vorbeugen und Behandeln
</h2>

<p>
	Du kannst dich nicht in Watte packen, aber du kannst Risiken minimieren:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Vermeide Kratzen</strong>: Wenn es juckt, versuche zu kühlen oder rückfettende Cremes zu nutzen, statt zu kratzen. Halte deine Fingernägel kurz.
	</li>
	<li>
		<strong>Wundversorgung</strong>: Wenn du dich verletzt hast, reinige die Wunde sofort und halte sie sauber. Eine entzündete Wunde provoziert den Köbner-Effekt stärker als eine saubere.
	</li>
	<li>
		<strong>Beobachtung</strong>: Behalte verletzte Stellen in den Wochen danach im Auge. Wenn sich dort Psoriasis bildet, beginne frühzeitig mit der Behandlung (z.B. mit den Salben, die dir dein Arzt verschrieben hat), um den Herd klein zu halten.
	</li>
</ul>

<h2>
	Fachwörter erklärt
</h2>

<ul>
	<li>
		<strong>Isomorpher Reizeffekt</strong>: Der medizinische Fachbegriff für den Köbner-Effekt. "Isomorph" bedeutet "von gleicher Gestalt" – die neue Hautveränderung sieht also genauso aus wie die bestehende Grunderkrankung.
	</li>
	<li>
		<strong>Lichen ruber</strong>: Die Knötchenflechte. Eine andere entzündliche Hauterkrankung, bei der der Köbner-Effekt ebenfalls auftreten kann.
	</li>
	<li>
		<strong>Vitiligo</strong>: Die Weißfleckenkrankheit. Auch hier können an verletzten Stellen neue weiße Flecken entstehen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Quellen und Weiterführende Links
</h2>

<p>
	<a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-001" rel="external nofollow">S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris</a><br>
	AWMF-Registernummer 013-001 – aktueller Stand der Wissenschaft zur Psoriasis
</p>

<p>
	Studien zum Deep Koebner
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://karger.com/cde/article/17/1/137/925192/Trauma-Induced-Psoriatic-Arthritis-A-Deep-Kobner" rel="external nofollow">Trauma-Induced Psoriatic Arthritis: A Deep Köbner Phenomenon</a> (in: Case Reports in Dermatology, 17/2025)
	</li>
	<li>
		<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10067-013-2436-7" rel="external nofollow">Can traumatic injury trigger psoriatic arthritis?</a> A review of the literature (in: Clinical Rheumatology, November 2013)
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.jrheum.org/content/35/11/2085" rel="external nofollow">Role of Trauma in Psoriatic Arthritis</a> (in: Journal of Rheumatology, November 2008)
	</li>
</ul>

<p>
	"<a href="http://xn--wer%20interessiert%20sich%20heute%20noch%20fr%20heinrich%20kbner-j7e31a" rel="external nofollow">Wer interessiert sich heute noch für Heinrich Köbner?</a>"<br>
	(Altmeyers Enzyklopädie, September 2021)<br>
	In seinem wöchentlichen Newsletter beschäftigt sich Professor Peter Altmeyer jeweils mit einem Aspekt aus dem weiten Bereich der Dermatologie. In einer Folge ging es um den Köbner-Effekt.
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasisbund.de/fileadmin/images/PSO_Magazine/02_Archiv/PSO_Magazin_2019/PSO_4-19/Das_Koebner-Phaenomen_im_Inneren.pdf" rel="external nofollow">Das Köbner-Phänomen im Inneren</a><br>
	(Pso Magazin 4/2019)<br>
	In der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Psoriasis-Bundes wurde das Köbner-Phänomen erklärt – und es gibt einen Hinweis darauf, dass äußerliche Verletzungen neben dem Köbner-Effekt auch eine Psoriasis arthritis auslösen können.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1153</guid><pubDate>Sat, 25 Sep 2021 07:59:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis pustulosa &#x2013; Schuppenflechte mit Bl&#xE4;schen als Symptom</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-pustulosa-%E2%80%93-schuppenflechte-mit-blaeschen-als-symptom-r1118/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/psoriasis-pustulosa-hand.jpg.2523dde2c53828f21c8b6546a458eeab.jpg" /></p>
<p>
	Bei der <strong>Psoriasis pustulosa</strong> herrschen feine Bläschen vor. Die befinden sich über den entzündeten Hautstellen – anstelle der ansonsten bei Psoriasis vulgaris üblichen Schuppung oder davon ausgehend. Obwohl neutrophilen Granulozyten – das sind Abwehrzellen des Immunsystems – vorhanden sind, ist die Flüssigkeit in den Bläschen steril. Es liegt keine Infektion vor.
</p>

<p>
	Weniger als fünf Prozent der Menschen mit der Diagnose Schuppenflechte leiden daran.
</p>

<p>
	Für die Psoriasis pustulosa konnte man bisher keine Ursachen finden – auch nicht in Bezug auf eine Vererbung der Erkrankung.
</p>

<p>
	Die Diagnose kann der Hautarzt eindeutig feststellen: Wenn die Psoriasis pustulosa auf einige Regionen des Körpers beschränkt ist, kann der Dermatologe ein Stück Haut entnehmen und im Labor untersuchen lassen. Bei der Form am ganzen Körper (gleich mehr dazu) gibt es einige andere Erkrankungen oder Probleme, die der Hautarzt ausschließen muss.
</p>

<p>
	Die Psoriasis pustulosa wird auch Schuppenflechte pustulosa oder kurz Pso pustulosa genannt. Alle drei Begriffe meinen das gleiche.
</p>

<h2>
	Fünf Formen der Psoriasis pustulosa und ihre Symptome
</h2>

<h3>
	Psoriasis pustulosa generalisata
</h3>

<p>
	Die Psoriasis pustulosa generalisata nennt man auch Typ Zumbusch. Sie betrifft den gesamten Körper (deshalb ja „generalisata“) und kann lebensbedrohend sein. Die Symptome sind deutlich: Neben den großflächig auftretenden Bläschen leidet der Betroffene unter einem schweren Krankheitsgefühl, Fieber, Schwäche und Abgeschlagenheit, steifen Muskeln und Gelenkschmerzen. Betroffene müssen sofort in eine Hautklinik.
</p>

<h3>
	Impetigo herpetiformis
</h3>

<p>
	Diese Form kommt nur bei Schwangeren vor, auch als generalisierte Form.
</p>

<h3>
	Psoriasis pustulosa palmoplantaris, Typ Barber
</h3>

<p>
	Diese Form ist begrenzt auf Handflächen und Fußsohlen. Als Symptome kommen nebeneinander gelbliche neuere Pusteln und bräunliche ältere Pusteln mit eingetrocknetem Inhalt und Krustenbildung vor. Einzelne Herde lassen sich gut lokal – mit Salben, Cremes oder Gels – behandeln, während ausgedehnter Befall häufig innerlich, also mit Spritzen oder Tabletten, therapiert werden muss.
</p>

<p>
	Hier wurden auch gute Erfolge mit der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/interferenzstrom/interferenz-index/" rel="">Interferenzstromtherapie</a> erzielt.
</p>

<h3>
	Akrodermatitis suppurativa, Typ Halopeau
</h3>

<p>
	Diese Form ist auf Fingerendglieder und Nagelbett beschränkt. Die Erkrankung führt zur Zerstörung des Nagelbettes und zum Verlust des Nagels, der auch nach Abheilung der Schuppenflechte nicht wieder nachwächst. Mit der Therapie wird versucht, die Entzündung zu durchbrechen und den Verlust des Nagels zu verhindern. Man gibt lokal und/oder innerlich Kortikoide, Methotrexat oder Ciclosporin.
</p>

<h3>
	Psoriasis vulgaris cum pustulatione
</h3>

<p>
	Bei dieser Form treten die Pusteln schubweise auf den Stellen einer Psoriasis vulgaris, die vorher schon da war, auf. Zur Behandlung genügt hier oft eine Lokaltherapie.
</p>

<h2>
	Behandlung
</h2>

<p>
	Man muss es klar sagen: Die Behandlung der Psoriasis pustulosa ist nicht einfach und erfordert meist viel Geduld. Deshalb haben wir erst einmal Tipps für den Alltag:
</p>

<ul>
	<li>
		Lieber nicht rauchen. Das Rauchen wird sogar als Auslöser der Psoriasis pustulosa palmoplantaris diskutiert.
	</li>
	<li>
		Kein Alkohol.
	</li>
</ul>

<h2>
	Therapie mit Medikamenten
</h2>

<ul>
	<li>
		<strong>Systemische Retinoide</strong>: Laut Studien kann die Einnahme von Vitamin-A-Abkömmlingen die Symptome einer Psoriasis pustulosa palmoplantaris deutlich verbessern (nicht einnehmen, wenn man schwanger ist, Vitamin A kann die Frucht schädigen!)
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie" rel="">Orale PUVA</a></strong>: Ja! Lokale PUVA: nein. Auch keine Bade-PUVA.
	</li>
	<li>
		<strong>Bäder</strong>: vermeiden.
	</li>
	<li>
		Die <strong>Kombination</strong> von systemischen Retinoiden und oraler PUVA führte in Studien bei zwei Dritteln der Patienten zu einem Verschwinden der akuten Symptome.
	</li>
	<li>
		Einnahme von <strong>Ciclosporin</strong>: Ja, das kann helfen – zumindest bei der Psoriasis pustulosa palmoplantaris in niedriger Dosierung. Unklar ist, ob Ciclosporin auch bei längerer Anwendung noch vorteilhaft bleibt.
	</li>
	<li>
		Behandlung mit mittelstarken <strong>Kortisonsalben</strong> unter einem Okklusiv-Verband.
	</li>
	<li>
		<strong>Zellgifte</strong> lieber nicht. Colchizin ist ungünstig. Das ist ein Alkaloid aus der Herbstzeitlosen. Zwar wurde in Untersuchungen eine gewisse Besserung der Symptome beobachtet, doch litten die Patienten zu sehr unter den Nebenwirkungen. Auch über Hydroxycarbamid (Hydroxyharnstoff) liegen derzeit noch keine Daten vor.
	</li>
</ul>

<p>
	Aber es besteht Hoffnung: In den letzten Jahren wurde in einigen Studien untersucht, ob neuere <a href="https://www.psoriasis-netz.de/dossier/biologics-r3/" rel="">Biologika</a> auch bei Psoriasis pustulosa helfen können. Eine Therapie aus diesem Bereich dürfte eines Tages also auch bei dieser Diagnose zum Einsatz kommen.
</p>

<h2>
	Ernährung
</h2>

<p>
	Eine gesunde Ernährung ist auch bei der Psoriasis pustulosa angeraten – aber das gilt ja fürs ganze Leben ? Das heißt: Betroffene sollten ausreichend Vollkornprodukte, Obst und Gemüse essen.
</p>

<p>
	Dass Omega-3-Fettsäuren helfen, sagen einige. Versuchen!
</p>

<div class="ipsMessage ipsMessage_info">
	Hast du Psoriasis pustulosa und Tipps für andere – oder Fragen? <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forum/15-psoriasis-pustulosa/" rel="">In unserem Forum</a> kannst du alles loswerden.
</div>

<p>
	 
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>Mitarbeit: Dr. Nana Mosler</em>
</p>

<h2>
	Fotos von Psoriasis pustulosa
</h2>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="0" data-embedcontent="" data-embedid="embed5367141891" id="ips_uid_7754_5" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 220px; max-width: 502px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1551-psoriasis-pustulosa/?do=embed"></iframe>

<h2>
	Mehr zum Thema
</h2>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/salben-cremes-gels/volon-a" rel="">Volon A-Schüttelmix</a> ist eines der bekanntesten Medikamente gegen die Psoriasis pustulosa. Was ist das? Wie wird es angewendet?
	</li>
	<li>
		In unserem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/15-psoriasis-pustulosa/" rel="">Forum zur Psoriasis pustulosa</a> diskutieren Betroffene. Lies die Meinung anderer Leute oder schildere deine Erfahrungen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Quellen
</h2>

<ul>
	<li>
		„<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/schuppenflechte-was-sie-schon-immer-ueber-psoriasis-wissen-wollten" rel="">Schuppenflechte. Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten</a>“ von Ulrich Mrowietz und Gerhard Schmidt-Ott [Mehr über das Buch]
	</li>
	<li>
		„Psoriasis – Diagnostisches und therapeutisches Management“ von Peter Elsner und Johannes Norgauer (Hrsg.)
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1118</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 15:04:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis guttata: Symptome, Ausl&#xF6;ser, Behandlung...</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-guttata-symptome-ausloeser-behandlung-r1117/</link><description><![CDATA[
<p>
	<img alt="Psoriasis guttata" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_right" data-extension="core_Attachment" data-fileid="19702" data-ratio="66.86" data-unique="thm8c5p3i" style="width: 175px; height: auto; float: right;" width="300" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-guttata.jpeg.b92dd0b30e3d6d784f9979af6d68f5a4.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Die Psoriasis guttata ist eine Form der Schuppenflechte.
</p>

<h2>
	Symptome
</h2>

<p>
	Die Stellen der Psoriasis guttata sind nicht großflächig wie zum Beispiel bei der Psoriasis vulgaris, sondern klein. Sie haben eher die Form von Tropfen oder Linsen. Die Psoriasis guttata tritt besonders am „Stamm“ auf, also an Bauch, Hüfte oder Rücken.
</p>

<h2>
	Auslöser
</h2>

<p>
	Hervorgerufen wird die Psoriasis guttata oft von einer Infektion mit Streptokokken. Beispiele dafür sind Angina, Mandelentzündung oder Scharlach. Oft tritt sie ein bis zwei Wochen danach auf.
</p>

<p>
	Auch Medikamente wie Betablocker, Lithium, Chloroquin oder Hydroxychloroquin können die Psoriasis guttata auslösen.
</p>

<p>
	Natürlich ist das nicht immer so: Die Erkrankung kann auch ohne diese Anlässe ausbrechen.
</p>

<h2>
	Verlauf
</h2>

<p>
	Der Verlauf ist wie das Auslöser unberechenbar: Die Psoriasis guttata kann in eine <span ipsnoautolink="true">Psoriasis vulgaris</span> übergehen – aber auch einfach abklingen, wenn die Auslöse-Faktoren beseitigt wurden.
</p>

<h2>
	Behandlung der Psoriasis guttata
</h2>

<p>
	Die Psoriasis guttata wird im Prinzip <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung" rel="">behandelt</a> wie eine Psoriasis vulgaris. Bei den vielen kleinen Stellen ist eine Therapie mit Salben oder Cremes jedoch oft zu aufwändig, so dass recht schnell an eine Lichttherapie oder eine Behandlung mit innerlichen Medikamenten gedacht wird.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<ul>
	<li>
		Die verschiedenen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">Formen der Schuppenflechte</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/category/313-schuppenflechte/" rel="">Fotos von der Psoriasis</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/5-schuppenflechte-forum/" rel="">Forum auch für Betroffene mit Psoriasis guttata</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1117</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 14:45:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis vulgaris &#x2013; die h&#xE4;ufigste Form der Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-vulgaris-%E2%80%93-die-haeufigste-form-der-schuppenflechte-r1116/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/formen-der-schuppenflechte.jpeg.5747540c71979cc949ea5ed4ca522e93.jpeg" /></p>
<h2>
	Keine Panik vor dem Fachbegriff
</h2>

<p>
	Wenn du die Diagnose „<strong>Psoriasis vulgaris</strong>“ bekommen hast oder vermutest, steht dieser Begriff oft als erstes im Arztbrief. Lass dich von dem Latein nicht verunsichern: „vulgaris“ heißt hier schlicht „gewöhnlich“ oder „alltäglich“. Es ist einfach der medizinische Fachbegriff für die <strong>gewöhnliche Schuppenflechte</strong>.
</p>

<p>
	Du bist damit nicht allein – ganz im Gegenteil. Etwa 80 bis 90 Prozent aller Menschen mit Schuppenflechte haben genau diese Form. Sie ist der „Klassiker“. Charakteristisch sind die sogenannten Plaques: rot entzündete, verdickte Hautstellen, auf denen silbrig-weiße Schuppen sitzen.
</p>

<p>
	Auch wenn die Diagnose erst mal nervt: Die Psoriasis vulgaris ist heute die am besten erforschte Form. Das bedeutet für dich, dass es genau für diese Variante die größte Auswahl an Therapien und die meisten Erfahrungen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">in unserer Community</a> gibt.
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">💡</span> Die wichtigsten Fakten:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Häufigkeit</strong>: ca. 80–90 % aller Fälle
	</li>
	<li>
		<strong>Andere Namen</strong>: Plaque-Psoriasis, Psoriasis en plaques
	</li>
	<li>
		<strong>Ansteckend?</strong> Nein, niemals.
	</li>
	<li>
		<strong>Heilbar?</strong> Nein, aber gut behandelbar.
	</li>
</ul>

<h2>
	Symptome: Wie sieht Psoriasis vulgaris aus?
</h2>

<p>
	<img alt="Arm mit Schuppenflechte" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19706" data-ratio="136.00" data-unique="foydlreb5" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="297" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis_ellenbogen.jpeg.8da68d7997b963961884c72dfd96206e.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Das Erkennungszeichen der Psoriasis vulgaris sind die Plaques. Anders als bei vielen anderen Hautausschlägen gehen die Stellen nicht fließend in die gesunde Haut über, sondern sind meist scharf begrenzt. Du siehst genau, wo die Entzündung aufhört und deine gesunde Haut beginnt.
</p>

<p>
	Ein typischer Plaque zeigt meist drei klassische Merkmale:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Rötung (Erythem)</strong>: Deine Haut ist durch die Entzündung stark durchblutet und rot.
	</li>
	<li>
		<strong>Verdickung (Infiltration)</strong>: Die Stellen sind erhaben, du kannst sie deutlich tasten, wenn du darüberfährst.
	</li>
	<li>
		<strong>Schuppung (Desquamation)</strong>: Deine Hautzellen erneuern sich rasant, sterben ab und bilden eine silbrig-weiße Schicht.
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>Der Kratz-Test</strong>
</p>

<p>
	Hautärzte nutzen oft einen einfachen Test, um sicherzugehen. Wenn du vorsichtig an einer Plaque kratzt, zeigen sich drei Phänomene nacheinander:
</p>

<ol>
	<li>
		<strong>Kerzenwachs-Phänomen</strong>: Kratzt du die Schuppen ab, sieht die Stelle weißlich aus, wie ein Kratzer auf einer Kerze.
	</li>
	<li>
		<strong>Phänomen des letzten Häutchens</strong>: Entfernst du die Schuppen vollständig, erscheint eine extrem dünne, glänzende Hautschicht.
	</li>
	<li>
		<strong>Blutiger Tau (Auspitz-Phänomen)</strong>: Wird dieses dünne Häutchen verletzt, treten kleine, punktförmige Blutstropfen auf.
	</li>
</ol>

<p>
	<strong>Juckreiz – mehr als nur ein Kratzen</strong>
</p>

<p>
	In Lehrbüchern steht oft nur „Juckreiz“, aber wir wissen, dass es mehr ist. Viele Nutzer im Psoriasis-Netz beschreiben es eher als ein Brennen, Stechen oder ein extremes Spannungsgefühl, wenn die Haut zu trocken ist.
</p>

<h2>
	Wo tritt sie auf?
</h2>

<p>
	Prinzipiell kann die Psoriasis vulgaris überall auftreten. Dennoch hat sie ihre „Lieblingsplätze“. Auffällig ist, dass die Stellen oft symmetrisch auftreten: Hast du eine Plaque am linken Ellbogen, findest du oft auch eine am rechten.
</p>

<p>
	Besonders häufig betroffen sind die Streckseiten deiner Gliedmaßen und Bereiche, die mechanischer Belastung ausgesetzt sind. Checke dich mal an diesen Stellen:
</p>

<ul>
	<li>
		Ellbogen und Knie
	</li>
	<li>
		Die Kopfhaut (oft am Haaransatz oder hinter den Ohren)
	</li>
	<li>
		Der untere Rücken (Kreuzbein-Region)
	</li>
	<li>
		Die Außenseiten der Unterschenkel oder Arme
	</li>
</ul>

<p>
	Im Gegensatz dazu sind dein Gesicht und deine Hände bei der Psoriasis vulgaris seltener betroffen – das ist oft (aber nicht immer) ein Merkmal anderer Psoriasis-Formen.
</p>

<h2>
	Ursachen und Auslöser: Warum hast du das?
</h2>

<p>
	Warum genau du Psoriasis bekommen hast, ist ein Zusammenspiel aus zwei Faktoren: Deinen Genen (Vererbung) und äußeren Auslösern (Triggern). Du erbst also nicht die Krankheit direkt, sondern die Bereitschaft deines Körpers dazu.
</p>

<p>
	Im Kern spielt dein Immunsystem verrückt: Es sendet falsche Signale an die Hautzellen. Normalerweise braucht deine Oberhaut etwa 28 Tage, um sich zu erneuern. Bei der Psoriasis geschieht dies im Zeitraffer von nur 3 bis 4 Tagen. Die Zellen kommen unreif an der Oberfläche an und verkleben zu den sichtbaren Schuppen.
</p>

<h3>
	Vorsicht beim Kratzen: Das Köbner-Phänomen
</h3>

<p>
	Ein für deinen Alltag wichtiger Punkt ist der sogenannte isomorphe Reizeffekt (Köbner-Phänomen). Das bedeutet: Neue Plaques entstehen oft dort, wo deine Haut gereizt wird. Das kann ein Sonnenbrand sein, eine enge Hose, die scheuert, oder eben das Kratzen an einer juckenden Stelle.
</p>

<p>
	<em>Du willst tiefer einsteigen?</em>
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/kinder-jugendliche/muessen-psoriatiker-auf-kinder-verzichten/" rel="">Wie die Vererbung funktioniert und welche Gene eine Rolle spielen </a>
</p>

<p>
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Welche Auslöser einen Schub provozieren können</a> – Stress, Infekte, Medikamente
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span class="ipsEmoji">💡</span><strong>Warum Kratzen alles schlimmer macht</strong>: „Jeder Kratzer ist ein Reiz für deine Haut. Versuche, nicht mit den Fingernägeln zu kratzen, sondern die Stelle zu kühlen oder einfach nur rückfettende Creme aufzutragen.“
</p>

<h2>
	Verlauf und Typen
</h2>

<p>
	Die Psoriasis vulgaris ist eine chronische Erkrankung. Das heißt, sie begleitet dich meist lebenslang. Aber: Sie verläuft fast immer in Schüben. Es gibt Zeiten mit starken Beschwerden und Zeiten, in denen deine Haut fast oder ganz erscheinungsfrei ist.
</p>

