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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Menschen mit Schuppenflechte sind häufiger depressiv

    Die Auswertung von Versichertendaten im Rahmen der Studie PsoCare 2007 hat ergeben, dass Menschen mit Psoriasis 1,8 mal häufiger an Depressionen leiden als Menschen ohne.  Depression ist also eine ernst zu nehmende Begleiterkrankung der Psoriasis. Im Psoriasis-register PsoBest werden deshalb jetzt psychische Begleiterkrankungen wie Depression im Langzeitverlauf mit aufgenommen.

    Neben den Autoimmunerkrankungen der Gelenke und des Darmes, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem Diabetes ist die Depression eine der wesentlichen Begleiterkrankungen von Schuppenflechte. Insgesamt wurden in der Studie PsoCare die Daten von 34.728 Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen mit Psoriasisdiagnose untersucht. Davon waren 63 Prozent Männer. Von den Versicherten wiesen insgesamt 4.020 Patienten sowohl die Diagnose Schuppenflechte als auch eine Depression auf.

    Die Depression tritt in allen Altersgruppen auf. Je älter die Menschen, desto anfälliger sind sie für Depression. Die Untersuchung zeigte, dass mit steigender Altersgruppe auch der prozentuale Anteil der Betroffenen mit Depression zunahm.

    • In der Altersgruppe bis 20 Jahre litten im Schnitt 2,27 Prozent an Depression.
    • In der Altersgruppe 41 bis 60 Jahre waren es 15,86 Prozent.
    • Bei der Altersgruppe 81 Jahre plus stieg die Zahl auf 22,22 Prozent.

    Die erhöhte Depressions-Rate bei Schuppenflechte ist nicht allein als Reaktion auf das gegenwärtige Hautbild zu erklären, sondern besteht teilweise unabhängig vom Schweregrad der Schuppenflechte.

    Im Patientenregister PsoBest werden deutschlandweit Informationen über den langfristigen Behandlungsverlauf und die Begleiterkrankungen der Psoriasis erhoben. Jeder in das Register aufgenommene Patient wird über fünf Jahre begleitet - unabhängig davon, welche Therapie durchgeführt und wo er behandelt wird. Ziel von PsoBest ist das Gewinnen von Langzeitdaten über die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit der in Deutschland verfügbaren Biologika und konventionellen Systemtherapien zur Behandlung der Psoriasis . PsoBest ermittelt den Nutzen für den Patienten und den Bedarf an bisher eingesetzten Therapien, um die bestehende Versorgung zu optimieren.

    Die Langzeitbeobachtung der Therapien ist ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit. An PsoBest nehmen bisher 51 Kliniken und 473 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte teil.


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    Recommended Comments

    Da bist Du aber ein ziemlich positiv denkender Mensch. Glückwunsch! Wenn ich nicht noch so viele Pläne für die Zukunft hätte und nicht wüsste, dass ich von einigen Leuten gebraucht würde, hätte ich meinem Leben schon längst ein Ende gesetzt.

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    Hallo, ich selber habe schon des öfteren an Psoriasis (Schienbeinen) gelitten. Es ging nach geraumer Zeit wieder weg! Seit 2011 bis 03.2013 aber war es nicht weg zu bekommen, trotz Cortison Salbe.Ich habe vieles versucht, auch mit Urin, Mittelstrahl, nichts half. Da ich an Depressionen leide und Probleme mit allen Medikamenten habe, kam mir im März ein Gedanke, dieser war, es kann nur psychisch sein!Probleme, die ich nicht ausgesprochen habe, verursachten diesen starken Juckreiz an der linken Wade.Ständiges aufkratzen bis es anfing zu bluten, Es heilte etwas, schuppte, die Haut glänzte und fing immer wieder an zu jucken. Ich sagte es mir laut vor, es kann nur psychisch sein! Mein Körper zeigt mir, das etwas nicht in Ordnung ist, also hörte ich das erste mal und reagierte, ich lasse meinen Ärger sofort raus, wäre mich. Es hat nach über 21 Monaten aufgehört! Meine Wade, die dünne Haut hat sich von alleine regeneriert. Ich konnte es erst nicht glauben aber es ist wirklich abgeheilt. Liebe Grüße Saskia

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    Ich selber leide unter schwerer Depression und sehr schwerer Schuppenflechte am Kopf,knien und an den Ellbogen.Ich bin erst 15 aber es belastet mich stark ich kann mich nicht mehr auf die Schule konzentrieren und Schäme mich auch dafür ...

