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Im Januar in der Asklepios- Klinik Westerland


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21 Antworten vorhanden

#21 OFFLINE   Matjes

Matjes

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geschrieben 06. März 2012 - 07:48

So, nun will ich mal versuchen, meinen Reha-Aufenthalt in der Nordseeklinik möglichst objektiv herüberzubringen.

Die Anreise war sehr angenehm, ich hatte einen guten Platz im Zugabteil mit netter Unterhaltung. Je näher ich dem Ziel kam , umso mehr freute ich mich aufs Meer!Bild

In Westerland ausgestiegen, ging es zum Bus und um ca. 14.50 stand ich an der Rezeption und nahm meinen Schlüssel fürs Gartenhaus entgegen.

Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, dass ähnlich aussah, wie das, in dem ich bereits 1989 " wohnte" , hatte ich kurz Zeit um mich einzurichten und dann gings zum Aufnahmegespräch.
Ich hatte am Anfang ein recht gutes Gefühl, denn die junge Assistenzärztin nahm sich viel Zeit und rief auch noch eine Kollegin dazu, um die Therapie abzuklären und wegen einer evtl. Verlängerung, die mir angeboten wurde.
So wie ich aussah , hatte ich ohnehin damit gerechnet, weil mir klar war, dass 3 Wochen nicht ausreichen würden.

Die Ärztin sagte mir gleich, dass sie nur das Aufnahmegespräch machen würde und danach ein Kollege für mich zuständig sei.
Bei diesem war ich dann 2 Tage später und dabei stellte sich heraus, dass anscheinend nichts von dem, was wir besprochen hatten , bei ihn angekommen war.
Die Daten waren irgendwo im PC " verschwunden".

Nun bekam ich erstmal einen vorläufigen Therapieplan, damit die Daten nicht doppelt an die Therapieleitung weitergegeben wurden.

Was die Behandlung der Haut anging, erlebte ich gleich die erste Überraschung. Meine Beine, die am stärksten betroffen sind, sollten mit Clobetasolsalbe (unter Folie über Nacht ) einige Tage behandelt werden.
Das wäre dort so üblich zur Vorbehandlung. Den evtl. Rebound würde man dann mit der Weiterbehandlung auffangen. Ich war skeptisch, ob das funktionieren würde und leider hatte ich recht damit.
Zwar waren die Unterschenkel recht schnell glatt und ich " durfte " es absetzen und mit Daivonex und einer Teersalbe weiterbehandeln, dazu gab es noch eine Urea-lotion zur Pflege, aber das reichte leider nicht aus um den Rebound aufzufangen.
Eine gute Woche war damit vertan!
Zu alldem kam noch dazu, dass ich mir gleich zu Anfang eine heftige Erkältung und einen ( wahrscheinlich damit verbundenen) Gelenkschub eingefangen habe.

Dazu muß ich sagen, dass das Seehaus zur Zeit total renoviert wird und dadurch die Verbindung vom Haupttrakt zum Kurhaus und Heidehaus, in dem die Bäderabteilung / Physiotherapie und Ergotherapie untergebracht sind, gesperrt war.
das hieß für uns, dass wir bei Wind und Wetter, bei den damaligen eisigen Temperaturen immer über den Hof laufen mußten.
Man kann sich vorstellen, dass trotz dicker "Einmmummelung" bei vielen eine Erkältung angesagt war und es recht unmutige Äußerungen darüber gab.

Sicher weiß ich, dass Renovierungen umumgänglich sind und die Zeit dafür wahrscheinlich nie die richtige ist.
Es war eben wohl so, dass ich zur falschen Zeit dort war,
obwohl mir der Sturm und das eisige Wetter außerhalb der Behandlungszeit nichts ausgemacht haben. Ich habe jede freie Minute dazu benutzt um ans Meer zu gehen und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen, dick eingemummelt, wohlbemerkt.

