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    Wann eine Haushaltshilfe von der Kasse gezahlt wird

    Wann bezahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe und was bringt das? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland erinnert an diese Form der Unterstützung.

    Wer hilft im Haushalt, wenn man gesundheitlich momentan nicht selbst dazu in der Lage ist – weil zum Beispiel einen gerade die Psoriasis arthritis bewegungsunfähig macht oder weil man die Schuppenflechte stationär in einer Klinik behandeln lassen muss? „In bestimmten Fällen kümmert sich die Krankenkasse um die Bereitstellung einer Haushaltshilfe“, erklärt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).

    Hilfe vor der Geburt und für Versicherte mit Kindern

    Gesetzlich Versicherte, in deren Haushalt ein Kind von höchstens zwölf Jahren oder ein auf Hilfe angewiesenes Kind mit Behinderung lebt, können die Unterstützung zum Beispiel in Anspruch nehmen, wenn sie an einer Reha-Maßnahme teilnehmen oder vollstationär ins Krankenhaus müssen.

    „WerdendeMütter können die Hilfe bei ihrer Krankenkasse beantragen, wenn sie aufgrundvon Schwangerschaftsbeschwerden den Haushalt nicht mehr erledigen können“, sagtHeike Morris. Gleiches gilt für Mütter, die gerade entbunden haben.

    Hilfe für Versicherte ohne Kinder

    Auch wer keine Kinder hat, kann Hilfe erhalten: „In diesem Fall besteht ein Anspruch für maximal vier Wochen, wenn der Versicherte den Haushalt zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung nach einem Krankenhausaufenthalt nicht weiterführen kann“, so Heike Morris. Voraussetzung: Der Betroffene hat keinen Pflegegrad zwischen zwei und fünf.

    Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)Heike Morris

    Hat der Versicherte ein Kind von höchstens zwölf Jahren oder ein auf Hilfe angewiesenes Kind mit Behinderung, ist eine Verlängerung auf bis zu 26 Wochen möglich.

    Eine weitere Voraussetzung: Die oder Der Versicherte muss den Haushalt bislang selbst geführt haben. Außerdem darf bei ihm keine andere Person leben, die diese Aufgaben übernehmen kann.

    Krankenkassen können auch eigene, weitere Voraussetzungen haben, unter denen sie eine Haushaltshilfe bewilligen.

    Auf jeden Fall braucht die Krankenkasse einen Antrag inklusive einer Notwendigkeitsbescheinigung des Arztes.

    Kosten für die Haushaltshilfe

    Versicherte müssen zehn Prozent der täglichen Kosten für die Haushaltshilfe selbst übernehmen. „Der Betrag liegt zwischen fünf und zehn Euro pro Tag“, so Heike Morris. Schwangere und frischgebackene Mütter sind von den Zuzahlungen befreit.

    Das Psoriasis Forum Berlin hat zu diesem Thema ein Informationsblatt herausgegeben: Haushaltshilfen und Freistellung von der Arbeit bei krankem Kind.

    Wer weitere Fragen zum Thema hat, erreicht die Unabhängige Patientenberatung kostenfrei unter Telefon 0800 011 77 22 oder im Internet unter www.patientenberatung.de.

    Hast du schon mal eine Haushaltshilfe beantragt? Oder andere Erfahrungen? Dann teile sie doch in unserer Community mit anderen. Hier geht's zu unserem Forum.


    Bildquellen

    • Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD): UPD
    • Arbeit im Haushalt: Volha Flaxeco / Unsplash

