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Hallo Ihr!

Habe wieder einen neuen Schub, diesmal ist die Wirbelsäule (komplett) drann und es wurde auch gleich beim MRT ein Bandscheibenvorfall festgestellt. Richtig super. Von meinen Partner bekomme ich immer nur gesagt mach Bewegung, dann meint er das ich mehr Paprika und Tomaten und dergleichen essen soll, er kennt sich überhaupt nicht aus und will sich auch nicht darüber informieren, weil er ja sowieso keine Zeit dafür hat.

Ich mag schön langsam nicht mehr, hoffe nur das die Kur was bringt und ich dann eine Weile Ruhe habe.

LG Petzibär

Hervorgehobene Antworten

Hallo Petzibär,

klingt ja nicht so toll.. Wobei Bandscheibenvorfall und PSA zwei völlig verschiedene Schuhe sind. Bei ersterem hilft ja ein gezielter Muskelaufbau im Stützapparat und Manualtherapie durchaus was (das Thema Ernährung fällt zumindest hier in den Bereich zwischen Voodoo und Ökohirngespinste; es sei denn, man treibt die Autosuggestion bis zu physiologischen Auswirkungen...) - PSA ist aber als autoimmun-verursachter entzündlicher Prozess was völlig anderes. Und mit "Gewichtestemmen" - übertrieben gesagt - erreicht man viel eher das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung... Was ich selber auch aus leidvoller Erfahrung über Jahre/Jahrzehnte weiß - wie viele andere auch von unwissenden/ignoranten Haus- und anderen Ärzten von einer zur nächsten Physiotherapie geschickt und mit guten Ratschlägen und billigen Schmerzmitteln versehen. Und dabei unübersehbar mit Pso gespickt.

Ja, die Wirbelsäule kann durchaus die hässlichste Lokalität der PSA sein, das bringt einem reichlich schlaflose Nächte und gequälte Tage ein.

Nimmst du Medis? Konventionelle Behandlung führte bei mir erst mit den mittlerweile verpönten COX2-Hemmern zu halbwegs brauchbaren Ergebnissen (nachdem ich mir über Jahre mit Diclofenac den Magen versaut hatte).

Den echten Durchbruch (nach relativ erfolglosem MTX, Sandimmun und Fumaderm über Jahre) brachte erst das Biological-Zeitalter, seinerzeit Raptiva. 4 Jahre Ruhe mit Haut und Gelenken. Danach Enbrel, und das ist noch den entscheidenden Tick besser bei der PSA. Ich bin sehr vorsichtig mit dem Terminus Wundermittel, aber hier bin ich geneigt, den anzubringen. Als ich nach der Absetz-Zwangspause nach Raptiva regelrecht auf dem Zahnfleisch gekrochen bin (extrem Wirbelsäule, Schulter- und Fußgelenke) passierte tatsächlich eine Art "Wunderheilung": am Abend kurz vor der ersten Spritze bin ich noch kaum von der Couch hochgekommen - und am nächsten Morgen war der ganze Sch... zu 90 % WEG! Und ich hatte durchgeschlafen. Und nach zwei Wochen waren alle Schmerzen Geschichte.

Mit der Haut kommt Enbrel bei mir nur in der 12-Wochen-Anfangsdosis (=Rheumadosis 2x50mg/Woche) richtig gut klar; bei der für Pso empfohlenen Dauerdosis 1x50mg sind die Gelenke zu 95% ok, die Haut bleibt aber nicht völlig clean bzw. schwankt saisonal. Deswegen steige ich jetzt gerade auf Stelara um - wenn's klappt, wird das vielleicht das neue Optimum, wie es Raptiva mal war.

Also, gegen PSA kann ein Kraut gewachsen sein, sicher bei jedem persönlich anders wirkend, aber möglicherweise die (einzige) Alternative.

Ich hätte es mir schon viel eher gewünscht, das hätte eine Menge geschluckte Chemie und einige schon leicht dauergeschädigte Gelenke gespart. Aber zu früh geboren :D.

Grüße und schöne Weihnachten vom

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