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  • Rolf Blaga
    Rolf Blaga

    Trotz Berufskrankheit im Job bleiben – ab Januar 2021 ist das möglich

    Ab Januar 2021 ist es möglich, trotz einer anerkannten Berufskrankheit weiterhin in dem Beruf zu arbeiten – auch wenn der diese Erkrankung verursacht hat oder sie verschlimmern könnte. Das war bisher nicht möglich. Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern außerdem Vorsorgemaßnahmen anbieten, wenn die im Freien arbeiten. Darauf machte der Hautärzteverband BVDD aufmerksam.

    Erkrankungen der Haut stehen mit an der Spitze der Berufskranheiten. Das sind Handekzeme und Kontaktallergien, vor allem aber Lichtschädigungen wie aktinische Keratose, weißer und schwarzer Hautkrebs. Schuppenflechte wurde bisher bei sehr wenig Betroffenen als Berufskrankheit anerkannt. Bedingung ist, dass die Psoriasis durch die berufliche Tätigkeit erstmals ausgebrochen ist oder sich durch sie verschlechtert.

    Bisher galt, dass jemand ohne Wenn und Aber alle Tätigkeiten zu unterlassen hat, durch die die Krankheit ursächlich entstanden ist oder sich verschlimmern könnte bzw. wiederauflebt (§9 Abs.4 SGB VII). Ab Janaur 2021 ist es möglich, dann im Beruf zu bleiben, wenn diese Gefahr „durch andere geeignete Mittel“ beseitigt werden kann.

    Die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung müssen aktiv werden und den Betroffenen Schulungen anbieten. Individuell, bezogen auf die eigene Berufskrankheit, ist über Gefahren und Schutzmaßnahmen der Tätigkeit aufzuklären. Die Betroffenen sind verpflichtet, an diesen Vorsorgemaßnahmen teilzunehmen und sie in der Praxis zu beachten. Sie können rückwirkend bis 1997 überprüfen lassen, ob sie unter diesen Umständen wieder in ihrem Beruf arbeiten dürfen. Entsprechend ändert sich §12 der Beitragsverfahrensordnung

    Nur wenn sich durch geeignete Schutzmaßnahmen die Berufskrankheit nicht verbessern lässt, ist ein Tätigkeitsverbot vorgesehen.