    Leider habe ich Chronische Schuppenflechte(Psoriasis) und weis das es mein ganzes Leben bleibt.

    Ich war schon bei unzähligen Haut- und Fachärzte

    sie haben mir Cortisonmittel aufgeschrieben aber leider hat nichts gewirkt...

    Jetzt bin ich in der schule am verzweifeln und habe sehr starke Depressionen und weis nicht wie ich weiter machen sollte.

    Ich weis nicht mal mehr ob es überhaupt weiter geht :(

    Liebe Grüße Marco

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    Lieber Marco, ich möchte auf Deinen Beitrag eingehen, da er mich sehr beschäftigt hat. Ich sehe, dass Dich Deine Situation sehr belastet. Ich verstehe sehr gut, dass es Dir in Deiner Situation nicht gut geht.

    Dennoch möchte ich Dir schreiben, dass es keineswegs sicher ist, dass die Schuppenflechte Dein Leben lang so bleiben wird, wie sie jetzt ist. Zwar ist die Schuppenflechte nicht heilbar, aber sie kann sich dennoch verändern, sogar zum Guten.

    Aber Du schreibst ja auch von Deiner Depression. Auch hier ist Hilfe möglich. Es gibt Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Dir bestimmt durch Gespräche und falls erforderlich auch mit Medikamenten helfen können, aus Deiner Depression herauszukommen. Vielleicht fällt Dir der erste Schritt dorthin nicht ganz leicht, aber ich weiß, dass gerade diese Ärzte sehr gut helfen können. Es bleibt natürlich Deine Entscheidung, ob Du Dir dort Hilfe holst, aber ich kann Dir das nur nahe legen, damit Du Dich nicht weiter mit Deinen Sorgen quälst.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass Du eine gute Lösung für Dich findest und wünsche Dir alles Liebe.

    Liebe Grüße schickt Dir Kuno!

