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    Ein erfolgreicher Versuch mit Pirocton-Olamin

    Andy hat vor zehn Jahren in der Hobbythek etwas über einen Wirkstoff namens Pirocton-Olamin gehört. Seitdem ist er auf der Suche nach mehr Informationen. Der Erfahrungsbericht eines Betroffenen.

    Bei mir begann es in der Kindheit/Jugend: Ein roter, schuppender Ausschlag an den Händen, der mal mit Bläschenbildung und Juckreiz einherging, oder sich einfach als empfindliche, rissige, rote Haut präsentierte, die einfach nur schuppte. Später begann das auch am behaarten Kopf und an einigen glücklicherweise nicht sehr großen Stellen im Gesicht.

    Ich bin jetzt 30 Jahre alt, der Beginn liegt etwa knapp zwanzig Jahre zurück. Damals wussten sich die Ärzte keinen Rat und außer Kortisonsalbe gegen die akuten Beschwerden brachte kein Mittel den Ausschlag zum Abheilen. Es wurde zugegebenermaßen nie die Diagnose "Schuppenflechte" gestellt, aber auch nie eine eindeutige andere. Das spielte für mich auch gar keine Rolle, denn wirklich helfen konnte mir niemand. Der Beschreibung nach kommen die Symptome der Psoriasis pustulosa vom Typ Königsbeck-Barber sehr nahe.

    Wie ich aus den Beiträgen hier im Psoriasis-Netz herausgelesen habe, geht es anscheinend anderen ähnlich wie mir.

    Medikamente halfen letztlich auch nicht besser als Hausmittel. Obendrein spielte auch die Psyche eine Rolle und der Ausschlag wurde auch ohne Behandlung mal besser, mal schlechter, heilte aber nie völlig ab. Oft bekam ich auch zu hören, das würde sich irgendwann von selbst geben, tat es aber bis heute nicht.

    Ich war schon seit gut 15 Jahren auch nicht mehr in ärztlicher Behandlung.

    Vor etwa zehn Jahren wurde ich durch die Hobbythek auf eine als mildes Antischuppenmittel angepriesene Substanz namens Pirocton-Olamin aufmerksam. Dieser Wirkstoff ist in reiner Form im Handel frei erhältlich. Pirocton-Olamin wird als eine Substanz beschrieben, die die Zellteilungsaktivitäten auf der Kopfhaut verringert und außerdem die verklebten Schuppen gut von der Kopfhaut löst. Pirocton-Olamin soll somit sowohl gegen trockene als auch fettige Schuppen wirken und zusätzlich das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen.

    Außer der Empfehlung, Pirocton-Olamin in maximal 1%iger Konzentration in Shampoos einzusetzen und dass bei Überdosierung Hautreizung auftreten können und der Augenkontakt tunlichst vermieden werden soll, hatte ich keine weiteren Informationen zur Anwendung. Ich startete deshalb einen Selbstversuch.

    Zunächst wendete ich ihn wie empfohlen als Zusatz im Shampoo an. Der Erfolg war sichtbar, aber zunächst auch nicht besser als ich es von anderen Mitteln gewohnt war. Doch bei der Haarwäsche bleibt der Wirkstoff ja nur relativ kurze Zeit auf der Haut.

    Ich versuchte es deshalb mit einem Haarwasser, dem ich Pirocton-Olamin beimischte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, schon nach zwei Wochen (bei 1-3maligem Auftrag pro Woche) war von den Schuppen fast nichts mehr zu sehen, sie verschwanden schließlich ganz und ich hatte zum ersten Mal wieder eine völlig gesunde Kopfhaut ohne rote Flecken.

    Ich wende dieses Mittel seitdem vorbeugend oder immer sofort an, wenn sich die ersten Symptome zeigen. Ich probierte Pirocton-Olamin in verschieden hohen Konzentrationen aus und sogar eine 10%ige Konzentration führte nur bei übermäßigem Gebrauch zu einer Hautreizung auch der gesunden Haut. Nach mehreren Versuchen erzielte ich mit einer 5%igen Lösung in 30%igem Isopropylalkohol die besten Ergebnisse. In ein Augentropfenfläschchen abgefüllt lässt sich das Mittel gleichmäßig dünn direkt auf die Kopfhaut auftragen ohne die Haare zu benetzen.

