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    Otezla – was ist das und wie wird es angewendet?

    Otezla ist ein Arzneimittel zur Therapie der Schuppenflechte und der Psoriasis arthritis.

    Der Wirkstoff in Otezla heißt Apremilast. Es handelt sich um eine Tablette. Das Medikament ist rezeptpflichtig.

    Bei welchen Erkrankungen wird Otezla angewandt?

    Otezla kann zum Einsatz kommen bei

    Wirkmechanismus

    Otezla sorgt dafür, dass das körpereigene Enzym Phosphodiesterase-4 nicht mehr so aktiv ist. Dadurch wird die Entzündung bei einer Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis eingefangen.

    Anwendung

    Otezla wird 2-mal pro Tag eingenommen – morgens und abends jeweils eine Tablette mit je 30 mg.

    Zu Beginn der Therapie wird die Dosis allerdings erst einmal langsam erhöht.

    Tag 1eine Tablette mit 10 mg Apremilast
    Tag 2jeweils eine Tablette mit 10 mg morgens und abends
    Tag 3morgens eine Tablette mit 10 mg, abends eine Tablette mit 20 mg
    Tag 4jeweils eine Tablette mit 20 mg morgens und abends
    Tag 5morgens eine Tablette mit 20 mg, abends eine Tablette mit 30 mg

    Ab Tag 6 ist die "normale Dosis" erreicht.

    Das Medikament wird am besten mit Wasser und vor allem unzerkaut heruntergeschluckt. Laut Hersteller ist es egal, ob das mit oder ohne Mahlzeit geschieht. Allerdings empfiehlt der Hersteller, Otezla immer ungefähr zur gleichen Uhrzeit einzunehmen.

    Wann darf Otezla nicht eingenommen werden?

    Das Medikament darf in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Für Leute mit stark eingeschränkter Nierenfunktion gelten besondere Empfehlungen zur Dosierung (siehe weiter unten).

    Otezla in Schwangerschaft und Stillzeit

    Dazu gibt es nicht viel mehr zu sagen als: geht nicht. Das Medikament ist noch so neu, dass über seine Wirkung in der Schwangerschaft zu wenig bekannt ist. Frauen dürfen während der Einnahme von Otezla also nicht schwanger werden.

    Weil nicht bekannt ist, ob Otezla in die Muttermilch übergeht, darf es auch während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

    Nebenwirkungen von Otezla

    Sehr häufig

    (bei mehr als 1 von 10 Behandelten)

    • Durchfall
    • Übelkeit

    Häufig

    (bei bis zu 1 von 10 Behandelten)

    • Depression
    • Schlaflosigkeit
    • Husten
    • Bronchitis
    • Infektion der oberen Atemwege
    • verminderter Appetit
    • Migräne
    • Spannungskopfschmerz
    • Kopfschmerz
    • Husten
    • Erbrechen
    • Reizmagen
    • Häufiger Stuhlgang
    • Oberbauchschmerzen
    • Gastroösophageale Refluxkrankheit
    • Rückenschmerzen
    • Fatigue (Müdigkeit)

    Gelegentlich

    (bei bis zu 1 von 100 Behandelten)

    • Suizidgedanken und suizidales Verhalten
    • Überempfindlichkeit
    • Gastrointestinale Blutungen
    • Hautausschlag Urtikaria
    • Gewichtsverlust

    Vor allem in den ersten zwei Wochen der Behandlung können Nebenwirkungen in Magen und Darm auftreten. In den Studien vor der Zulassung des Medikamentes verschwanden diese Nebenwirkungen innerhalb der ersten vier Wochen wieder.

    Depression und Suizidgedanken sind gravierende Nebenwirkungen. Weil man die selbst nicht immer gut einschätzen kann, sollte man zu Beginn einer Therapie den engsten Angehörigen oder Freunden so etwas sagen wie "Wenn du an mir eine Depression bemerkst, lass mich das unbedingt wissen."

    Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Wirkstoffen

    Sie sollten mit dem Arzt, der Ihnen Otezla verschreibt, unbedingt über alle Medikamente sprechen, die Sie sonst noch nehmen. Besonders wichtig ist das aber, wenn Sie

    • Rifampicin
    • Phenytoin, Phenobarbital und Carbamazepin oder
    • Johanniskraut

    nehmen.

    Erfolg in Studien

    Die Zulassung von Otezla stützte sich vor allem auf die Daten aus zwei Studien. In der "ESTEEM"-Studie ging es um Psoriasis, in der "PALACE"-Studie um die Psoriasis arthritis. Beide liefen über 52 Wochen.

    In der ESTEEM-Studie waren laut Hersteller deutliche Verbesserungen der Erkrankung nach 16 Wochen Behandlung zu sehen. Dann war ein PASI75 erreicht – das heißt: Die Psoriasis war dann durchschnittlich um 75 Prozent besser geworden. Die Studienteilnehmer berichteten auch von Verbesserungen an schwierig zu behandelnden Stellen wie Nägeln oder Kopfhaut oder beim Juckreiz.

    In der PALACE-Studie waren die Symptome der Psoriasis arthritis durchschnittlich um 20 Prozent gebessert, und das ebenfalls nach 16 Wochen. Das betraf sowohl geschwollene oder empfindliche Gelenke, die Daktylitis ("Wurstfinger"), die Sehnenentzündungen (Enthesitis) oder die Beweglichkeit.

    An "PALACE 3" nahmen 495 Patienten Testpersonen teil. Sie alle hatten Psoriasis arthritis und waren in der Vergangenheit mit einem oralen krankheitsmodifizierenden Antirheumatikum (DMARD in Tabletten- oder Kapselform) oder Biologics behandelt worden. Während des Tests duften neben Apremilast auch die oralen DMARDs weiter angewandt werden.   In dieser Studie wollten die Forscher wissen, wie stark das Medikament nach 16 Wochen wirkt.  

    Eine Gruppe der Testpersonen erhielt ein Schein-Medikament (Placebo), eine andere nahm zweimal täglich jeweils 20 Milligramm, eine weitere zweimal täglich je 30 Milligramm.  

    Nach besagten 16 Wochen wurde gemessen, bei wie vielen Teilnehmern die Symptome der Psoriasis arthritis um mindestens 20 Prozent zurückgegangen waren.

    • In der Placebo-Gruppe erreichten 19 Prozent der Probanden diesen Wert.
    • In der Gruppe mit der niedrigeren Dosis (2-mal 20mg) erreichten 29 Prozent diesen Wert.
    • In der Gruppe mit der höchsten Dosis (2-mal 30 mg) erreichten 43 Prozent diesen Wert.

    270 von den 495 Teilnehmern hatten außerdem eine Psoriasis. Unter ihnen sahen die Forscher bei denen, die mit der höchsten Dosis Apremilast behandelt wurden, nach 24 Wochen auch "signifikante und anhaltende Verbesserungen" der Hauterscheinungen um 50 oder 75 Prozent (PASI50 bzw. PASI75).  

    Der damalige Hersteller Celgene hatte außerdem Daten aus drei Studien zusammengefasst und veröffentlicht - aus PALACE 1, 2 und 3. Bei allen Studien handelte es sich um RCTs - um placebokontrollierte Tests, deren 1500 Teilnehmer per Zufall in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Eine bessere Studienart gibt es derzeit nicht.  