    Der BVVD weist außerdem auf eine Reglung hin, die für Arbeitnehmer gilt, die im Freien arbeiten und der UV-Strahlung ausgesetzt sind: Arbeitgeber müssen ihnen eine medizinische Vorsorge anbieten, wenn die Betroffenen längere Zeit draußen arbeiten – bei Beginn der Arbeitstätigkeit und danach regelmäßig. Das besagt seit Juli 2019 die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Den Arzttermin gibt es nur selten zur gewünschten Zeit. Für Werktätige kann das ein Problem sein.
      Generell ist das Fernbleiben von der Arbeit wegen eines Arztbesuchs nur erlaubt, wenn die Beschäftigung für den Arbeitnehmer unzumutbar ist. Das betont Jobst-Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins.
      Ein Arbeitnehmer kann sich zum Beispiel bei akuten Beschwerden freistellen lassen oder wenn bei längerem Warten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes droht. Ansonsten muss er dem Experten zufolge versuchen, einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten zu bekommen. Ist das nicht möglich, sollte er seine Abwesenheit so kurz wie möglich halten. "Für Arbeitnehmer ist es ratsam, sich vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Termin während der Arbeitszeit wahrgenommen werden musste", rät Bauer.
      Eine Freistellung könne der Beschäftigte auch dann verlangen, wenn sein Arzt nur wenige freie Termine hat und nicht bereit ist, eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vorzunehmen. Der Arbeitgeber dürfe in einem solchen Fall nicht auf einem Arztwechsel bestehen.
      "Die Wahl des Arztes ist Vertrauenssache und hat Vorrang vor den Interessen des Arbeitgebers. Wichtig ist jedoch, dass der Arbeitnehmer sich vor dem Termin vom Arbeitgeber eine entsprechende Erlaubnis holt", sagt der Rechtsanwalt.
      Auch für Vorsorge- und Routineuntersuchungen gibt es demnach eine Befreiungsmöglichkeit, obwohl hier keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hat allerdings eine solche Untersuchung Zeit, bis zum Beispiel ein wichtiges Firmenprojekt fertiggestellt ist, ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, solange zu warten, wie Bauer betont. Hier gilt es zudem ebenfalls, möglichst einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten auszumachen.
      Solange für den Arbeitnehmer der Arztbesuch während der Arbeitszeit unumgänglich ist, verhält er sich vertragsgerecht. Der Arbeitgeber kann ihn daher nicht abmahnen. Die Möglichkeit, ohne Lohnverluste zum Arzt zu gehen, ist allerdings nicht unbegrenzt. "In manchen Tarifverträgen ist die bezahlte Abwesenheit ausdrücklich auf einige Stunden pro Monat beschränkt", sagt der Experte. Ist der Arbeitnehmer hingegen so krank, dass er arbeitsunfähig ist, erhält er ohnehin Lohnfortzahlung.
      Quelle: ddp, 20.02.2004
    • Jeny
      By Jeny
      Guten Abend alle zusammen 🙂
      Ich wollt mal fragen wie ihr das so handhabt mit dem Arbeiten und den Arztterminen?
      Bei uns im Geschäft ist es so das ich die Termine nur auf die Freizeit legen kann; dass heisst mir wird die Zeit abgezogen in der ich zb. beim Blut abnehmen bin, oder ich muss mir halt nen Tag Urlaub nehmen wenn´s länger dauert!
      Ich hatte auch schonmal ein Attest vom Hautarzt mitgebracht; da ich mir keinen Urlaub für den Tag nehmen konnte und blöderweise auch noch Frühschicht hatte!
      Das Attest für die Stunde die ich weg war wurde leider nicht akzeptiert... da ich die Termine ja nicht auf die Arbeitszeiten legen soll... Toll, wenn man dringend nochmal ein Blutbild machen soll... was hätt ich den tun sollen!?!
      Zudem ist es jetzt halt so das ich immer in die Dermatologie nach Ulm gehe zum Blut nehmen und wegen meinen Rezepten für´s Enbrel (meinem Hautarzt wars zu teuer...), ja, und nach Ulm sinds gute 50km... das heisst das ich mit "nur" Blut nehmen ca. 2 Stunden unterwegs bin!
      Meistens will sich der Arzt dann ja aber noch die Haut angucken und die Wartezeiten sind dort manchmal echt übel lang...
      Ich leg die Termine schon immer nach möglichkeit auf meine Spätschicht, d. h. das ich erst um 11Uhr anfangen muss zu arbeiten... komme trotzdem immer zu spät und mir wird dann die Zeit abgezogen!
      Diese Woche war ich wieder mal (gute 3 Stunden warten müssen...erst um dreiviertel 12 ins Geschäft gekommen) ja, und heute hat die Ärztin angerufen das mein Blut nicht stimmt und im Urin Eiweiss ist, was auch immer das heissen mag! Naja, ich muss jetzt nächste Woche nochmal hin zum Blut nehmen, da hab ich aber frühschicht! D.h. ich muss mir nen Tag Urlaub nehmen um nicht an den Minusstunden zu ersticken!
      Gibts da nicht ne Sonderregelung oder ne Art Krankmeldung die ich mir von der Uni Klinik austellen lassen kann?
      Immerhin ist es ja doch ne heikle Angelegenheit mit dene Biologics, und die überprüfung und untersuchung ist ja schon wichtig!!!
      Wie regelt ihr das?
      Nehmt ihr euch immer Urlaub?
      Will meinen ganzen Urlaub eigentlich nicht für Blutabnehmen und Arztbesuche verplempern....
      LG
      JEnny
    • PseudoTom
      By PseudoTom
      Hallo zusammen,
      ich war hier Jahre nicht aktiv und hatte eigentlich auch keine Beschwerden oder Probleme (zum Glück), doch nun würde ich mich sehr über eure Hilfe, Tipps und Unterstützung freuen.