    Gleichzeitig trat eine merkliche Besserung meines Hautproblems an den Händen ein, das rein symptomatisch nur bedingt dem schuppenden Ausschlag am Kopf ähnelt (das Haarwasser kommt bei der Anwendung ja auch mit den Händen in Kontakt). Ich brachte das zunächst nicht mit dem Antischuppenmittel in Verbindung, da ich die Hände auch noch mit anderen Mitteln behandelte. Richtig aufgefallen ist es mir erst, als das Haarwasser ausging und ich längere Zeit darauf verzichtete: Die Hände sahen wieder echt schlimm aus. Fortan behandelte ich auch gezielt die Hände mit Pirocton-Olamin. Es zeigte sich der gleiche Erfolg wie bei den Kopfschuppen: Die Haut war zum erstenmal seit Jahren wieder völlig gesund, keine Spur mehr von Schuppen oder roten Stellen. Allerdings ist die Heilung nicht endgültig und ohne Behandlung bricht nach einiger Zeit die Krankheit wieder aus.

    Ich betrachte mich seitdem als geheilt, aber nicht ruhigen Gewissens, denn ich konnte über diesen Wirkstoff nichts Näheres in Erfahrung bringen. Wo ich auch nachfragte, bei Apotheken, Ärzten oder beim Lieferanten, war der Stoff entweder unbekannt oder man konnte mir meine Erfahrungen nicht bestätigen.

    Mit der 5%igen Lösung hatte ich noch nie irgendwelche Probleme und auch Nebenwirkungen traten nie auf. Trotzdem würde mich interessieren, ob bei einer Langzeitanwendung irgendwelche Gesundheitsschädigungen zu befürchten sind.

    Wer weiß mehr über den Wirkstoff Pirocton-Olamin?

    Viele Grüße

    Andy aus Bad Kissingen


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    Recommended Comments

    Hallo Andy,

    in der Datenbank PubMed fand ich folgende Studie aus Deutschland:

    Cutis. 1997 Jan;59(1):21-4.Malassezia furfur: a fungus belonging to the physiological skin flora and its relevance in skin disorders.Autor: Schmidt A1.

    Übersetzung (ohne Gewähr):"Malassezia furfur ist ein anthropophiler Pilz, der zur physiologischen Hautflora gehört.(...)Malassezia furfur ist der Erreger der Pityriasis versicolor. Es scheint auch mit seborrhoischer Dermatitis und Schuppenbildung, Follikulitis, konfluenter und retikulärer Papillomatose und der Provokation psoriatischer Läsionen verbunden zu sein. Viele Substanzen zur topischen Anwendung, wie Azolantimykotika, Ciclopiroxolamin, Piroctonolamin, Zinkpyrithion oder schwefelhaltige Substanzen, sind bei der Behandlung dieser Krankheiten wirksam."

    Pirocton olamin ist ja ein Anti-Pilz-Mittel (Mykotikum) und gegen diese Pilzart wirksam. Dieser Pilz spielt wahrscheinlich eine Rolle bei ihrer Psoriasis, daher hilft ihnen Pirocton olamin.

    Es ist allerdings die einzige Studie, die ich nach der Eingabe von "Pirocton olamin psoriasis" in der Suchmachine der Datenbank PubMed gefunden habe. Es scheint, dass keine Forscher dies für notwendig erachtet hat, diesen Wirkstoff bei Psoriasis Patienten zu testen. Ich finde das sehr Schade, denn ein Teil der Psoriasis Patienten könnten vermutlich wie Sie davon profitieren.

    Hilft Ihnen dieser Wirkstoff nach wie vor gut?

    Mit freundlichen GrüßenFranziska

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    Pirocton olamin findet in der Veterinärmedizin Verwendung und wird wohl erfolgreich in Mitteln gegen das Sommerekzem bei Pferden ausprobiert.