    Nach 24 Wochen wurde in den drei Studien geschaut, welche "unerwünschte Ereignisse" auftraten. Die häufigsten waren:

    • Durchfall
    • Übelkeit
    • Kopfschmerzen
    • Infektionen der oberen Atemwege

    Die meisten "unerwünschten Ereignisse" waren mild oder moderat. Aber: Wegen "unerwünschter Ereignisse" brachen auch einige Patienten den Test ab:

    • 4,2 Prozent der Placebopatienten
    • 5,6 Prozent der 2x20 mg
    • 7,2 Prozent der 2x30 mg

    Ernste unerwünschte Ereignisse gab es bei

    • 3,8 Prozent der Placebopatienten
    • 3,4 Prozent der 2x20 mg
    • 3,8 Prozent der 2x30 mg

    Keine Auffälligkeiten gab es im Zusammenhang mit gravierenden Herzvorfällen oder Malignomen oder systemischen opportunistischen Infektionen. Zudem traten keine Fälle von einer reaktivierten Tuberkulose auf, wie sie bei Biologics beobachtet wurden.

    Quelle: Pressemitteilung des Herstellers

    Apremilast - Ergebnisse aus PALACE-Studien | Create infographics

    Was sollte man sonst noch wissen?

    Eher untergewichtige Menschen sollten sehr auf ihr Gewicht achten. Auch, wer einen ungewöhnlichen Gewichtsverlust bemerkt, sollte mit dem Arzt sprechen.

    Menschen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sollten nur die halbe empfohlene Dosis von Otezla einnehmen.

    Lagerung

    Otezla sollte nicht bei einer Temperatur von über 30 °C aufbewahrt werden.

    Preis

    Für eine Packung Otezla mit 56 Tabletten à 30 mg Apremilast hat der Hersteller einen Preis von 1394,30 Euro angesetzt (Stand April 2020). Der Preis der Starterpackung beträgt 677,97 Euro. Das sind aber so etwas wie Listenpreise. Durch Rabatte und andere Dinge kann (und wird) er niedriger ausfallen. Deshalb sieh ihn nur als eine Richtgröße an.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt die Behandlung mit dem Medikament für erforderlich hält.

    Betreuungsprogramm für Anwender

    Der Hersteller bietet ein Betreuungsprogramm für alle an, die Otezla einnehmen. Dafür kann man sich auf der Internetseite THEO registrieren.

    Außerdem gibt es für Anwender eine Broschüre „Meine Therapie mit Otezla“. Die hat der verschreibende Arzt. Eine einfache Gebrauchsinformation für den Patienten ist aber als Download verfügbar.

    Erfahrungen mit Otezla

    In unserer Community tauschen Anwender ihre Erfahrungen mit Otezla ihre Erfahrungen aus.

    Tipps zum Weiterlesen

    Neue Erkenntnisse kurz notiert

    • April 2020: Otezla ist nun in der EU auch für die Behandlung von Mundgeschwüren bei Menschen mit Morbus Behçet zugelassen. [Quelle: EMA]
    • November 2019: Die Firma Celgene hat die weltweiten Rechte für das Medikament Otezla an die Firma Amgen verkauft. Hintergrund ist, dass Celgene mit der Firma Bristol-Myers Squibb fusionieren will und die US-Kartellbehörde dem nur zustimmt, wenn diese Rechte an Otezla verkauft werden. [Quelle: Amgen]

    Quellen


    Bildquellen

    • Otezla: Bildrechte beim Autor

    User Feedback

    Recommended Comments

    Habe seit 42 Jahren Psoriasis und seit 30 Jahren Polyarthritis. Nehme Apremilast

    seit 3Jahren ( Studienteilnahme) und mir geht es sehr gut damit. Toll, das das Medikament nun zugelassen ist. Wünsche allen viel Erfolg damit.