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    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      In einer früheren Studie hatten Forscher herausgefunden, dass unter den Menschen mit Schuppenflechte mehr Leute an einer Internetabhängigkeit leiden als ansonsten gesunde. Forscher um Maximilian Schielein von der TU München setzten eine weitere Studie auf: Sie wollen herausfinden, wie stark Betroffene sozial eingeschränkt sind und ob parallel zur Internetabhängigkeit auch Depressionen, verstärktes Rauchen oder Alkoholabhängigkeit zu finden sind.
      Von März bis Juni 2019 waren Betroffene deshalb aufgerufen, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Die Forscher werteten die Antworten von 460 Teilnehmern aus. Fast zwei Drittel waren weiblich, der Altersdurchschnitt lag bei 46 Jahren. Die Teilnehmer hatten ihre Psoriasis seit durchschnittlich 21 Jahren. Fast 23 Prozent waren zum Zeitpunkt der Umfrage nicht in ärztlicher Behandlung.
      Die Ergebnisse in Kurzform
      88 Prozent berichteten, dass sie sich sozial beeinträchtigt fühlen – manche selten, andere öfter.  Eine Internetabhängigkeit wurde 8,5 Prozent der Teilnehmer attestiert. In der Allgemeinbevölkerung sind das 3,2 Prozent (wobei man zu diesem Vergleich mehr wissen muss – siehe weiter unten). 40 Prozent der Teilnehmer zeigten depressive Tendenzen. 33 Prozent gaben an, dass sie täglich rauchen. In der Allgemeinbevölkerung tut das nicht einmal die Hälfte davon. 17 Prozent galten als alkoholabhängig. In der Allgemeinbevölkerung liegt dieser Wert bei 3,1 Prozent. Eine stärkere Alkohol- und Zigarettenabhängigkeit unter Psoriatikern hatten  mehrere Studie früher schon berichtet – doch der Internetabhängigkeit oder dem zwanghaften Internetgebrauch hatte sich bislang nur eine Studie gewidmet, die noch nicht veröffentlicht wurde.
      Studien oft nicht repräsentativ für alle Betroffenen
      Eine Herausforderung bei Studien ist es, Teilnehmer aus dem ganzen Spektrum der Betroffenen zu finden. Meist werden die Daten aus sogenannten Registern benutzt, doch dort werden hauptsächlich die Daten von mittelschwer bis schwer betroffenen Menschen gesammelt, und das in üblichen Einrichtungen wie Arztpraxen oder Kliniken. Das heißt aber auch: All die, die aus irgendeinem Grund nicht wegen ihrer Schuppenflechte zu einem Arzt gehen, kommen in Studien kaum vor. Viele suchen aber im Internet nach Informationen, und genau die wollten die Forscher mit ihrer Studie auch erreichen.
      Eine weitere Herausforderung: Sonst sind in Studien meist der PASI oder die Größe der betroffenen Körperoberfläche das Maß der Dinge. Die online zu ermitteln, ist schwierig – also fielen diese Angaben weg. 
      Eine Frage, 552 Antworten
      Und so wurde mit genau einer Frage ermittelt, ob sich jemand durch seine Psoriasis sozial beeinträchtigt fühlt: "Hindert Ihre Psoriasis Sie daran, bestimmten Freizeitaktivitäten nachzugehen?“ – bewertet auf einer fünfstufigen Skala von "nie" bis „immer“. Alle, die mindestens „selten“ angaben, wurden gefragt, woran genau sie gehindert werden. Dabei gab es keine vorgefertigten Antworten zur Auswahl, sondern ein Textfeld zum Ausfüllen – mit Beispielen wie Schwimmen, Sauna oder Sonnenbaden.
      88 Prozent der Teilnehmer fühlen sich durch ihre Psoriasis selten oder häufiger an Freizeitaktivitäten gehindert. Auf die Frage, woran genau sich die Teilnehmer gehindert fühlten, kamen 552 Antworten. Die meisten drehten sich um
      Schwimmen (273-mal geantwortet) Sport (93-mal) Sauna (49-mal) Sonnenbaden (32-mal) Stigmatisierungen und Aussehen (30-mal) Bewegung und Walken (28-mal) Ausgehen und Freunde treffen (21-mal) Andere (11-mal) Für die Forscher deuten viele Antworten außerdem darauf hin, dass manche Menschen mit Psoriasis weniger soziale Kontakte haben. 
      Weitere Zahlen und Fakten aus der Studie
      Depressive Tendenzen wurden bei 40 Prozent der Teilnehmer festgestellt. Bei diesem Teil der Befragung wurde klar: Je stärker sich jemand sozial beeinträchtigt fühlt, um so stärker sind depressive Tendenzen.
      Der Anteil derer, die täglich rauchen, ist mit 33 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt. In der Allgemeinbevölkerung rauchen Männer häufiger täglich als Frauen. Bei den Teilnehmern dieser Studie war es andersherum.
      Während 17 Prozent der befragten Psoriatiker alkoholabhängig waren, sind es im bundesdeutschen Durchschnitt nur 3,1 Prozent. Jeder vierte Mann gab in dieser Studie an, dass er alkoholabhängig ist – und jede achte Frau.
      Die Zahl der Internetabhängigen aber war es, die die Forscher in dieser Studie wirklich überraschte. In einer repräsentativen Studie waren 3,2 Prozent aller Jugendlichen internetabhängig – unter den (deutlich älteren) Befragten mit Psoriasis waren es 8,5 Prozent. Dabei gab es keine deutlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, dem Alter oder, wie stark sich jemand wegen der Schuppenflechte sozial beeinträchtigt fühlte.
      Die hohe Prozentzahl ist übrigens um so erstaunlicher, weil die Internetabhängigkeit eher bei jüngeren Menschen auftritt und abnimmt, je älter man wird.
      Die Teilnehmer der Umfrage waren im Durchschnitt 21,6 Stunden pro Woche online – abseits der Arbeit.
      Diese auffällig anderen Ergebnisse führen die Forscher auch darauf zurück, dass die Teilnehmer in dieser Online-Umfrage anonym antworten konnten oder die Teilnehmer waren ohnehin anfälliger – oder beides.
      Tipp: Bei therapie.de kann jeder in einem Test ermitteln, ob sein Internetgebrauch problematisch ist.
      Schwächen, Stärken, Schlussfolgerungen
      Den Forschern ist klar: Da es sich um eine Online-Umfrage handelte, konnte der Wahrheitsgehalt der Antworten der Teilnehmer nicht überprüft werden. Und: Mit einer Online-Umfrage erreichen die Forscher nur die, die ohnehin im Internet unterwegs sind – und nicht die, die zum Beispiel keinen Internetanschluss haben. Wer wegen seiner Krankheit stärker Probleme hat, sucht möglicherweise im Netz eher nach Informationen und stolpert irgendwann über die Einladung zur Umfrage als andere.
      Ein Vorteil aber könnte die Anonymität der Teilnehmer gewesen sein: Sie antworteten vielleicht ehrlicher und nicht so, wie sie denken, dass es von ihnen erwartet wird („soziale Erwünschtheit“). Früherer Studien hatten diesen Vorteil jedoch nicht, so dass die Ergebnisse nicht unbedingt vergleichbar sind.
      Für die Forscher unterstreicht die Studie, wie wichtig die psychische Belastung bei Psoriasis ist. Sie zeigt auch, dass Programme zum Abbau der Stigmatisierung nötig sind.
      Ihrer Meinung nach deutet alles darauf hin: Wenn Online-Selbsthilfeplattformen (wie unsere) und ihre Nutzer in die Gesundheitsforschung einbezogen werden, fördert das die Versorgung aller Betroffenen – und nicht nur derer, die beim Arzt oder in einer Klinik behandelt werden, also klassisch als Patienten bezeichnet werden.
      Ein Thema für künftige Studien haben die Forscher übrigens nebenbei ausgemacht: Schmerzen auf oder an der Haut wurden ihnen häufig als Symptom genannt.
      Die Studie "Always Online? Internet Addiction and Social Impairment in Psoriasis across Germany" wurde jetzt im "Journal of Clincal Medicine" veröffentlicht.
      Hinweis in eigener Sache: Das Psoriasis-Netz ist an der Studie nicht unschuldig. Wir unterstützten die Forscher bei der Formulierung der Fragebögen, riefen zur Teilnahme auf und waren an der Publikation der Ergebnisse beteiligt.
      Tipps zum Weiterlesen...
      ...zum Thema Wohlbefinden
      Im "Welt-Psoriasis-Glücks-Report" geht es darum, wie sich Menschen mit Schuppenflechte in Deutschland fühlen. [lesen] "Mit der Krankheit leben, ohne zu verzweifeln" vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [lesen] Informationen der Deutschen Depressionshilfe über Selbsthilfe bei Depressionen [lesen] ...zum Thema Sucht
      Häufig gestellte Fragen zum Thema Sucht, beantwortet von der Caritas Informationen der Anonymen Alkoholiker Das Wichtigste über das Zusammenspiel von Schuppenflechte und Rauchen ...zum Thema Sex
      Partnerschaft und Sexualität bei Schuppenflechte Bei Psoriasis: Der Sex bleibt, die Zärtlichkeit verschwindet
    • Sabs88
      By Sabs88
      Hallo liebe Leidensgenossen, 
      ich leide seit ca einem Jahr unter Psoriasis Pustulosa an der Fußsohle und ein kleinwenig an den Händen. 
      Habe immer stärkere Cortison Salben bekommen, dauraufin ist sie immer zurückgegangen und mit Beerdigung der Behandlung wieder genauso stark aufgeflammt. 
      Möchte keine Chemie mehr nehmen. 
      Was könnte stattdessen helfen? 
      Als ich am Meer war, ist die Psoriasis zurück gegangen - hilft als vielleicht Fußbad mit Meersalz? 
      Habt ihr weitere Tipps? 
      Würde mich freuen 
    • Catriona
      By Catriona
      Hallo liebe Mitschuppis,
       