    Es kann als PEG aber viele Nebenwirkungen haben.

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
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      Die Mehrheit (5) würden das Shampoo nicht weiterempfehlen, die anderen (4) nur bedingt.
      Kommentar
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      In den meisten Kommentaren berichten die Tester, dass die Schuppen sich gelöst hätten, in einigen Fällen sogar sehr gut („Kopfhaut wie Baby-Popo“). Aber meist seien sie bis zum Abend wiedergekommen. Bionatar® enthält natürliche Wirkstoffe, die bei leichter Kopfhaut-Psoriasis durchaus helfen können. Aber der Hersteller weist es als „Begleittherapie“ aus. Vor allem bei einer schweren Kopfhaut-Psoriasis ist es geboten, sie gleich nach dem Entschuppen mit kortison- oder calcipotriol-haltigen Medikamenten zu behandeln. Einige vermuteten, dass man eventuell das Shampoo längere Zeit benutzen müsse, um eine Wirkung zu erzielen.
      Das gleiche muss man zum Juckreiz und zur Entzündung sagen. Wenn die Plaques immer wieder kommen, können weder das Jucken noch die Entzündung verschwinden. Natürliche Wirkstoffe können bei leichter Psoriasis durchaus helfen. Sie reichen aber bei ausgeprägten Formen allein nicht aus.
      Schiefer und Teer – verschiedene Stoffe
      Einigen Testern war vermutlich nicht klar, dass ein Präparat mit schwefelhaltigem Schiefer – wie Bionatar® – nicht das gleiche ist wie eines mit Teer. Das sind zwei völlig verschiedene Stoffe, die nichts miteinander zu tun haben. Schieferhaltige Produkte riechen dezenter und wirken milder als teerhaltige.
      Ein Geruch ist bei einem schwefelhaltigen Produkt nicht zu vermeiden. Ein Tester vermutete, der Hersteller habe versucht, den Geruch durch Zitrusduft zu verbessern. Eine andere Testerin meinte, der Geruch würde zu lange in den Haaren und damit auch im Bettzeug hängen.
      Sehr unterschiedlich wirkte das Shampoo auf die Haare: Nicht wenige beklagten, dass sich nach der Kopfwäsche die Haare „wie Stroh“ anfühlten und matt und glanzlos würden. Sie haben das dann mit einer Pflegespülung oder einem normalen Haarwaschmittel herausgewaschen. Andere hatten dieses Problem überhaupt nicht. Unklar blieb, ob der "Stroheffekt" nur bei denjenigen auftrat, die gefärbte oder getönte Haare hatten. Schwefel könnte eventuell mit einer Haarfarbe chemisch reagieren.
      Viele, wenn auch nicht alle, hatten Probleme damit, dass das Shampoo 5 bis 10 Minuten einziehen soll. Zum einen ist das für Berufstätige morgens ein Zeitproblem. Zum anderen: Was macht man während dieser Wartezeit? Wer nicht (energie- und wasserverschwenderisch) unter der Dusche bleibt, könnte z.B. seine Hautstellen pflegen oder Pso-Stellen eincremen. Dann muss das Shampoo am Becken oder Badewannenrand ausgewaschen werden. Das klappt bei Gelenk-Erkrankten nicht immer. Ein Teilnehmer hat das Shampoo tropfenweise schon vor dem Duschen auf einzelne Stellen aufgetragen.
      Unterschiedlicher Meinung waren die Tester, wie gut sich das Gel auf dem Kopf verteilen lässt. Aber einig waren sich alle, dass der Spender auf der Flasche sehr gut handbar sei, selbst für Menschen mit Psoriasis Arthritis. Großes Lob.
      Eine Testerin bemerkte positiv, dass man mit dem Kauf von Bionatar® die griechische Wirtschaft unterstützen würde, da es in Attica hergestellt wird.
      Ein Wort noch an künftige Tester