<p>
	Ärzte unterscheiden oft zwei Typen, um den Verlauf besser einzuschätzen:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Typ 1 (Früher Beginn)</strong>: Deine Erkrankung trat vor dem 40. Lebensjahr auf (oft in der Pubertät oder als junger Erwachsener). Hier spielt die Vererbung eine große Rolle und der Verlauf kann etwas schwerer sein. Dies betrifft die Mehrheit der Patienten.
	</li>
	<li>
		<strong>Typ 2 (Später Beginn)</strong>: Die ersten Symptome zeigten sich erst in deiner zweiten Lebenshälfte (nach 40 oder 50). Die familiäre Vorbelastung ist hier seltener und die Verläufe sind oft stabiler.
	</li>
</ul>

<h2>
	Behandlung: Was kann hilft dir helfen?
</h2>

<p>
	Die gute Nachricht vorweg: Weil die Psoriasis vulgaris die häufigste Form ist, sind fast alle Medikamente primär für sie entwickelt worden. Die Therapie erfolgt meist nach einem Stufenschema – je nachdem, wie stark deine Haut betroffen ist und wie sehr du darunter leidest.
</p>

<p>
	Ein Schritt wird dabei oft vergessen, ist aber bei der Psoriasis vulgaris entscheidend: Das Entschuppen (Keratolyse). Bevor Wirkstoffe in deine Haut können, müssen die dicken Schuppenpanzer weg. Das machst du meist mit Salicylsäure oder hochdosiertem Harnstoff.
</p>

<p>
	Die weiteren Säulen deiner Behandlung sind:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Basistherapie</strong>: Das tägliche Eincremen mit rückfettenden Lotionen ist dein Fundament, um die Hautbarriere zu stärken.
	</li>
	<li>
		<strong>Äußerliche Therapie</strong>: Bei leichten bis mittleren Formen kommen Salben, Cremes oder Gele zum Einsatz. Häufige Wirkstoffe sind Kortison oder Vitamin-D3-Abkömmlinge. Mehr erfährst du in unserer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">Übersicht der Salben und Wirkstoffe</a>.
	</li>
	<li>
		<strong>Lichttherapie</strong>: Spezielle UV-Bestrahlungen (beim Hautarzt) können die Entzündung in der Haut bremsen. Wie das geht, haben wir im Artikel "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/lichttherapie/" rel="">Behandlung mit Licht und Bädern</a>" aufgeschrieben.
	</li>
	<li>
		<strong>Innerliche Therapie</strong>: Helfen Salben nicht oder sind große Flächen betroffen, wirken <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">Tabletten oder Spritzen</a> (wie Biologika) von innen auf das Immunsystem.
	</li>
</ul>

<h2>
	Fazit &amp; Community
</h2>

<p>
	Die Psoriasis vulgaris ist hartnäckig, aber heute besser behandelbar als je zuvor. Wichtig ist: Gib nicht auf, wenn das erste Mittel nicht wirkt – die Therapie ist oft Maßarbeit und muss zu dir passen.
</p>

<p>
	In unserem Forum tauschen sich tausende Betroffene darüber aus, welche Creme bei ihnen funktioniert hat, wie sie Schübe in den Griff bekommen und wie sie im Alltag mit der Erkrankung umgehen.
</p>

<p>
	Hast du Fragen zur Psoriasis vulgaris?
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a class="simple-button-plugin" href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/startTopic/" rel="" style="display: inline-block; background-color: rgb(39, 174, 97); border: 1px solid rgb(39, 174, 97); padding: 5px 10px; border-radius: 5px; font-size: 14px; color: rgb(255, 255, 255) !important; text-decoration: none !important;" target="_blank">Jetzt Fragen im Forum stellen</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1116</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 14:34:00 +0000</pubDate></item><item><title>Formen der Psoriasis &#x2013; Schuppenflechte im &#xDC;berblick</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/schuppenflechte-psoriasis-ellenbogen.jpeg.9776bd9b87c2c99c44ff450d350a934e.jpeg" /></p>
<p>
	<strong>Die Schuppenflechte wird in verschiedene Arten unterteilt – je nach Aussehen, Ort ihres Auftretens oder Alter. Hier ein Überblick, welche Psoriasis-Formen es gibt.</strong>
</p>

<h2>
	Psoriasis vulgaris
</h2>

<p>
	Diese Form kommt am häufigsten vor. wir haben ihr einen eigenen Artikel gewidmet:
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="44686" data-embedcontent="" data-embedid="embed1343624039" id="ips_uid_161_6" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-vulgaris-%E2%80%93-die-haeufigste-form-der-schuppenflechte-r1116/?do=embed"></iframe>

<p>
	 
</p>

<h2>
	Psoriasis capitis (Kopfpsoriasis)
</h2>

<p>
	<img alt="Kopfpsoriasis" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19700" data-ratio="78.00" data-unique="cqfwfvthi" style="width: 200px; height: auto; float: left;" width="620" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/kopfpsoriasis.png.12e6a20091a6f94fb0002f639a5a8a6d.png" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Die Psoriasis capitis ist die Form der Schuppenflechte, die am behaarten Kopf und hinter dem Ohr zu finden ist. Oft verlässt sie den Haaransatz, so dass sie dann leicht für jeden zu sehen ist. Außerdem juckt die Kopfschuppenflechte häufig.
</p>

<p>
	Selten kommt es sogar zum Haarausfall. Der geht nach einer Behandlung früher oder später meist zurück, ist für die Betroffenen jedoch mit am belastendsten.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut/" rel="">Weitere Informationen</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1412-schuppenflechte-im-gesicht" rel="">Fotos</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/11-schuppenflechte-auf-der-kopfhaut/" rel="">Forum</a>
</p>

<h2>
	Psoriasis palmaris et plantaris
</h2>

<p>
	<img alt="Psoriasis palmoplantaris" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19701" data-ratio="74.86" data-unique="lnvgyuno8" style="width: 175px; height: auto; float: left;" width="800" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-palmoplantaris.jpeg.891ce2512f0eedbc7f06b47b1bafc7fe.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Bei dieser Form beschränkt sich die Schuppenflechte auf die Innenflächen der Hände und die Fußsohlen. Das hört sich nach einer leichten Form an – ist es aber bei weitem nicht. Sie ist sehr hartnäckig und trotzt mancher Behandlung. Ansonsten gleicht sie im Prinzip einer Psoriasis vulgaris. Oft wird diese Form auch Psoriasis palmoplantaris genannt.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/19-schuppenflechte-an-haenden-und-fuessen/" rel="">Forum</a>
</p>

<h2>
	Psoriasis guttata
</h2>

<p>
	<img alt="Psoriasis guttata" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19702" data-ratio="66.86" data-unique="5ww9pel9g" style="width: 175px; height: auto; float: left;" width="300" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-guttata.jpeg.b92dd0b30e3d6d784f9979af6d68f5a4.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Bei der Psoriasis guttata treten viele kleine ovale (tropfenförmige) Flecken als Gruppe auf einer größeren Körperoberfläche auf – beispielsweise auf dem Rumpf, an den Extremitäten oder auf der Kopfhaut. Die kleinen Flecken haben bis zu einem Zentimeter Durchmesser.
</p>

<p>
	Diese Form der Psoriasis tritt oft nach einer Infektion mit Streptokokken (Angina) oder nach Scharlach auf. Sie kann aber auch von Medikamenten hervorgerufen werden. Sie ist häufiger bei jungen Betroffenen zu finden.
</p>

<p>
	Die Stellen sind nur etwa so groß wie eine Linse. Sie sind rot. Es bilden sich nicht so viele oder starke Schuppen.
</p>

<p>
	Die Psoriasis guttata kann zu einer Psoriasis vulgaris werden, sie kann aber auch wieder völlig verschwinden. Manchmal bleiben dann helle oder dunkle Stellen ohne einen Befall übrig. Diese gleichen sich meist nach einiger Zeit wieder der gesunden Haut an.
</p>

<p>
	Die Behandlung der Psoriasis guttata unterscheidet sich nicht von der Therapie der Psoriasis vulgaris. In der <a href="https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/psoriasis-guttata-3349" rel="external nofollow" target="_blank">Enzyklopädie Dermatologie</a> nennt Professor Peter Altmeyer eine Behandlung mit Dithranol als „Therapie der ersten Wahl“.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/5-schuppenflechte/" rel="">Forum</a>
</p>

<h2>
	Psoriasis inversa
</h2>

<p>
	Die "umgekehrte Psoriasis" ist die, die sich vor allem in Hautfalten festsetzt - oder dort, wo Haut auf Haut liegt. Wenn Haut aufeinander liegt, spricht man auch von intertriginösen Stellen. Das ist unter der Brust, am Bauchnabel, in den Leisten, zwischen den Gesäßfalten oder zwischen den Fingern oder Zehen der Fall. Schwitzen und Schubbern führen dann dazu, dass die sonst so typischen Schuppen immer wieder und ganz fix abgetragen werden. Deshalb sind oft nur rote Stellen zu sehen.
</p>

<p>
	Weil es dazu noch mehr zu sagen und zu wissen gibt, haben wir <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-inversa-wenn-sich-die-schuppenflechte-in-hautfalten-zeigt-r1367/" rel="">das Wichtigste zur Psoriasis inversa in einen eigenen Artikel gepackt</a>.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/5-schuppenflechte/" rel="">Forum</a>
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" width="200" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/2T4TEiuLMuU?feature=oembed"></iframe>
	</div>
</div>

<p style="text-align: center;">
	<em>Dr. Alice Martin von dermanostic erklärt das Wichtigste über die Psoriasis inversa.</em>
</p>

<h2>
	Psoriasis pustulosa
</h2>

<p>
	<img alt="Psoriasis pustulosa an den Händen" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19703" data-ratio="74.86" data-unique="agp4lajxs" style="width: 175px; height: auto; float: left;" width="450" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/psoriasis-pustulosa.jpeg.55f84136af54094b955954a271a92cdb.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Sind Bläschen oder Pusteln zu sehen, handelt es sich vielleicht um eine Psoriasis pustulosa. Die Bläschen enthalten weiße Blutkörperchen, aber auf keinen Fall Bakterien, Pilze oder Viren – kein Grund zur Panik also, denn ansteckend ist das nicht.
</p>

<p>
	Diese Form hat zwei Erscheinungsbilder. Die eine ist der Typ Königsbeck-Barber, bei dem sich die Krankheit auf Handteller und Fußsohlen beschränkt. Die Haut brennt und kann schmerzhafte Schrunden aufweisen. Oft sind außerdem gewöhnliche Stellen an anderen Stellen oder Nagelveränderungen im Spiel. Ursachen können ein allergisches Kontaktekzem, Medikamente, Nahrungsbestandteile oder auch das Rauchen sein.
</p>

<p>
	Dann gibt es noch den Typ von Zumbusch. Fieber und Schüttelfrost gehen voran, und dann breiten sich Pusteln über den ganzen Körper aus. Hier können auch Schleimhäute vom Mund oder von den Geschlechtsteilen betroffen sein. Dazu kommen eitrige Krusten aus Schuppen.
</p>

<p>
	Ist die Psoriasis pustulosa auf die Hände und Füße beschränkt, wird sie auch Psoriasis pustulosa palmoplantaris genannt.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-pustulosa-%E2%80%93-schuppenflechte-mit-blaeschen-als-symptom-r1118/" rel="">Weitere Informationen</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1551-psoriasis-pustulosa" rel="">Fotos</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/15-psoriasis-pustulosa/" rel="">Forum</a>
</p>

<h2>
	Erythrodermie
</h2>

<p>
	Wenn die gesamte Haut gerötet und verdickt ist, ist es vielleicht eine psoriatische Erythrodermie.  Gerade, wenn in der Nähe ein Gelenk ist, reißt die Haut ein – und dann tut’s weh. Dazu gesellen sich heftiger Juckreiz , Fieber und ausgeprägte Kälteempfindlichkeit.
</p>

<p>
	Diese Form ist allermeist ein Fall für einen alsbaldigen Besuch im Krankenhaus, denn die Entzündung und der Temperaturverlust schwächen den Körper enorm.
</p>

<h2>
	Nagelpsoriasis
</h2>

<p>
	<img alt="Psoriasis an den Fingernägeln" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19704" data-ratio="74.86" data-unique="4ae5kso4e" style="width: 175px; height: auto; float: left;" width="430" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/nagelpsoriasis.jpeg.afb4fda4437ac84857e9c1f3a1099d10.jpeg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Sind die Finger- oder Fußnägel krümelig, verdickt oder sind dort Flecken zu sehen, könnte dies eine Nagelpsoriasis ein.
</p>

<p>
	Genau genommen sitzt die Schuppenflechte dann unter den Nägeln. Sie macht dann oft
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Tüpfelnägel</strong> – also kleine Einsenkungen, nicht größer als eine Stecknadel, wie Grübchen
	</li>
	<li>
		<strong>Ölflecken</strong> – also dunklere, manchmal gelbliche Flecken unter dem Nagel
	</li>
	<li>
		<strong>Krümelnägel</strong> – wie bei der Psoriasis auf der Haut sind unter dem Nagel für uns nicht sichtbare Schuppen vorhanden, die raus wollen und kommen. Sie stapeln sich sozusagen und heben irgendwann das Nagelbett an. Dann ist die Nagelplatte oft zerstört, der Nagel selbst wird krümelig (und unansehnlich, das muss man so sagen).
	</li>
</ul>

<p>
	Diese Form der Schuppenflechte ist schwer, sehr schwer zu behandeln. Und: Wer eine Nagelpsoriasis hat, zeigt oft auch Symptome einer Psoriasis arthritis.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/nagelpsoriasis/nagelpsoriasis-behandlung/" rel="">Weitere Informationen</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1550-nagelpsoriasis" rel="">Fotos</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/18-schuppenflechte-an-den-naegeln/" rel="">Forum</a>
</p>

<h2>
	Psoriasis arthritis
</h2>

<p>
	<img alt="Ein Rheumatologe bei der Arbeit" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19705" data-ratio="74.86" data-unique="c8tinmm05" style="width: 175px; height: auto; float: left;" width="200" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_03/adressen-rheumatologen.png.4aaf9a2ed98f95674e001159d1ffe807.png" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Die Psoriasis arthritis ist keine Form der Psoriasis, sondern aus dem rheumatischen Formenkreis. Da sie aber sehr viel mit der Schuppenflechte zu tun hat, führen wir sie hier mit auf.
</p>

<p>
	Von einer Psoriasis Arthritis sind zwischen fünf und 20 Prozent der Schuppenflechte-Patienten betroffen. Einzelne Finger oder Zehen schwellen plötzlich an. Schmerzen an der Ferse können eine Entzündung der Sehnen bedeuten. Der richtige Mann zur Behandlung ist nicht nur der Hautarzt. Ein Rheumatologe sollte auf jeden Fall ebenfalls befragt werden.
</p>

<p>
	Wer auch nur den Verdacht hat, seine Gelenke könnten mitbefallen sein, sollte schleunigst einen Rheumatologen aufsuchen. Wenn die Psoriasis Arthritis erst einmal begonnen hat, schreitet sie schnell voran. Rechtzeitig behandelt, lassen sich die Symptome oft gut behandeln.
</p>

<p>
	» <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Weitere Informationen</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1547-formen-der-psoriasis-arthritis" rel="">Fotos</a> | <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/14-psoriasis-arthritis/" rel="">Forum</a>
</p>

<p>
	<strong>Insgesamt gilt</strong>: Auch Hautärzte können irren. So verwechseln sie – wenn auch selten (!) . schon mal Diagnosen. Da kann es vorkommen, dass ein kutaner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_erythematodes" rel="external" target="_blank">Lupus erythematodes (psoriasiformer Typ)</a> fälschlicherweise als echte Psoriasis missgedeutet wird.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		„Psoriasis auf einen Blick“ von Enno Christophers, Ulrich Mrowietz, Wolfram Sterry u.a.
	</li>
	<li>
		„<a href="https://www.govi.de/product_info.php?info=p5616_Beratungspraxis-Psoriasis-.html" rel="external nofollow" target="_blank">Beratungspraxis Psoriasis</a>“ von Ines Winterhagen
	</li>
	<li>
		„<a href="https://amzn.to/31o64sj" rel="external nofollow" target="_blank">Psoriasis – Diagnostisches und therapeutisches Management</a>" herausgegeben von Peter Elsner und Johannes Norgauer.
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1115</guid><pubDate>Sat, 27 Mar 2021 12:29:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte (Psoriasis)</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2021_03/5-schuppenflechte.jpg.e10d5a3c1737aed41eb07c1cde72c5b3.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Hier erfährst du, was Schuppenflechte (Psoriasis) ist. Außerdem findest du Informationen über ihre Formen, über Auslöser, die Therapie und mehr.</strong>
</p>

<h2>
	Was ist Schuppenflechte?
</h2>

<p>
	Die <strong>Schuppenflechte</strong> ist eine gutartige Krankheit der Haut. Sie ist niemals ansteckend. Der medizinische Fachbegriff heißt Psoriasis. Manche sagen nur kurz Pso dazu. Patienten werden auch Psoriatiker genannt.
</p>

<p>
	Niemand kann vorhersagen, wie eine Psoriasis verläuft. Viele Betroffene haben Schübe. Das heißt, dass die Hautstellen am Körper mal eine Zeit lang schlimmer und dann auch wieder (fast) weg sind. Bei anderen bleibt die Hauterkrankung aber auch einfach immer da. Deshalb gilt die Schuppenflechte als chronisch.
</p>

<p>
	Die Hautkrankheit ist nicht heilbar. Gemeint ist damit, dass die Krankheit erfolgreich ein für allemal bekämpft wird, und das ist nicht möglich: Die Erkrankung bleibt in den Genen angelegt. Natürlich kann es passieren, dass jemand nur einmal in seinem Leben eine Schuppenflechte hat und die wieder verschwindet. Glück gehabt! Alle anderen müssen da mehr machen. Für sie lautet die gute Nachricht: Die Psoriasis ist behandelbar.
</p>

<p>
	Über die <strong>Häufigkeit der Schuppenflechte</strong> wird kaum debattiert: In Deutschland sollen zwei bis drei Prozent der Bevölkerung mit einer Psoriasis leben.
</p>

<p>
	Unter den Hautkrankheiten nimmt die Schuppenflechte einen sehr wichtigen Platz ein, denn wie bei einer Autoimmunerkrankung richten sich einzelne Funktionen des Körpers gegen sich selbst, gegen körpereigenes Geschehen. Diese Aktion nennt sich Autoimmunreaktion.
</p>

<p>
	Das Fachgebiet, das sich am meisten mit der Schuppenflechte beschäftigt, ist die Dermatologie. Der beste Facharzt ist also der Dermatologe – der Hautarzt. Er kann die Diagnose am sichersten stellen.
</p>

<p>
	<em>Tipp: Wer einen Arzt sucht, der sich mehr mit der Schuppenflechte beschäftigt, kann <a href="https://www.psonet.de/regionale-netze/" rel="external">beim <abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr></a> nachsehen. Das ist ein Zusammenschluss von dermatologischen Fachleuten zum Thema Psoriasis. Manche Hautärzte haben außerdem eine spezielle Weiterbildung in Sachen Schuppenflechte bei der Deutschen Dermatologischen Akademie gemacht. Auf deren Internetseite findet sich <a href="https://www.akademie-dda.de/web/spezialisten" rel="external nofollow">eine Liste</a>.</em>
</p>

<h2>
	Diagnose
</h2>

<p>
	Eine Selbstdiagnose liegt nahe, wenn auch andere in der Familie eine Schuppenflechte haben. Trotzdem sollte immer ein Arzt die Diagnose stellen. Selbst, wenn man dann nicht sofort eine Behandlung beginnen möchte, hat man für später die Gewissheit.
</p>

<p>
	Für die Diagnostik hat ein Arzt vor allem eins: Erfahrung. Eine Schuppenflechte ist ihm spätestens in der Ausbildung zum Facharzt erstmals über den Weg gelaufen.
</p>

<p>
	Ist er sich nicht sicher, muss er dem Patienten dann doch ein ganz kleines bisschen wehtun.
</p>

<p>
	Den Anfang macht er dann, indem er an der obersten Schuppe kratzt. Die wird dann silbrig-weiß, was aussieht, als würde man an einem Fleck mit Kerzenwachs herumkratzen. Okay, bis hierhin tut noch nichts wirklich weh.
</p>

<p>
	Die nächste Stufe ist das erste Phänomen – nämlich das Phänomen vom letzten Häutchen. Unter der eben weggekratzten Schuppe kommt ein sehr dünnes Häutchen zum Vorschein. Was folgt, ist das zweite Phänomen, das so genannte Auspitzphänomen oder Phänomen vom blutigen Tau. Wird das dünne Häutchen von eben angeritzt, kommt Blut. Aber keine Angst: nur als winziger Topfen.
</p>

<h2>
	Symptome
</h2>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_left" href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/category/313-schuppenflechte/" rel="" style="float: left;"><img alt="Schuppenflechte (Psoriasis) am Ellbogen" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="20328" data-ratio="66.40" data-unique="yiftwjsw8" style="width: 250px; height: auto;" width="800" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_12/schuppenflechte-psoriasis-bild.jpg.f0267a926b6c35782f68878299dab215.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>Eine typische Schuppenflechte-Stelle ist eine <strong>scharf begrenzte, gerötete Stelle</strong>. Das meint: Wenn man mit dem Finger über den Rand so einer Stelle fährt, merkt man den Rand schon – im Gegensatz zu anderem Hautausschlag, der fließend in gesunde Haut übergeht. Wenn der Hautarzt etwa von einem „Psoriasis-Plaque“ oder über Herde spricht, meint er nichts anderes als eine Stelle.
</p>

<p>
	Die schuppende Haut kann im Prinzip überall am Körper auftreten. Aber es gibt Stellen, an denen die Erkrankung gehäuft zu finden ist.
</p>

<p>
	Bei vielen Betroffenen beginnen die Beschwerden an der Kopfhaut oder hinter den Ohren. Dort sind die Stellen oft sehr dick. Sie haften auch besonders fest. Weitere typische Stellen sind die Streckseiten der großen Gliedmaßen, also die Außenseiten der Ellbogen und Knie.
</p>

<p>
	Ansonsten können sich Symptome der Psoriasis an jeder erdenklichen Stelle des Körpers zeigen: am Rücken, an den Oberschenkeln, am Bauch, am Po… Es gibt eigentlich keine Stelle, die von der Psoriasis ausgelassen wird.
</p>

