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  • Rolf Blaga
    Rolf Blaga

    Für angerührte Medikamente aus der Apotheke sind Standards wichtig

    Für Haut-Patienten ist es nichts Außergewöhnliches, ein Rezept zu bekommen, nach dem in der Apotheke ein Präparat für sie hergestellt wird. Wirkt das genauso gut wie ein Markenprodukt und ist es genauso sicher?

    Salben, Cremes, Gels oder Tinkturen, die in der Apotheke nach ärztlicher Anweisung hergestellt werden, heißen „Rezepturen“. Arzneimittel, die von Pharmafirmen hergestellt werden, sind „Fertigpräparate“. Fast die Hälfte der 16 bis 25 Millionen Rezepturen, die in Deutschland jährlich hergestellt werden, so Professor Wolfgang Gehring vom Städtischen Klinikum in Karlsruhe, werden von Dermatologen verschrieben. Traditionell hat jeder Arzt seine eigene Sammlung, oft noch aus Studienzeiten. Darin hat er vermerkt, welche Kombination von Inhaltsstoffe in welchen Dosierungen bei bestimmten Diagnosen verschrieben werden können. Das sind die so genannten „Individualrezepturen“.

    Spätestens seit 2012 die Apotheken-Betriebsordnung verändert wurde, müssen Verschreibungen genau kontrolliert werden. Der Apotheker ist verpflichtet, eine „Plausibilitäts-Prüfung“ durchzuführen, d.h. jede Individual-Rezeptur nach bedenklichen bzw. nicht zugelassenen Stoffen, Dosierungen und tatsächlicher Wirksamkeit zu prüfen. Apotheker beklagen, dass Hautärzte regelmäßig unsinnige und widersprüchliche Rezepturen ausstellen, teilweise mit nicht erlaubten Kosmetika und verbotenen Dosierungen wie 20% Urea. Andere Dermatologen verschreiben falsche Wirkstoffe, wie z.B. das Kortison Betamethason. Das wirkt äußerlich überhaupt nicht und ist zehnmal so teuer wie Betamethason-Valerat. Wenn die Apotheker das beanstanden, wird ihnen erklärt, das stehe so im Computer und könne nicht geändert werden. Der Patient kann nur hoffen, dass der Apotheker seine Rezeptur aufmerksam prüft.

    Argumente für die angerührte Salbe

    Um jedes Risiko auszuschließen, sollten Ärzte vorrangig „Magistral-Rezepturen“ verschreiben. Das sind veröffentlichte Standard-Mischungen, deren Funktion und Wirkung bekannt sind und die aktuellen Qualitäts- und Wissensstandards entsprechen. Weit verbreitet ist das „Neue Rezeptur-Formularium“ (NRF), hinter dem ein Team von neutralen Pharmazeuten steht. Für Ärzte gibt das Taschenbuch „Standardisierte Rezepturen“. Das Zentrallabor Deutscher Apotheker ruft dazu auf, sich an „Rezeptur-Ringversuchen“ zu beteiligen. Damit soll die Qualität einzelner Rezepturen von möglichst vielen Apothekern überprüft werden. Magistral-Rezepturen finden sich auch in Arzneibüchern und den Leitlinien der Gesellschaft für Dermopharmazie.

    Für fast alle Wirkstoffe, die äußerlich bei Psoriasis eingesetzt werden, gibt es solche Magistral-Rezepturen – vom leicht abwaschbaren Dithranol über Teer-Shampoo und PUVA-Creme bis hin zu Kortison und Salicylsäure. Auch gegen Juckreiz gibt es Magistral-Rezepturen, z.B. mit Capsaicin, Polidocanol oder Chloralhydrat.

    Mit einer Rezeptur kann die Therapie  individuell genauer eingestellt werden: Je nach Krankheitszustand und Verträglichkeit werden Wirkstoff, Dosierung, Kombinationen und Grundlage angepasst. Es kann z.B. sinnvoll sein, sich mit einer (gegenüber dem Fertigpräparat) niedrigeren Dosierung „einzuschleichen“. Manche vertragen ein Gel besser als eine Creme. Eine Rezeptur ist vor allem dann die einzige Lösung, wenn Fertigpräparate fehlen oder vom Markt genommen werden, wie das Teer-Shampoo Tarmed.