      Ich fasse kurz zusammen: Ich bin 53 Jahre jung und habe seit 2013 Psoriasis Arthritis, nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich gut damit leben und arbeiten. Habe auch einen GdB 50 seit 2015.
      Ich bin dann 2015 umgezogen und habe somit auch meinen Rheumatologen wechseln müssen. Schleichend wurden dann Kortison Tabletten und ähnliches abgesetzt. Alles gut.......bis auf die letzten, sagen wir 2 Jahre. Beruflich muss ich sagen, habe ich als Klempner einen wirklich schweren Beruf, überwiegend kniend und körperlich sehr anstrengend. Es häufen sich also die Krankmeldungen und richtig schlimm ist es nun dieses Jahr und die letzten 6 Monate. Brennen in den Gelenken (Handgelenk, Schulter und Ellenbogen ), beide Knie wurden bzw. werden operiert wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung), ich komme mir eben vor wie ein alter Mann. Übrigens habe ich seit Februar ständig Tinitus, was mich wahnsinnig macht und bisher niemand erklären konnte. Und das Ganze hat sich eigentlich erst seit meinem Umzug so entwickelt, was auch mit dem neuen Job zu tun hat, der mir einfach immer schwerer fällt. 
      Naja, derzeit bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und mein Chef sagte mir, ich solle mir langsam etwas anderes suchen oder Ausschau halten, weil die Belastung einfach zu groß ist, da sind wir einig. 
      Meine Rheuma Tante hat nun  mit mir einen Reha Antrag gestellt, hoffe das wird genehmigt und hilft mir. Meine erste und letzte Reha ist 7 Jahre her. Mich beschäftigt, mehr als meine Gesundheit, wie geht weiter, beruflich und finanziell. Was kann ich tun, mit stehen nun noch die Reha und meine 2. Knie OP bevor, die kommen Anfang 2021 auf mich zu. Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss? 
      Danke für eure Zeit und eventuelle Antworten 
    • defi
      By defi
      Hallöchen,
      ich lese hier schon seit einigen Jahren und hab mir einige tipps von euch abgeschaut und jetzt dachte ich meld ich mich hier doch auch mal und schreib ein paar takte, Schaden kann es nicht.
      Erstmal ein wenig über mich selbst, ich heiße Kevin bin 23 Jahre jung und komme aus Ba-Wü, ich hab eine abgeschlossene Lehre als Zimmermann hinter mir und arbeite nach wie vor auch noch begeistert in diesem Beruf.
      Da ihr alle selbst ganz gut bescheid wisst wie PSO das Leben beeinflusst und der großteil von euch das selbst schon durchgemacht haben spare ich mir einfach mal den "mimimi" teil und komm direkt mal zu meinen bisherigen Behandlungen.
      - Bestrahlungstherapie (Kaum machbar wärend der Arbeit)
      - Verschiedene Salben und äuserliche behandlungen (bei einem 10 stunden tag im dreck?)
      - Fumaderm (hat 1 Jahr gut geholfen danach andauernder Flash & Magenkrämpfe)
      - Ciclosporin (schreibt man das so?? ^^)
      - MTX (Abgebrochen wegen sehr hohen Leberwerte)
      Bevor ich mir das anhören muss: Nein ich trinke keinen Alkohol wärend einer Therapie
      In den Pausen gönn ich mir jedoch mal nen glaß Jacky <3
      Das ganze hat sich etwa über 4 Jahre so hingezogen und war eine üble Achterbahnfahrt,
      zum teil war ich zu stur um einfach mal später zur arbeit zu gehen zum anderen war es mir auch
      nicht immer möglich die Dinge zu beeinflussen. Sprich den ganzen Tag auf der Baustelle abends dan noch eventuelle lange Fahrzeiten wegen auswärts Baustelle dan hat der Doc eben schon zu
      Auch zu anfang dachte ich "achwas bischen haut das ist halt ausschlag das geht schon wieder weg" und hab die ganze sache mehr oder weniger ignoriert bis ich dan mal endlich zum Hautarzt bin.
      Zu stolz, zu dickköpfig, viel zu stur ... und jetzt bereue ich es, zu lange gewartet, zu lange nichts getan, zu lange gedacht "Der Herr gibt es, und der Herr nimmt es"
      Mein aktueller stand ist recht schwammig, ich warte derzeit auf meine Blut ergebnisse bzw. auch auf das "okay" von der Krankenkasse um endlich Biologics zu bekommen. Ich denke Stelara wird es werden, Ich hoffe nächste woche kann es dan los gehen (zwangspause wegen MTX) bis dahin hänge ich etwas in der Luft. Krank geschrieben und am Langeweile schieben
      Ich habe auch geplant hier im Forum ein kleines Biologic Tagebuch zu führen, ich weiß nicht ob das jemand helfen könnte, aber mir hilft es bestimmt das aufzuschreiben um es einfach losgeworden zu sein.
      Falls noch fragen im raum stehen immer raus damit, ich freue mich immer über Post
      mfg Kevin
    • Xeminio
      By Xeminio
      Hallo zusammen,
      Ich bin noch ganz neu hier wollte aber mal nach Erfahrungen fragen.
      Und zwar geht es im speziellen um Probleme mit Cosentyx und der Arbeit in medizinischen/pflegerischen Einrichtungen (z.b. Krankenhaus oder Pflegeheim).
      Ich bin momentan am überlegen in den Bereich der Medizintechnik zu wechseln, müsste dafür aber öfter in o.g. Einrichtungen.
      Meine Frau hat jetzt etwas Angst, da ich durch Cosentyx ja anfälliger für Infekte bin (gerade in Zeiten von Corona ist das ja nicht so lustig....).
       
      Danke schonmal für jede Info/Anregung die ihr für mich habt.

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