<p>
	Die Hautveränderungen sind oft rot. Diese <strong>Rötung</strong> zeigt sich die Entzündung, die sich in den tieferen Schichten der Haut abspielt – konkret: in der Epidermis.
</p>

<p>
	Zur Symptomatik gehören auch <strong>silbrig weiße Schuppen</strong>, die an der Haut haften. Die Schuppung lässt sich bei vielen Betroffenen nur mit guter und häufiger Hautpflege in den Griff bekommen, bei manchen kaum noch.
</p>

<p>
	Sehr verbreitet ist auch der <strong>Juckreiz</strong>. Das Symptom ist für den Betroffenen unangenehm – und andere deuten das häufige Kratzen falsch als Folge mangelnder Hygiene oder als Unbeherrschtheit.
</p>

<p>
	Fragt man Patienten mit Schuppenflechte nach den Krankheitssymptomen, die sie am meisten stören, werden meist eben das Jucken oder das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit genannt.
</p>

<p>
	Die Schuppenflechte-Stellen sind unterschiedlich groß: Bei der Psoriasis guttata sind die Stellen eher kleine Punkte und tropfenförmig. Bei einer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/schuppenflechte-formen/psoriasis-vulgaris" rel="">Psoriasis vulgaris</a> können die Stellen schon mal so groß wie eine Handfläche oder größer sein.
</p>

<h2>
	Ursache
</h2>

<p>
	Viele Forscher gehen davon aus, dass die Schuppenflechte zu den Autoimmunerkrankungen zählt. Sicher ist: Es handelt sich um einen Fehler im Immunsystem.
</p>

<p>
	Das Problem bei Psoriasis ist, dass Zellen hyperaktiv sind, genauer: Immunzellen. Sie wandern in die Haut ein und setzen Faktoren frei, die für Entzündung und Wachstum sorgen. In den letzten Jahren wurden aber Tatbeteiligte gefunden: Ein Kandidat ist der Tumornekrosefaktor (TNF) Alpha. Die Botenstoffe Interleukin 12 und 23 sind bei Psoriasis-Patienten in auffällig großer Menge zu finden. Da liegt es nahe, sie „herunterzuregeln“. Ähnlich ergeht es dem Interleukin 17. Den drei Tatbeteiligten geht es mit so genannten Biologics an den Kragen (siehe Abschnitt „Medikamente“).
</p>

<p>
	Auch das Wachstumsproblem hat etwas mit Hyperaktivität zu tun: Wo Keratinozyten sonst 28 Tage von der Basalschicht bis zur Hornschicht der Haut brauchen, sausen die Zellen bei Schuppenflechte in vier Tagen an die Hautoberfläche. Bei dem Tempo können die Hautzellen nicht normal reifen und auch nicht verhornen. Auf der Oberfläche der Haut landen Hornzellen mit Kern. Bei Gesunden sind diese Zellen aber tote Hornzellen ohne Kern. Das Ergebnis ist eine Verhornungsstörung der Oberhaut – der Epidermis. Es kommt zu einer Hyperkeratose – die Hornschicht wird dicker. Schlussendlich ist die Epidermis bei einem Menschen mit Psoriasis drei- bis fünfmal dicker als normal. Das Zellwachstum ist aber nur der eine Teil der Hautkrankheit.
</p>

<p>
	Am Ende mündet alles in einer Entzündung der Haut, zu sehen als Rötung.
</p>

<p>
	Die Psoriasis ist auch eine Frage der Erbanlage. Dabei wird nicht direkt die Erkrankung vererbt, sondern „nur“ die Veranlagung dazu. Dann braucht es quasi einen Funken, der die Zündung auslöst – einen Auslöser.
</p>

<h2>
	Auslöser
</h2>

<p>
	Am Anfang sind wie bei jeder Krankheit die Auslöser. Wenn Du nicht so recht weißt, womit genau das Schlamassel bei Ihnen begann, ist das kein Wunder: Es gibt so viele Möglichkeiten. Bestimmte Medikamente gegen ganz andere Erkrankungen sind unter den möglichen „Schuldigen“ – beispielsweise Betablocker, Lithium oder das Antimalariamittel Chloroquin. Auch hormonelle Veränderungen können eine Schuppenflechte auslösen – sprich: eine Schwangerschaft, eine Geburt oder die Wechseljahre. Extremsituationen des Körpers wie ein heftiger Sonnenbrand sind ebenso Teil der langen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Liste der Auslösefaktoren</a>.
</p>

<p>
	Um alles nicht gar zu einfach werden zu lassen, kommt in einem Leben doch aber ohnehin oft vieles zusammen: Ein Mensch kann in den Wechseljahren schon mal eine Streptokokken-Infektion haben, während er einen Sonnenbrand auskuriert.
</p>

<p>
	Das Unterscheiden muss ein Mensch mit Schuppenflechte besonders gut können – Sie werden hier noch viele Unterschiede kennenlernen. Was die Auslöser der Hautkrankheit angeht, muss man sie jedenfalls von Triggerfaktoren unterscheiden. Der Auslöser ist das „Ding“, das eine Psoriasis überhaupt zum ersten Mal ausbrechen lässt. Ein Triggerfaktor dagegen ist das „Ding“, das eine Schuppenflechte später immer wieder schlimmer werden lässt. Sie mögen es kompliziert? Bitteschön: Die Triggerfaktoren sind oft die gleichen wie die Auslöser.
</p>

<p>
	Einer Psoriasis generell kann man sicherlich nicht wirklich vorbeugen. Grundsätzlich sollte man gesund leben, was sowieso nie schadet. Dann sind einige Auslösefaktoren vielleicht minimiert. Doch Infektionen zum Beispiel überraschen einen selbst dann, wenn man sich akkurat immer die Hände wäscht.
</p>

<h2>
	Unterscheidung
</h2>

<h3>
	Typ 1 oder Typ 2
</h3>

<p>
	Die Unterscheidung der Schuppenflechte nach Typ 1 und Typ 2 ist erst ein den letzten Jahren in Mode gekommen. Wer da an die Typen vom Diabetes denkt, liegt nicht ganz falsch: Auch bei der Schuppenflechte ist Typ 1 der „frühe“ und Typ 2 der „späte“ Typ. Grob gesagt, erkranken Patienten mit Psoriasis vom Typ 1 schon in Kindheit, Jugend oder als junger Erwachsener. Typ 2 tritt ab dem Rentenalter auf – also etwa um das 60. Lebensjahr,
</p>

<h3>
	Formen
</h3>

<p>
	Die häufigste Form der Hautkrankheit ist die <strong><span ipsnoautolink="true">Psoriasis vulgaris</span></strong>. Korrekt übersetzt heißt das nichts anderes als „gewöhnliche Schuppenflechte“.
</p>

<p>
	Seltener ist die <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-pustulosa-%E2%80%93-schuppenflechte-mit-blaeschen-als-symptom-r1118/" rel="">Psoriasis pustulosa</a></strong>. Dabei sind Pusteln das typische Merkmal. Sticht man sie auf, kommt eine Flüssigkeit heraus, die aber kein Eiter ist. Und hey: Natürlich weiß man als Patient, dass man sie nicht aufstechen sollte. Aber Neugier und manchmal Erleichterung überwiegen eben doch öfter.
</p>

<p>
	Die Bezeichnung der <strong>Psoriasis palmoplantaris</strong> ist mehr eine „Ortsbeschreibung“ – es ist eine Psoriasis vulgaris mit Befall speziell an den Handflächen und Fußsohlen. Steht bei der Bezeichnung noch ein „pustulosa“ dazwischen – also Psoriasis pustulosa palmoplantaris –, handelt es sich um eine Schuppenflechte mit Pusteln, wiederum ganz konkret an Handflächen und Fußsohlen. Diese Pusteln sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die aber kein Eiter ist.
</p>

<p>
	Kennzeichen einer <strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-guttata-symptome-ausloeser-behandlung-r1117/" rel="">Psoriasis guttata</a></strong> sind viele kleine Schuppenflechte-Stellen über den Körper verteilt. Eine Psoriasis punctata ist das gleiche, die Bezeichnung klingt aber irgendwie logischer: eine punktförmige Schuppenflechte eben.
</p>

<p>
	Die <strong>Psoriasis inversa</strong> ist ziemlich knifflig: Dabei handelt es sich auch um eine Schuppenflechte, sie sitzt aber in Hautfalten – im so genannten intertriginösen Bereich. Weil dort Haut auf Haut schubbert, ist die Schuppung oft nicht (mehr) zu finden, denn die Schuppen sind schon aufgeweicht und abgelöst. Typische Orte sind Bauchfalten, der Bereich unter der Brust oder die Analfalte.
</p>

<p>
	Bei einer <strong>Psoriasis generalisata</strong> hat der Betroffene eine Schuppenflechte von Kopf bist Fuß. Wenn die Krankheit so schwer ist, gehört der Patient für gewöhnlich so bald als möglich zu einem Arzt oder in eine Klinik, denn die Entzündung ist dann so stark, dass sie den ganzen Körper heftig belastet. Mit „Erythrodermie“ meint ein Arzt im Zusammenhang mit der Psoriasis übrigens meist diese Form, es ist eine Entzündung und Rötung der ganzen Haut.
</p>

<p>
	Die <strong><span ipsnoautolink="true">Nagelpsoriasis</span></strong> ist eine Schuppenflechte mit einem Befall der Nägel. Vielleicht haben Sie dort schon einmal Flecken bemerkt, die aussehen, als wäre Öl ins Nagelbett gelaufen? Bingo – das sind Ölflecken oder Ölnägel, typische Anzeichen einer Nagelpsoriasis. Außerdem gibt es die so genannten Tüpfelnägel – Fingernägel oder Zehennägel mit klitzekleinen Kratern. Die Krümelnägel sind bei der Nagelpsoriasis sicherlich schon optisch das unschönste Merkmal, weil sie schnell gelblich und bröselnd werden. Das sieht schlecht aus und führt beim Anstoßen zu Schmerzen. Die meisten innerlichen Psoriasis-Therapien wirken sich positiv auf die Nagelveränderungen auf, nur brauchen sie ungleich viel länger, bis sie einen Erfolg zeigen. So ein Nagel wächst eben sehr viel langsamer als alles andere an der Haut.
</p>

<p>
	Mit <strong>Psoriasis capitis</strong> ist eine Schuppenflechte auf dem Kopf, an der Kopfhaut gemeint. Manche Betroffene beklagen einen Haarausfall. Der tritt nach Meinung von Medizinern jedoch nur zeitweise auf. Bei oder nach Behandlung der Kopfpsoriasis geht er zurück.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<em>» Mehr über die unterschiedlichen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">Formen der Psoriasis</a></em>
</p>

<h3>
	Unterschied zu anderen Hautkrankheiten
</h3>

<p>
	Nicht immer ist gleich klar, ob jemand eine Schuppenflechte hat oder eine andere Hauterkrankung. Der Arzt muss dann fahnden und die so genannten Differentialdiagnosen im Kopf haben – also die Diagnosen, bei denen die Symptome der Schuppenflechte ähneln. Eine Akne mag der Psoriasis nicht sehr ähnlich sein, doch schon ein Ekzem ist nicht immer von der Schuppenflechte zu unterscheiden. Die Neurodermitis sitzt eher an den Innenseiten vom Ellenbogen oder der Knie, doch es gibt auch Mischformen – dann hat der Betroffene beide Hauterkrankungen. Das ist auch bei Pilzinfektionen der Fall: Zuweilen (selten) setzt sich ein Pilz auf eine Psoriasis-Stelle, was dem Arzt die Diagnose und der Haut die Abheilung schwer macht. Andere Kandidaten, die einem Hautarzt noch einfallen könnten, sind ein Kontaktekzem, eine Knötchenflechte (Lichen ruber planus) oder die Stachelflechte (Pityriasis rubra pilaris).
</p>

<h2>
	Wichtig zu wissen: Psoriasis kann auch die Gelenke betreffen
</h2>

<p>
	Psoriasis ist mehr als eine Hautkrankheit. Bei etwa jedem dritten Betroffenen entzündet sich im Laufe der Zeit auch der Bewegungsapparat. Man spricht dann von einer Psoriasis Arthritis. Wenn du neben den Hautsymptomen auch Schmerzen in den Gelenken oder im Rücken hast, ist es besonders wichtig, dies frühzeitig abzuklären.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Hier erfährst du alles Wichtige über Psoriasis arthritis</a>
</p>

<h2>
	Therapie der Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Neben der Behandlung mit Medikamenten gibt es einige Therapien, die anders ansetzen. Viele Patienten mit Psoriasis müssen mehrere Therapieoptionen ausprobieren, bevor sie die Psoriasis-Therapie finden, die ihnen am meisten hilft.
</p>

<h3>
	Grundlage jeder Therapie
</h3>

<p>
	Eine Psoriasis-Therapie kann nur wirken, wenn die Haut auch sonst Aufmerksamkeit bekommen, und zwar in Form einer „Basistherapie“. Das heißt: Die Hautpflege ist extrem wichtig. Sie sorgt im besten Falle dafür, dass schon mal Schuppen entfernt werden oder dass die Haut geschmeidig bleibt und nicht reißt. Viele Betroffene greifen dafür zu Cremes oder Lotionen mit Harnstoff (Urea), weil der für länger anhaltende Feuchtigkeit sorgt.
</p>

<h3>
	Physikalische Therapie
</h3>

<p>
	Seit vielen Jahren gibt es die Lichttherapie, auch Bestrahlung oder Phototherapie genannt. Sie hat aber nichts mit der Bestrahlung bei Krebs zu tun. Bei der Psoriasis werden verschiedene Formen der Lichttherapie verwendet. Für physikalisch Interessiertere: Die Rede ist meist von künstlichem Licht bestimmter Wellenlängen, das bei Schuppenflechte besser wirkt als das aus anderen Lichtspektren.
</p>

<h4>
	Lichttherapie (Bestrahlung)
</h4>

<ul>
	<li>
		<strong>PUVA</strong> – Das ist die Kombination aus Psoralen oder Methoxsalen und UV-A-Licht, abgekürzt eben PUVA. Psoralen ist ein Wirkstoff, der zuerst auf die Haut aufgetragen oder als Tablette gegeben wird. Üblicher ist Ersteres. Sinn des Ganzen ist, die Haut lichtempfindlicher zu machen – damit das UV-A-Licht gut wirken kann.
	</li>
	<li>
		<strong>UV-B</strong> – Hier werden die Hauterscheinungen mit UV-B-Licht bestrahlt. Dabei kommt meist ein ganz bestimmtes UV-B-Licht zum Einsatz: Die Wellenlänge um die 311 Nanometern hat sich als am wirksamsten herausgestellt.
	</li>
	<li>
		<strong>Lasertherapie</strong> – Die Lasertherapie ist eigentlich nichts anderes als eine Therapie mit UV-B-Strahlen. Das Gerät dazu ist aber ein anderes: Eine Art „Laserpistole“, die das UVB-Licht eben nur auf eine kleine Psoriasis-Stelle „schießt“. Der Vorteil ist klar: Es werden nur kleine Stellen bestrahlt und nicht gleich der ganze Körper oder größere Stellen des Körpers. Das ist aber gleichzeitig der Nachteil: Die Behandlung von größeren Flächen würde ewig dauern, wenn man Punkt für Punkt mit der Ultraviolettstrahlung lasert.
	</li>
	<li>
		<strong>Balneophototherapie</strong> – Das „balneo“ deutet es an: Es geht um eine Badetherapie, das „photo“ zeigt den zweiten Teil: Hier wird gebadet und bestrahlt, mal gleichzeitig, mal nacheinander.
	</li>
	<li>
		<strong>Bestrahlung ohne UV</strong> – Das ist eine noch junge Behandlungsmöglichkeit. Hier geht es um „Blaulicht“.
	</li>
</ul>

<h3>
	Klimatherapie
</h3>

<p>
	Eine solche Therapie wird meist in Reha-Kliniken angewendet. Diese liegen dann oft an der Nord- oder Ostsee oder im Hochgebirge. Auch die Behandlung am Toten Meer ist eine Klimatherapie.
</p>

<h3>
	Medikamente
</h3>

<p>
	Die Schuppenflechte kann mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Die Präparate werden vom Arzt verordnet, sind also rezeptpflichtig. Dabei werden äußerliche und innerliche Medikamente unterschieden. Ihre Wirksamkeit kann man leider nicht in eine Top-10-Liste fassen, weil sie bei Psoriatikern sehr unterschiedlich wirken und die Vorteile und Nachteile bei jedem einzelnen Betroffenen abgewogen werden müssen.
</p>

<p>
	Äußerlich sind alle, die von außen auf die Haut aufgetragen werden – also Salben, Cremes, Gels, Shampoos usw. Ärzte reden an dieser Stelle dann über topische Therapien.
</p>

<p>
	Innerlich sind alle Arzneimittel, die eingenommen oder gespritzt werden – also Tabletten, Injektionen oder Infusionen. Es sind systemische Therapien. Tabletten oder Kapseln werden auch als orale Arzneimittel bezeichnet, weil die Einnahme über den Mund geschieht. Diese systemische Behandlung kommt erst ab einem mittleren Schweregrad in Frage.
</p>

<p>
	Wir nennen hier meist die Namen der Wirkstoffe. Die Namen der Präparate und Wissenswertes über ihre möglichen Nebenwirkungen finden sich in den weiteren, verlinkten Informationen.
</p>

<h4>
	Äußerliche Wirkstoffe
</h4>

<ul>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/dithranol/dithranol-information/" rel="">Dithranol</a></strong> – wird auch Cignolin und seltener Anthralin genannt. Alle drei Bezeichnungen bedeuten das Gleiche. Diese Therapie gibt es in verschiedenen Formen. Eine davon ist die Minutentherapie, bei der das Dithranol nur wenige Minuten auf der Haut bleibt. Die Nebenwirkung, die am meisten stört, ist eine Braunfärbung von allem, was mit Dithranol in Berührung kommt. Dithranol hemmt das übertriebene Wachstum von Hautzellen.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/vitamind3/calcipotriol-daivonex" rel="">Calcipotriol</a></strong>, <strong>Tacalcitol</strong> und <strong>Calcitriol</strong> – Abkömmlinge von Vitamin D3. Unterdrückt die Produktion der Botenstoffe, die die Entzündung fördern. Regulieren die Funktion von Abwehrzellen.
	</li>
	<li>
		<strong>Kortikoide</strong> – auch Glukokortikoide, Kortison oder Cortison genannt. Dieser Wirkstoff wird bei der Psoriasis oft in einer Salbe, einer Creme oder in Schaum verwendet. Ziel von Kortison ist es, die Entzündung in den Griff zu bekommen.
	</li>
	<li>
		<strong>Teer</strong> – Salben, Cremes oder Shampoo mit Steinkohlenteer waren früher viel verbreiteter als heute. Dann kam die Angst vor Krebs. Manche Psoriatiker mögen sie dennoch bis heute.
	</li>
	<li>
		<strong>Tazaroten</strong> – ist ein Abkömmling von Vitamin A.
	</li>
</ul>

<h4>
	Innerliche Wirkstoffe
</h4>

<ul>
	<li>
		<strong>Ciclosporin</strong> – unterdrückt das hyperaktive Immunsystem, schwächt Abwehr- und Entzündungsreaktionen ab
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/acitretin/acitretin-neotigason/" rel="">Acitretin</a></strong> – aus der Gruppe der Retinoide. Ein Abkömmling von Vitamin A. Hemmt das übertriebene Zellwachstum, wirktentzündungshemmend.
	</li>
	<li>
		<strong>Deucravacitinib</strong> – heißt im Handel Sotyktu und ist eine Tabletten-Therapie.
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Fumaderm</span></strong> – Hier wirken vor allem Fumarsäureester, am meisten Dimethylfumarat. Sie nehmen sich Botenstoffe vor. In <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/dimethylfumarat/skilarence-dimethylfumarat-almirall/" rel="">Skilarence</a> ist nur noch besagtes Dimethylfumarat enthalten.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/mtx/mtx-methotrexat-spritze-pen/" rel="">Methotrexat</a></strong> oder kurz <strong><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></strong> – hemmt die Zellteilung.
	</li>
	<li>
		<strong>Kortikoide</strong> – mancher schreibt es auch Cortison oder Kortison, Ärzte nennen sie Glukokortikoide. Das ist innerlich – also als Tablette oder Kapsel – nicht mehr zeitgemäß, wird aber schon noch von einigen Ärzten praktiziert. Sie wollen damit vor allem die Entzündung im Körper bekämpfen.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/apremilast-otezla/otezla-was-ist-das-und-wie-wird-es-angewendet/" rel="">Apremilast</a></strong> – hindert Enzyme (konkret: Phosphodiesterasen 4) am Wirken. Dadurch steigt die Konzentration eines Enzyms, was dazu führt, dass weniger TNF-α freigesetzt wird, das wiederum als Antreiber von Entzündungen gilt.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/adalimumab/humira" rel="">Adalimumab</a></strong> – ein Vertreter der so genannten Biologika. Bindet TNF-alpha, neutralisiert es.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/etanercept/etanercept-enbrel-benepali/" rel="">Etanercept</a></strong> – hindert TNF-alpha an der Arbeit. Das kann nicht mehr für Entzündungen sorgen.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/infliximab/infliximab-remicade" rel="">Infliximab</a></strong> – das einzige Psoriasis-Medikament, das es nur als Infusion gibt. Auch das schreitet bei TNF-alpha ein.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/secukinumab/cosentyx-secukinumab-anwendung" rel="">Secukinumab</a></strong> – Der Handelsname lautet Cosentyx. Der Wirkstoff Secukinumab setzt sich ans Interleukin-17A an. Das kann dann nicht mehr mit dem „Empfänger“ für dieses Interleukin-17 „reden“. So wird verhindert, dass entzündungsfördernde Eiweiße, Botenstoffe und Proteine (andere Eiweiße) freigesetzt werden.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/ustekinumab/stelara-informationen" rel="">Ustekinumab</a></strong> – ist gegen die Zytokine Interleukin-12 (IL-12) und Interleukin-23 (IL-23) gerichtet. Handelsname: Stelara
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/ixekizumab/taltz-was-ist-das-und-wie-wird-es-angewendet" rel="">Ixekizumab</a></strong> – heißt im Handel Taltz. Kümmert sich auch um Interleukin-17 und Unterarten davon.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/brodalumab" rel="">Brodalumab</a></strong> – in der Apotheke als Kyntheum. Auch ein Interleukin-17-Gegenspieler.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/guselkumab-tremfya/tremfya" rel="">Guselkumab</a></strong> – zugelassen als Tremfya. Nimmt sich auch des IL-17 an.
	</li>
	<li>
		<strong><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/ilumetri-tildrakizumab" rel="">Tildrakizumab</a></strong> – zugelassen als Ilumetri. Widmet sich IL-23.
	</li>
</ul>