    Fast alle dieser Anfertigungen sind deutlich billiger als vergleichbare Fertigpräparate, selbst bei kleinen Mengen, so Professor Gehring. So kosten 100 g eines Fertigpräparats mit dem Kortison Beta-Methason-Valerat (0,1%) 30,48 Euro. Die Rezeptur dagegen, je nach Apotheke, zwischen 16,57 € und 19,84 €. Das entlaste das Ärztebudget. Hautpatienten, die sich ihre Pflegemittel in der Apotheke anrühren lassen, würden immer viel Geld sparen, so Prof. Gehring.


    Bildquellen

    • Salbe: contrastwerkstatt / Fotolia.de

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    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich dachte bisher, dass es in Deutschland solche Standards seit langem gibt. Mit meiner Apotheke war ich bisher immer zufrieden.

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Insgesamt haben 11 Personen an dem Test teilgenommen. Einige davon haben einen Vergleichstest durchgeführt, d.h. an ausgesuchten Stellen nur das Testprodukt, an anderen Stellen ihr gewöhnliches Pflegeprodukt verwendet.
      Die Mehrzahl (7) fand den Geruch „angenehm“, die Restlichen (4) haben die Creme als „geruchslos“ bezeichnet. Bis auf einen gaben alle anderen Tester an, dass die Creme „schnell“ bzw. „sehr schnell“ einzieht. Alle Tester fanden, dass die Pflegecreme „ergiebig“ sei, d.h. sie hatten nicht den Eindruck, dass das Präparat sich schnell verbraucht. Zehn Tester haben die Creme „sehr gut“ vertragen, einer „gut“. Fünf der Beteiligten meinten, die Creme würde „in Etwa“ so wirken, wie der Hersteller es verspricht. Sechs dagegen fanden das Herstellerversprechen „voll erfüllt“. Der großen Mehrzahl (8) war es nicht möglich, die Tube völlig auszudrücken, so dass ein kleiner Rest blieb. Ebenfalls acht Tester würden das Produkt „völlig“ weiterempfehlen, drei immerhin „bedingt“. Meinungen der Nutzer zur iQlind Intensiv Pflegecreme
      Die Konsistenz wurde gelobt, d.h. die Creme fühlte sich beim Auftragen gut an, blieb als leichter Film auf der Haut, hinterließ aber keine Spuren oder Klebeeffekte an der Kleidung. Nach einigem Gebrauch wurde von vielen berichtet, die eingecremte Haut sei lang anhaltend „sehr weich“ und „samtig“ geworden. Einige Tester stellten fest, die Pflegecreme würde weder „prickeln“, noch die Haut „irritieren“, wie andere Produkte. Das liegt vermutlich daran, dass sie keinen Harnstoff (Urea) enthält.
      Zum Abschuppen ist die iQlind Intensiv Pflegecreme wohl nicht besonders geeignet. Während ein Tester meinte, durch die Creme sei seine Psoriasis zurückgegangen, haben andere das nicht bestätigt. Anti-psoriatische Wirkstoffe enthält sie nicht.
      Sehr praktisch empfanden viele den Klapp-Verschluss, anstelle einer Kappe zum Drehen. Bedauert wurde der hohe Preis, denn die Tube mit 100 ml kostet 26,80 € (Dezember 2011). Etwas billiger erhält man sie mit einem Gutschein oder Rabatt einer Online-Apotheke.
      Links zum Weiterlesen
      Testrunde in unserem Forum Informationen beim Hersteller
    • Redaktion
      By Redaktion
      Insgesamt haben 15 Personen an dem Test des Pure Papaya Ointment teilgenommen, aber leider nur 12 die Abschluss-Umfrage beantwortet.  
      Für die Hälfte (6) war der Geruch des Balsams angenehm, drei Tester störten sich überhaupt nicht daran, weitere drei störte der Geruch nur etwas. Fünf Personen fanden, dass die Zeit, in der der Balsam einzieht akzeptabel ist. Die meisten (7) meinten, er würde etwas langsam einziehen. Niemand aber empfand die Einwirkzeit als zu langsam. Die Mehrheit hielt den Balsam für gut ergiebig (7) bzw. sogar sehr ergiebig (2). Die Minderheit der Tester meinte, das Produkt sei nicht so ergiebig (2) bzw. würde sich sehr schnell verbrauchen (1). Die meisten haben den Balsam „sehr gut“ (9) bzw. „gut“ (1) vertragen. Nur jeweils ein Tester vertrug ihn nicht so gut bzw. sogar schlecht.  
