Die Anreise war sehr angenehm, ich hatte einen guten Platz im Zugabteil mit netter Unterhaltung. Je näher ich dem Ziel kam , umso mehr freute ich mich aufs Meer!
In Westerland ausgestiegen, ging es zum Bus und um ca. 14.50 stand ich an der Rezeption und nahm meinen Schlüssel fürs Gartenhaus entgegen.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, dass ähnlich aussah, wie das, in dem ich bereits 1989 " wohnte" , hatte ich kurz Zeit um mich einzurichten und dann gings zum Aufnahmegespräch.
Ich hatte am Anfang ein recht gutes Gefühl, denn die junge Assistenzärztin nahm sich viel Zeit und rief auch noch eine Kollegin dazu, um die Therapie abzuklären und wegen einer evtl. Verlängerung, die mir angeboten wurde.
So wie ich aussah , hatte ich ohnehin damit gerechnet, weil mir klar war, dass 3 Wochen nicht ausreichen würden.
Die Ärztin sagte mir gleich, dass sie nur das Aufnahmegespräch machen würde und danach ein Kollege für mich zuständig sei.
Bei diesem war ich dann 2 Tage später und dabei stellte sich heraus, dass anscheinend nichts von dem, was wir besprochen hatten , bei ihn angekommen war.
Die Daten waren irgendwo im PC " verschwunden".
Nun bekam ich erstmal einen vorläufigen Therapieplan, damit die Daten nicht doppelt an die Therapieleitung weitergegeben wurden.
Was die Behandlung der Haut anging, erlebte ich gleich die erste Überraschung. Meine Beine, die am stärksten betroffen sind, sollten mit Clobetasolsalbe (unter Folie über Nacht ) einige Tage behandelt werden.
Das wäre dort so üblich zur Vorbehandlung. Den evtl. Rebound würde man dann mit der Weiterbehandlung auffangen. Ich war skeptisch, ob das funktionieren würde und leider hatte ich recht damit.
Zwar waren die Unterschenkel recht schnell glatt und ich " durfte " es absetzen und mit Daivonex und einer Teersalbe weiterbehandeln, dazu gab es noch eine Urea-lotion zur Pflege, aber das reichte leider nicht aus um den Rebound aufzufangen.
Eine gute Woche war damit vertan!
Zu alldem kam noch dazu, dass ich mir gleich zu Anfang eine heftige Erkältung und einen ( wahrscheinlich damit verbundenen) Gelenkschub eingefangen habe.
Dazu muß ich sagen, dass das Seehaus zur Zeit total renoviert wird und dadurch die Verbindung vom Haupttrakt zum Kurhaus und Heidehaus, in dem die Bäderabteilung / Physiotherapie und Ergotherapie untergebracht sind, gesperrt war.
das hieß für uns, dass wir bei Wind und Wetter, bei den damaligen eisigen Temperaturen immer über den Hof laufen mußten.
Man kann sich vorstellen, dass trotz dicker "Einmmummelung" bei vielen eine Erkältung angesagt war und es recht unmutige Äußerungen darüber gab.
Sicher weiß ich, dass Renovierungen umumgänglich sind und die Zeit dafür wahrscheinlich nie die richtige ist.
Es war eben wohl so, dass ich zur falschen Zeit dort war,
obwohl mir der Sturm und das eisige Wetter außerhalb der Behandlungszeit nichts ausgemacht haben. Ich habe jede freie Minute dazu benutzt um ans Meer zu gehen und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen, dick eingemummelt, wohlbemerkt.
T. 1 ( will mal eben zwischendurch abspeichern.)