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    Hallo Gerda,

    danke, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Ich habe etwa genausolange Pso wie Du und, ich glaube nun auch eine PsA, die aber noch nicht diagnostiziert wurde. Bisher habe ich Fumaderm genommen, aber es hilft kaum. Im Gegenteil scheint es meine Immunaktivität wieder angeschubst zu haben, denn vorher hatte ich eine Art Gleichgewicht.Mir wurde das Medikament jetzt auch angeboten, aber ich habe ein bißchen Angst. Stellt es doch einen tiefen Eingriff in unser Immunsystem, v.a. aber wohl auch (laienhaft ausgedrückt) in unseren Stoffwechsel sowie in unser Herz-Kreislaufsystem dar, wenn man die Gruppe der PDE-Hemmer allgemein betrachtet (siehe Verwandschaft mit Viagra).Mich würde interessieren, welche Nebenwirkungen Du hattest und noch hast und ob Du gegen die Pso und Arthritis gleichzeitig noch andere Medikamente nehmen musst.

    Viele Grüße von Mariellchen

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    Die Herstellerfirma hat uns am 14.04.15 mitgeteilt, dass sie "diese unerwünschte Nebenwirkung bei unserem Wirkstoff Apremilast bis heute nicht verzeichnet" habe.

    Grundsätzlich besteht das extrem seltene (!!) Risiko, eine lebensgefährliche Hirninfektion (PML) zu bekommen, bei allen immunsuppressiven Medikamenten. Aber tatsächlich ist es erst bei einigen eingetreten. Welche das sind, ist nachzulesen bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_multifokale_Leukenzephalopathie. Das liegt sicherlich auch daran, welche Kontrolluntersuchungen wie regelmäßig durchgeführt werden, um eine generelle Gefährdung rechtzeitig zu erkennen.

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    Ich lebe zeitweise in USA, bin auch amerikanische Staatsbuergerin und nehme seit Juni 2015 das Medikament Otezla (Aprimelast). Was soll ich sagen? Meine Schuppenflechte, die mich nun schon seit 45 Jahren begleitet, ist verschwunden! Innerhalb von nur 10 Wochen bin ich vollkommen beschwerdefrei, und meine Haut ist glatt und schoen. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren habe ich wieder Sommerkleider gekauft und getragen! Im Oktober kehre ich zurueck nach Deutschland (fuer 6 Monate) und ich hoffe sehr, dass meine dortige Krankenversicherung mir dieses Medikament auch gestattet!

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    Wirkung Otezla - spricht gut an. Nebenwirkung Übelkeit bis Erbrechen- leider, das ist sehr schade. Praktisch die gleichen Nebenwirkungen wie beim Methotrexat.

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    Ich habe beste Erfolge, ab dem 1.6.2015 nehme ich otezla, mußte aber immer wieder in die Unihautklinik in Magdeburg um ein neues Rezept zu bekommen. Mein Hautarzt und mein Hausarzt haben es mir verweigert, es ist ihnen zu teuer. Nun komme ich wieder in die häßliche Lage, weil die Uniklinik mich auch nicht mehr versorgen will. Morgen (21.1.2016)habe ich vielleicht die letzte Sprechstunde in der Uniklinik. Was kann ich machen, wenn ich beim Hautarzt wieder nicht behandelt werde ?

    Können Sie mir helfen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Brigitte H.

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    Ich würde mich bei der Krankenkasse erkundigen, wie ich an das Medikament komme. Ich habe es für meine Psoriasis Arthritis vom Rheumatologen verschrieben bekommen. Alles Gute! S. Reinhardt

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    Guest Otezla: Diese Tabletten gegen eine Hautkrankheit können Patienten in den Selbstmord treiben | Aktuelle Nachrichten

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    […] Otezla sollte den Betroffenen helfen, die an schwerer Schuppenflechte leiden und bei denen andere Behandlungen keine Wirkung zeigten. Es ist nur für Erwachsene zugelassen und auch nicht für Schwangere und Stillende geeignet. […]

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    Guest Otezla: Diese Tabletten gegen eine Hautkrankheit können Patienten in den Selbstmord treiben – Germany News

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    […] Otezla sollte den Betroffenen helfen, die an schwerer Schuppenflechte leiden und bei denen andere Behandlungen keine Wirkung zeigten. Es ist nur für Erwachsene zugelassen und auch nicht für Schwangere und Stillende geeignet. […]