      Die meisten waren überzeugt, dass das Produkt „in etwa“ so wirke, wie der Hersteller es verspricht (7) bzw. das Versprechen sogar „genau“ erfüllt wurde (3). Nur zwei Personen meinte, dass es nicht so wirke, wie propagiert.  
      42 % der Tester (5) würden den Balsam weiterempfehlen, 33,3 % (4) nur bedingt und 25 % (3) überhaupt nicht.
      Unsere Meinung
      Es war das erste Mal, dass bei einem Produkte-Test nicht alle Teilnehmer die Fragen beantwortet haben. Da die Antworten anonym abgegeben werden, können wir nicht erkennen, wer noch fehlt. Möglicherweise haben diejenigen die Fragen nicht beantwortet haben, die mit dem Geruch überhaupt nicht klar kamen und den Test abgebrochen haben. Es waren genau drei Tester von 15, die in den Kommentaren meinten, der „Gestank macht krank“, der Geruch sei „äußerst penetrant“ oder „wirklich nicht so toll“. Die meisten fanden den Geruch des Papaya Balsams „zwar gewöhnungsbedürftig“, aber „nicht unangenehm“ bzw. „ganz okay“. Er wurde vereinzelt beschrieben als „aromatisierter Pfeifentabak“ oder „Bienenwachskerzen“. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nach Herstellerangabe um das natürliche Aroma der Kokosnuss. Neben dem Duft der Ringelblume habe einige Tester tatsächlich die Kokosnuss herausgerochen.  
      Ein Anwender verwies darauf, dass in den Produktinformationen steht, die Haut müsse sich erst an das Naturprodukt gewöhnen. Daher solle es regelmäßig angewendet werden. Nun sind 15 Tester eigentlich zu wenig, um solide Eindrücke von einem Pflegemittel zu bekommen. Außerdem haben einige den Balsam nur auf die betroffenen Stellen aufgetragen, andere dagegen haben ihn als Hautpflege am ganzen Körper benutzt. Der Papaya Balsam darf in Deutschland nach dem Heilmittelwerbe-Gesetz nur als Pflegeprodukt (mit keinerlei Heilversprechen) angepriesen werden. Selbst wenn der Vertreiber persönlich davon überzeugt ist, dass der Balsam mit seinen natürlichen Inhaltsstoffen eine „Heilsalbe“ sei. Pure Papaya Ointment ist weder als medizinisch wirksames Produkt zugelassen, noch ist klar, ab welcher Dosierung diese Naturstoffe überhaupt eine Heilwirkung erzielen. Trotzdem kann natürlich jeder für sich selbst ausprobieren, wie der Balsam bei ihm wirkt.  
      Die meisten beschrieben, dass die Haut sich bei ihnen angenehm glatt, geschmeidig, weich und zart anfühle, nichts mehr spanne und die Haut nicht austrockne. Einzelne berichteten, dass sie damit Schuppen-Plaques gelöst hätten, „diverses Jucken“ oder sogar Schmerzen verschwunden seien und kleine Entzündungsherde  eingedämmt wurden. Selbst im Gesicht sei es der Balsam „sehr angenehm“ und dünn auf die Lippen aufgetragen „geschmacklich okay“.  
      Es wurde aber bemängelt, dass der Balsam langsam einziehe. Er sei „im ersten Moment recht fettig“. Deshalb riet eine Nutzerin, den Papaya Balsam abends aufzutragen, denn er brauche einige Zeit, bis er eingezogen ist. Mehrere Nutzer fanden den Tipp hilfreich, die Tube im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren, weil er in wärmerer Umgebung dünnflüssig wird. Nur die Portion, die man aktuell benötige, könne man dann auf einem Teelöffel etwas wärmer werden lassen. So lasse sich der Papaya Balsam sparsam verteilen.  
      Ganz wenige Anwender haben den Balsam nicht gut vertragen:  Eine spricht von „unerträglichen, brennenden Juckreiz“ und Pusteln an der einbalsamierten Psoriasis-Stelle. Eine andere meinte, nach längerem Gebrauch würde die Haut austrocknen. Bei einem Anwender brannte sie anfangs, weil er Risse in der Haut hatte.  
      Aufmerksam wurde darauf gemacht, dass der Balsam aus „reinen Naturprodukten, frei von Tierversuchen und Teer“ besteht.  
