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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Loyon soll im Kampf gegen die Schuppen helfen

    Seit Mitte 2014 gibt es Loyon – ein  Produkt, das die dicken Schuppen auf dem Kopf oder auch woanders lösen soll. In Loyon steckt kein wirklicher medizinischer Wirkstoff. Stattdessen setzt der Hersteller auf reine Physik: Die Flüssigkeit kriecht unter die Schuppen und Krusten. Dort löst sie die von der Hautschicht ab, die darunterliegt. Das macht die Finger arbeitslos, die die Schuppen sonst gern abkratzen – und das schon mal, bis es blutet.

    Bei der Vorstellung des Produktes während der Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie wurde Loyon als „Caramba für den Kopf“ bezeichnet. (Für alle Nicht-Bastler: Gemeint ist damit ein rostlösendes Öl, das auch in die letzte, noch so versteckte Ecke kriecht.)

    Enthalten sind Cetiol CC und Dimeticon. Cetiol CC soll die Haut glätten und aufweichen. Dimeticon wird auch als Polydimethylsiloxanöl bezeichnet. Äußerlich wird es auch gegen Läuse eingesetzt. Der Hersteller verspricht: Das Produkt brennt, klebt und riecht nicht.

    Anwendung von Loyon

    Loyon kommt in einer Flasche. In der Packung sind eine Pipette und ein Sprühkopf enthalten. Außer bei Glatzenträgern dürfte ein Sprühkopf auf dem Kopf aber entweder nicht durch die Haare kommen oder zu ungenau sein. Für andere Körperpartien dagegen ist der Sprühkopf bestimmt in Ordnung. Auf jeden Fall wird das Produkt nach dem Auftragen leicht eingerieben. Danach soll es mindestens drei Stunden auf der Haut bleiben. Am praktischsten dürfte es sein, es vor dem Schlafengehen anzuwenden. Morgens (oder eben nach drei Stunden) wird das Produkt mit einem leichten Shampoo abgewaschen.

    Das Produkt ist frei von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen. Es soll auch bei Kindern, Schwangeren oder älteren Patienten angewendet werden können. „Das Präparat ist praktisch nebenwirkungsfrei“, wird Professor Ulrich Hengge aus Düsseldorf in „Pharmawissen aktuell“ (Beilage zum Heft 6/2014 von „Der Deutsche Dermatologe“) zitiert.

    Loyon

    Loyon kann vom Hautarzt zwar verschrieben werden – aber „nur“ auf ein so genanntes Grünes Rezept. Es muss also selbst bezahlt werden. Laut Hersteller reichen die 15 Milliliter der kleinen Packung bei der Behandlung der Kopfschuppenflechte für eine Woche. Nach 3 bis 7 Tagen soll "eine deutliche Reduktion der Schuppung" zu sehen sein, wie uns der Hersteller in einem Schreiben mitteilte.

    An der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf lief eine Studie, in der die Wirksamkeit und die Sicherheit von Loyon wissenschaftlich untersucht wurden. 90 Teilnehmer mit einer Kopfschuppenflechte (Psoriasis capitis) bekamen 14 Tage lang entweder das Originalprodukt oder ein Präparat mit 10% Salicylsäure. Bei ihnen mussten mindestens zehn Prozent der Kopfhaut befallen sein. Weder Kortison noch innerliche Medikamente durften in den Wochen vorher zum Einsatz gekommen sein. Das Ergebnis wurde (unseres Wissens) noch nicht veröffentlicht.

    Wichtig zu wissen: Loyon kann die Schuppenschicht entfernen – nicht mehr und nicht weniger. Danach ist die Haut empfänglicher für Medikamente mit aktiven Wirkstoffen, die der Hautarzt verschreiben kann. Zumindest besteht die Chance, dass die dann besser wirken. Doch schon ein Leben ohne die Kruste auf dem Kopf ist für viele Menschen mit Psoriasis ein besseres. :)

    Meinungen von Anwendern

    Ein Nutzer des Psoriasis-Netzes berichtete über die Anwendung von Loyon:

    Gegenüber anderen schuppenlösenden Mitteln am Kopf wirkte es nach eigenem, subjektiven Empfinden sehr gut. Bereits nach einmaligem Auftrag waren Stellen von sichtbaren Schuppen befreit und ein medizinisch wirksames Präparat konnte wesentlich besser zum Einsatz kommen, denn es erreichte direkt die betroffene Haut, ohne Schuppenschichten durchdringen zu müssen.