<h4>
	Biologika
</h4>

<p>
	Vielleicht haben Sie ja vom Arzt schon den Begriff von Biologika oder Biologics gehört. So werden Medikamente genannt, die biotechnologisch hergestellt werden, also aus Zellen von Lebewesen. Gemeinsam ist den Substanzen: Sie alle werden gespritzt und sie alle haben mit Botenstoffen zu tun. In diese Gruppe gehören die oben genannten Wirkstoffe Adalimumab, Etanercept, Infliximab, Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab, Guselkumab und Ustekinumab.
</p>

<p>
	Das Dumme ist: Der menschliche Körper ist nicht einfach gestrickt – er kann auch Antikörper gegen ein Medikament entwickeln, so dass er für den Wirkstoff nicht mehr so empfänglich ist.
</p>

<h3>
	„Alternative“ Verfahren
</h3>

<p>
	Therapieansätze aus Fernost werden auch im Bereich der Psoriasis immer beliebter. Die Traditionelle chinesische Medizin und ayurvedische Anwendungen sind nur zwei davon.
</p>

<p>
	Die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/therapien/schuppenflechte-und-homoeopathie" rel="">Homöopathie</a> macht auch um die Schuppenflechte keinen Bogen. Ob man sie ausprobieren möchte, ist wohl eher eine Glaubensfrage. Wer damit eine Linderung hinbekommt, kann sich glücklich schätzen. Wenn die Entzündung allerdings zu stark ist, zu hartnäckig, sollte sicherlich Hilfe bei Therapieformen der so genannten Schulmedizin gesucht werden, denn die Entzündung nimmt den Körper dann schon ganz schön in Anspruch. Begleitend oder später kann jeder immer noch mit der Homöopathie weitere Versuche unternehmen.
</p>

<h2>
	Psyche
</h2>

<p>
	Der Satz „Das kommt alles von der Psyche“ ist genauso zu kurz gedacht wie die Verneinung. Manche Betroffene merken, dass ihre Schuppenflechte besser wird, wenn sie psychische Belastungen vermeiden oder bearbeiten. Andere wieder können Stress bis zum Anschlag haben – ihre Schuppenflechte ist davon nicht beeindruckt. Depressionen oder Alkoholmissbrauch sind ein bisschen ein Henne-Ei-Problem: Die Schuppenflechte lässt einige Psoriatiker so verzweifelt sein, dass ihr Alkoholkonsum die Grenze zum Schädlichen übersteigt. Andersherum kann der Alkohol die Schuppenflechte immer wieder verschlechtern.
</p>

<p>
	Seit einigen Jahren wird der Lebensqualität von kranken Menschen immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Dass bei Psoriasis die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche" rel="">Psyche</a> leidet, leuchtet sicherlich jedem ein: den Juckreiz und das Aussehen haben wir ja schon weiter oben angesprochen.
</p>

<h2>
	Ernährung bei Schuppenflechte
</h2>

<p>
	Die Bedeutung der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung" rel="">Ernährung</a> und ein Zusammenhang mit der Schuppenflechte wurde lange eindeutig verneint. Seitdem sich Forscher öfter um das Mikrobiom und den Darm kümmern, wird das klare „Nein“ langsam zu einem „Das muss man differenzierter sehen“.
</p>

<p>
	Zum einen werden Lebensmittel genannt, die Entzündungen weniger fördern als andere. So können Psoriasis-Patienten darauf achten, dass Lebensmittel wenig Arachidonsäure enthalten, denn diese Säure regt die Produktion von entzündungsfördernden Faktoren an. Auch scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte oder Schnäpse können die Hauterkrankung verschlechtern oder den Juckreiz verstärken. Hier muss jeder seine eigene „Hitliste der bösen Lebensmittel“ zusammenstellen, weil es keine alpgemeingültige Regel gibt.
</p>

<p>
	Zum anderen wird klarer, dass Übergewicht bei Autoimmunerkrankungen im Allgemeinen und auch bei Psoriasis im Besonderen schädlich ist. Wer abnimmt, steigert damit die Chance, dass Behandlung besser wirken. Und: Eine Psoriasis arthritis dankt es jedem, wenn die Gelenke von weniger Pfunden belastet werden.
</p>

<h2>
	Begleiterkrankungen
</h2>

<p>
	Vor allem diejenigen, die ihre Schuppenflechte unbehandelt lassen, gehen damit ein Risiko ein: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/expertengremium-begleiterkrankungen" rel="">Begleiterkrankungen</a> können die Folge der ständigen und nicht behandelten Entzündung sein. Aber auch andere Autoimmunerkrankungen treten bei Psoriasis häufiger auf als bei anderen Leuten auf. Beispiele sind Morbus Crohn, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder Süchte.
</p>

<p>
	Expertenrat außerhalb eines Arzt-Sprechzimmers können sich Betroffene ab und an bei Telefonaktionen von Zeitung, Funk und Fernsehen holen. Wir bieten im Psoriasis-Netz drei- bis viermal im Jahr ein Expertenforum an, in dem meist ein Mediziner viele Fragen beantwortet. Wir weisen zudem auf allerlei <a href="https://www.psoriasis-netz.de/events" rel="">Termine</a> hin, bei denen der Psoriatiker einiges Wissen tanken kann.
</p>

<h2>
	Selbsthilfe
</h2>

<p>
	Wer schauen will, was er über all das hinaus für sich tun kann, sollte unbedingt den Besuch einer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/selbsthilfegruppen/" rel="">Selbsthilfegruppe</a> in Betracht ziehen. Selbsthilfe hat längst nichts mehr mit dem jammernden Stuhlkreis zu tun. Regionalgruppen oder Ansprechpartner sind beim Deutschen Psoriasis-Bund e.V., der Selbsthilfegemeinschaft Haut oder der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. zu finden. Manche Gruppen favorisieren eine Mitgliedschaft, anderen ist das nicht so wichtig. Der Deutsche Psoriasis-Bund hat einen Beirat, in dem Mediziner ihre Meinung sagen. Wir verstehen unser <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Forum</a> übrigens auch als Selbsthilfe.
</p>

<h2>
	Wenn du jetzt noch weiterlesen willst
</h2>

<p>
	Unser hier aufgeschriebenes Wissen halten wir aktuell, indem wir viele Veranstaltungen besuchen – Kongresse, Vorträge und andere Gelegenheiten.
</p>

<p>
	Außerdem gibt es Internetseiten und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/" rel="">Bücher</a> in denen jeder ab und an seine Informationen auffrischen sollte.
</p>

<p>
	Das wären zum Beispiel:
</p>

<ul>
	<li>
		Informationen <a href="https://www.gesundheitsinformation.de/schuppenflechte-psoriasis.html" rel="external">auf gesundheitsinformation.de</a>
	</li>
	<li>
		Informationen <a href="https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/psoriasis" rel="external nofollow">beim Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin</a>
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/schuppenflechte-was-sie-schon-immer-ueber-psoriasis-wissen-wollten" rel="">ein Buch</a>: Schuppenflechte: Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten von  U. Mrowietz und G. Schmid-Ott
	</li>
	<li>
		<a href="https://amzn.to/3caNmej" rel="external nofollow">Psoriasis – Diagnostisches und therapeutisches Management</a> (Herausgeber: Peter Elsner und Johannes Norgauer)
	</li>
	<li>
		<a href="https://amzn.to/3caQZAQ" rel="external nofollow">Beratungspraxis Psoriasis</a> von Ines Winterhagen
	</li>
	<li>
		<a href="https://amzn.to/3sSVJ41" rel="external nofollow">Psoriasis</a> von Enno Christophers, Ulrich Mrowietz, Wolfram Sterry (Hrsg.)
	</li>
	<li>
		In unserer Fotogalerie siehst du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/category/313-schuppenflechte/" rel="">Bilder von Schuppenflechte</a>.
	</li>
	<li>
		Ursachen findest du in unserer Liste der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Auslöser von Schuppenflechte</a>.
	</li>
	<li>
		Wir haben auch aufgeschrieben, was hilft und <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung" rel="">wie du die Schuppenflechte behandeln kannst</a>.
	</li>
	<li>
		Es gibt gegen die Schuppenflechte auch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/schuppenflechte-hausmittel" rel="">einige Hausmittel</a>.
	</li>
	<li>
		Für Fortgeschrittene geeignet ist die <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-001" rel="external nofollow">medizinische Leitlinie</a> – eine Art grober Fahrplan, womit die Schuppenflechte wann behandelt werden kann oder sollte.
	</li>
</ul>

<p>
	Von der Klinik für Dermatologie am UniversitätsSpital Zürich gibt es eine <a href="https://www.usz.ch/app/uploads/2021/04/A5_BR_Psoriasis_Digital.pdf" rel="external nofollow">Broschüre</a> als schnörkellose, kurze Einführung in das Krankheitsbild und die Therapien. Sie ist gut geeignet als erste Übersichts-Information für neu Betroffene.
</p>

<h2>
	ICD-10 für Psoriasis
</h2>

<p>
	Der <strong>ICD-10-Code</strong> für die Schuppenflechte lautet L40. Die Spezifizierungen sind:
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				ICD-Code
			</td>
			<td>
				Diagnose
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.0
			</td>
			<td>
				Psoriasis vulgaris
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.1
			</td>
			<td>
				Generalisierte Psoriasis pustulosa
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.2
			</td>
			<td>
				Akrodermatitis continua suppurativa (Morbus Hallopeau)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.3
			</td>
			<td>
				Psoriasis pustulosa palmoplantaris
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.4
			</td>
			<td>
				Psoriasis guttata
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.8
			</td>
			<td>
				Sonstige Psoriasis, zum Beispiel Psoriasis inversa
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				L40.9
			</td>
			<td>
				Psoriasis, nicht näher bezeichnet
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	L40.70! steht zusätzlich für eine mittelschwere bis schwere Form der Psoriasis.
</p>

<p>
	 
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		„Psoriasis auf einen Blick“ von Enno Christophers, Ulrich Mrowietz, Wolfram Sterry u.a.
	</li>
	<li>
		„Beratungspraxis Psoriasis“ von Ines Winterhagen
	</li>
	<li>
		„Psoriasis – Diagnostisches und therapeutisches Management„, herausgegeben von Peter Elsner und Johannes Norgauer
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1113</guid><pubDate>Tue, 08 Nov 2016 12:39:00 +0000</pubDate></item><item><title>So kannst du die Krankheit selbst in die Hand nehmen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/die-krankheit-selbst-in-die-hand-nehmen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2016_05/kurs-melden.jpg.a76a686a57507757abca1d77aabbe776.jpg" /></p>

<p>
	Es ist oft schwer auszuhalten, mit einem Leiden wie Psoriasis leben zu müssen. Kurse im "Selbst-Management" sollen dabei helfen, die lebenslange Krankheit vernünftig in den Griff zu bekommen, den Alltag leichter zu bewältigen und das Leben insgesamt zu verbessern. Einige dieser Programme stellen wir hier vor.
</p>

<h2>
	Selbst-Management-Programme
</h2>

<p>
	Eigentlich wissen wir, dass wir wegen der Psoriasis manch schlechte Angewohnheit ablegen und auf eine gesunde Lebensweise umsteigen sollten. Ideal wäre eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung (einschließlich Gewichtskontrolle), möglichst wenig Alkohol und kein Nikotin, wenig Stress und mehr Entspannung (inklusive ausreichend Schlaf) bis hin zu innerer Zufriedenheit und Gelassenheit. Aber nichts ist schwerer, als den bisherigen Lebensstil zu ändern. "Selbst-Management-Programme" sollen helfen, erste Schritte zu machen. Gemeinsam mit anderen Betroffenen und unterstützt von Experten lernt man, neue Verhaltensweisen einzuüben und in den Alltag einzubauen. Wer sich darauf einlässt, wird zwar nicht geheilt, aber es geht den meisten hinterher besser. Manche benötigen weniger Medikamente oder müssen seltener ins Krankenhaus. Andere gestalten ihr Leben bewusster und vielfältiger.
</p>

<p>
	Reine Vorträge reichen nicht aus, um eingeschliffene Verhaltensmuster zu ändern. Selbst-Management-Kurse müssen „interaktiv“ ablaufen: Erfahrung und Meinung der Teilnehmer zu einzelnen Problemen werden erfragt. Die Aussagen werden dann dem aktuellen Wissen gegenübergestellt. Schließlich werden Erkenntnisse und Methoden praktisch eingeübt.
</p>

<p>
	Noch sind es bei allen diesen Projekten 80 Prozent Frauen, die daran teilnehmen. Männer tun sich bisher schwerer, sich umfassend um ihre Gesundheit zu kümmern.
</p>

<h2>
	Patientenschulung
</h2>

<p>
	Der „Klassiker“ ist die Information über alle Aspekte einer Krankheit im Rahmen einer <em>Patientenschulung</em>. Ärzte, Psychologen, Ernährungsberater u.ä. geben ihr Wissen weiter, und Patienten können sie befragen. Dabei wird über die Krankheit, ihre Risiken und die Therapien informiert. Dadurch sollen Patienten befähigt werden, mitzuentscheiden und Behandlungserfolge realistisch einzuschätzen. Sie lernen darüber hinaus, was konkret sie in ihrer Lebensführung ändern und welche Risiken sie vermeiden sollten.
</p>

<p>
	Meist werden solche Schulungen von Kliniken, z.B. im Rahmen einer Rehabilitations-Maßnahme angeboten. Das Zentrum Patientenschulung listet <a href="http://www.zentrum-patientenschulung.de/manuale/verzeichnis/" rel="external nofollow">alle verfügbaren deutschsprachigen Patientenschulungen</a> auf. Für Psoriasis findet man dort lediglich eine sehr alte <a href="http://www.zentrum-patientenschulung.de/manuale/schulung/index.php?schulungen_id=148" rel="external nofollow">Schulung für Kinder und Jugendliche</a>. Für Erwachsene liegen schon seit 2003 Konzepte für Psoriasis-Schulungen vor. Aber alle Pilotprojekte sind wieder eingestellt worden, soweit wir wissen, weil die Krankenkassen sie nicht bezahlen wollten. Aktuell (April 2016) bieten nur noch die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/erlangen-psoriasisschulung" rel="">Uniklinik Erlangen</a> und das <a href="http://www.dermatologie.insel.ch/de/patienten-und-besucher/patienteninformationen/patientenschulungen/psoriasisschulung/" rel="external nofollow">INSELSPITAL Bern</a> eine umfassende Psoriasis-Schulung an; die <a href="https://www.fachklinikum-borkum.de/start/" rel="external nofollow">Fachklinik Borkum</a> eine abgespeckte Version als Bestandteil der stationären Behandlung. Eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/patientenschulungen-lebensqualitaet" rel="">Auswertung</a> ergab, dass die Teilnehmer ihre Psoriasis akzeptieren lernten und sich auch nach einem Jahr noch deutlich besser fühlten.
</p>

<p>
	Eine weiterentwickelte Form der Patientenschulung ist das <a href="https://www.psychotherapie.uni-wuerzburg.de/forschung/projekte-koop_25.html" rel="external nofollow">Konzept SelMa</a>, das als „Open-Source-Software“ für unterschiedliche Zielgruppen benutzt werden kann.
</p>

<h2>
	Naturheilkundliche Mind-Body-Medicine
</h2>

<p>
	Eine Weiterentwicklung naturheilkundlicher Therapien ist die <em><a href="https://naturheilkunde.immanuel.de/naturheilkunde-leistungen/therapien/ordnungstherapie-und-mind-body-medizin/" rel="external nofollow">Mind-Body-Medicine</a></em>. Gedanken (mind) und Körper (body) beeinflussen sich wechselseitig in einem ständigen Prozess. Dieser Zusammenhang wird im ganzheitlichen Sinn genutzt: Man übt in der Gruppe unter Anleitung von Fachleuten, es seiner Psyche und seinem Körper gutgehen zu lassen. Die erlernten Methoden sollen in den Alltag übernommen werden. Das wirkt sich dann langfristig positiv auf die Gesundheit und entsprechend auf die Krankheit aus.
</p>

<p>
	Dazu gehören vor allem umfangreiche Bewegungs- und Entspannungs-Übungen, um damit unter anderem Stress, Fitness, Immunabwehr, Herz-/Kreislauf, Gewicht, Stimmung und Selbstwertgefühl positiv zu beeinflussen. Ernährung und gemeinsames Kochen sind ebenso Thema wie Stressbewältigung, Selbstfürsorge und Unterstützung im sozialen Umfeld. Ziel ist es, bewusst zu leben und auf sich selbst zu achten.
</p>

<p>
	Dadurch werden Selbstheilungskräfte aktiviert, zusätzlich unterstützt mit den Möglichkeiten der „seriösen Naturheilkunde“ (Prof. Andreas Michalsen). So hofft man, bei chronischen Krankheiten Medikamente einsparen zu können, z.B. gegen Schmerzen.
</p>

<p>
	Im <em>Immanuel Krankenhaus Berlin</em> werden Patienten mit der Mind-Body-Medicine behandelt: Sie müssen sich in die <em><a href="https://naturheilkunde.immanuel.de/home/" rel="external nofollow">Naturheilkundliche Tagesklinik</a></em> einweisen lassen und absolvieren einmal pro Woche ein 6-stündiges Programm (+ Pause). Die Teilnehmer sind gehalten, an den übrigen Tagen eine Stunde „Hausaufgaben“ zu erledigen. Insgesamt dauert der Kurs 12 Wochen. Nach diesem Konzept wird außerdem in der <em><a href="https://kem-med.com/kompetenz-in-kliniken/fachkliniken/klinik-fuer-naturheilkunde-integrative-medizin/" rel="external nofollow">Abteilung für Naturheilkunde an den Kliniken Essen-Mitte</a></em> und der <em><a href="https://www.uniklinik-freiburg.de/naturheilkunde/uni-zentrum-naturheilkunde/naturheilkunde-ambulanz.html" rel="external nofollow">Ambulanz für Naturheilkunde an der Uniklinik Freiburg</a> </em>behandelt. Das <span ipsnoautolink="true">Institut für Mind-Body-Medizin</span> in Potsdam bietet Kurse ohne stationäre Krankenhaus-Einweisung an.
</p>

<p>
	Die Mind-Body-Medicine wird nicht ausdrücklich für Psoriasis-Patienten empfohlen. Aber positive Einflüsse von Körper und Psyche auf die Psoriasis sind inzwischen durch zahlreiche Studien bestätigt worden.
</p>

<h2>
	Gesund und aktiv mit chronischer Krankheit leben
</h2>

<p>
	Dieses <a href="http://www.insea-aktiv.de/sites/default/files/images/logos/serviceteil_deutschland.pdf" rel="external nofollow">Kursprogramm</a> wird für chronisch Kranke <em>und deren Angehörige</em> angeboten. Es befasst sich mit allgemeinen Themen, die auf viele dieser Erkrankungen zutreffen. Durchgeführt wird es von speziell geschulten Trainern, die eigene Erfahrungen mit chronischen Krankheiten haben.
</p>

<p>
	Die Teilnehmer lernen, wie sie Probleme benennen, Entscheidungen treffen und Verhalten ändern können. Daraus stellen sie ihren persönlichen „Werkzeugkasten“ (Sammlung von praktischen Tipps) für den Umgang mit ihrer Krankheit zusammen. Der Kurs soll sie befähigen das zu tun, was sie möchten, aber auch was notwendig ist, um mit der chronischen Krankheit zu leben.
</p>

<p>
	Es geht unter anderem darum, sich Unterstützung zu suchen, mit Symptomen umzugehen, die Kraft der Gedanken zu nutzen, Beweglichkeit und Ausdauer zu entwickeln, sich mit anderen auszutauschen, seine Sexualität zu leben, sich gesund zu ernähren, mit Medikamenten richtig umzugehen und sich für einzelne Therapien zu entscheiden.
</p>

<p>
	Die Themen werden in die Gruppe eingebracht, Erfahrungen der Teilnehmer aufgegriffen und denkbare Lösungsvorschläge unbewertet gesammelt. Die Teilnehmer entscheiden, welche dieser Anregungen für sie persönlich passen könnten. Am Ende der Sitzung erklären sie, welches Ziel sie im Laufe der Woche erreichen wollen. Zum Beispiel 3 x in der Woche vegetarisch essen, jeden Tag 8.000 Schritte tun oder täglich Entspannungsübungen durchführen. Wie erfolgreich sie damit waren, berichten sie dann beim nächsten Mal.
</p>

<p>
	Dieses „<span ipsnoautolink="true">Chronic Disease Self-Management Program</span>“ ist an der Stanford Universität entwickelt worden. Die Teilnehmer treffen sich einmal pro Woche für 2 ½ Stunden (+ Pause) insgesamt 6 x. Es gibt dazu ein umfangreiches Begleitbuch [1], mit dem man zu Hause vertieft arbeiten kann.
</p>

<p>
	Die Kurse werden <span ipsnoautolink="true">in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten.</span> In Deutschland führt die <em>Initiative Selbstmanagement + aktives Leben</em> (<em><a href="http://www.insea-aktiv.de/" rel="external nofollow">INSEA aktiv</a></em>) dieses Programm in fachlicher Zusammenarbeit mit der <em>Patientenuniversität Hannover</em> durch – grundsätzlich kostenlos.
</p>

<h2>
	Herausforderung Rheuma – nimm Dein Leben in die Hand
</h2>

<p>
	Das zuvor beschriebene Selbstmanagement-Programm gibt es als <a href="https://www.rheuma-liga.de/unser-einsatz/projekte/projekt/selbstmanagementkurse" rel="external">Version speziell für Rheuma-Kranke</a>. Durchgeführt wird es von Trainern, die selbst an Rheumatoider Arthritis erkrankt sind. Da Psoriasis Arthritis ähnliche Symptome hat, unterscheiden sich die Probleme beider Patientengruppen fast gar nicht.
</p>

<p>
	Die Teilnehmer lernen, sich über ihre Sicht und ihr Verhalten bewusst zu werden und sich neue Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Kurs soll sie befähigen, das Leben mit Rheuma selbst in die Hand zu nehmen und mit den Folgen der Erkrankung besser zurecht zu kommen.
</p>