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      By Redaktion
      Den Arzttermin gibt es nur selten zur gewünschten Zeit. Für Werktätige kann das ein Problem sein.
      Generell ist das Fernbleiben von der Arbeit wegen eines Arztbesuchs nur erlaubt, wenn die Beschäftigung für den Arbeitnehmer unzumutbar ist. Das betont Jobst-Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins.
      Ein Arbeitnehmer kann sich zum Beispiel bei akuten Beschwerden freistellen lassen oder wenn bei längerem Warten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes droht. Ansonsten muss er dem Experten zufolge versuchen, einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten zu bekommen. Ist das nicht möglich, sollte er seine Abwesenheit so kurz wie möglich halten. "Für Arbeitnehmer ist es ratsam, sich vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Termin während der Arbeitszeit wahrgenommen werden musste", rät Bauer.
      Eine Freistellung könne der Beschäftigte auch dann verlangen, wenn sein Arzt nur wenige freie Termine hat und nicht bereit ist, eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vorzunehmen. Der Arbeitgeber dürfe in einem solchen Fall nicht auf einem Arztwechsel bestehen.
      "Die Wahl des Arztes ist Vertrauenssache und hat Vorrang vor den Interessen des Arbeitgebers. Wichtig ist jedoch, dass der Arbeitnehmer sich vor dem Termin vom Arbeitgeber eine entsprechende Erlaubnis holt", sagt der Rechtsanwalt.
      Auch für Vorsorge- und Routineuntersuchungen gibt es demnach eine Befreiungsmöglichkeit, obwohl hier keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hat allerdings eine solche Untersuchung Zeit, bis zum Beispiel ein wichtiges Firmenprojekt fertiggestellt ist, ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, solange zu warten, wie Bauer betont. Hier gilt es zudem ebenfalls, möglichst einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten auszumachen.
      Solange für den Arbeitnehmer der Arztbesuch während der Arbeitszeit unumgänglich ist, verhält er sich vertragsgerecht. Der Arbeitgeber kann ihn daher nicht abmahnen. Die Möglichkeit, ohne Lohnverluste zum Arzt zu gehen, ist allerdings nicht unbegrenzt. "In manchen Tarifverträgen ist die bezahlte Abwesenheit ausdrücklich auf einige Stunden pro Monat beschränkt", sagt der Experte. Ist der Arbeitnehmer hingegen so krank, dass er arbeitsunfähig ist, erhält er ohnehin Lohnfortzahlung.
      Quelle: ddp, 20.02.2004
    • PseudoTom
      By PseudoTom
      Hallo zusammen,
      ich war hier Jahre nicht aktiv und hatte eigentlich auch keine Beschwerden oder Probleme (zum Glück), doch nun würde ich mich sehr über eure Hilfe, Tipps und Unterstützung freuen.
      Ich fasse kurz zusammen: Ich bin 53 Jahre jung und habe seit 2013 Psoriasis Arthritis, nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich gut damit leben und arbeiten. Habe auch einen GdB 50 seit 2015.
      Ich bin dann 2015 umgezogen und habe somit auch meinen Rheumatologen wechseln müssen. Schleichend wurden dann Kortison Tabletten und ähnliches abgesetzt. Alles gut.......bis auf die letzten, sagen wir 2 Jahre. Beruflich muss ich sagen, habe ich als Klempner einen wirklich schweren Beruf, überwiegend kniend und körperlich sehr anstrengend. Es häufen sich also die Krankmeldungen und richtig schlimm ist es nun dieses Jahr und die letzten 6 Monate. Brennen in den Gelenken (Handgelenk, Schulter und Ellenbogen ), beide Knie wurden bzw. werden operiert wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung), ich komme mir eben vor wie ein alter Mann. Übrigens habe ich seit Februar ständig Tinitus, was mich wahnsinnig macht und bisher niemand erklären konnte. Und das Ganze hat sich eigentlich erst seit meinem Umzug so entwickelt, was auch mit dem neuen Job zu tun hat, der mir einfach immer schwerer fällt. 
      Naja, derzeit bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und mein Chef sagte mir, ich solle mir langsam etwas anderes suchen oder Ausschau halten, weil die Belastung einfach zu groß ist, da sind wir einig. 
      Meine Rheuma Tante hat nun  mit mir einen Reha Antrag gestellt, hoffe das wird genehmigt und hilft mir. Meine erste und letzte Reha ist 7 Jahre her. Mich beschäftigt, mehr als meine Gesundheit, wie geht weiter, beruflich und finanziell. Was kann ich tun, mit stehen nun noch die Reha und meine 2. Knie OP bevor, die kommen Anfang 2021 auf mich zu. Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss? 
      Danke für eure Zeit und eventuelle Antworten 

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