    In unserem Forum gibt es unterschiedliche Erfahrungen:

    Ist angenehmer als Salicyl-Vaseline, da sie nicht so fettet.

    Vom Gefühl her war es nicht schlecht. Schuppen wurden, meine ich, etwas weicher. Zum genauen Probieren war die Flasche leider zu klein. Sie hielt ca. 3 Tage.

    Überraschenderweise muss ich sagen, dass ich damit super zurechtkomme und jetzt schon nach zweimaliger Anwendung die ganzen Krusten los bin :-) und es war schmerz- und juckfrei. Natürlich werde ich das Mittel regelmäßig anwenden müssen, aber mich beruhigt, dass es von den Wirkstoffen harmlos ist und ich als Physiker endlich mal verstehen kann, wieso das wirkt.

    In (Online-)Apotheken kostet Loyon um die 8 Euro (15 Milliliter) bzw. um die 20 Euro (50 Milliliter).


    Bildquellen

    • Loyon: Hersteller
    • Schuppenflechte an der Kopfhaut: Farina3000 - Fotolia.com

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    • Helferlein
      By Helferlein
      Loyon Care ist ein Fluid, mit dem die Haut täglich gepflegt werden kann. Das Gel ist fettfrei. Entwickelt wurde es für die Nutzung bei trockener, schuppiger und juckender Haut. Das schließt Neurodermitis und Schuppenflechte ein. Eine spitz zulaufende Tülle soll es einfach machen, das Gel auch auf der behaarten Kopfhaut anzuwenden.
      Loyon Care soll Feuchtigkeit spenden und bis zu 16 Stunden lang die Haut schützen.
      Loyon Care kann mehrmals am Tag auf die Hautstellen aufgetragen werden.
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Im Sommer 2015 konnten Nutzer des Psoriasis-Netzes Loyon testen. Damit sollen vor allem die dicken, fest haftenden Schuppen einfach gelöst werden. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse von 19 Testern.
      Je nach befallener Körperregion und Vorliebe können Loyon-Anwender zwischen einer Pipette oder einem Sprühkopf wählen. Für Schuppenflechte-Stellen auf dem Kopf oder um die Ohren wählten die meisten Tester die Pipette aus. Für Psoriasis-Stellen am Bein nutzten die Betroffenen oft den Sprühkopf.
      Meinungen der Tester
      Eine Testerin berichtete:
      Insgesamt wurde die Wirkung auf dem Kopf besser bewertet als am Rest des Körpers.
      Zwei Tester bemerkten eine Verschlechterung der Psoriasis und brachen den Test (vernünftigerweise) ab. Eine Testerin musste den Test abbrechen, weil die Augen mit einem "furchtbaren Brennen" reagierten. Loyon ist eben sehr flüssig und krabbelt schnell überall hin, wenn der Anwender nicht aufpasst.
      Andere berichteten, dass ihre Psoriasis (am Körper) nach einer anfänglichen Verbesserung wieder in den Zustand vor der Behandlung überging.
      Loyon kann auch gegen Milchschorf angewendet werden. Zwei Tester griffen deshalb bei Kindern bzw. Enkeln nebenbei auch zum Loyon. Bei zwei von drei Kindern tat die Lösung sehr gut ihren Dienst, bei einem blieb eine Wirkung aus.
      Zwei Nutzer fanden, dass in einer Packung Loyon nicht genug enthalten ist, um eine vollständige Entschuppung zu erreichen.
      Ergebnis der Abschluss-Umfrage
      15 Benutzer stimmten in der Abschluss-Umfrage ab.
      Die Mehrheit hat bei Loyon keinen Geruch wahrgenommen. Bei den meisten zieht die Lösung schnell ein. Die große Mehrheit fand das Produkt "gut" ergiebig. Die große Mehrheit fand Loyon sehr gut oder gut verträglich. Bei 10 Testern waren die Schuppen sehr gut oder gut gelöst, bei 5 Testern jedoch nicht so gut. Bei vier Fünftel der Tester waren die Schuppen nach einer Woche nicht vollständig entfernt. 6 Tester würden das Produkt weiterempfehlen, einer nicht – und 8 bedingt. Die Abstimmung mit allen Einzelheiten sowie die ungefilterten Meinungen der Tester finden Sie in der Disksussion unserer Community.