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    Weiblich 18 jahre alt

    Habe Otezla 4 mal in der angegebenen Dosis genommen. Psoriasis hatte sich nur auf der Kopfhaut verbeitet und die ganzen Cremes haben nicht gewirkt. Habe Fumaderm verschrieben bekommen aber zu starke nebenwirkungen gehabt. Dann wurde mir otezla verschrieben. Das aber auch nur zwischen tür und angeln weil mein Arzt nicht sehr kompetent war und wahrscheinlich weil ich gesetzlich versichert bin. am 5 tag lag ich von 11 uhr abends bis 3 uhr morgens im bett und habe mich non stop übergeben. Habe sie dann abgesetzt, arzt gewechselt und ne lichttherapie bekommen. Seit dem habe ich keine Psoriasis mehr.

    Mein Fazit: Nehmt Otezla nur dann wenn alles andere nicht hilft und selbst dann holt ihr euch am besten noch eine 2 meinung ein. Die Nebenwirkungen sind echt schrecklich!

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    Hallo isa,hast du diese Nebenwirkungen irgendwo gemeldet? Am besten macht das natürlich der Arzt, der das Medikament verschrieben hat. Du kannst es aber auch selbst machen – und es ist wichtig:https://verbraucher-uaw.pei.de/fmi/iwp/cgi?-db=Verbraucher-UAW&-loadframes

    Verallgemeinern kann man das allerdings nicht: Es gibt auch viele Anwender, die Otezla vertragen. Schau mal in unserem Forum vorbei: https://www.psoriasis-netz.de/community/forum/137-otezla/

    Viel Erfolg mit der Lichttherapie.

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    Vorsicht bei Otezla (Apremilast). Bekam ab 08/2016 Otezla, nach 3 Wochen Husten und Rasseln beim Atmen und Schmerzen im Lungenbereich. 10/2016 Magenspiegelung und Bronchoskopie der Lunge, wo Unterblutungen der Lunge und Magen festgestellt wurde. 01/2017 Einlieferung Rheumakrankenhaus, da Blutungen aus Lunge u. Magen. Dort sofortiges Absetzen von Otezla. Nach 7 Tagen weniger Blutungen und Husten sowie weniger Schmerzen im Lungenbereich. Ab 13. Tag keine Blutungen mehr und nur noch leichter Husten.

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    Hallo Tina,

    ich habe auch seit einigen Jahren Psoriasis + P-Arthritis. Mir ging es mit den Ärzten genauso, jetzt bin ich bei einem Wahlarzt und er hat mir ein neues Medikament verschrieben, welches offensichtlich in Europa neu zugelassen ist - Name : OTEZLA.Soll in ca. 16 Wochen tatsächlich gute Erfolge bringen. Sprich Deinen Arzt darauf an ! LG Ingrid

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    Hallo, Otezla kam auch bei mir ins Gespräch so ganz nebenbei beim Hautarzt. Bei all den im Prospekt genannten häufigen Nebenwirkungen frage ich mich, obs das ist, denn es gibt überhaupt noch keine Erfahrungswerte zur Langzeittherapie, also wird man zum Versuchskaninchen. Ausserdem kann mir niemand sagen, ob das auch noch hilft, wenn man schon bald 80 ist und seit vielen Jahren schon Schäden an Gelenken etc., ohne das man das zunächst angesprochen hat und dann vor Jahren einige Medikamente auch wegen der Nebenwirkungen abgesetzt wurden. FG IGO, weiss nicht weiter

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    warum soll ein deutscher Staatsbürger, der 45 Jahre in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt hat, dieses Medikament nicht von der Kasse verschrieben bekommen, wenn es ihm hilft, von der Psoriasis loszukommen?

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    Hallo Klaus,

    Otezla wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, wenn der Arzt es verordnet. Welche Erfahrungen hast du denn gemacht?

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
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      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
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      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.

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