Jump to content
  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    PUVA-Behandlung begünstigt angeblich Infektion mit HPV-Viren

    Viele Menschen mit Schuppenflechte werden oft mit PUVA-Bestrahlung behandelt. Forscher meinen: Sie gehen damit ein erhöhtes Krebs-Risiko ein – vor allem diejenigen, die vorher sogenannte Psoralene geschluckt haben. Diese Methode ist allerdings (zum Glück) außer Mode gekommen. Heutzutage werden die Psoralene meist in einer Lösung oder Creme auf die Haut aufgetragen.

    Psorialene machen die Haut lichtempfindlicher, damit die UV-Strahlen in tiefere Hautschichten eindringen können.

    Eine Studie lieferte eine mögliche Erklärung, warum das Krebsrisiko steigt: Danach begünstigt PUVA die Infektion der Haut mit Viren – genauer gesagt mit "humanen Papillomviren", kurz HPV genannt.

    Die Studie stammt vom US-amerikanischen Dermatologen Robert Stern. Er ist seit 20 Jahren hinter dem Krebsrisiko her. Nun lieferte er nach: 25 Jahre (!) nach Ende der Behandlungen erkranken mehr als die Hälfte aller PUVA-Patienten an einem Hautkrebs. Dabei geht es um Menschen, die mehr als 400 PUVA-Behandlungen erhielten.

    Von den PUVA-Patienten mit Hautkrebs hatten sich 73 Prozent mit dem HPV-Virus infiziert. Diese stehen im Verdacht, den Krebs "anzufeuern". Die Vermehrung dieser Viren wird durch PUVA begünstigt. Das passiert entweder, weil die Strahlen selbst die Vermehrung der Viren anregen oder, weil die PUVA-Therapie das Immunsystem unterdrückt und die Viren dann leichteres Spiel haben. Patienten ohne PUVA und ohne Hautkrebs hatten nur zu 36 Prozent den HPV-Virus in sich. Menschen, die mit PUVA behandelt worden waren, hatten bereits deutlich Spuren von HPV-Genen in ihren Haaren.

    Faizt von Peter Wolf und seinen Mannen von der Uni Graz: Die Unterschiede zwischen Psoriatikern mit PUVA-Vergangenheit und ohne diese waren deutlich. Obwohl nur 81 Patienten untersucht wurden, gehen die Wissenschaftler von einem Zusammenhang von PUVA und Krebs aus. Claudia Liebram

    Quellen:

    • J Invest Dermatol, 121/2003
    • Deutsches Ärzteblatt online, 16. März 2004
    • Archives of Dermatology, 140/2004

    Zuletzt aktualisiert:

    User Feedback

    Recommended Comments

    Welche PUVA ist gemeint?

    Betrifft das Ergebnis auch die Bade-Puva, oder nur die PUVA mit innerlicher Einnahme von Medkamenten?Wenn man 70 Bade-PUVA Behandlungen pro Jahr lt. Krankenkasse durchführen kann, würde ja 6 Jahre reichen um Hautkrebs zu bekommen.

    Link to comment
    Share on other sites



    Join the conversation

    You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
    Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

    Guest
    Add a comment...

    ×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

      Only 75 emoji are allowed.

    ×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

    ×   Your previous content has been restored.   Clear editor

    ×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.