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UVB-Therapie Dauer und Erhaltungsbestrahlung

Sollte bei einer Schmalband UVB 311 nm Bestrahlung bei Psoriasis eher

oft und kurz   oder

stark (lang) und weniger oft

bestrahlt werden?

Mit einem Heimbestrahlungsgerät könnte ja täglich bestrahlt werden.

 

Hätte es Vorteile die tägliche Bestrahlungsdosis auf zwei Mal, z.B. morgens und abends, aufzuteilen?

 

Ist im Verlauf der Bestrahlungsreihe die UVB-Dosis ständig zu steigern?

 

Wie lange sollte die Bestrahlungstherapie fortgesetzt werden und ist eine Erhaltungsbestrahlung oder ein Ausschleichen der Bestrahlung sinnvoll?

Hervorgehobene Antworten

Vorbemerkung. Das Internet ersetzt nicht den Arztbesuch - Leitlinien.

Online-Informationen zu Krankheiten und Behandlungen bergen Chancen und Risiken. Ziel ist der gut informierte Kranke. Die erfolgversprechende Behandlung setzt Diagnosen voraus, die auf ärztlicher Befragungen und angemessener Untersuchung beruhen und die spezifische Situation des Kranken berücksichtigen.
 
Dabei kommt den Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften  (AWMF) besondere Bedeutung zu. Diese Leitlinien wurden folgendermaßen definiert: Die "Leitlinien" der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.
Die AWMF erfasst und publiziert die Leitlinien der Fachgesellschaften mit größtmöglicher Sorgfalt - dennoch kann die AWMF für die Richtigkeit des Inhalts keine Verantwortung übernehmen. Insbesondere für Dosierungsangaben sind stets die Angaben der Hersteller zu beachten!

 

Antwort: Die Durchführung einer Phototherapie setzt eine umfangreiche klinische Erfahrung des Arztes voraus. In der einschlägigen AWMF-Leitlinie werden die Modalitäten der Phototherapie der Psoriasis über viele Seiten diskutiert. Zieht man darüber hinaus auch nicht in der Leitlinie berücksichtigte Fachartikel zu Rate, dann kann man die Antworten zu den hier gestellten Fragen sehr unterschiedlich formulieren. Deshalb sei hier vor allem auf die eigene Erfahrung verwiesen.

Auch bei Schmalband-Phototherapie (311 nm) sollte mindestens zweimal wöchentlich bzw. - besser - bis zu einmal täglich bestrahlt werden. Für die Festlegung der ersten Bestrahlungsdosis sind übliche Verfahren in der Leitlinie beschrieben. Das Wichtigste: Vor jeder UV-Bestrahlung wird der Kranke gefragt, ob und wo er etwas in seiner Haut verspürt habe - War in der UV-bestrahlten Haut etwas los? Auch der kleinste Sonnenbrand oder auch nur das Gefühl, es könne sich um einen Sonnenbrand handeln, verbieten eine unmittelbare Dosissteigerung.

Die tägliche Bestrahlungsdosis sollte nicht aufgeteilt werden. Ein Sonnenbrand kann auch erst nach mehr als 24 Stunden nach UV-Einwirkung sichtbar werden.

Die Bestrahlungsserie sollte nach etwa 15-20 Bestrahlungen beendet werden. Ausschleichen ist nicht sinnvoll. Die UV-Dosen sind dann zu klein, um einen neuerlichen Ausbruch der Psoriasis zu verhindern.

 

Prof. Dr. med. H. Meffert
hans.meffert@web.de

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