<p>
	Es geht unter anderem darum, sich aktuell über Rheuma und Therapiemöglichkeiten zu informieren, das Gespräch beim Arzt zu führen, Schmerzen zu bewältigen, sich zu entspannen, regelmäßig und ausreichend zu bewegen und vernünftig zu ernähren.
</p>

<p>
	Der Kurs umfasst ebenfalls sechs 2 ½ - Stunden Einheiten, die von den jeweiligen Landesverbänden der <em>Deutschen Rheuma-Liga</em> entweder wöchentlich oder als Wochenend-Seminare angeboten werden. Die Teilnahmegebühren enthalten das Handbuch, müssen aber jeweils erfragt werden. Über die Telefonnummer 01804 – 60 00 00  (20 ct. pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 ct. pro Anruf aus den Mobilfunknetzen) wird man mit dem zuständigen Landesverband verbunden.
</p>

<p>
	[1] <span ipsnoautolink="true">Gesund und aktiv mit chronischer Krankheit leben, Kate Lorig</span><span style="display: none;">  </span>, Herausgeber: Jörg Haslbeck, Ilona Kickbusch, careum Verlag (<em>unterschiedliche Preise bei verschiedenen Anbietern</em>)
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">870</guid><pubDate>Thu, 19 May 2016 14:37:00 +0000</pubDate></item><item><title>So stellt der Arzt die Diagnose fest</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-der-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2014_03/diagnose-der-psoriasis.jpg.9ab9d55b41d5691454e3069004861e22.jpg" /></p>

<p>
	Eine Psoriasis sollte von einem Hautarzt diagnostiziert werden, denn er hat damit unter den Heilkundlern die meiste Erfahrung und kann andere Erkrankungen der Haut ausschließen. Ganz gleich, für welche weitergehende Therapie du dich dann entscheidest – ein Termin beim Dermatologen sollte am Anfang stehen.
</p>

<h2>
	Gucken
</h2>

<p>
	Viele Hautärzte haben in ihrem Berufsleben schon viele Menschen mit <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> gesehen und können die Diagnose sicher ohne den Einsatz von besonderen Geräten oder Untersuchungen stellen. Das ist dann eine sogenannte <strong>Blickdiagnose</strong>.
</p>

<h2>
	Kratzen
</h2>

<p>
	Will der Arzt es doch etwas genauer wissen, greift er zum <strong>Holz- oder Metallspatel</strong>. Damit kratzt er an einer befallenen Stelle die allerobersten Schuppen ab. Die verfärben sich dann weiß oder silbrig. Bald kommt ein dünnes Häutchen zum Vorschein, das sich "abheben" lässt. Nicht lange danach sieht man klitzekleine Blutstropfen.
</p>

<h2>
	Lupe
</h2>

<p>
	Bei der nächsten Stufe der Diagnose-Stellung kommt ein <strong>Dermatoskop</strong> zum Einsatz – eine Art Lupe, zu sehen auf dem Foto. Sie wird direkt auf die Haut aufgesetzt. Damit kann der Arzt in die Haut gucken. Ihn interessieren die Gefäße darin, die bei einer Psoriasis einige typische "Muster" aufweisen.
</p>

<h2>
	Biopsie
</h2>

<p>
	Ist der Arzt weiterhin unsicher, kann er an einer Psoriasis-Stelle eine Gewebeprobe entnehmen. Das ist dann eine <strong>Biopsie</strong>. Dafür wird etwas Haut "herausgestanzt". Deshalb heißt das Verfahren auch Stanzbiopsie. Das liest sich schmerzhafter als es ist, denn es handelt sich dabei nicht um sehr tiefe Schichten, die da abgetragen werden. Die Haut wird daraufhin in einem Labor untersucht. Eine solche Biopsie ist auch auf der Kopfhaut möglich.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/2vy0xqDStP4?feature=oembed" width="200"></iframe>
	</div>
</div>

<p style="text-align: center;">
	<em>Biopsie am Beispiel einer Apfelsine</em>
</p>

<p>
	Seit einigen Jahren gibt es für die Biopsie auch ein Gerät, das die Entnahme von Gewebe überflüssig macht. Das Verfahren heißt <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/optische-kohaerenz-tomographie/" rel="">Optische Kohärenz Tomographie</a>. Es ist auch aus der Augen-Medizin bekannt.
</p>

<h2>
	Weitere Untersuchungen
</h2>

<p>
	Manchmal ist ein Arzt trotz allem unsicher. Dann kann er eine <strong>Untersuchung auf einen Befall mit Pilzen</strong> anordnen. Das bedeutet nicht, dass er Ihnen mangelnde Hygiene unterstellt: Ein Pilz kann sich aus vielen Gründen auf der Haut ansiedeln. Für eine Pilzuntersuchung wird wiederum mit einem Spatel oder Metallkratzer oberflächlich etwas Haut abgekratzt. Das tut nicht mehr weh als wenn man sich aus Versehen mal etwas schabt.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">641</guid><pubDate>Tue, 18 Mar 2014 10:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schuppenflechte &#x2013; h&#xE4;ufige Fragen und Antworten</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/haeufige-fragen-zur-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2012_12/noch-fragen.jpg.359d7bda15503740b0b9edecc4a694b0.jpg" /></p>
<h2>
	Fragen zu Beginn
</h2>

<h3>
	Wie beginnt Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Oft beginnt eine Psoriasis mit einer kleinen trockenen Stelle auf der Haut. Dann lässt sich bald auch eine Schuppe abkratzen, ohne dass groß irgendetwas passiert. Diese trockenen, schuppigen Stellen werden mit der Zeit größer – bei dem einen sehr langsam, bei anderen wie über Nacht.
</p>

<h3>
	Wo fängt Schuppenflechte an?
</h3>

<p>
	Schuppenflechte kann überall anfangen. Eine der häufigsten Stellen, wo Psoriasis anfängt, ist sicherlich die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/welche-kopf-behandlung-wann/" rel="">Kopfhaut</a>. So mancher hat die Schuppenflechte überhaupt nur auf der Kopfhaut. Aber wie gesagt: Psoriasis kann überall anfangen.
</p>

<h3>
	Wie sieht so eine Schuppenflechte aus?
</h3>

<p>
	Schön ist anders, aber wirf selbst einen Blick auf die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/category/313-schuppenflechte/" rel="">Beispiele in unserer Bildergalerie</a>.
</p>

<h3>
	Wo am Körper kann man Schuppenflechte bekommen?
</h3>

<p>
	Prinzipiell überall. Es gibt aber "beliebte Stellen" und weniger beliebte. Gern zeigt sich die <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> an den Knien und den Ellenbogen oder auf dem Kopf. Aber wie gesagt: Psoriasis kann sich am ganzen Körper entwickeln, auch an den Nägeln, den Händen, Sohlen, im Genitalbereich oder im Gesicht - wobei Letzteres aber selten ist.
</p>

<h3>
	Wodurch kann eine Schuppenflechte ausgelöst werden?
</h3>

<p>
	Oh, da gibt es viele Auslöser - und eine Liste der möglichen <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Auslöser einer Psoriasis</a> von uns.
</p>

<p>
	Man muss nur immer unterscheiden zwischen dem Auslöser, der die Krankheit erstmals ans Tageslicht befördert, und dem sogenannten Trigger – also einem Faktor, der die schon vorhandene Krankheit immer wieder am Leben erhält oder schlimmer werden lässt.
</p>

<h3>
	Ist Schuppenflechte ansteckend?
</h3>

<p>
	Nein. Schuppenflechte ist unter keinen Umständen ansteckend.
</p>

<p>
	Glaubst du, du hast dich bei jemandem mit Psoriasis angesteckt? Vergiss es sofort.
</p>

<p>
	Hast du Angst, du könntest jemanden damit anstecken? Auch das ist nicht möglich. Es ist keine Infektionskrankheit.
</p>

<p>
	"Aber meine Mama hat es und jetzt ich auch, das muss doch ansteckend sein..." Äh nein. Das nennt man Vererbung.
</p>

<h3>
	Woher kommen diese vielen Schuppen?
</h3>

<p>
	Die weißlichen oder silbrigen Schuppen sind nicht fertig zu Ende ausgebildete Zellen - ganz bildlich gesprochen. Wer eine Psoriasis hat, bei dem teilen sich die Zellen viel zu schnell - nämlich alle anderthalb Tage. Sie wandern (oder besser: rasen) Richtung Hautoberfläche und sind in drei bis acht Tagen oben angekommen. Nur: In gesunder Haut dauert dieser Vorgang etwa 28 Tage. Die Hautzellen hatten also gar nicht die Zeit, sich zu Ende auszubilden, zu verhornen. Sie erscheinen uns als silbrige oder weißliche Schuppen.
</p>

<h3>
	Wie kann der Arzt die Diagnose Psoriasis genau stellen?
</h3>

<p>
	Zunächst haben Hautärzte meist Erfahrung mit der Schuppenflechte. Da genügen ihnen oft ein paar Blicke. Ist ein Arzt unsicher, kann er eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-der-psoriasis" rel="">Biopsie</a> machen. Dabei wird ein klitzekleines Stück aus der befallenen Haut entnommen und in ein Labor eingeschickt. Ausführlicher haben wir das hier aufgeschrieben: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-der-psoriasis/" rel="">Diagnose der Schuppenflechte</a>.
</p>

<h3>
	Ist Schuppenflechte heilbar?
</h3>

<p>
	Die Psoriasis ist nicht heilbar, aber behandelbar. Der genetische Defekt bleibt bestehen. Durch Medikamente und/oder therapeutische Maßnahmen kann in fast allen Fällen Linderung der Erkrankung bewirkt werden. Die Psoriasis in Form der roten Flecken kann jederzeit kommen und jederzeit wieder gehen. Dazwischen können auch viele Jahre ohne sichtbare Zeichen sein.
</p>

<h3>
	Wer bekommt Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Im Prinzip kann jeder die Psoriasis bekommen. Oft aber liegt es in der Familie, bei manchem kommt sie jedoch auch ohne erbliche Vorbelastung. Womit wir bei der Fragen wären...
</p>

<h3>
	Ist Schuppenflechte erblich?
</h3>

<p>
	Ja. Schuppenflechte kann vererbt werden. Ihr Trick: Sie kann Generationen überspringen. Das heißt unter Umständen: Opa hatte eine Schuppenflechte, sein Sohn bekommt sie nicht, die Enkelin aber wieder.  Um es aber nicht zu einfach zu machen: Schuppenflechte kann aber auch ohne eine familiäre Vorbelastung auftreten.
</p>

<h3>
	Bekommen Frauen häufiger Schuppenflechte als Männer?
</h3>

<p>
	Nein. Das ist ungefähr ausgeglichen.
</p>

<h3>
	Wann bricht Schuppenflechte aus?
</h3>

<p>
	Das kann im Prinzip immer passieren. Es gibt aber zwei „Höhepunkte“: Viele bekommen es in der Pubertät und viele, wenn sie älter sind, also um die 60 herum sind.
</p>

<h3>
	Kann man einer Schuppenflechte vorbeugen?
</h3>

<p>
	Nicht wirklich. Am ehesten kann man das mit einem gesunden Leben erreichen – ausgewogener <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung" rel="">Ernährung</a>, wenig bis kein Alkohol... – so etwas in der Art. Und: Eine gute <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/hautpflege" rel="">Hautpflege</a> ist auch noch so ein Weg.
</p>

<h3>
	Kann Schuppenflechte innere Organe angreifen?
</h3>

<p>
	Nein. Aber: Es gibt da noch die <span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span>, die Gelenkschuppenflechte. Die ist jedoch keine Folge von "Angreifen" von inneren Organen, sondern etwas Eigenständiges.
</p>

<h2>
	Fragen zum Leben mit Schuppenflechte
</h2>

<h3>
	Wie fühlt sich Schuppenflechte an?
</h3>

<p>
	Für einen Außenstehenden: rau und trocken. Für einen, der sie hat: auch rau und trocken plus entzündet, bröselig, rissig, manchmal schmerzhaft und spannend (im Sinne von gespannter Haut). Wenn man mit dem Finger von der gesunden Haut in Richtung Psoriasis-Stelle streicht, merkt man oft einen erhabenen Rand, also einen kleinen „Huckel“ außen um die Stelle herum.
</p>

<p>
	Es gibt aber auch eine Schuppenflechte-Form mit Bläschen – die <span ipsnoautolink="true">Psoriasis pustulosa</span> – die fühlt sich dann zwar auch trocken an, aber natürlich nur, so lange die Bläschen zu sind.
</p>

<p>
	Die <strong>Psoriasis inversa</strong> fühlt sich dagegen gar nicht an – außer vielleicht warm. Denn da fehlen die Schuppen.
</p>

<h3>
	Kann ich mir ein Tattoo stechen lassen?
</h3>

<p>
	Es kann passieren, dass an den Stichstellen eine Schuppenflechte auftritt – Stichwort <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/koebner-phaenomen-%E2%80%93-was-ist-das-r1153/" rel="">Köbner-Effekt</a>. Das geschieht jedoch nicht bei jedem. Man kann also keine allgemeingültige Aussage treffen.
</p>

<h3>
	Hatten oder haben auch berühmte Leute Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Ja natürlich. Zarah Leander, Romy Schneider und Stalin waren unter den Berühmtheiten, die auch Psoriasis hatten. Auch noch lebende Promis sind davon betroffen. Der Sänger Art Garfunkel (Simon &amp; Garfunkel) hat ebenso Pso wie der amerikanische Ermittler Kenneth Starr (der gegen Bill Clinton in der Lewinsky-Affäre ermittelt hat). Auch der Schauspieler Sky du Mont hat Psoriasis - aber offenbar eine leichtere Form. Bei der Markteinführung von Raptiva jedenfalls stellte er sich mit dieser Aussage vor die Presse. Von den mehr oder minder bekannten Stars und Sternchen wäre noch der Sänger Mark Medlock zu nennen.
</p>

<p>
	Weitere Beispiele findest du in unserer Bildergalerie "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/prominente-mit-psoriasis/" rel="">Prominente mit Schuppenflechte</a>".
</p>

<h3>
	Schadet Rauchen der Psoriasis?
</h3>

<p>
	Davon gehen die meisten Experten aus – und das nicht, weil sie Spaßbremsen sein wollen, sondern weil es untersucht wurde. <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schuppenflechte-und-rauchen/?do=findComment&amp;comment=3480" rel="">Mehr darüber erfährst du hier</a>. Besonders bei <span ipsnoautolink="true">Psoriasis pustulosa</span> scheint das Rauchen ein starker "Bösewicht" zu sein.
</p>

<h3>
	Hat das Wetter einen Einfluss auf die Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Viele Psoriatiker haben im Winter mehr Probleme mit ihrer Haut als im Sommer. Das könnte an dem Mangel an Sonnenlicht liegen. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern.
</p>

<h3>
	Hilft Sonne immer bei Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Oft, aber nicht immer. In unserem Forum gibt es <a href="https://www.psoriasis-netz.de/tags/Sonne/" rel="">mehrere Berichte von Betroffenen, bei denen die Psoriasis schlimmer wird, wenn viel Sonne an ihre Haut kommt</a>. Und: Auch Sonnenbrand kann eine Schuppenflechte verschlimmern.
</p>

<h3>
	Gibt es eine Diät gegen die Psoriasis?
</h3>

<p>
	Die schlechte Nachricht zuerst: Eine spezielle Psoriasis-Diät gibt es nicht. Die gute: Einige Menschen mit Schuppenflechte haben gute Erfahrungen, wenn sie bestimmte Lebensmittel meiden oder reduzieren. Das sind scharfe Speisen, Schnäpse, Essig oder Nüsse.
</p>

<p>
	Eine fleischarme Ernährung ist im Hinblick auf Entzündungen zu empfehlen. Dabei wird immer wieder die Vermeidung oder Reduktion von Schweinefleisch, von Schmalz, Talg oder fetten Geflügelarten empfohlen. Damit soll die Ernährung arm an Arachidonsäure sein. Eine gute Einführung ins Thema ist aus unserer Sicht das Buch "<a href="https://amzn.to/2Kcdc40" rel="external nofollow">Abwechslungsreiche Diät bei Schuppenflechte</a>".
</p>

<p>
	Bevor du jetzt aber meinst "Prima, dann muss ich erst gar keine Diät anfangen", sei gesagt: Jede Gewichtsreduktion kann bei Schuppenflechte und besonders bei Psoriasis arthritis positiv wirken.
</p>

<h3>
	Wie wird Schuppenflechte behandelt?
</h3>

<p>
	in <strong>leichten</strong> Fällen: mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">äußerlichen Mitteln</a>, also Cremes, Salben, Lotionen etc. und manchmal mit einer Lichttherapie<br>
	in <strong>mittelschweren</strong> Fällen: mit einer <span ipsnoautolink="true">Lichttherapie</span> und ggf. zusätzlich mit äußerlichen Mitteln oder mit innerlichen Medikamenten<br>
	in <strong>schweren</strong> Fällen: mit <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-innerlich/" rel="">innerlichen Medikamenten</a> und ggf. zusätzlich mit äußerlichen Mitteln
</p>

<h3>
	Kann Schuppenflechte von allein verschwinden?
</h3>

<p>
	Ja! Das passiert zwar nicht bei der Mehrheit der Betroffenen, aber natürlich kann Psoriasis von allein verschwinden. Wenn es so ist: Glück gehabt! Aber drauf verlassen sollte man sich eher nicht  zu lange. Sonst verpasst man vielleicht wichtige Zeit, in der sich zum Beispiel eine Entzündung im Körper austoben kann, die mit einer Behandlung eingefangen werden könnte.
</p>

<h3>
	Kann eine Schuppenflechte für immer verschwinden?
</h3>

<p>
	In zehn Prozent der Fälle geht die Schuppenflechte nach ein paar Schüben wieder.
</p>

<h3>
	Kann eine Psoriasis im Alter von alleine besser werden?
</h3>

<p>
	Ja, sie kann – aber darauf kann man sich nicht verlassen. Leider ist es eher selten so. Und: Mancher bekommt die Schuppenflechte erst, wenn er älter ist.
</p>

<h3>
	Hat die Schuppenflechte Einfluss auf die Lebenserwartung?
</h3>

<p>
	Bei einer leichten bis mittelschweren Psoriasis sind bislang keine Einschränkungen bekannt geworden. Anders sieht es bei einer schweren Psoriasis aus. Eine schwere Schuppenflechte kann allerlei Folge- oder Begleiterkrankungen mit sich bringen. Deshalb ist ihre Behandlung so wichtig.
</p>

<h3>
	Hat man bei Schuppenflechte hohe Entzündungswerte im Blut?
</h3>

<p>
	Nein, nicht unbedingt.
</p>

<h3>
	Was fördert Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Alles mögliche kann die Schuppenflechte fördern. Es gibt Sachen, die eine Psoriasis überhaupt erst auslösen können. Und es gibt Sachen, die eine vorhandene Psoriasis immer wieder ankurbeln – sogenannte Trigger. Wir haben vieles zusammengetragen, was irgendwo dazu mal genannt wurde: in der <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/" rel="">Liste der möglichen Schuppenflechte-Auslöser</a>.
</p>

<h2>
	Weitere Fragen
</h2>

<h3>
	Welche Psoriasis-Formen gibt es?
</h3>

<ul>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Psoriasis vulgaris</span></strong> - die "gewöhnliche" und am meisten verbreitete Form der Schuppenflechte mit roten Flecken, oft bedeckt oder versehen mit weißen, silbrigen Schuppen
	</li>
	<li>
		<strong>Psoriasis guttata</strong> bzw. <strong>Psoriasis punctata</strong> - die Schuppenflechte mit kleinen roten Stellen, nur so groß wie ein Punkt
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Psoriasis arthritis</span></strong> - Gelenk-Psoriasis
	</li>
	<li>
		<strong><span ipsnoautolink="true">Psoriasis pustulosa</span></strong> - mit kleinen Bläschen, die mit einer Flüssigkeit, aber nicht mit Eiter gefüllt sind
	</li>
	<li>
		<strong>Psoriasis palmaris et plantaris</strong>, manchmal auch <strong>Psoriasis palmoplantaris</strong> genannt - die Schuppenflechte, die sich auf die Hände und Füße beschränkt
	</li>
	<li>
		<strong>Psoriasis inversa</strong> - die Schuppenflechte in Hautfalten und dort, wo Haut auf Haut liegt, z.B. unter der (weiblichen) Brust
	</li>
	<li>
		<strong>Erythrodermie</strong> - eine stark entzündete Haut bzw. Schuppenflechte "von Hacken bis Nacken", von Kopf bis Fuß. Wenn die gesamte Haut gerötet und verdickt ist, ist es vielleicht eine psoriatische Erythrodermie. Gerade, wenn in der Nähe ein Gelenk ist, reißt die Haut ein – und dann tut’s weh. Dazu gesellen sich heftiger Juckreiz , Fieber und ausgeprägte Kälteempfindlichkeit. Diese Form ist allermeist ein Fall für einen alsbaldigen Besuch im Krankenhaus, denn die Entzündung und der Temperaturverlust schwächen den Körper enorm.
	</li>
</ul>

<p>
	Das ist natürlich die kürzestmögliche und keineswegs erschöpfende Antwort. Wir haben da auch noch <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/formen-der-psoriasis-%E2%80%93-schuppenflechte-im-ueberblick-r1115/" rel="">ausführliche Erklärungen</a>.
</p>

<h3>
	Wie oft sind die Nägel von Psoriasis befallen?
</h3>

<p>
	Bei 15 bis 50 Prozent der Menschen mit Psoriasis der Haut sind auch Nägel befallen. Bei Menschen mit Psoriasis arthritis sind es sogar 80 Prozent. (1) Es kommt nur recht selten vor, dass jemand eine Psoriasis ausschließlich an den Nägeln hat - nämlich nur bei 1 bis 5 Prozent der Patienten. (2) Bei einer Schuppenflechte an den Nägeln werden diese bröckelig oder bekommen kleine Tüpfel oder Flecken, die aussehen, als sei Öl unter dem Nagel.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		Michael M. Jiaravuthisan et.al.: "<a href="http://www.jaad.org/article/S0190-9622(05)03228-7/abstract" rel="external nofollow">Psoriasis of the nail</a>: Anatomy, pathology, clinical presentation, and a review of the literature on therapy"
	</li>
	<li>
		Stephen Van Laborde et.al.: "<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0733863505701455?via%3Dihub" rel="external nofollow">Developments in the treatment of nail psoriasis, melanonychia striata, and onychomycosis</a>. A review of the literature"
	</li>
</ul>