      Nicht unerwartet wurde der Preis diskutiert: Im Internet zahlt man 19,90 Euro für 100 g (plus Versand 2,95 €). Die einen meinten, bei der Menge, die ein Psoriatiker brauche, „geht das natürlich richtig ins Geld. Denke, dass es da günstigere Pflegeprodukte gibt.“ Ein Nutzer meinte, der Preis sei akzeptabel, wenn „man sich zwischendurch etwas Gutes“ antun wolle und „einen Erfolg verspürt“. Eine andere würde „den Papaya Balsam eigentlich nur für die Hände und Füße nutzen“. So gesehen wäre „der Preis akzeptabel, da das Produkt sehr ergiebig zu sein scheint.“
      Anmerkungen des Vertreibers
      Zunächst recht herzlichen Dank an die Organisatoren und insbesondere an die Tester, die den Produkttest ermöglicht haben und sich so viel Mühe mit der Durchführung gegeben haben.   Hautsalben mit fermentierter Papaya sind neu in Europa. In Australien gibt es schon über 100-jährige Erfahrungen mit diesen Produkten. PURE Papaya Ointment, die „Schwarze Tube“, ist aber die erste Salbe dieser Art mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen! In Australien findet man diese Hautsalben auf der Basis fermentierter Papaya in Hausapotheken, in Campingausrüstungen, Reiseapotheken, Büroschubläden, Damenhandtaschen, Wickeltaschen für Babys, am Krankenbett etc. Der Anwender sieht in diesen Produkten eher eine Heilsalbe als eine Beauty Creme.  
      Wir, die pureworld GmbH, sind von der Wirkung dieser Salbe aus eigener Erfahrung so sehr überzeugt, dass wir PURE Papaya unter großen Aufwand und hohen Kosten aus Australien importieren. PURE Papaya erfüllt unsere Vorstellungen von Natürlichkeit, Gesundheit, Nachhaltigkeit und dabei ist die Salbe durch die Inhaltsstoffe und das Design unverwechselbar und hebt sich deutlich von anderen Produkten ab.  
      Generell können wir die Ergebnisse und Einschätzungen der Tester weitgehend nachvollziehen. Der Preis wurde von den Testern genannt, das Aroma und das relativ langsame Einziehen bei großflächigem Auftragen.   Der Preis von PURE Papaya kann nicht gemessen werden an den in hohen Stückzahlen gefertigten, meist synthetischen Produkten.  Wir haben die Erfahrung gemacht, dass für ein außergewöhnliches Naturprodukt der Preis für PURE Papaya absolut konkurrenzfähig ist.  
      Daniel Baden, der Vater von PURE Papaya, hat das kräftige und für unsere mitteleuropäischen Nasen auch exotisch empfundene Aroma mit Bedacht ausgewählt. Das Aroma signalisiert: dies ist ein Naturprodukt! Ein Kunde mit der Erwartungshaltung der Düfte synthetischen Produkte, wird sich damit schwerer anfreunden können als ein Anwender, der bewusst ein Naturprodukt auswählt. Ja, nach anfänglicher Gewöhnungsphase lieben wir dieses Aroma!  
      Wie von einigen Testern richtig bemerkt, ist pure Papaya „Temperatur-sensible“. Bei niedriger Temperatur ist die Konsistenz eher fester und bei hohen Temperaturen eher flüssiger. Zusätzlich wünschen sich einige Tester bei großflächigerem Auftragen ein schnelleres Einziehen. Es kann auch ein leicht fettendes Gefühl entstehen. Diese Eigenschaften werden durch die Zusammenstellung der natürlichen Inhaltsstoffe bestimmt.  Auf in vielen Cremen vorgenommenen Optimierungen durch Zusatz von synthetischen oder in Naturprodukten kritischen Inhaltsstoffen kann natürlich in diesem Naturprodukt nicht zurückgegriffen werden. Die erwähnte „Kühlschrank-Prozedur“ und das sparsame Auftragen, unterstützt durch vorher befeuchtete Hände, können diese Eigenschaften teilweise sehr gut kompensieren.  
