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"Tübinger Prolog" - der Tag vor dem Enbrel-Start

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PSOnkel

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Da sitz ich also, mit diesem dennoch mulmigen Gefühl, mit dieser schattenhaften, ungreifbaren Angst, zu starten, morgen, mit enbrel, Angst, die der Eine oder Andre ja auch kennt, die Angst vor Nebenwirkungen.

Nach so 33 Jahren Pso und ungezählten Therapien aus dem ganzen medizinischen Mix ist die Luft etwas raus, dennoch das Ziel vor Augen, wenngleich nebulös und mit schwindender Lebensenergie. Wo sind sie nur hin, die euphorischen Momente(, mit denen ich in den 80ern//90ern noch dankbar für jeden noch so greifbaren therapeutischen Strohhalm war, "es könnte ja vielleicht doch dieses Mal helfen")?

Da sitz ich nun, und mit diesem Verlangen, dieses Mal wirds schon klappen, dies Mal werde ich nicht die Nebenwirkungen haben wie bei den drei andren Basistherapeutica. Eine stille Hoffnung in mir (die bekanntlich ja zuletzt stirbt).

Und gleichzeitig dieses unendliche Muffensausen. So etliches, was sich noch mit hinein mischt. Die Uniklinikatmosphäre, Weißkittler (unterkühlt bis arrogant wirkende Assistenz-Ärzte), das Ambiente, die langen Wartezeiten (wo ich eh schon nervös bin)... na, eben ein mulmiges Gefühl. Doch was änderts? Die Salbentiegel leeren sich inzwischen im Wochentakt, es nervt nur noch. "Zugzwang", so nennt man so was wohl.

Jetzt will ichs angehen.

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    • Ratinacage
      Nun, wie ich schon schrieb: Wer das kann und möchte soll das gern tun. Das gilt sowohl für Patienten als auch für Ärzte (die es zusätzlich mit ihrem Gewissen vereinbaren können müssen - ). Mir ist das Dilemma der medizinisch/pharmazeutischen Wissenschaft sowie deren "Kampf" mit der Ethik durchaus bewusst. (Abgesehen vom Kampf um Marktanteile,  letztlich ist jeder Patient gleichzeitig auch zahlender Kunde - ich bezweifle das es Altruismus in der Krankenhausbettenbranche und in der Pharmaindu
    • GrBaer185
      Auch wenn "die Blutwerte" immer ohne Befund waren, so kann es und gibt es andere unerwünschte Nebenwirkungen die zum Therapieabbruch führen können. Da Biologica keine Placebos sind bewirken sie natürlich was (zum Glück, z.B. für mich), und dass dort wo sie es vom Medikamenten-, sprich Moleküldesign her sollen, nämlich bei TNF Alpha oder Interleukin und damit an ganz speziellen Punkten des Immunsystems. Da Biologica relativ neu sind und zudem eine neue Wirkstoffgruppe mit neuen Wirkansätzen gib
    • Ratinacage
      ...bei allen Biologicas. Nun das ist doch gut, wenn Deine Blutwerte immer ohne Befund waren. Dennoch musstest Du das Präparat mehrfach wechseln - sicher weil die Wirkung nachgelassen hat. Fakt dürfte sein: jedes der verwendeten Produkte hat etwas in deinem Immunsystem bewirkt. Wer das kann und möchte soll das gern tun.
    • Ratinacage
      Ein Patentrezept gibt es nie. Ich denke man sollte ausserdem auch das Nutzen-Risiko-Verhältnis abwägen. Das setzt allerdings voraus, dass man gut, ehrlich und vollständig aufgeklärt wird. Was nützt es dem Patienten, wenn man im Rahmen von "Anwendungsbeobachtungen" mit Kanonen auf Spatzen schießt. Es ist immer eine individuelle Sache.
    • Lupinchen
      Meine Blutwerte waren bei allen Biologicas seid vielen Jahren immer ohne Befund. Und ich habe schon einige Jahre auf dem Buckel damit. Mit MTX würde ich persönlich heute nicht mehr anfangen, da waren sie allerdings auch nur geringfügig schlechter. Es gab nur heftige NW.
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