      Insgesamt haben 12 Personen an dem Test von Bionatar Shampoo teilgenommen.  Leider haben nur neun unsere Fragen beantwortet. Davon war ein Tester entschuldigt: Er hatte gerade die Flasche aufgeschraubt, als seine Katze dagegen stieß und das dünnflüssige Gel sofort auslief.
      Bei einer an sich schon geringen Zahl von Testern wollen wir natürlich, dass möglichst alle die abschließenden Fragen beantworten. Das haben wir bei unseren bisherigen zehn Produktetests nicht kontrolliert, müssen es aber künftig wohl tun. Schließlich wollen wir weiterhin Produkte zum Testen von den Firmen zur Verfügung gestellt bekommen.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Larissa kann ohne Medikamente weder Haushalt und Familie versorgen noch zur Arbeit gehen. Von der Krankenkasse fühlt sie sich im Stich gelassen. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
      Seit mehr als 20 Jahren leide ich an Gelenkschmerzen, v.a. in der linken Schulter, die regelmäßig auf meine angeblich degenerierte Wirbelsäule und die durch meinen Beruf - ich bin Krankenschwester - entstehenden Belastungen zurückgeführt wurden. 'Therapie' hieß also: "Schlucken Sie mal dieses oder jenes Schmerzmittel", "Gehen sie zur Krankengymnastik", Überlegen Sie sich, ob sie nicht besser den Beruf wechseln".
      Ziemlich unbefriedigend, fand ich. Aber was sollte ich machen?
      Während der ersten Schwangerschaft vor 14 Jahren kamen plötzlich Hauterscheinungen dazu, die als ,hormonbedingt' eingestuft wurden: meine Fußsohlen wurden trocken und dort bildeten sich schmerzhafte, tiefe, oft blutende Risse.
      Bis 1992 änderte sich an diesem Bild trotz ständiger Salbentherapie nichts, dann erschienen als Folge einer Antibiotika-Therapie plötzlich kleine Bläschen in meinen Handinnenflächen und unter den Fußsohlen.
      Die Diagnose hieß: Allergie. Die Therapie bestand aus weiteren Salben, inzwischen kortisonhaltig, brachte aber auch kaum Linderung. Ungefähr ein Dutzend Hautärzte habe seitdem ,verschlissen' und ebensoviele unterschiedliche Diagnosen gehört, die letzte – nach PE 1996 – war 'Neurodermitis'.
      Noch immer mit Kortisonsalbe, fuhr ich dann im letzten Sommer zu einer ambulanten Badekur an die Nordsee, wurde dort sehr überraschend mit einer mir bis dahin völlig unbekannten Therapie konfrontiert (heißer Schlick, direkt auf den befallenen Hautstellen) und erlebte zum ersten Mal eine deutliche Besserung.
      Noch 4 Wochen nach der Heimreise war meine Haut praktisch symptomfrei, obwohl ich ganz bewusst seit Beginn dieser Behandlung auf eine reine Fettsalbe umgestiegen war. Danach erschien das Ekzem allerdings langsam wieder.
      Im Mai diesen Jahres erkrankte ich an einem Virusinfekt, in dessen Verlauf plötzlich alle Gelenke rheumatische Veränderungen aufwiesen, besonders schlimm waren die Knie- und Fingergelenke sowie (mal wieder) meine linke Schulter betroffen. Zudem breitete sich das Ekzem schlagartig über den gesamten Körper aus, einzige Ausnahme Oberarme und Gesicht. Der Verdacht auf Lupus erythematodes stand im Raum, hat sich aber zum Glück nicht bestätigt, dafür hieß es dann 'Psoriasis pustulosa plantaris mit Gelenkbeteiligung'.
      Dank Kortison – diesmal nicht nur in der Salbe – sind die Hauterscheinungen zurückgegangen, zur Zeit sind wie immer die Fußsohlen betroffen, dazu gibt es einige Herde an den Unterschenkeln und -armen, in den Handinnenflächen sowie einen am Rücken.