      ich weiß nicht, ob Interesse daran besteht, aber ich hatte das kleine Bedürfnis, einen Thread zu eröffnen, in dem man persönlichen seine Strategien gegen (gelegentliche) Stimmungstiefs teilen kann.
       
      Vermutlich kennt hier fast jeder das Gefühl der Hilf- oder Hoffnungslosigkeit, das sich immer wieder breitmacht, wenn mal wieder ein neuer Schub in vollem Gange ist. Natürlich hilft es dann bis zu einem gewissen Grad, sich darüber auszukotzen, aber ich würde gerne, anstatt mich in mein Tief reinzusteigern, Strategien sammeln, die solche Tiefs schneller vergehen lassen, oder sie zumindest erträglicher machen.
       
      Was mir persönlich (meistens) hilft, ist, neue Sachen auszuprobieren - Rückschläge inklusive. Ich rühre dann gerne neue Salben oder Öle selber zusammen, oder probiere Produkte aus, die anderen hier vielleicht schon geholfen haben - oder welche, die mich aus anderen Gründen ansprechen. 
       
      Ich hab festgestellt, dass Yoga mir zwar beim abschalten und entspannen gut hilft, ich mich aber wirklich schlecht dazu motivieren kann, ins Studio oder auf meine eigene Matte zu gehen und es wirklich zu machen. 
       