<h3>
	Was ist das <span ipsnoautolink="true">Köbner-Phänomen</span>?
</h3>

<p>
	Diese Erklärung wurde uns irgendwann zu lang – deshalb haben wir ihr einen eigenen Lexikon-Eintrag gewidmet. Den findest du <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/koebner-phaenomen-%E2%80%93-was-ist-das-r1153/" rel="">hier</a>.
</p>

<h3>
	Ist Schuppenflechte eine Autoimmunerkrankung?
</h3>

<p>
	Ja.
</p>

<h3>
	Ist Schuppenflechte ein Pilz?
</h3>

<p>
	Nein.
</p>

<h3>
	Warum kommen Psoriasis-Stellen meist an derselben Stelle zurück?
</h3>

<p>
	Wenn keine Schuppenflechte-Stellen mehr da sind, heißt das nicht, dass darunter jetzt alles super ist. Vielmehr erinnert sich dieser Bereich der Haut, wie das geht, so eine Psoriasis-Stelle zu entwickeln. [<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31673756/" rel="external">Quelle</a>]
</p>

<h3>
	Wer hat Schuppenflechte? Wer hat Erfahrung mit Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Da gibt’s keinen typischen „Typen“. In unserem Forum gibt es inzwischen mehr als 28.000 Leute, die Erfahrung mit Schuppenflechte haben. Frag sie, was Du wissen willst! <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Na los!</a>
</p>

<p>
	Wenn Du Betroffene im echten Leben treffen willst, geht das zum Beispiel in einer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/selbsthilfegruppen/" rel="">Selbsthilfegruppe</a> oder bei einem unserer <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/forum/73-treffen/" rel="">Treffen</a>.
</p>

<h3>
	<span style="font-family:Merriweather, '-apple-system', BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Helvetica, Arial, sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol';">Seit wann gibt es die Schuppenflechte?</span>
</h3>

<p>
	Lange Zeit verwechselte man die Schuppenflechte mit einer Lepra. Angeblich soll schon Celsius von der Krankheit berichtet haben – und das war um die Zeitenwende (Christi Geburt). Auch im dritten Buch Moses des alten Testamentes soll die Rede davon sein.
</p>

<p>
	Die Krankheit in „jüngerer Zeit“ hat im 18. Jahrhundert ein englischer Arzt namens Robert Willan beschrieben.
</p>

<h3>
	Woher kommt der Name Psoriasis?
</h3>

<p>
	Den Namen Psoriasis hat sie aus dem 19. Jahrhundert von einem Wiener Hautarzt – von Ferdinand von Hebra.
</p>

<p>
	Psoriasis vulgaris wurde vom griechischen Wort Psora abgeleitet – was so viel wie „die Schuppe“ heißt. „Psao“ heißt „ich kratze“. Die offiziellere Übersetzung heißt „gemeine Schuppenflechte“.
</p>

<h3>
	Wie viele Menschen in Deutschland haben Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung an Psoriasis leiden.
</p>

<h3>
	Wer heilt Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	Niemand. Kein Arzt, kein Wunderheiler, einfach niemand. Psoriasis ist eine Frage der Gene. Und die kann heute noch niemand „umpolen“. Klar, die  Psoriasis kann gelindert werden. Aber eben nicht geheilt. Wenn es Dir um den richtigen Arzt geht: Das ist der Hautarzt. Oder bei Psoriasis arthritis der internistische Rheumatologe.
</p>

<p>
	<strong>Wie heißt Schuppenflechte auf Türkisch?</strong><br>
	Sedef hastalığı
</p>

<p>
	Es gibt übrigens eine <a href="http://pierrefabre-dermatologie.de/fileadmin/downloads/patientenbroschuere-psoriasis-tuerkisch.pdf" rel="external nofollow">Broschüre über Schuppenflechte auf Türkisch</a>.
</p>

<h2>
	Fragen zur Psoriasis auf dem Kopf
</h2>

<h3>
	Psoriasis nur auf dem Kopf – gibt es das?
</h3>

<p>
	Ja klar. Das kommt sogar recht häufig vor.
</p>

<h3>
	Leiden die Haare auch unter der Schuppenflechte?
</h3>

<p>
	In den meisten Fällen nicht. Hat jemand aber lange eine dicke Schuppen-Schicht auf dem Kopf, werden die Haare schon mal brüchig oder dünner. Manchmal (!) gehen sie auch aus. Aber: Wenn die Schuppenflechte auf dem Kopf besser wird, wächst auch das Haar meist wieder nach.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">651</guid><pubDate>Fri, 14 Dec 2012 16:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Blut spenden mit Psoriasis oder Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/blutspende-mit-psoriasis-oder-psoriasis-arthritis/</link><description><![CDATA[<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19472" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_12/blutspende.jpg.1810c9401b787900a1319fe83e49ece6.jpg" rel="" style="float:left;"><img alt="blutspende.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19472" style="height: auto;" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_12/blutspende.jpg.1810c9401b787900a1319fe83e49ece6.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>Im Prinzip kann man auch mit einer Schuppenflechte oder einer Psoriasis arthritis Blut spenden. Doch es gibt Einschränkungen.
</p>

<p>
	Die Spendertauglichkeit hängt von den Untersuchungen des Arztes vor Ort ab, insbesondere aber von Medikamenten, die man gegen seine Psoriasis oder Psoriasis arthritis einsetzt.
</p>

<p>
	Lokale Therapien mit Salben spielen laut Aussage des Deutschen Roten Kreuzes keine Rolle, weil dabei nur geringe Mengen ins Blut gehen. Konkrete Vorschriften gibt es allerdings auch für systemische Therapien nicht. Daher wird die Sperrfrist zwischen Absetzen der Medikamente und Termin der Blutspende recht unterschiedlich gehandhabt.
</p>

<p>
	Beispiele:
</p>

<h4>
	Dimethylfumarat (Fumaderm®)
</h4>

<ul>
	<li>
		DRK NSTOB*: keine Aussage
	</li>
	<li>
		Institut(e) für Transfusionsmedizin **: 4 Wochen
	</li>
</ul>

<h4>
	Psoralene (Uvadex® äußerlich, Melandine® innerlich und äußerlich)
</h4>

<ul>
	<li>
		DRK NSTOB*: keine Aussage
	</li>
	<li>
		Institut(e) für Transfusionsmedizin **: 4 Wochen
	</li>
</ul>

<h4>
	Retinoide wie Acitretin (Neotigason®)
</h4>

<ul>
	<li>
		DRK NSTOB*: 2 Jahre
	</li>
	<li>
		Institut(e) für Transfusionsmedizin **: 1 Jahr
	</li>
</ul>

<h4>
	Isoretinoide wie Aknefug®, Aknenormin®, Roaccutan®
</h4>

<ul>
	<li>
		DRK NSTOB*: 4 Wochen
	</li>
	<li>
		Institut(e) für Transfusionsmedizin **: Keine Aussage
	</li>
</ul>

<h4>
	Methotrexat wie Bendatrexat® oder Neotrexat®
</h4>

<ul>
	<li>
		DRK NSTOB*: Keine Spende möglich
	</li>
	<li>
		Institut(e) für Transfusionsmedizin **: Spende auf gar keinen Fall möglich
	</li>
</ul>

<p>
	 
</p>

<p>
	* Deutsches Rotes Kreuz Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen
</p>

<p>
	** Universitätsklinikum Schleswig-Holstein; Lübeck und Kiel
</p>

<p>
	Leider führten weder die Nachforschungen in der Fachliteratur noch mehrfache Nachfragen bei beiden Institutionen zu konkreteren Aussagen. Wer also Blut spenden möchte, sollte sich bei den jeweiligen Blutspendediensten selbst erkundigen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">661</guid><pubDate>Mon, 03 Dec 2012 18:16:00 +0000</pubDate></item><item><title>So wird der Schweregrad einer Psoriasis definiert</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/wird-der-schweregrad-einer-psoriasis-definiert/</link><description><![CDATA[<p>
	<img alt="Hautkontrolle" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileid="19473" data-ratio="90.40" style="height: auto; width: 250px; float: left;" width="596" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2014_12/lupe.jpg.a059d4dc03b38ec0fb197fcbc3c38c35.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"><strong>Wann handelt es sich um eine leichte Schuppenflechte, wann um eine mittelschwere und wann um eine schwere Form?</strong>
</p>

<p>
	Im Gegensatz zu den meisten anderen Erkrankungen, existiert für den Schweregrad einer Psoriasis keine starre Definition. Im Allgemeinen wird zunächst die Fläche der erkrankten Haut herangezogen. Ist diese kleiner als zehn Handinnenflächen (eine Handinnenfläche entspricht etwa einem Prozent der gesamten Körperoberfläche), so gilt dies als leichte Psoriasis. Die Einstufung von mittelschwerer bis hin zu schwerer Schuppenflechte erfolgt, wenn die betroffenen Hautstellen mehr als zehn beziehungsweise 20 Handinnenflächen ausmachen.
</p>

<p>
	Allerdings ist eine solche Gradierung recht oberflächlich. Mit einbezogen werden muss auch, inwieweit der Patient physisch und psychisch beeinträchtigt wird. Etwa bei Läsionen an den Handflächen und den Fußsohlen, die die täglich anstehenden Arbeiten mühsam oder gar unmöglich machen, der Grad der Entzündung und der damit verbundene Juckreiz oder das individuelle Ansprechen auf Therapieversuche.
</p>

<p>
	Große psychische Belastungen bringen oftmals Psoriasis-Herde mit sich, die gut sichtbar sind, etwa im Gesicht oder auf der behaarten Kopfhaut. Durch solche Faktoren kann auch eine Schuppenflechte, die weniger als zehn Prozent der Körperoberfläche einnimmt, durchaus als „mittelschwer“ oder „schwer“ eingestuft werden.
</p>

<p>
	Für wissenschaftliche Zwecke, meist für den Vergleich der Wirksamkeit von Medikamenten, wird der so genannten <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> (Psoriasis Area and Severity Index) verwendet. Hier bewertet man die Stärke der Rötung, die Dicke der Schuppen und der Haut sowie den geschätzten prozentualen Ausbreitung über Arme, Beine, Kopf und Rumpf. Wie sich der <abbr title="Psoriasis Area and Severity Index"><abbr title="Psoriasis Area and Severity Index">PASI</abbr></abbr> genau berechnet, kann auch <span ipsnoautolink="true"><a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Psoriasis_Area_and_Severity_Index" rel="external nofollow">hier</a></span> nachgelesen werden.
</p>

<p>
	Den Schweregrad und andere Werte können Betroffene mit verschiedenen Rechnern feststellen. Die gängigen Rechner sind auf der Internetseite <a href="https://www.pso.dermavalue.com/de/" rel="external nofollow">DermaValue</a> versammelt. Sie stammt von Psoriasis-Experten aus Deutschland. Auch das Vorliegen einer Psoriasis arthritis lässt sich dort errechnen.
</p>

<p>
	Quellen:
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.janssenwithme.de/de-de/psoriasis/schuppenflechte-hilfe#1.-Schweregrad-Ihrer-Psoriasis-verstehen" rel="external nofollow">Psoriasis360</a>
	</li>
	<li>
		"<a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-092007/moderne-behandlungsstrategien-der-psoriasis/" rel="external">Moderne Behandlungsstrategien der Psoriasis</a>" von Klaus Müller
	</li>
	<li>
		<a href="https://www.navigator-medizin.de/krankheiten/psoriasis-schuppenflechte.html" rel="external nofollow">Navigator-Medizin</a>
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">663</guid><pubDate>Sat, 24 Nov 2012 16:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Psoriasis an den Genitalien ist oft tabu &#x2013; auch beim Arzt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-genitalien-tabu/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/psoriasis-genitalien-penis.jpg.817100b11b6735ef256bfce3f3047d3e.jpg" /></p>
<p>
	Oft werden Schuppenflechte-Stellen nicht oder nicht richtig behandelt, weil es Betroffenen peinlich ist, darüber zu sprechen. Wer ist schon so mutig, seinem Arzt die Psoriasis zum Beispiel im Genitalbereich zu zeigen? Aber gerade an diesen Bereichen kann man viel falsch machen, wenn man selbst daran „herumdoktert“.
</p>

<p>
	Eine Studie aus den Niederlanden verdeutlicht die Nöte von Menschen, die eine <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> an den Genitalien haben. Dort füllten 277 Patienten einen Fragebogen aus. Das Ergebnis:
</p>

<ul>
	<li>
		45,8 Prozent der Betroffenen haben die Psoriasis in diesem Körperbereich noch nie beim Arzt angesprochen.
	</li>
	<li>
		25 Prozent der Betroffenen glauben, dass der Arzt dem speziellen Problem genügend Aufmerksamkeit schenkt.
	</li>
	<li>
		67,8 Prozent der Betroffenen haben im Genitalbereich noch nie eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung" rel="">Psoriasis-Therapie</a> angewendet.
	</li>
	<li>
		43,5 Prozent der Antwortenden gaben an, dass sie im Genitalbereich <em>schwere</em> Psoriasis-Symptome haben.
	</li>
</ul>

<p>
	(<a href="http://content.karger.com/produktedb/produkte.asp?DOI=10.1159/000338858" rel="external nofollow">Quelle</a>)
</p>

<p>
	Schon im Jahr 2003 hatte Professor Gustav Mahrle von der Universität Köln beim 8. Deutschen Psoriasis Tag in Hamburg gesagt, dass eine Schuppenflechte an den Schleimhäuten "relativ häufig" wäre. Bei etwa 30 Prozent der an Schuppenflechte Erkrankten seien die Schleimhäute der Genitalien betroffen, bei 32 Prozent die Lippen, bei 17 Prozent der After und bei zwei Prozent die Mundschleimhaut, sagte er bei der Veranstaltung. Es seien hauptsächlich begleitende Faktoren, die zum Beispiel Darm- oder Leberveränderungen hervorriefen. Die bei Psoriasis-Kranken nicht seltenen Fettstühle würden wahrscheinlich durch charakteristische Veränderungen im Blut oder Serum hervorgerufen, die wiederum durch eine Häufung bestimmter Transplantationsantigene gekennzeichnet seien.
</p>

<h2>
	Psoriasis im Analbereich
</h2>

<p>
	Eine Psoriasis am After merkst Du zuerst daran, dass des dort furchtbar juckt. Bitte verschweige das dem Arzt nicht aus Scham! Sie muss unbedingt behandelt werden. Eine Psoriasis kann sich in der Anal-Falte entwickeln oder in der Anal-Öffnung. Der Arzt muss sich zuerst absichern, ob es sich nicht um ein Anal-Ekzem handelt. Wenn die Haut zwischen den Gesäßbacken gerissen ist, deutet das auf Schuppenflechte hin.
</p>

<p>
	Die Psoriasis kann durch falsches Toilettenpapier stärker gereizt werden. Benutze möglichst weiches und trockenes Papier. Feuchtes Papier mit Konservierungs- und Duftstoffen kann Reizungen hervorrufen. Du musst besonders auf Sauberkeit achten, weil sonst Schadstoffe in die blutig gekratzten Stellen eindringen können. Dadurch wird die Entzündung noch schlimmer. Außer mit Toilettenpapier gibt es andere Möglichkeiten, sich im Analbereich hygienisch zu säubern. Zum Beispiel mit (lauwarmem) Wasser. Ein Bidet wäre die ideale Lösung, hat aber kaum einer.
</p>

<p>
	Für den Analbereich sind alle am Anfang erläuterten Therapien möglich. Aber der Arzt muss kontrollieren, ob Du zusätzlich Pilze oder Bakterien hast und diese dann mitbehandeln.
</p>

<p>
	Zwischen den Gesäßbacken ist es meist feuchter als in anderen Regionen, z.B. durchs Schwitzen. Mit gerbstoffhaltigen Präparaten kann man diese Region nicht nur trocken legen, sondern auch gleichzeitig den Juckreiz lindern und Bakterien und Pilze eindämmen. Rezeptfrei in der Apotheke gibt es z.B. Tannosynt oder (das etwas teuere) Tannolact. Aebr Achtung: Gerbstoff darf nicht in die Augen kommen. Alternativ kann man zum Austrocknen eine Wund und Heilsalbe mit Zink-Zusatz nehmen.
</p>

<h2>
	Psoriasis am Penis
</h2>

<p>
	Besonders schmerzhaft kann die Psoriasis auf der Außenhaut des Penis oder auf der Eichel sein. Auch am Hodensack kann sie auftreten. Durch weite (Unter-) Hosen kannst Du verhindern, dass diese Stellen unnötig gereizt oder noch verschlimmert werden.
</p>

<p>
	Schwierigkeiten kann es bei der Sexualität geben. Es gibt sehr viele Männer, die über ihr Psoriasis am Penis nicht reden und darüber völlig verzweifelt sind. Sie ziehen sich dann zurück und meiden Sexualkontakte. Aber Partnerin bzw. Partner und Arzt müssen wissen, dass und warum Du Schmerzen beim Sex hast. Nur so könnt Ihr gemeinsam eine Lösung suchen.
</p>

<p>
	Wenn Du Dich nicht traust, darüber zu sprechen, hol Dir unbedingt Hilfe von Außen – entweder bei einer Vertrauensperson oder einer Beratungsstellen, wie z.B. dem sozial-medizinischen Dienst.
</p>

<p>
	Gerade am Penis darfst Du Dich nicht selbst mit Mitteln behandeln, die Dir der Arzt für andere Hautregionen verschrieben hat, weil die Haut extrem dünn ist.
</p>

<h2>
	Behandlung
</h2>

<p>
	Grundsätzlich solltest Du an empfindlichen Stellen äußerlich wirkende Präparate mit schwacher Konzentration einsetzen. Im Analbereich und am Penis liegt viel Haut auf Haut. Schuppen werden dort oft quasi automatisch abgeschubbert, die Haut ist dann dünner. Also treffen Wirkstoffe aus Cremes, Salben usw. auf eine empfindlichere Haut. Deshalb darfst Du auf keinen Fall selbst mit einem äußerlich wirkenden Präparat an diese Stellen gehen, das Du für andere Körperregionen verschrieben bekommen hast. Die meisten sind dafür ungeeignet.
</p>

<h3>
	Naturheilkundliche Mittel
</h3>

<p>
	Naturheilkundliche Mittel wirken meist mild und langsam. Sie sind deshalb für sensible Bereiche gut geeignet. Aber sie wirken meist nicht im aktuellen Schub. Es gibt sehr viele pflanzliche Stoffe, die bei der Psoriasis äußerlich eingesetzt werden. Da sie individuell sehr unterschiedlich anschlagen, musst Du selbst ausprobieren, was Dir eventuell hilft. Zum Beispiel Cremes, Salben, Gels mit
</p>

<ul>
	<li>
		Mahonia aquifolium
	</li>
	<li>
		Weihrauch, Schieferöl (Teer in diesem Fall eher nicht)
	</li>
	<li>
		Aloe Vera
	</li>
	<li>
		Cremes mit
	</li>
	<li>
		Vitamin B12
	</li>
	<li>
		Hamamelis virginica (v.a. für „Feuchtgebiete“)
	</li>
	<li>
		Birkenrinde
	</li>
	<li>
		Avocado
	</li>
	<li>
		Ringelblume (Calendula)
	</li>
	<li>
		Kombinationen wie „Blankensteiner Psoriasis-Ölmischung“ oder
	</li>
	<li>
		Ayurveda-Präparate.
	</li>
</ul>

<p>
	Für Umschläge, Wickel, Packungen und Bäder eignen sich Moore, Torf, Heilerde, Schlicke (Totes-Meer-Schlamm), Zink, Schwefel, Heil-Salze. Schauen Sie beim Kauf genau hin: Je weiter hinten ein Stoff in der Inhalts-Deklaration steht, desto weniger ist davon im Produkt enthalten.
</p>

<h3>
	Tacrolimus und Pimecrolimus
</h3>

<p>
	Einige Ärzte berichten bei Psoriasis in sensiblen Bereichen über gute Erfahrungen mit den Neurodermitis-Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus. Das sind echte Alternativen zum Kortison. Und sie sind für Kinder geeignet. Da sie aber nicht für die Psoriasis zugelassen sind, können sie nur „off-label“ verschrieben werden oder Sie müssen sie selbst bezahlen. Es sei denn, Sie sind gleichzeitig an Neurodermitis (Atopische Dermatitis) erkrankt.
</p>

<h3>
	Kortisonsalben und -cremes
</h3>

<p>
	Eine Psoriasis im Genital- oder Analbereich, die akut entzündet ist und stark juckt, kann äußerlich wirkungsvoll mit reinen Kortisonpräparaten behandelt werden. Es kommen aber nur schwach oder mittelstark wirkende Präparate in Frage.
</p>

<p>
	Bei der Anwendung im Genitalbereich ist zu beachten, dass Kondome rissig werden können. Das verursachen die in den Cremes enthaltenen Paraffine.
</p>

<p>
	Vor allem für die empfindlichen Bereiche sollten Kortison-Präparate nicht dauerhaft aufgetragen werden. Gerade dort riskiert man am ehesten, dass die Haut durch das Kortison noch dünner wird (Atrophie). Meist bildet sich das nach Absetzen wieder zurück.
</p>

<p>
	Kortisonpräparate dürfen nicht von einem Tag auf den anderen abgesetzt werden. Sonst kann die Psoriasis umso stärker wiederkommen („Rebound“). Du solltest die Kortison-Anwendung an sensiblen Stellen möglichst nach zwei Wochen „ausschleichen“, d.h. die Zeitabstände verlängern, in denen Du die Creme aufträgst.
</p>

<p>
	Sicherheitshalber sollte vor allem im Genital- oder Anal-Bereich zusätzlich mit einem Anti-Pilz-Mittel behandelt werden.
</p>

<h3>
	Innerliche Medikamente
</h3>

<p>
	Eine innerliche Therapie ist dann angebracht, wenn Du stark darunter leidest und Dein Leben dadurch erheblich beeinträchtigt ist.
</p>

<h3>
	Was nicht geht
</h3>

<p>
	Vitamin-D3–Präparate wie Daivonex sind für sensible Körperregionen nicht zugelassen, u.a. weil sie dort Hautreizungen verursachen können. Auf keinen Fall dürfen sie im Genitalbereich angewendet werden. Auch in Kombination mit einem Kortison wie in Daivobet dürfen empfindliche Regionen nicht mit dieser Wirkstoffgruppe behandelt werden.
</p>