      Schlimm ist nur, dass die Schmerzen in den Gelenken kaum zurückgehen. Ohne Medikamente bin ich nicht in der Lage, meinen 5-Personen-Haushalt zu versorgen, an 'zur Arbeit gehen' ist überhaupt nicht zu denken. Außerdem habe ich durch die Kortisoneinnahme leider ziemlich viel an Gewicht zugelegt, das ich gern wieder loswürde, schaffe es aber allein nicht.
      Aus diesen Gründen rät mir mein Hausarzt zu einer erneuten Kur, diesmal stationär, und wenn möglich wieder in Horumersiel (oder einem anderen Ort, an dem es diese Schlickpackungen gibt).
      Leider spielt meine Krankenkasse da überhaupt nicht mit. Alle haben zwar Verständnis für meine Situation, aber eine Kur wird bisher nicht genehmigt. Eher würde man mir auf unbestimmte Zeit eine Haushaltshilfe genehmigen, ich könne ja auch einen vorläufigen Rentenantrag stellen – und den Entzug, wenn ich irgendwann dann doch mal medikamentenabhängig geworden bin, zahlt man sicher auch... Ich bin sauer!
      Heute morgen hat man mir – nach langen Kampf – zumindest einen Kurantrag für die BfA mitgegeben. Ich habe ihn auch ausgefüllt und werde ihn abschicken, obwohl ich genau weiß, daß der Rentenversicherungsträger bei Psoriasis nicht zuständig ist (wovon meine Krankenkasse angeblich ebensowenig weiß wie von der Möglichkeit, bei dieser Erkrankung auf die 4-jährige Sperrfrist zu verzichten!)
      Ich bin mal gespannt, wie das weitergeht. Zermürben lasse ich mich durch diese Hinhalte-Taktik nicht so schnell.
      Mit freundlichen Grüßen
      Larissa (39)
    • Redaktion
      By Redaktion
      Claudia möchte sich mit der Schuppenflechte abfinden und einfache Methoden ausprobieren. Sie sagt aber selbst: Sie hofft auf etwas, das dauerhaft hilft. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
      Mein Name ist Claudia, bin 25 Jahre alt und leide seit 1 1/2 Jahren unter PSO.
      Ausgelöst wurde es mit der Schwangerschaft mit meinem zweiten Sohn im Sommer 2003. Anfangs dachte ich, das wäre eine Sonnenallergie. Ich bekam kleine weiße Pusteln auf den Handinnenflächen und auf den Fußsohlen ganz schwach.
      Dann kam der Herbst und Winter und es war plötzlich verschwunden. Als mein Sohn im Frühjahr geboren wurde, bekam ich schlagartig neue Schübe, die im Sommer noch schlimmer wurden und es sich auch mittlerweile auf der ganzen Hand ausbreitete. Aber es waren nur die Pusteln, die beim Aufplatzen bluteten. Im Spätsommer fing die Haut an einzureißen und ich bin vor zwei Monaten dann zum Arzt gegangen. Die Diagnose traf mich sehr hart. Ich wusste auch bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es unheilbar ist und niemand weiß, woher sie kommt und was man dagegen tun kann.
      Meine Ärztin hat mir Psorcutan Beta verschrieben, was auch für ein paar Wochen Heilung schaffte. Es kamen aber wieder neue heftige Schübe, da ich die Salbe absetzte. Sie hat mir dann für drei Tage Dermatop verschrieben. Aber bis heute habe ich keine Besserung. Vor einer Woche sah es richtig gut aus. Dann bekam ich aber meine Periode, und zeitgleich noch einen entzündenden Zahnhals.
      Bis jetzt habe ich noch keine Erfahrung mit meiner Krankenkasse gemacht. Aber bei mir ist es auch nicht so schlimm wie bei anderen. Ich habe ja noch Glück gehabt. Obwohl es sehr schmerzhaft ist, es mir beim Bezahlen im Supermarkt oder ein einfaches Händeschutteln unangenehm ist, und ich auch keine Lust mehr habe mit Handschuhen ins Bett zu gehen. Ich vermute mal, es liegt an den Hormonen und dass ich sehr viel Stress habe.