      Was ist Loyon?
      Das Produkt ist die flüssige Mischung eines medizinischen Silikon-Öls mit einem Mittel, das die Haut weich und geschmeidig macht (Emolliens). Es wird eingesetzt, um hartnäckige Schuppen (Plaques) zu lösen. Am besten wirkt es auf dem Kopf. Aber man kann damit auch Plaques am gesamten Körper, z.B. auch an Händen und Füßen ablösen. Sind die Stellen dann schuppenfrei, kann die Haut gut mit einem Wirkstoff behandelt werden.
      Das Mittel ist vor allem für diejenigen interessant, für die Salizylsäure selbst in niedriger Dosis nicht in Frage kommt: Babys, Kleinkinder, Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, Stillende, alte Menschen und Patienten mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion. Es wirkt lediglich physikalisch, nicht aber pharmakologisch (chemisch).
      Was ist in Loyon enthalten?
      Die Inhaltsstoffe sind laut Hersteller
      medizinisches Silikonöl Dimeticon (Poly-Dimethyl-Siloxan-Öl) Emolliens Dicaprylyl Carbonat (Cetiol® CC) Was enthält Loyon nicht?
      Das Produkt enthält laut Hersteller keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.
      Was soll Loyon bewirken?
      Die Flüssigkeit verbreitet sich gleichmäßig auf Schuppen und Krusten („spreiten“) und dringt in sie ein („kriechen“). Rein physikalisch wird der Zusammenhalt der Plaques, d.h. ihre Oberflächen-Spannung, zerstört und sie zerfallen in Einzelteile.
      Das Produkt wurde an 90 Teilnehmern mit einer Schuppenflechte auf dem Kopf (Psoriasis capitis) wissenschaftlich untersucht. Im Vergleich zu 10-prozentiger Salizylsäure wirke es im Endeffekt gleich gut, aber deutlich schneller, so Dr. Petra Staubach (Uni Mainz). Es bleibe nicht in den Haaren hängen und es gäbe keine Unverträglichkeiten.
      Weitere Informationen über Loyon® finden sich im Psoriasis-Netz und auf der Internetseite des Herstellers. Das Medizinprodukt ist in Apotheken erhältlich.
      Wie wird Loyon angewendet?
      Loyon® wird einmal am Tag auf die Plaques aufgetragen und leicht eingerieben. Danach soll es mindestens drei Stunden auf der Haut bleiben; praktischerweise vor dem Schlafengehen. Danach kann alles mit einem milden Shampoo abgewaschen werden.
      Es nützt nichts, die eingesprühten Plaques zusätzlich mit Plastikfolie luftdicht („okklusiv“) abzudecken, weil das Mittel selbst schon einen Film bildet.
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Im Kinderschwimmbecken des Hallenbades Oerlikon in Zürich wird am 1. März 2020 viel los sein: Ab 14 Uhr ist ein Teil des Areals für Kinder mit Auffälligkeiten der Haut reserviert. Der Rest des Schwimmbades ist für den normalen Badebetrieb offen.
      Der "Hautstigma Swim-Day" ist ein Angebot der schweizerischen Initiative "Hautstigma" zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hautauffälligkeit. Eingeladen sind Kinder und Jugendliche, deren Haut wegen Brandverletzungen, Unfällen oder einer Krankheit anders aussieht als die von Gleichaltrigen – also auch Nachwuchs mit Schuppenflechte, Narben, großen Muttermalen oder Vitiligo.
      Und weil Schwimmen, Spielen und Toben hungrig macht, steht auch eine Zvieri auf dem Programm – eine Zwischenmahlzeit.
      Im Bad sind Ganzkörper-Anzüge erlaubt, doch die Initiatoren des Events schreiben in der Ankündigung:
      Wir meinen: Eine schöne Idee, in der Öffentlichkeit für die Akzeptanz von Menschen mit Hauterkrankungen oder auch nur Hautmakeln zu werben.
      Gegen Stigmatisierung von Hautkranken setzt sich in Deutschland auch das Projekt "In meiner Haut" ein, in dem wir auch mitarbeiten.