      Jetzt kommen wir zum Hauptpunkt, der Wirkung. Um ehrlich zu sein, da haben wir uns mehr versprochen. Zumal wir den Rückfluss von bestehenden Kunden haben, die wir ausschließlich über die Wirkung der Salbe gewinnen konnten. Viele Kunden berichten über Gewöhnungseffekte, wie sie auch bei anderen Naturprodukten typischerweise auftreten. Über PURE Papaya wird häufig eine anfängliche, aber unkritische Überreaktion berichtet. Auch wurde eine zeitweilige, nach der Heilung feststellbare Rötung bemerkt. Über allergische Reaktionen oder starker Pustelbildung hatten wir bisher noch keine Meldungen. Aus der Literatur ist nur für die Calendula eine solche extrem seltene Reaktion bekannt. Personen mit dieser Unverträglichkeit können leicht an der Analyse der Inhaltsstoffe erkennen, ob diese Salbe für sie geeignet ist.  
      Daher die herzliche Bitte an die Tester, die diese Auffälligkeiten beobachtet hatten, uns nähere Informationen mitzuteilen. Wir sind gerne bereit, dazu auch noch Muster zur Verfügung zu stellen, um im Sinne der Anwender die Informationsbasis erhöhen zu können.   Das ist unser eigentliches Ziel: wir wollen durch die Wirkung von PURE Papaya mehr Menschen davon überzeugen, die schwarze Tube selber auszuprobieren. Dazu benötigen wir die Erfahrung von Nutzern, auch wenn diese aus einer kleinen, nicht so repräsentativen Gruppe - wie dies bei dem Produkttest der Fall war – entspringen.  
      Vielen Dank!
      Wilhelm Meincke
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      "Neurodermitis – das ist die Krankheit, bei der sich die Leute so viel kratzen. Schuppenflechte juckt nicht so stark." Seit Jahren zeigt sich immer öfter, dass diese Meinung genau eins ist: eine Meinung. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Das bestätigt jetzt eine Studie. Zwei Forscherinnen in den USA haben sich angeschaut, was in 19 hochwertigen Untersuchungen zum Thema Juckreiz bei Neurodermitis und Psoriasis herausgefunden worden war.
      Das Ergebnis: Auf einer Skala von 0 bis 100 landete der Juckreiz bei Neurodermitis bei 62,87. Bei der Schuppenflechte betrug er 63,03 – sogar ein klitzekleines bisschen mehr. Für Statistiker ist das aber noch keine deutliche Abweichung.
      Und jetzt? Die beiden Forscherinnen schlagen vor, dass der Juckreiz in künftigen Studien zum Thema Psoriasis immer auch Thema sein sollte.  Schließlich lässt sich am Juckreiz auch erkennen, wie zufrieden jemand mit einer Therapie ist oder wie es um seine Lebensqualität steht.
      Juckreiz kann stark sein – egal, wie schwer die Schuppenflechte ist
      Auch Dr. David Roblin und Dr. Ro Wickramasinghe aus Großbritannien zeigten in einer Studie im Jahr 2014, dass der Juckreiz viele Menschen mit Schuppenflechte fest im Griff hat. Sie hatten die Daten von 158 Patienten ausgewertet, die an einer Studie für eine neue Salbe teilnahmen und eine leichte bis mittelschwere Psoriasis aufwiesen. 68,8 Prozent der Studienteilnehmer litten an einem mittelschweren Juckreiz, 33,8 Prozent an schwerem Juckreiz. Das bestätigte bis dahin schon bekannte Zahlen, in denen von 70 Prozent mit einem mittelschweren Juckreiz ausgegangen worden war.
      Unklar war aber, ob der Juckreiz stärker ist, wenn auch die Psoriasis stärker ist. Und genau das konnten die Forscher nicht bestätigen: Sie fanden keinen streng wissenschaftlichen Beweis dafür,  dass eine schwere Schuppenflechte mit einem stärkeren Juckreiz einhergeht. Für die Forscher ist vielmehr klar: Die Stärke des Juckreizes bei Psoriasis-Patienten ist unabhängig davon, wie schwer die Schuppenflechte ist. Und: Die gängigen Psoriasis-Medikamente wie Kortisonsalben oder Vitamin-D-Cremes richten sich gegen die Entzündung, nicht aber gegen den Juckreiz. Der ist aber für viele Betroffenen das quälendste Symptom, und so würden viele lieber zuerst den Juckreiz behandelt wissen.
      Die Wirkung der gängigen Medikamente auf den Juckreiz aber war nach Meinung der Forscher bis zum Zeitpunkt ihrer Studie nicht in anderen Studien berücksichtigt worden. Also zogen die Wissenschaftler das Fazit: Forscher und Ärzte müssten mehr Aufmerksamkeit darauf legen, Therapien gegen den Juckreiz bei Psoriasis und anderen Hauterkrankungen zu entwickeln.
