Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Der dritte Teil des Kurses behandelt das Thema „Nichtraucher bleiben“. Er vermittelt Strategien, um vor einem Rückfall gewappnet zu sein oder mit einem Rückfall umzugehen.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natürlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiß genau, worüber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am Mühlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
20.05.2026 16:00
Lange habe ich darauf hingearbeitet: Vor ca. 10 Tagen habe ich endlich meine erste STELARA-Spritze bekommen.
Ausgangssituation
Pso seit 1986, zahlreiche Medikationen und Kuren, zuletzt am Toten Meer. Trotz relativ gesunder Ernährung half dies nur teilweise.
2005 bin ich aus der Kasse ausgetreten, weil die genau 0% meiner Balneo-Photo-Therapie bezahlt haben.
Nach Tipps von "Urlaubern" (Ex-Patienten) am Toten Meer bezüglich STELARA wollte ich es damit probieren und studierte wochenlang Tag und Nacht im Netz über die Biologics. Mit großen Interesse verfolgte ich die Therapien anderer Forenteilnehmer (Gruss an Fredy und Bismarck).
Nach einer bloßen Anfrage bei der Kasse zwecks Kostenübernahme für STELARA wollten die mich gleich zwangsversichern. Ich bin ja prinzipiell für eine Zwangsversicherung, aber nur, wenn die Spielregeln dafür im Wesentlichen mit den Versicherten-Verbänden demokratisch zustande kommen und von den Versicherten und Bürgern per Bundesvolksabstimmung selbst legitimiert werden. Es folgte ein Hickhack mit der Kasse, und meine Verweigerung, irgend einen Beitrags-Cent zu bezahlen, ohne einer Zusage der Kasse für die Unterstützung meiner STELARA-Therapie.
Ohne (vergebliche) PUVA, Cyclosporin und Methotrexat - Therapie blocken die alles ab. Zu 100%. PUVA machte bei mir keinen Sinn nach 14 Wochen Kur, u.a. am Toten Meer. Und nach (vergeblicher) Therapie mit Cyclosporin und Methotrexat wollte mir die Kasse auch nicht garantieren, dass sie sich dann bei den Kosten beteiligten.
Die Situation war paradox. Man drängte mir zwangsweise die "Hilfe" der Kasse auf. Auf der anderen Seite wurde jegliche Unterstützung - auch Teilunterstützung - von der Kasse abgelehnt. Natürlich sollte ich aber für die Vergangenheit (Anwarts-) Beiträge nachzahlen. Als Beitragszahler bin ich schnell willkommen. Ansonsten lassen sie sich Zeit. Am Ende soll ich als nicht unschwer Betroffener das Solidarsystem stützen, und großes Verständnis für die jährlich steigenden Beiträge haben - weil ja die Biologics wie STELARA eine große Kostenbelastung für die Kassen darstellen. Zur Zeit lässt mich die Kasse in Ruhe, weil es dort jemand gibt, die erkannt hat, dass eine Zwangsversicherung unbillig ist, wenn mir auf der anderen Seite jegliche (Teil-)Unterstützung meiner frei gewählten Therapie versagt bleibt. Diese Ruhe vor der Zwangskasse tut mir sehr gut.
Warum geht man nicht her, und übernimmt z.B. 30% ohne PUVA, Cyclosporin und Methotrexat, und 70% nach Vortherapie? Warum lässt man nicht die Kassen als Vertreter der Versicherten die Preise aushandeln? Was hier fehlt, sind Selbstregulierende Systeme. Angesichts der weiter explodierenden Beiträge ist die Kasse für mich exakt das: Eine KrankenverUNsicherung.
Vortherapie mit Methotrexat
Nach Anfrage bei Janssen-Cilag erfuhr ich, dass es in Deutschland zwar kein Patienten-Unterstützungsprogramm gibt, dafür aber vereinzelt Studien, an denen man teilnehmen kann.
Voraussetzung hier: Vortherapie mit MTX.
10 Wochen MTX brachten dann auch eine gewisse Besserung. Anfängliches Kopfweh, Seh-Unschärfe, Gewichtszunahme u.a. war insgesamt noch tolerabel, die Müdigkeit andauernd.
Endlich: Die erste STELARA-Spritze
nach zahlreichen Voruntersuchungen - zwischenzeitlich blieben Blutproben in der Aschewolke stecken -, zahlreichen Fragen und Bildern, bekam ich die erste Spritze. Klein war sie, und schnell im Bauch versenkt, das (potentielle) Wunderwerk pharmakologischer Forschung.
Nach meiner Info wirkt sie bei ca. 70% der Patienten. Ich vermute, es liegt an dem IL23R-Gen-Merkmal, ob sie wirkt, oder nicht. STELARA neutralisiert gezielt einen Teil der IL23-Interleukine, daneben IL12. Meine Vermutung basiert darauf, dass das IL23R-Merkmal eine Gemeinsamkeit bei Pso, Pso-Arthritis, Bechterew und Crohn darstellt.
Sinnvoll wäre also, zumindest im Rahmen der Studie die Gen-Merkmale mit aufzuzeichnen, um später die Wirkung gezielt voraussagen zu können. Leider scheint dies hier nicht von Interesse - selber schuld.
Wirkung
nach 10 Tagen ist vielleicht keine oder eine nur leichte subjektive Besserung erfolgt. Ich habe das Gefühl, die Spritze wirkt beruhigend auf mich. Vielleicht beruhigt sie mein Immunsystem, dass sonst meist auf "180" ist. Ob das effektiv oder psychologisch ist, kann ich momentan noch nicht trennen. Insgesamt geht es mir aber schon dadurch besser, dass ich das Gefühl habe, auf dem richtigen Weg zu sein. Nebenwirkungen bisher: Keine.
Trotz dieser subjektiven Komponente werde ich versuchen, nüchtern über die weitere Entwicklung zu berichten.
Euer Versuchskaninchen
arctic :-)
Bearbeitet ( von arctic)