      Auch was die Ernährung betrifft, kann ich nichts zu beitragen. Habe kein Übergewicht, esse nicht viel, keine Süßigkeiten, keinen Kaffee, kaum Fett (Fleisch). Mein einziges Laster ist das Rauchen, was ich aber jetzt auch einstellen werde. Habe ich ja in den Schwangerschaften und Stillzeiten auch geschafft.
      Ich werde versuchen, mich damit abzufinden und einfache Methoden ausprobieren, wie zum Beispiel zum Besprechen gehen.
      Ich wünschen allen, dass sie mit ihrer Krankheit leben lernen und dass es für uns alle bald etwas wirklich erfolgversprechendes gibt, das uns heilt. Auf Dauer.
      Einen lieben Gruß
      Claudia aus Lübeck
    • Redaktion
      By Redaktion
      Claudia hat jüngst gute Erfahrungen mit eiweißreicher Ernährung gemacht. Nun beobachtet sie sich und ihre Haut - und muss sich neuen Herausforderungen stellen. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
      Hallo,
      meine Name ist Claudia. Ich bin 35 Jahre alt und leide seit vier bis fünf Jahren an der Psoriasis pustulosa - beschränkt auf die Handflächen und die Fußsohlen.
      Nach dem ersten Schreck und der Aussage einer Hautärztin, was das ist, das diese Pusteln vor allem an den Händen verursacht, bekam ich eine Kortison-Salbe. Da zu diesem Zeitpunkt ein sehr kleines Kind hatte, das ich mit "Kortison-Fingern" nicht anfassen wollte, setzte ich die Salbe schnell wieder ab.
      Zunächst schien es, als gäbe es einen Zusammenhang mit den Jahreszeiten oder mit Stress-Situationen.
      Den letzten Herbst/Winter (2004/05) über ging es mir psychisch nicht besonders gut, aber die Psoriasis zeigte sich davon unbeeindruckt und blieb verschwunden. Es wurde langsam Frühling, der Stress liess nach. Eben wollte ich aufatmen, da tauchten die ersten Pusteln an Händen und Füssen wieder auf. Beim Hausarzt liess ich die Blutwerte untersuchen, das Ergebnis war erfreulich: alles OK.
      Ich nahm mir die Symptome von verschiedenen Mangelkrankheiten vor. Vitamin-Tabletten brachten keine Besserung - erstmal nicht. Schließlich stieß ich auf die Symptome von Eiweißmangel und beschäftigte mich mit den Aufgaben der essentiellen Aminosäuren im Körper im Detail. U.a. ist Eiweiß der Trägerstoff für das körpereigene Cortisol.
      Seit zwei Wochen achte ich auf eiweißreiche Ernährung, insbesondere Erdnüsse, Thunfisch, mageres Fleisch, Milchprodukte. Ich habe das Glück, keine Nahrungsmittelallergie zu haben.
      Die meisten Pusteln sind inzwischen abgeheilt, alle sind ausgetrocknet und es ist der erste Morgen gewesen, an dem ich aufstand und keine weitere neue Pustel erschienen war.
      Dieser Erfolg hat sich nach der Ernährungsumstellung so schnell gezeigt, dass es mich wirklich staunen lässt. Und das, obwohl die nächste Krise bereits im vollen Gang ist. Ich werde mich einer Biopsie unterziehen müssen, weil eine Hautveränderung an anderer Stelle dazu Anlass gibt. 4 Ärzte meinen, das wäre gutartig, aber um ganz sicher zu sein und mich vollends zu beruhigen, lasse ich die Biopsie machen.
      Sollte die Psoriasis trotz eiweißreicher Ernährung wiederkommen, wenn diese Krise gemeistert ist, werde ich mir irgendeine Herausforderung suchen müssen - denn dann ist sie ein Symptom von Langeweile.
      Viele Grüße
      Claudia
      Tipps zum Weiterlesen
      https://www.psoriasis-netz.de/ernaehrung/schuppenflechte-und-ernaehrung.html

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