      Mit Schuppenflechte & Co ins Schwimmbad
      Welche Erfahrungen hast du mit deiner Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis gemacht? Oder suchst du nach Tipps von anderen Betroffenen? Willkommen in unserer Community!
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Das Medikament Fumaderm ist in Deutschland eines der am meisten verschriebenen innerlichen Medikamente bei Psoriasis. Offiziell ist es für die Behandlung ab 18 Jahren zugelassen. Künftig sollen auch Kinder und Jugendliche damit therapiert werden können. Dafür läuft seit einigen Jahren in mehreren deutschen Kliniken die KiFuDerm-Studie, deren Ergebnisse noch ausstehen. Jetzt wurden Daten von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht, die in der Vergangenheit „off-label“ mit Fumarsäureestern behandelt wurden.
      Bislang gibt es für die innerliche Therapie von Psoriatikern unter 18 Jahren keine Standard-Therapie, sondern lediglich eine Empfehlung: Zuerst sollen Methotrexat und Ciclosporin zum Einsatz kommen. Als Alternative werden Fumarsäureester (FSE) und Retinoide genannt – letztere jedoch erst im Jugendalter. Das Biologic Enbrel darf ab sechs Jahren angewendet werden, wenn eines der zuvor genannten Medikamente ausprobiert wurde oder aus einem triftigen Grund nicht verwendet werden darf.
      Einsatz ohne Zulassung oft mangels Alternativen
      In den vergangenen Jahren wurde diese Altersgruppe außerhalb der Zulassung („off-label“) trotzdem mit Fumaderm behandelt. Daten dieser Patienten wurden von Forschern um Professor Kristian Reich ausgewertet. Sie wollten wissen, wie wirksam und sicher das FSE -Gemisch in der Langzeittherapie in dieser Altersgruppe ist. Dazu lagen ihnen Angaben von 127 Patienten zwischen 6 und 17 Jahren vor. Sie alle hatten eine mittelschwere bis schwere Psoriasis und waren in mehreren Zentren oder Arztpraxen bis zu drei Jahre lang mit FSE behandelt worden. Dabei hatten sie maximal vier Tabletten pro Tag eingenommen.
      66 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen hatten FSE ein Jahr lang genommen, die anderen hatten zwischenzeitlich abgebrochen. Nach zwei Jahren blieben noch 39 Prozent übrig, nach drei Jahren 24 Prozent. Fast 60 Prozent dieser jungen Teilnehmer verwendeten zusätzlich zu Fumaderm Hautpflegeprodukte oder äußerliche Medikamente (wirkstoffhaltige Cremes, Salben o.ä.).
      Ergebnisse
      Die Ärzte sollten beurteilen, wie sich Schwellung, Schuppung und Rötung der Psoriasis bei den jungen Patienten durch FSE verändert haben. Dieser so genannte PGA verbesserte sich nach drei Monaten bei 36,4 Prozent und nach sechs Monaten bei 50,0 Prozent von ursprünglich 2,7 auf unter 1. Im Durchschnitt war der Wert nach 36 Monaten (drei Jahre) bei den Verbliebenen um die Hälfte auf 1,3 gesunken.
      Die Ausbreitung und der Schweregrad der Psoriasis (PASI) verbesserten sich durch FSE um 75 Prozent (PASI 75) nach drei Monaten bei 18,9 Prozent und nach sechs Monaten bei 30,4 Prozent. Eine Verbesserung um 90 Prozent (PASI 90) trat bei 7,6 Prozent nach drei Monaten, bei 10,9 Prozent nach sechs Monaten auf.
      Das Ausmaß des Hautbefalls (BSA) verbesserte sich durch FSE von anfangs 18,2 nach nach drei Monate auf 9,1 und nach sechs Monaten auf 7,6. Nach 36 Monaten betrug der Durchschnittswert bei den Verbliebenen 6,6.
      Sicherheit und Nebenwirkungen
      Fumaderm ist für erwachsene Patienten oft ein harter Brocken wegen der Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn der Therapie. Das war bei den Youngstern nicht anders: Bei 29,1 Prozent wurden "unerwünschte Ereignisse" während der FSE–Therapie registriert. Am häufigsten waren das Magen-Darm-Beschwerden und Hitzewallungen ("Flushs"). 11,8 Prozent der jungen Patienten brachen die FSE-Therapie deshalb ab.