      Quelle: "Itch intensity in moderate-to-severe plaque psoriasis versus atopic dermatitis: A meta-analysis" in: JAAD, Juni 2017
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Mit einer Videobrille lässt sich der Juckreiz lindern – auch bei Schuppenflechte. Entdeckt wurde das eher zufällig, doch jetzt wollen Forscher in Oldenburg mehr wissen.
      An der Hautklinik der Uniklinik Oldenburg bekommen Patienten auf der Station schon mal eine Videobrille "verordnet". Gezeigt werden wahlweise Filme, die der Ablenkung und Entspannung dienen – aber nicht einfach, um die Tage schneller herumgehen zu lassen: Die Brille soll dafür sorgen, dass die Haut nicht mehr so juckt.
      Dabei war sie ursprünglich gar nicht für diese Anwendung gedacht. Vielmehr fing alles bei den Patienten mit Schmerzen an. Aber wie Menschen an langen Nachmittagen so sind: Die Bettnachbarn der "Brillenträger" wollten das Gerät auch mal ausprobieren. Und siehe da – bei ihnen ging der Juckreiz zurück.
      Die Wirkung soll nun in einer Studie mit 150 Patienten wissenschaftlich untermauert werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch die Entspannung mit der "audiovisuellen Stimulations-Brille" eine Entkopplung vom sogenannten Juckreizgedächtnis erfolgt – und damit zu einer Linderung des Juckreizes an sich.
      So sieht sie aus, die Videobrille
      Zuvor waren auf der Station insgesamt drei Systeme getestet worden: eines mit Virtual Reality, eines mit Augmented Reality Brille und die schmale weiße "audiovisuelle Stimulation Brille". Das Fazit der Patienten nach drei Monaten sprach deutlich für Letztere. Als Gründe gaben sie an, dass die anderen beiden Modelle eher unruhig machten, weil sie zum Mitmachen und Umherschauen animierten.
      Die nun favorisierte Videobrille kam vor einigen Jahren unter dem Namen "Cinemizer" auf den Markt. Sie hat zwei kleine OLED-Bildschirme. Die lassen es so wirken, als säße ihr Träger zwei Meter weit von einem 40-Zoll-Fernseher entfernt. Nach einer Einstellung der Sehschärfe kann gewählt werden, welcher Film es sein soll – und los geht's mit der Entspannung und Ablenkung.
      Professor Ulrike Rapp, die Direktorin der Hautklinik, sagt: "Alles, was dazu beiträgt, dass sich unsere Patientinnen und Patienten wohler fühlen, wirkt sich positiv auf die Heilung aus. Deshalb haben wir nun die Videobrille auf der Station regelmäßig im Einsatz.“ Sie und ihre Kollegen erhoffen sich einen einfachen und kostengünstigen Therapieansatz. Der könnte am Ende sogar dafür sorgen, dass Menschen mit Juckreiz weniger Medikamente brauchen – oder gar keine mehr.
      Du glaubst, du hast schon alles gegen diesen verdammten Juckreiz probiert? Wir haben da eine Checkliste für noch mehr Ideen gegen das Kratzen.
    • ana4711
      By ana4711
      Hallo an Alle,
      ich komme gerade aus der Apotheke wo ich mein Rezept einlösen wollte. Dort erfuhr ich, dass ab sofort Psorcutan Beta von allen Herstellern nur noch als 60 g Tube erhältlich ist. Das ist eine frechheit.!!! Weiß jemand warum das so ist? Die unabhängige Patientenberatung hat mir gesagt, dass es gegenbenenfalls an der neuen Zulassungsverordnung liegt. Mir ist das egal. Ich weiß nur , dass ich die gleichen Zuzahlung für die Hälfte des Medikamentes zahlen muss. Können wir nichts tun als Interessengemeinschaft?? Wurde bereits eine Anfrage an die Hersteller über unser Psoriasis-Netz gestellt? Die Patientenberatung hat mir gesagt, dass wir als Interessengemeinschaft mehr Druck ausüber können. Was sagt ihr zu diesem Vorgehen der Pharmaindustrie?
      Liebe Grüße an alle Mitbetroffene!

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