T. 1 ( will mal eben zwischendurch abspeichern.)

#22 OFFLINE   Matjes

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geschrieben 08. März 2012 - 07:19

Beim nächsten Gespräch mit dem Arzt sprach ich ihn auf die Verlängerung an.
Er war überrascht, denn das war offenbar nicht vorgesehen.
Da mir die Assistenzärztin versichert hatte, das sie im Team arbeiten würden und alles absprechen, war ich sehr enttäuscht darüber, dass offenbar gar nichts von unserem Gespräch bei der Aufnahme angekommen war.
Der Arzt erklärte mir dann, das man es ja versuchen könne, eine Verlängerung zu beantragen, dass das aber ein gewaltiger Verwaltungsakt wäre und außerdem nicht sicher sei, ob denn dann ein Zimmer frei wäre.
Auch hat er nur eine Woche beantragt statt wie ich hoffte, zwei. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass ich die brauche . Bisher hatte ich auch nie Probleme damit, dass unsere Krankenkasse sich da quer gestellt hätte.
Aber der Arzt war der Meinung, wenn 2 Wochen abgelehnt würden, hätte man gar nichts, also lieber nur eine beantragen, dann klappt es vielleicht.
Seltsame Methoden, meine ich.

Wegen meiner nun akuten Gelenkprobleme sollte ich Ergotherapie und Schlickkneten bekommen.
Nun, die Maschine fürs Schlickkneten sei kaputt, hieß es dann.
Ergotherapie bekam ich dann Anfang der 3. Woche, weil wohl vorher kein Termin frei war.Bild
Physiotherapie einmal die Woche.

Die Physiotherapeutin hat sich dann sehr intensiv neiner linken Hand angenommen, weil die zur Zeit am stärksten betroffen war.

Ich will an dieser Stelle gleich mal dazu sagen, dass die Therapeuten, Schwestern etc. alle ihr Bestes gegeben haben, immer freundlich und hilfsbereit waren.Bild

Weiter im Programm...
was mir sehr gut getan hat, waren die Schlickpackungen und der Hydrojet. der Hydrojet ist ein Massagewasserbett. Die eingebauten Massagedüsen gehen vom Nacken bis zum Po immer schön gleichmäßig hoch und runter.
Ein herrlich entspannendes Gefühl. Man könnte dort eine Ewigkeit liegen bleiben!

Solebäder gab es 3mal die Woche, was ich etwas wenig fand.
Die Bestrahlungszeiten waren bei mir auf dem Therapieplan von 8.00- 12.00 angegeben und am We von 8.00-10.00. diese mußte ich dann so in den Zeitplan einbauen, dass es paßte.
Auch die Cignolintherapie, die ich dann verordnet bekam, mußte ich in diesen Plan mit einbauen. Dass hieß für mich oftmals trixen, damit ich alles auf die Reihe bekam.
Besser wäre es, man würde die Bestrahlungszeiten und die Cignolinbehandlung in den Therapieplan integrieren.

Zur Cignolinbehandlung ; ein kleiner Raum und leider nur eine Dusche. In der Zeit von 9.00-11.30 steht eine Schwester zur Hilfe beim Eincremen bereit, falls nicht, steht dort ein Telefon, um sie anzufordern.
In der übrigen Zeit , also vormittags, ist man auf sich selbst gestellt.
Bei mir war das kein Problem. da ich nur die Beine mit Cignolin behandeln sollte.

Wenn dort 2, 3 Personen gleichzeitig sind, geht es gerade so . Bei mehreren Personen wird es schon schwierig, auch weil eben nur eine Dusche zur Verfügung steht.

Die Bestrahlungsabteilung ist , meiner Ansicht nach, zu klein und überaltet. Es stehen nur wenige Geräte zur Verfügung und eine Schwester ( gelegentlich 2) ist dafür zuständig, dass alles läuft.
Mir ist es einige Male passiert, dass ich von der Cignolintherapie kommend (die sich im gleichen Gang befindet) zur Bestrahlung wollte und die Schwester gerade zur Pause wollte.
Das hieß entweder 20 Min. warten oder später wiederkommen. Da diese Zeiten nicht im Therapieplan integriert waren, wie ich schon schrieb, war es oftmals schwierig, sich diese Zeit zu nehmen.
Dieses müßte etwas anders gehandhabt werden.

T.3 folgt.




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