      Wie auch bei Erwachsenen veränderten sich bei den Kindern und Jugendlichen während der Langzeit-Therapie die Werte von Leukozyten, Lymphozyten und Gamma-Glutamyl-Transpeptidase (GGT). Das konnte von den Autoren jedoch nicht seriös bewertet werden, weil im Studienverlauf für immer weniger Patienten die Laborwerte dokumentiert wurden. Ob junge Patienten wegen riskanter Blutwerte aus der Therapie genommen wurden, sei nicht festhalten worden.
      Nebenwirkungen in Zahlen
      Ergebnisse einer ersten Studie zu Fumaderm im Kinder- und Jugendalter. Bei den 127 Teilnehmern zeigten sich folgende Nebenwirkungen:
      Beschwerden Zahl der Teilnehmer mit diesen Beschwerden in Prozent ausgedrückt Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm) 33 25,43 Infektionen und Infestationen 4 2,97 Erkrankungen an Muskeln, Skelett oder Bindegewebe 2 1,58 Erkrankungen an Nieren oder Harnweg 2 1,58 Erkrankungen an Haut und Unterhaut 1 0,79 Erkrankungen an Gefäßen (Flush) 10 7,87 Fazit
      Fumarsäureester hätten bei den beteiligten Kindern und Jugendlichen „eine deutliche Verbesserung im Schweregrad der psoriatischen Hautläsionen" bewirkt; besonders deutlich nach den ersten sechs Monaten. Danach verbesserte sich der Hautzustand bei den meisten nur noch langsam.
      Die empfohlene Dosisierung für Erwachsene wäre auch für diese Altersgruppe wirksam und verträglich.
      Allerdings sind die Autoren der Studie bewusst vorsichtig, diese Ergebnisse für allgemeingültig zu erklären: "In dieser Studie hat ein geringer Teil der Patienten die Fumarsäureester länger als 12 Monaten erhalten", schreiben sie. Weshalb innerhalb von drei Jahren 76 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht mehr damit behandelt wurden, konnte den Daten nicht entnommen werden. Ihre möglichen Erklärungen: Die Psoriasis könne in diesem Alter auch ohne Therapie längere Zeit wegbleiben. Außerdem wollten Eltern oft, dass innerliche Therapien bei ihren Kindern so kurz wie möglich angewendet werden.
      Ausdrücklich verwiesen wird auf die laufende klinische Studie. Im Gegensatz zur nachträglichen (retrospektiven) Datenerhebung in der vorliegenden Veröffentlichung werden bei der KiFuDerm-Studie die Daten von Anfang an (prospektiv) erhoben und mit Placebos verglichen.
      Die Studie "Retrospektive Datenerhebung der Psoriasis-Behandlung mit Fumarsäureestern bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KIDS FUTURE-Studie) erschien im Januar 2016 im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (JDDG).
    • Fashionfight
      By Fashionfight
      Hallo ihr Lieben, 
      Ich habe seit 3 Jahren ungefähr Schuppenflechte auf dem Kopf und sid war zwischenzeitlich so schlimm, dass ich nun am Hinterkopf und Scheitel kahle Stellen habe.  Nachdem ich andauernd andere Cremes etc verschrieben bekam und die alle nichts brachten informierte ich mich selber im Internet und fand LOYON ein Mittel was das abfallen dicker Krusten verspricht und ich kann euch nur empfehlen es zu holen! Habe es einmal angewendet und keine Krusten mehr.  Nun plagen mich die öden Schuppen allerdings noch. Was hilft bei euch gegen die Schuppen? Habe bis jetzt babyshampoo benutzt welches extra sensitiv und auch für Neurodermitis geeignet ist nun traue ich mich nicht mehr recht an die ganze Chemie etc. Aus Angst es wird wieder schlimmer :/
       
      Lieben Gruß! 

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