      Wie helft Ihr Euch, wenn Ihr mal wieder down seid?
       
      Liebe Grüße Katharina
    • -Jenny-
      By -Jenny-
      Depressions in my life
      Within my life there is no more delight
      And no more joy
      I cannot recognize myself anymore
      I am just an illusion of misery
      I am tired, pale and waxen
      Inside nearly dead
      I am nowhere
      Don´t know where I am
      And where I belong to.
      I am like a lost soul
      In a swaying flesh
      Twelve completely different halves
      To whose communication
      It might probably never reach
      The physicians act their parts
      And botch around
      But they don´t have anything
      That might help me
      Look, they let me down
      In the darkness of the earth
      Oh, it´s knocking on the door
      The grim reaper comes.
      Jenny Freudenberg
    • Hubertus
      By Hubertus
      Liebe Leute,
      bisher war ich hauptsächlich passiv hier im Forum unterwegs und habe viele wertvolle Infos und auch Ermutigungen erhalten. Dafür vielen Dank. Nun will ich selber etwas berichten, und zwar meine Erfahrungen mit Biologika. Vielleicht interessiert es ja jemanden.
      Ich bin 49 Jahre alt, Nichtraucher, normalgewichtig und halbwegs sportlich. Pso habe ich seit meiner Jugend, lange nur leicht bis mittelschwer und mit Salben in den Griff zu bekommen. Vor rund 15 Jahren kam eine Gelenkbeteiligung dazu. Seit wenigen Jahren wurden sowohl Haut als auch Gelenke deutlich schlimmer. Äußere Faktoren für diese Schübe kann ich gar nicht erkennen. Dann habe ich mich für eine systemische Therapie enschieden und in relativ geringen Abständen Vieles ausprobiert und aufgrund mangelnder Wirkung oder starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt: Fumaderm, MTX, Otezla (Apremilast). Vor einem Jahr  - nach langem Zögern - das erste Biologikum: Cosentyx, was nach kurzer Zeit die Haut extrem verbesserte und die Psorias-Arthritis komplett ausschaltete. Nach etwa acht Monaten ließ die Wirkung allerdings nach, gleichzeitig traten sehr blöde NW auf: Haarwurzelentündungen (kleine Pickel) am ganzen Körper, Hautausschläge und -rötungen, sowie neue Pso-Stellen, zum ersten Mal auch im Gesicht, und die Kopfhaut war wirklich sehr stark betroffen. In einer Tagesklinik wurde ich dann auf Taltz umgestellt; obwohl ein anderer Wirkstoff, wird hier ja dasselbe Interleukin wie bei Cosentyx gehemmt. Trotzdem versprachen sich die Ärzte einen Erfolg. Der blieb leider aus, die NW wurden nur noch schlimmer.
      Gleichzeitig begann meine Psyche extrem zu leiden. Immer wieder depressive Phasen, manchmal fühle ich mich sehr antriebslos, könnte nur heulen. Dazu habe ich hier einen Forumsbeitrag geschrieben. Ich habe diese seelische Krise bisher nur auf die Krankheit geschoben, vor allem auf den Frust, dass die anfängliche exzellente Wirkung des ersten Biologikums so schnell nachgelassen hat bzw. die Haut sogar noch verschlimmerte. Inzwischen habe ich - auch nach der Lektüre einiger Forumsbeiträge hier - den Verdacht, dass die depressiven Phasen auch eine Nebenwirkung des Biologikum sein könnte. (Weiß da jemand mehr?)
      Jedenfalls bin ich nun von Taltz auf Tremfya umgestiegen. Ohne Pause. Meine Dermatologin meinte, das würde nahtlos gehen. Also habe ich vor fünf Tagen meine erste Tremfya-Spritze bekommen. Noch gibt es natürlich keine Veränderungen, aber ich bin voller Hoffnung, dass dieses noch neuere Biologikum hilft und die NW zurück gehen werden.
      Ich werde versuchen, hier regelmäßig zu berichten. Vor allem im Hinblick auf die Nebenwirkungen und die Psyche könnte das vielleicht von Interesse sein? Eventuell gebt mir doch bitte ein Zeichen (Kommentar oder Daumen-hoch), ob ich mein "Tremfya-Prototokoll" weiterführen soll.
      So viel auf die Schnelle.
      Herzliche Grüße in die Runde,
      Euer Hubertus
       
       

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