<p>
	Nicht besonders geeignet erscheint der alt-bewährte Psoriasis-Wirkstoff Dithranol. Obgleich er völlig frei von Nebenwirkungen auf Körperorgane und Blutbild ist, wird es in diesem Fall nicht möglich sein, ihn richtig anzuwenden. Dithranol muss nämlich sehr exakt aufgetragen und nach einer Einwirkungszeit wieder völlig entfernt werden. Kommt es auf gesunde Haut oder bleibt es zu lange auf den Psoriasis-Stellen, führt das zu sonnenbrandähnlichen Rötungen – besonders bei dünnen Hautregionen oder dort, wo es schwer auszuwaschen ist.
</p>

<p>
	<strong>Unser Fazit:</strong> Spring über deinen Schatten und sprich deinen Arzt an, wenn du Psoriasis-Symptome im Genital-Bereich hast. Ein Arzt ist "Kummer gewöhnt" und hat in seinem Leben schon viele Dinge gesehen – im besten Falle kann er dir helfen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">510</guid><pubDate>Sun, 24 Jun 2012 08:49:00 +0000</pubDate></item><item><title>Behandlung der Psoriasis kann das Leben verl&#xE4;ngern</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/behandlung-der-psoriasis-kann-das-leben-verlaengern/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2011_04/psoriasis-knie.jpg.07b4c03781976b75da35a7655f36383e.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Der eine Arzt behandelt die <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span>, der andere den Bluthochdruck. Ein weiterer kümmert sich um den Diabetes. Dabei würde eine integrierte Behandlung dem Psoriasis-Patienten viel mehr bringen - unter Umständen sogar mehr Lebensjahre, meint Professor Kristian Reich.</strong>
</p>

<p>
	"Den wenigsten Psoriasis-Patienten ist bewusst, dass sie ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes tragen", sagt <span ipsnoautolink="true">Professor Kristian Reich</span>. "Diese Begleiterkrankungen verringern ihre Lebenserwartung um bis zu vier Jahre."
</p>

<p>
	Doch häufig werden alle Parallelerkrankungen getrennt voneinander behandelt. Professor Reich betont: „Eine integrierte Behandlung leistet echte Prophylaxe. Die Behandlung ist sehr differenziert und umfasst auch Sport und eine ganzheitliche Ernährung. Mit diesem Konzept können wir dafür sorgen, dass Psoriasis-Patienten weniger krank werden.“
</p>

<p>
	Reich ist Sprecher der <a href="https://www.psonet.de/" rel="external"><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr>-Netzwerke</a> <i>(nicht zu verwechseln mit dem Psoriasis-Netz)</i>. In diesen regionalen Netzen haben sich Ärzte zusammengeschlossen, die ihr Wissen um die Gefahren von Begleiterkrankungen und die Therapiemöglichkeiten Ärzten vertiefen wollen. Doch auch Patienten sollen mit Hilfe der <abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr>-Fachleute mehr über ihre Krankheit erfahren. „Letztlich fängt die Genesung beim informierten Patienten an“, meint Reich.
</p>

<h2>
	Beispiel Metabolisches Syndrom
</h2>

<p>
	Die Psoriasis wird nicht durch Nahrungsmittel ausgelöst. Es gibt keine spezielle Psoriasis-Diät. Wichtig ist aber der in den letzten Jahren deutlich gewordene Zusammenhang zwischen einer Schuppenflechte und metabolischen Veränderungen. Darunter ist auch eine Störung des Zucker- und Fettstoffwechsels.
</p>

<p>
	Diese metabolischen Veränderungen und die Schuppenflechte selbst erhöhen für den Patienten das Risiko, kardiovaskuläre Erkrankungen zu entwickeln. Schließlich steht Übergewicht auch im Verdacht, die Aktivität der Schuppenflechte ungünstig zu beeinflussen.
</p>

<p>
	Da einige Medikamente gegen die Schuppenflechte bei vermindertem Gewicht besser wirken, gibt es gute Gründe, dass Patienten mit Schuppenflechte sehr sorgfältig auf eine ausgewogene Ernährung und eine Normalisierung des Gewichtes achten. Auf diese Weise können Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimiert werden.
</p>

<p>
	"Unter einer ganzheitlichen Betreuung verstehen wir heute, dass bei Patienten mit Psoriasis nicht nur auf eine Haut- und Gelenkmanifestation geachtet wird, sondern dass auch nach metabolischen Erkrankungen und anderen Begleiterkrankungen gefahndet wird", so Reich. "Diese Erkrankungen müssen gegebenenfalls in das Behandlungskonzept einbezogen werden."
</p>

<p>
	Viele Patienten mit Psoriasis und Übergewicht wüssten beispielsweise nicht, was eine gesunde <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung" rel="">Ernährung</a> ist oder wie viele Kalorien sie am Tag zu sich nehmen sollen. Sie würden von einer Ernährungsberatung profitieren, in der diese Aspekte besprochen werden.
</p>

<p>
	Reich ist international anerkannter Spezialist für Psoriasis-Erkrankungen und war lange am <a href="http://www.dermatologikum.de" rel="external nofollow">Dermatologikum Hamburg</a> tätig.
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">466</guid><pubDate>Wed, 06 Apr 2011 16:07:00 +0000</pubDate></item><item><title>M&#xF6;gliche Ausl&#xF6;ser f&#xFC;r eine Schuppenflechte</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/moegliche-ausloeser-fuer-eine-psoriasis/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2009_02/ausloeser.jpg.af755f32b72ef4794bb9b93e1403d6b5.jpg" /></p>

<p>
	Eine <span ipsnoautolink="true">Schuppenflechte</span> kann viele verschiedene Ursachen haben. Streng wissenschaftlich ist die Ursache unbekannt. Das Immunsystem bekommt ein falsches Signal – so viel ist wohl klar. Im Alltag hilft das dem Psoriatiker wenig. Er kann nicht nach der Schuppenflechte-Ursache bei sich persönlich suchen, sondern nur nach dem Auslöser – also danach, was seine Psoriasis zum ersten Mal zum Ausbruch gebracht hat oder sie immer wieder schlimmer werden lässt.
</p>

<p>
	An dieser Stelle findest du mögliche <strong>Auslöser</strong> für die Psoriasis. Genannt wurden die Ursachen in Büchern oder Broschüren (siehe Quellen).
</p>

<p>
	Es ist ausdrücklich keine Verbots- oder für jeden in allen Punkten zutreffende Liste. Jeder muss herausfinden, was die Psoriasis überhaupt oder neue Schübe hervorrufen kann.
</p>

<p>
	Manche Auslöser finden sich in unterschiedlichen Bezeichnungen mehrfach wieder. Mancher springt auf ein anderes Stichwort an, kennt nur eine der Bezeichnungen.
</p>

<p>
	Wer in anderen Quellen weitere Auslöser gefunden hat, kann uns dies gern <a href="mailto:redaktion@psoriasis-netz.de?subject=Ein%20Ausl%C3%B6ser%20f%C3%BCr%20Psoriasis" rel="">per E-Mail</a> mitteilen - bitte unbedingt mit Angabe der Quelle.
</p>

<h2>
	Infekte oder Krankheiten als Ursachen
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Aids
			</td>
			<td>
				6, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Allergien z.B. durch Medikamente oder andere Umweltsubstanzen
			</td>
			<td>
				3, 5, 6, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bronchitis
			</td>
			<td>
				1, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				chronische Entzündungen, Herde, oft unbemerkt, z.B. Blinddarm, Harnwegen, Eierstöcken, Vorsteherdrüse, Zahnwurzeln, Entzündung der Nasennebenhöhlen, Mittelohrentzündungen, Gallenblasenentzündungen
			</td>
			<td>
				1, 2, 3, 4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Diabetes mellitus
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				entzündliche Gelenkerkrankungen
			</td>
			<td>
				2
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Erkältungskrankheiten
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				fieberhafte Infektionen
			</td>
			<td>
				2
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Mandelentzündungen
			</td>
			<td>
				9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Grippe
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hautinfektionen durch Bakterien, Pilze, Viren
			</td>
			<td>
				3, 5, 6, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hefepilze im Darm
			</td>
			<td>
				8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Gürtelrose - Herpes zoster
			</td>
			<td>
				u.a. 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Infektionskrankheiten wie Herpes, Röteln, Masern, Angina, Windpocken, Scharlach
			</td>
			<td>
				1, 2, 3, 4, 6, 7, 8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Kalziummangel
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Leberschäden z.B. durch übermäßigen Alkoholgenuss
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Röschenflechte - Pityriasis rosea
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schweißfrieseln
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Stoffwechselstörungen wie Leber- oder Verdauungskrankheiten
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				virusbedingte Erkältungskrankheiten
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	Insbesondere bei der kleinfleckigen Variante der Psoriasis sollte man den Körper auf verborgene Entzündungsherde vor allem vom HNO- und Zahnarzt untersuchen lassen. Auch: Gynäkologe, Internist. (1)
</p>

<p>
	Andere Hauterkrankungen wie seborrhoische Dermatitis, Ekzem, Lichen, Akne, Follikulitis, Tinea, Pilzbeefall, Arzneimittelexanthem oder Sonnenüberempfindlichkeits-Dermatitis können sich zu einer Psoriasis "umwandeln" und damit die Ursache sein. (4).
</p>

<h2>
	Medikamente und deren Wirkstoffe
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				ACE-Hemmer (3, 6, 7), z.B. Captopril, Enalapril
			</td>
			<td>
				7, 9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Allopurinol gegen erhöhte Harnsäure
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Alpha-Interferon
			</td>
			<td>
				1, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Amiodaron
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Anti-Malaria-Präparate (4), z.B. Resochin (5)
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Betablocker gegen Bluthochdruck und Herzrythmusstörungen) (1, 3, 4, 6, 7, 8), z.B. Atenolol, Propanolol, Metopropol, Pindolol (7)
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Brom
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Butazolidine
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Captopril
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Chinidin gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Digoxin
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Follikular-Hormone
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Gamma-Interferon
			</td>
			<td>
				1, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Goldsalze gegen Rheuma
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hemmer des Zyklooxygenaseweges
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Indomethazin
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Jod
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Kaliumiodid
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Kontrazeptiva
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Lithium (gegen Depressionen)
			</td>
			<td>
				1, 3, 4, 5, 6, 9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Malaria-Prophylaxe oder -Behandlung mit Chloroquin (z.B. in Resochin, Weimer) (1, 7, 9) oder mit dem Medikament Malarone (Anwenderbericht)
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Melatonin, zum Beispiel im Medikament Circadin
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Morphinverbindungen
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				nichtsteroidale Antiphlogistika - entzündungs- oder schmerzhemmende Mittel (3, 6, 7), z.B. Diclofenac, Ibuprofen, Phenylbutazon
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Penicillin
			</td>
			<td>
				1, 8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Phenylbutazon
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Procain
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Salicylate
			</td>
			<td>
				1, 4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sulfapyridin
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sulfonamide
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Tetrazyklin
			</td>
			<td>
				1, 4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Trazodon
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				zu scharfe Salbenbehandlung
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="19933" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_07/ausloeser-medikamente-tabletten.jpg.8cee912c0b95f02220b4d675f540b08a.jpg" rel="" style="float:left;"><img alt="Auslöser einer Psoriasis können auch Medikamente sein" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="19933" data-ratio="66.67" style="width:300px;height:auto;" width="1000" data-src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2021_07/ausloeser-medikamente-tabletten.thumb.jpg.56224e0d876795913d5aa97deab4977c.jpg" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></a>Für entzündungshemmende Schmerzmittel wird sowohl eine Verschlechterung als auch eine Verbesserung der Psoriasis berichtet. (7)
</p>

<h2>
	Veränderungen im Hormonsystem des Körpers
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Schilddrüsenerkrankungen
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Monatsblutung, Regel, Menstruation
			</td>
			<td>
				Patientenberichte
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schwangerschaft, Entbindung
			</td>
			<td>
				1, 4, 5, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Pubertät
			</td>
			<td>
				4, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Wechseljahre
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Verletzungen der Haut als Auslöser
</h2>

<p>
	durch
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				aggressive Chemikalien
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Abschürfungen, Risse, Schnitte
			</td>
			<td>
				2
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Akupunktur
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Bisse
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Druck, z.B. fest sitzender Gürtel, knapp sitzende Stiefelschäfte, Uhr
			</td>
			<td>
				3, 6, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Erfrierungen
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				häufiges Waschen
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Impfungen
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Injektionen
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Insektenstiche
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Kratzen
			</td>
			<td>
				1, 2, 3, 6, 7, 8, 9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				mechanische Beanspruchung v.a. an den typischen Stellen Knie und Ellenbogen
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Narben, auch noch Jahre nach der Verletzung oder Operation
			</td>
			<td>
				1, 3, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Operationswunden
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				positive Reaktionen auf Allegietests
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Quetschungen
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Reiben
			</td>
			<td>
				5, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schnitt
			</td>
			<td>
				8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schürfwunden
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Sonnenbrand
			</td>
			<td>
				1, 3, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Tätowierung, Tattoos
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Textilien z.B. aus Schafwolle
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Verbrennungen, Verbrühungen
			</td>
			<td>
				2, 3, 7
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Klimatische Faktoren und jahreszeitliche Unterschiede
</h2>

<p>
	Allgemeine Hinweise dazu gab es in den Büchern Nr. 1, 3 und 5 (siehe am Ende des Artikels). Außerdem genannt wurden:
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				hormonelle Veränderungen wegen der Umstellung in den Übergangszeiten Frühling und Herbst
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				trockene Kälte
			</td>
			<td>
				 
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				kaltes Klima
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	UV-Strahlen
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				der natürlichen Sonne &amp; künstliche Solarien) - aber selten
			</td>
			<td>
				2, 8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				zu intensive Bestrahlung mit UV-Strahlen (Sonnenbrand)
			</td>
			<td>
				5, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Infrarot-(Wärme-)Strahlen
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Röntgenstrahlen
			</td>
			<td>
				5, 7
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Chemische Einwirkungen
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Verätzung
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				toxische Hautreizung
			</td>
			<td>
				3, 9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Säuren
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Laugen
			</td>
			<td>
				7
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Psychische Einflüsse
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Ärger (z. B. am Arbeitsplatz)
			</td>
			<td>
				1, 3, 7 u.a.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Angst
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Aufregung
			</td>
			<td>
				3, 4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				bevorstehende Prüfungssituationen
			</td>
			<td>
				2, 7
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				anhaltende, schwelende Konflikte
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Depressionen
			</td>
			<td>
				8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				emotionaler Stress - zuwenig Arbeit, zuviel Müßiggang
			</td>
			<td>
				8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Erschöpfungszustände
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Familienstreitigkeiten
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				finanzielle Belastungssituationen
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hektik
			</td>
			<td>
				4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Krankheit
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Liebeskummer
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				positiver Stress wie Heirat
			</td>
			<td>
				1
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Operation
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Schicksalsschläge
			</td>
			<td>
				3, 8
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				seelische Traumata
			</td>
			<td>
				5
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Stress
			</td>
			<td>
				4, 7, 9
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Tod eines Angehörigen
			</td>
			<td>
				1, 7, 8 u.a.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Trennung vom Partner
			</td>
			<td>
				1, 7, 9 u.a.
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Überlastung
			</td>
			<td>
				3, 4
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Unfälle
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Unzufriedenheit
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Verantwortungsdruck
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Vertrauensverlust
			</td>
			<td>
				6
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Verzeiflung
			</td>
			<td>
				3
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h2>
	Nahrungs- und Genussmittel
</h2>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				Alkohol (Wein, Schnaps, Bier...)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				scharfes Essen, scharfe Gewürze
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Zitrusfrüchte
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Lebensmittel mit viel Arachidonsäure
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	<strong><em>Erläuterung</em></strong>
</p>

<p>
	Die Zahl hinter dem potentiellen <strong>Auslöser</strong> bzw. der <strong>Ursache</strong> sagt etwas darüber aus, in welchem Buch, in welcher Quelle der Auslöser zu finden ist.
</p>

<p>
	<strong>Quellen</strong>
</p>

<ol>
	<li>
		Matthias Augustin, Erwin Schöpf: "Psoriasis"
	</li>
	<li>
		Gerhard Leibold: "Schuppenflechte - Ursachen, Symptome, ganzheitliche Behandlung"
	</li>
	<li>
		Prof. Hans Meffert: "Schuppenflechte"
	</li>
	<li>
		F. Novotny, J. Hajek: "Wie soll man mit der Psoriasis leben?"
	</li>
	<li>
		Dr. Reinhardt K. Achenbach: "Der Haut-Ratgeber: Alles über Haut, Haare, Nägel"
	</li>
	<li>
		Dr. Eberhard Wormer: "So lindern Sie wirksam Schuppenflechte"
	</li>
	<li>
		Dr. Dietlinde Burkhardt: "Rat und Hilfe bei Schuppenflechte"
	</li>
	<li>
		Heide Marie Geiss: "Schuppenflechte - Ein Patientenratgeber"
	</li>
	<li>
		Ulrich Mrowietz, Gerhard Schmid-Ott: "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/marktueberblick/buecher/schuppenflechte-was-sie-schon-immer-ueber-psoriasis-wissen-wollten/" rel="">Schuppenflechte – Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten</a>"
	</li>
</ol>

<h2>
	Was war bei dir der Auslöser?
</h2>

<p>
	In unserem Forum diskutieren Menschen mit Schuppenflechte immer wieder über mögliche Auslöser ihrer Psoriasis. Zum Beispiel hier:
</p>
<iframe allowfullscreen="" class="ipsEmbed_finishedLoading" data-embedauthorid="16884" data-embedcontent="" data-embedid="embed9980088216" id="ips_uid_8594_7" scrolling="no" src="https://www.psoriasis-netz.de/applications/core/interface/index.html" style="overflow: hidden; height: 410px; max-width: 502px;" data-embed-src="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/4246-ausloeser-%E2%80%93-was-war-das-bei-euch/?do=embed"></iframe>

<p>
	 
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1</guid><pubDate>Sat, 28 Feb 2009 15:05:00 +0000</pubDate></item><item><title>Expertenchat: "Was Sie schon immer &#xFC;ber Schuppenflechte wissen wollten..."</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/sie-schon-immer-ueber-schuppenflechte-wissen-wollten/</link><description><![CDATA[<p>
	Dies ist das Protokoll eines Expertenchats vom 27. Oktober 2005. Die Interessierten "sprachen" mit Dr. Markus Friedrich, seinerzeit in der Hautklinik der Berliner Charité tätig.
</p>

<p>
	<strong>Guten Abend Herr Dr. Friedrich, wir freuen uns, Sie heute als Experte zum Thema <span ipsnoautolink="true">Psoriasis</span> im Themenchat begrüßen zu dürfen. Mögen Sie sich zu Beginn kurz vorstellen?</strong>
</p>

<p>
	Vielen Dank, ich bin Hautarzt an der Charité in Berlin und leite dort das Psoriasis Studienzentrum und eine Spezialsprechstunde für Psoriasis.
</p>

<p>
	<strong>Leide seit 2 1/2 Jahren am sogenannten späten Psoriasis-Typ - Psoriasis-vulgaris palmo-plantar einschließlich Nägel. In der dermatologischen Uniklinik habe ich fast alle innerlichen Therapien durch. Kaum Erfolg. Werde im November mit Remicade behandelt. Frage: Ist diese Therapie sinnvoll? Besonders in meinem Alter (60). Nebenwirkungen? Wie lange hält die Wirkung? Bin trotz der schwierigen Situation noch berufstätig (Personaldienst). Wäre es angezeigt, eine Erwerbsunfähigkeit anzustreben?</strong>
</p>

<p>
	Remicade ist die wirksamste Therapie, die Sie überhaupt bekommen können. Ihr Arzt wird darauf achten, dass die Infusion langsam gegeben wird, am Anfang ganz langsam, ca. 8-10 Tropfen pro Minute! So kann man Infusionsreaktionen minimieren. Wichtig ist auch, dass man eine Tuberkulose mittels Röntgen der Lunge und Hauttest ausgeschlossen hat.
</p>

<p>
	<strong>Die neuen Biologics sind ja für viele ein großer Lichtblick. Wie steht es mit den Nebenwirkungen, speziell mit Infektionen? Sind die wirklich so oft da? Was soll der Patient dann machen?</strong>
</p>

<p>
	Wir haben bei uns sehr selten Infektionen gesehen, in den Studien waren die Häufigkeiten der Infektionen in den Placebogruppen (mit Scheinmedikation) ähnlich. Auch in der Praxis zeigt sich jetzt keine besondere Gefährdung. Wenn man Fieber bekommt sollte man aber die Biologics kurzzeitig aussetzten und sich mit seinem Arzt in Verbindung setzen.
</p>

<p>
	<strong>Hallo! Ich würde gerne wissen, ob man durch einen Bluttest sicher feststellen kann, ob man Psoriasis hat (irgendein HLA B...?).</strong>
</p>

<p>
	Nein, es gibt keinen Bluttest. HLA B27 ist gehäuft bei Patienten mit Gelenkbeschwerden, HLA B57 und CW6 sind gehäuft bei familiärer Psoriasis. Aber keiner der Marker ist beweisend oder stark spezifisch. Klinisch kann man die Psoriasis am besten diagnostizieren.
</p>

<p>
	<strong>Hallo, ich habe eine Frage im Auftrag meines Vaters. Er hat Schuppenflechte an den Ellenbogen und auf den Fingerrücken. Nach langem Ausprobieren bekam er eine Salbe (Psorcutan Beta) verschrieben, die auch nur mäßig wirkt. Gibt es inzwischen vielleicht neue Produkte, die evtl. besser helfen?</strong>
</p>

<p>
	Psorcutan Beta ist schon eine sehr gute Kombination aus Vitamin D3 und einem mittelstarken Cortison. Es ist wichtig, dass man die Salben regelmäßig aufträgt. Übrigens: Fingerbefall ist bei Rauchern häufiger, sollte dies der Fall sein, kann auch eine Reduktion des Rauchens helfen, oder UV-Lichttherapie.
</p>

<p>
	<strong>Wenn ich viel Süßes esse, wird meine Psoriasis vulgaris schlimmer. Warum ist das so?</strong>
</p>

<p>
	Süßes macht die Schuppenflechte eigentlich nicht schlimmer, ich weiss nicht, warum dies bei Ihnen so ist. Falls Sie beim Süßen viel Rauchen oder Wein trinken, könnte dies ein Ko-Faktor sein.
</p>

<p>
	<strong>Die Forschung kennt neben Betablockern mittlerweile eine Liste weiterer Medikamentengruppen, die bei Disposition Schuppenflechte auslösen können. Wann wird das endlich beachtet und unnötiges Leid verhindert? Mir selbst wurde mehrfach bestätigt, dass ein Betablocker mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auslöser war. In den Selbsthilfegruppen findet man kaum schwer betroffene Psoriatiker, die die Hilfe doch am ehesten nötig haben.</strong>
</p>

<p>
	Natürlich sind den Hautärzten die Medikamente bekannt, die Psoriasis auslösen können (Beta-Blocker, Lithium, Resorchin ...) Wenn ein Internist aber meint, dass ein Beta-Blocker für die ordentliche Funktion des Herzens unbedingt notwendig ist, kann man dem wenig entgegensetzen.
</p>

<p>
	<strong>Ich bestrahle meine Haut regelmässig mit UVB (SUP). Ich habe Angst vor Hautkrebs. Wie oft und wie lange darf ich mich bestrahlen und welche Vorsorge kann ich treffen?</strong>
</p>

<p>
	Eine wichtige Frage. Tatsächlich sehen wir jetzt bei Patienten, die sich seit den 70er Jahren bestrahlen, vermehrt Hautkrebs. Die Dosis hängt vom Hauttyp ab. Weiße Haut verträgt nicht so viel UV-Licht, dunklere Haut verträgt es besser. Als grobe Regel kann man sagen: Nicht mehr als 50 UV-Licht-Expositionen pro Jahr.
</p>

<p>
	<strong>Viele verweigern sogar den Arztkontakt! Totaler Vertrauensverlust? Gibt es für diese Psoriatiker keine Chance mehr?</strong>
</p>

<p>
	Selbsthilfegruppen wären da hilfreich, um wieder Vertrauen zu finden, denn nur ein Arzt kann bei schwerem Befall wirklich helfen.
</p>

<p>
	<strong>Ich nehme seit 15 Monaten <span ipsnoautolink="true"><abbr title="Methotrexat">MTX</abbr></span> mit 7,5 mg Wochendosis: bin nach schwerer Palmoplantaris damit praktisch erscheinungsfrei! Nun höre ich, dass man <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> maximal 2 Jahre nehmen dürfe. Ist die kumulierte 25g Grenze jetzt infrage gestellt?</strong>
</p>

<p>
	Das mit der Maximalgrenze des <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> wird gerade stark diskutiert. Grundsätzlich kann es über einen langen Zeitraum angewandt zu Leberveränderungen führen. Das kann man aber mit monatlichen Blutanalysen kontrollieren. Rheumatologen setzen <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> viel länger ein. Wenn die Therapie Ihnen so gut hilft und die Leberwerte stabil sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Ich denke, man kann es auch länger geben.
</p>

<p>
	<strong>Ich hörte von einer Studie über eine neue Therapie bei Psoriasis Arthritis: hohe Wirksamkeit, keine Nebenwirkungen bislang erkennbar! Ist über diese Studie mehr bekannt? Wann ist diese Therapie verfügbar?</strong>
</p>

<p>
	Es gibt zahlreiche Studien, allein in meinem Zentrum über 10. Nähere Angaben wären gut. Es gibt aber Hoffnung für alle schwer betroffenen Psoriatiker mit Arthritis. Seit einiger Zeit sind Enbrel , Remicade und seit kurzem Humira zugelassen. Andere Therapien folgen.
</p>

<p>
	<strong>Wer darf keine Biologics anwenden?</strong>
</p>

<p>
	Das hängt vom Präparat ab. Sog. Anti-TNF-Antagonisten (Enbrel , Remikade, Humira ) dürfen keine schweren Infektionen, inbesondere Tuberkulose haben. Patienten mit Herzinsuffizienz auch nicht. Grundsätzlich darf ein Arzt die Biologics nur verschreiben, wenn die Indikation genau erfüllt ist (bereits mehrere Vortherapien, Nebenwirkungen, Kontraindikationen).
</p>

<p>
	<strong>Da die Grippe inklusive Vogelgrippe ja langsam hochkocht - vor allem in der Presse - möchte ich mal fragen, wie es mit dem Sinn einer Grippeimfpung bei Therapie mit Biologics steht. Und auch, ob das ein Lebend- oder Totimpfstoff ist.</strong>
</p>

<p>
	Grippeimpfung ist ein Totimpfstoff, bei Vogelgrippe weiss ich es nicht (falls es schon einen gibt). Grundsätzlich sollte man vor der Grippeschutzimpfung mit den Biologics pausieren (8 Wochen vorher bis 2 Wochen hinterher), da diese Medikamente in das Immunsystem eingreifen und auch die Impfung beeinflussen können.
</p>

<p>
	<strong>Ich habe gelesen, dass man Psoriasis anhand der Fingerprints feststellen könnte. Ist das richtig?</strong>
</p>

<p>
	Dies ist mir nicht bekannt, ich denke, es ist nicht richtig!
</p>

<p>
	<strong>Ich bin 40 Jahre alt und habe seit ca. 10 Jahren Psoriasis (betroffen sind diverse Körperstellen, Fuß-und Fingernägel). Behandelt wird die Psoriasis zur Zeit mit Fumaderm und Psorcutan. Seit einiger Zeit habe ich teilweise unerträgliche Rückenschmerzen, die fast ausschließlich im Ruhestand auftreten (Nachtruhe). Weiterhin schmerzen beide Schultergelenke und diverse Fingergelenke. Schwellungen und Rötungen konnte ich nicht ...</strong>
</p>

<p>
	Man sollte dringend die Gelenke röntgen oder bei unklarem Befund ein MRT machen lassen. Sollten Sie eine Gelenkbeteiligung haben, muss die Therapie umgestellt oder ergänzt werden.
</p>

<p>
	<strong>Nachfrage: Wenn ich aufwache, sind Hände und Zehen oft in einer "Greifstellung" verkrampft, die ich nur mit Gegendruck wieder lösen kann. Besuche beim Dermatologen und internistischen Rheumatologen brachten kein Ergebnis. Röntgen der Hände, Szintigraphie bis zu Blutwertbestimmungen "Rheumatest" und Anti-CCP etc. brachten bislang keinen Hinweis auf eine Rheumaerkrankung. In mehreren Beiträgen konnte ich aber in Erfahrung bringen, dass es nicht unüblich ist, dass eine Gelenkbeteiligung ohne die üblichen "Rheuma-Begleiterscheinungen".</strong>
</p>

<p>
	MRT-Untersuchung ist sinnvoll, Nagelveränderungen bei Psoriasis (Tüpfel, braune Flecken) sind auch bei Gelenkbeteiligung häufiger.
</p>

<p>
	<strong>Was halten Sie von Raptiva?</strong>
</p>

<p>
	Raptiva war das erste Biologic, welches für die Psoriasis zugelassen wurde. Es hilft 30% der Patienten sehr gut. Andere 30-50 % sind nicht so zufrieden. Nach Absetzen kann es zur Befundverschlechterung kommen. Insgesamt wird Raptiva aber gut vertragen und ist nicht organtoxisch.
</p>

<p>
	<strong>Zwischendurch hat mein Mann so einen starken Schub, dass die Hände total trocken sind und sich dicke Risse bilden, wie kann das sein?</strong>
</p>

<p>
	Man muss abklären, ob er nicht zusätzlich ein Kontaktekzem gegen irgendwelche Substanzen hat. Ansonsten muss richtig eingefettet werden und mit Kortison unter Folie kurzzeitig behandelt werden.
</p>

<p>
	<strong>Ich leide seit geraumer Zeit an einer Psoriasis in den Gehörgängen, bisher konnte mir niemand wirklich helfen, was können Sie mir empfehlen?</strong>
</p>

<p>
	Wir wenden bei uns Cerson liquidum Lösung an, sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt.
</p>

<p>
	<strong>Kann man als Erwachsener auch noch Psoriasis bekommen oder nur in der Kindheit bzw. Entwicklungsphase? Und wie sieht es mit Vererbung aus?</strong>
</p>

<p>
	Die Mehrzahl der Patienten bekommt die Psoriasis im Erwachsenenalter. Durchschnitt 29 Jahre. Aber auch im späteren Alter ab 50 gibt es noch einmal einen Häufigkeitsgipfel. Psoriasis ist eine multifaktoriell vererbbare Erkrankung. Wenn beide Eltern es haben, ist die Chance 30-50%, dass man sie bekommen kann.
</p>

<p>
	<strong>Mein Mann leidet seit knapp 30 Jahren unter der Schuppenflechte, nun beginnt aber auch eine Spondylitis sich einzustellen, die Beschwerden sind häufiger an den Gelenken, Knien, usw. Welche Medikamente sind da hilfreich? Ich muss noch dabei sagen, er leidet unter einer Colitis ulcerosa, die zwar fast ausgeheilt ist, aber noch mit Salofalk behandelt wird.</strong>
</p>

<p>
	Bei dieser Krankheitskombination, Colitis ulcerosa und Psoriasis arthritis, bietet sich ein Anti-TNF-Blocler, z.B. Remikade an. Das hilft bei beiden Krankheiten sehr gut.
</p>

<p>
	<strong>Können Sie eine Reha am Toten Meer empfehlen?</strong>
</p>

<p>
	Ja, die UV-Lichtbedingungen sind dort (400m unterm Meeresspiegel) sehr gut. Man kann ähnliche UV-Wirkung aber auch in der Praxis Ihres Hautarztes anwenden, der Erholungseffekt ist jedoch am Toten Meer deutlich besser.
</p>

<p>
	<strong>Kann sich bei vollständiger Abheilung der Haut die Psoriasis auf die Gelenke verlagern?</strong>
</p>

<p>
	Eine komplett vollständige Abheilung der Haut ist sehr selten. Ja, die Gelenkbeteiligung kann sich auch ohne Hautveränderungen entwickeln.
</p>

<p>
	<strong>Ich leide unter einem dyshidrosiformen Handekzem. Mein Arzt sagte, es könnte sich vielleicht Psoriasis entwickeln. Meine Frage ist: Gibt es Zusammenhänge zwischen beiden Erkrankungen?</strong>
</p>

<p>
	Nein, aus einem Handekzem kann sich keine Psoriasis entwickeln.
</p>

<p>
	<strong>Ich bin 32 Jahre alt und soll, da andere Mittel nicht helfen, nun <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> erhalten. Ist dieses in meinem Alter schon sinnvoll und was kann außer Leberschäden noch passieren?</strong>
</p>

<p>
	<abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> wirkt bei vielen Patienten recht gut. Wichtig ist, dass Sie unter der Therapie nicht schwanger werden, da Schäden am Kind entstehen könnten. Bei starkem Befall würde ich <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> empfehlen. Es gibt aber auch Fumarsäure (Fumader), das auch ganz gut wirkt.
</p>

<p>
	<strong>Ist es sinnvoll, die Ablösung der Haut-Schuppen zu unterstützen (z.B. durch Auftragen von Cremes und anschließendes leichtes Abreiben) oder ist es besser, gar nichts zu tun (und nur die abgefallenen Schuppen zu entsorgen?)</strong>
</p>

<p>
	Die Schuppen sollten durch Cremes oder Lösungen (mit Salizylsäure) abgelöst werden, erst dann kommen die anderen wirkstoffhaltigen Salben in die Haut. Man sollte aber nicht Reiben oder Kratzen, da an den Stellen leicht neue Stellen entstehen oder die alten durch den mechanischen Reiz nicht abheilen (sog. Köbner Phänomen).
</p>

<p>
	<strong>Gibt es homöopathische Mittel gegen Schuppenflechte auf der Kopfhaut?</strong>
</p>

<p>
	Bei homöopathischen Mitteln kenne ich mich nicht aus. An der Kopfhaut kann man aber Kortison anwenden, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.
</p>

<p>
	<strong>Ich bin erscheinungsfrei. Auch meine Gelenke verhalten sich ruhig. Nur wenn ich sie überlaste, schwellen sie stark an und schmerzen. Ist dies ein Indiz für Arthritis oder kann es auch andere Ursachen haben?</strong>
</p>

<p>
	Ich denke, dies hat eher andere Ursachen. Typisch für Gelenkbeteiligung ist ein morgendlicher Schmerz in der Kreuzbeinregion.
</p>

<p>
	<strong>Ich habe den Eindruck, dass meine Gesamt-Verfassung immer eine Stelle an meinem Körper sucht, an der ich mich durch Kratzen beschäftigen kann. Im Alter bis 35 waren das die großen Gelenke der Finger, manchmal die Ohrmuscheln. Jetzt ist es die Intimregion und die Finger sind tip-top in Ordnung. Kann ich die Ursache also mental beheben oder bessern?</strong>
</p>

<p>
	Weniger Stress kann sich gut auf die Krankheit auswirken, auch Entspannungsübungen sind hilfreich.
</p>

<p>
	<strong>Seit fast 9 Jahren leide ich unter Psoriasis Vulgaris Plaque Typ 70% HF, davor hatte ich von Geburt an Neurodermitis-Schübe und Kontaktallergien. Neu ist zur Zeit, dass sich immer wieder kleine Abzesse bilden, die relativ stören. Bisher habe ich von meinem Dermatologen zur Therapie Zolim, Fenistil, Clotrimazol, Bethametason, Prednisolon, Ecural, Daivonex, Psorcutan Beta und diverse Mischpräparate erhalten, sowie Bestrahlung und Fumaderm . Was könnten sie mir zur Weiteren Therapie raten?</strong>
</p>

<p>
	Immunosporin (Cyclosporin A) könnte man versuchen oder <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr>. Nach Anwendung dieser Substanzen wären dann Biologics sinnvoll.
</p>

<p>
	<strong>Warum wird die Psoriasis immer pünktlich ab Herbst schlimmer?</strong>
</p>

<p>
	Im Herbst hat man mehr Infektionen, mit denen sich der Körper auseinandersetzen muss. Dies führt als sog. Focus häufig zum Schub. Da die Sonne fehlt, ist auch die Grundstimmung getrübter, was schneller Stress entstehen lässt.
</p>

<p>
	<strong>Frage zu Kortison: Ich habe Angst, dass meine Haut zu dünn wird. Wie häufig darf ich Kortison am Körper verwenden?</strong>
</p>

<p>
	Am Körper sollte man so wenig wie möglich pures Kortison anwenden. In Kombinationen wie bei Psorcutan Beta ist es besser verträglich und wirksamer und kann ca. 6-8 Wochen aufgetragen werden. Sehr starke Kortisonsubstanzen (z.B. Dermoxin) sollten nur 3 Tage angewandt werden, dann 3 Tage Pause usw.
</p>

<p>
	<strong>Ich möchte wissen, ob die Aufenthalte am Schwarzen Meer etwas nützen, von denen viele Psoriatiker erzählen.</strong>
</p>

<p>
	Es ist eine schöne Gegend, man hat Salzwasser und Sonne, das hilft. Wahrscheinlich ist es auch preiswerter als Mallorca oder Israel.
</p>

<p>
	<strong>Bei meinem Mann wurde trotz Hautprobe und Blutprobe nicht genau diagnostiziert, ob es sich um Schuppenflechte oder Neurodermitis o.ä. handelt, was kann man noch tun, um eine genaue Diagnose zu erstellen, er wird seit einem Jahr behandelt und nichts hat etwas gebracht.</strong>
</p>

<p>
	Wenn er am Körper Hautveränderungen hat, kann man diagnostisch das Phänomen des letzten Häutchens und das Phänomen des blutigen Tau auslösen. sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt. Eigentlich kann man beide Krankheiten gut voneinander abgrenzen. Gibt es Stellen am behaarten Kopf? An den Ellenbogen? All dies muss man beachten.
</p>

<p>
	<strong>Nach einem 3/4 Jahr Ciclosporin und 3 Monaten Fumaderm bin ich zur Behandlung meiner Plaque-Psoriasis (Pso. vulgaris parti inversa) jetzt seit Mai bei Raptiva. Raten Sie bei dieser Therapie zu einer zeitlichen Beschränkung oder sieht es zur Zeit so aus, dass man das auch über sehr lange Zeiträume nehmen kann?</strong>
</p>

<p>
	Wenn Sie das Gefühl haben, nach 12 wochen Therapie, dass es geholfen hat, sollten Sie unbedingt weiterbehandeln. Bisher sind Therapie- und Sicherheitsdaten von 3 Jahren Dauertherapie bekannt, die sehr gut aussehen.
</p>

<p>
	<strong>Kann eine vorliegende Gichterkrankung mit der neuen Hauterkrankung zu tun haben ? Und ich habe gelesen, Rauchen ist sehr schädlich?</strong>
</p>

<p>
	Ja, Rauchen ist sehr schädlich, wie auf jeder Packung zu lesen. Harnsäurewerte können aber auch bei Psoriasis stark erhöht sein. Gicht und Psoriasis hängen aber nicht zusammen.
</p>

<p>
	<strong>Nahrungsmittel: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich meine Psoriasis nach dem Genuss von Früchtetee und Tütensuppen verschlechtert. Kann es solche Reaktionen auf Nahrungsmittel geben?</strong>
</p>

<p>
	Diese sind mir nicht bekannt. Lediglich Alkohol- und Nikotinkonsum verschlechtern nachweislich das Hautbild.
</p>

<p>
	<strong>Seit 1 1/2 jahren habe ich meine Psoriasis einigermaßen im Griff mit zwei Bestrahlungen pro Woche und im täglichen Wechsel Einreiben von Salicylvaseline oder Psorcutan. Nun habe ich 3 Monate ausgesetzt und "blühe" wieder. wie lange kann man bedenkenlos Bestrahlungen fortsetzen? Gibt es effektivere Heilmethoden?</strong>
</p>

<p>
	Die Dauer der Bestrahlung sollte 50 UV-Expositionen nicht überschreiten (siehe oben). Falls der gesamte Körper befallen ist, würde ich eine innere Therapie vorschlagen (Fumaderm , <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> ...) Besprechen Sie dies mit Ihrem Hautarzt.
</p>

<p>
	<strong>Ich nehme jetzt seit knapp einem Jahr Remicade. Alle anderen Therapien vorher haben nicht geholfen. So langsam kommt die Flechte allerdings wieder. Kann man Remikade evtl. mit anderen Präparaten kombinieren, damit der Erfolg bleibt bzw. die Flechte wieder zurückgeht?</strong>
</p>

<p>
	Kombinationen mit Remicade sind bisher nur mit <abbr title="Methotrexat">MTX</abbr> bekannt. Diese Substanzen kann man gut kombinieren. Natürlich kann äußerlich auch Psorcutan beta oder andere Salben angewendet werden.
</p>

<p>
	<strong>Kann Psoriasis eigentlich in irgendeiner Weise gefährlich werden oder gilt es nur als Schönheitsfehler im medizinischen Sinne?</strong>
</p>

<p>
	Psoriasis der Haut kann gefährlich werden, wenn es die gesamte Haut befällt, sog. Erythrodermie. Hier kann es über Komplikationen im Wärmehaushalt zu schweren Komplikationen kommen, ist aber sehr selten. Weiterhin kann der Gelenkbefall zur Zerstörung und Deformation der Gelenke führen, was die Bewegung stark einschränken und schmerzhaft sein kann.
</p>

<p>
	<strong>Hatte zwei schwere Erkrankungen (2003 Lungenembolie und - entzündung und in diesem Sommer ein Analekzem mit Operation und beide Male Antibiotika). Beide Male ging die Stelle stark zurück, habe beide Male auch abgenommen und konnte nicht 'normal' essen. Können Sie sich vorstellen, was den Rückgang verursacht hat?</strong>
</p>

<p>
	Nein, leider nicht. Vielleicht haben die Antibiotikagaben zur Therapie eines inneren Focus (fauler Zahn, andere Infektion) geführt.
</p>

<p>
	<strong>Salicyl steht in dem Ruf, die Nieren zu schädigen. Ist es nicht besser, auf harnstoffhaltige Produkte zurückzugreifen?</strong>
</p>

<p>
	Nein, nur wenn man Salicylsalbe sehr großflächig und lange aufträgt, hat es innere Wirkung. Es entschuppt aber besser als Harnstoff.
</p>

<p>
	<strong>Warum besteht ein Hautarzt, wenn man einen bestimmten Prozentsatz der Haut befallen hat mit Psoriaisis, auf einer Krankenhauseinweisung?</strong>
</p>

<p>
	Im Krankenhaus werden Sie intensiver behandelt mit Salben, UV-Licht und Ruhe. Mit den Biologics kann zukünftig auch ambulant behandelt werden.
</p>

<p>
	<strong>Wie kann man Psoriasis von Pilzbefall unterscheiden?</strong>
</p>

<p>
	Unterm Mikroskop kann man Pilze eindeutig erkennen. Gehen Sie zu Ihrem Hautarzt.
</p>

<p>
	<strong>Hat Psoriasis etwas mit Eiweißspeicherkrankheit zu tun?</strong>
</p>

<p>
	Nein.
</p>

<p>
	<strong>Als Frau beschäftigt mich folgende Frage: Altert die Haut durch Bestrahlung? Einwand eines Herren aus unserer Gruppe: Das interessiert auch Männer ...</strong>
</p>

<p>
	Ja, die Haut altert viel stärker bei regelmäßiger UV-Licht-Exposition. Das kann man in der Regel gut durch den Vergleich der Haut am Gesäß im Vergleich zum Gesicht erkennnen.
</p>

<p>
	<strong>Wie kann Mann am besten die Psoriasis an dem Penis behandeln?</strong>
</p>

<p>
	Vitamin-D3-Analoga wie Curatoderm helfen gut oder mittelstarke Kortisonpräparate wie Advantan Salbe. Auch Candio Hermal Softpaste kann man anwenden. Wichtig, eine Pilz sollte ausgeschlossen werden.
</p>

<p>
	<strong>Ist was wahr an dem Gerücht, dass Psoriatiker keine Blutvergiftung bekommen können, und wenn ja, warum ist das so?</strong>
</p>

<p>
	An diesem Gerücht ist leider nichts dran. Als Blutvergiftung gilt im allgemeinen eine bakterielle Infektion der Lymphbahnen.
</p>

<p>
	<strong>Vielen Dank, Herr Dr. Friedrich, dass Sie sich die Zeit für diesen Themenchat genommen haben. Mögen Sie zum Abschluss ein kleines Resümee ziehen oder gibt es etwas, das Sie den Besucher/innen noch mit auf den Weg geben möchten?</strong>
</p>

<p>
	Ich danke für die interessanten Fragen.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">615</guid><pubDate>Wed, 05 Nov 2008 11:47:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
