Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
Ich war im Mai dieses Jahres in der Hautklinik in Hildesheim. Der Professor wollte meine Haut "reinigen" wie er es nannte. Er sagte im Vorgespräch, dass der Aufenthalt so drei Wochen dauern sollte. Vorab, nach 1,5 Wochen habe ich es vorgezogen die Hautklinik auf eigenen Wunsch zu verlassen.
Aber nun von Anfang an.
Bestellt wird jeder Patient dort um 8 Uhr, mitunter muss man bis 17 Uhr auf sein Zimmer warten, das ist nicht übertrieben, ich habe es von meinen diversen Bettnachbarinnen gehört. Da ich allerdings Druck gemacht hatte bzw. nur nachgefragt hatte bei den Schwestern, wann ich denn mein Bett bekomme, wurde ich schon angepflaumt und schnell abgehandelt. Zuerst hatte ich das Glück in ein 2-Bett-Zimmer zu kommen mit Duschkabine. Nach drei Tagen musste ich in ein 3-Bett-Zimmer wechseln, welches nicht für 3 Menschen ausgelegt war. Alle lebten dort aus ihren Koffern, denn das eine Bett stand so nah an den Schränken, so dass man die Person in dem Bett jedes Mal gestört hätte. Der Platz im Badezimmer war auch nicht für drei ausgelegt. Von der Hygiene wollen wir mal gar nicht reden. Die Dusche war so abgenutzt und schon nah am Verschimmeln.
Das Essen war okay, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Was ich als sehr störend empfunden habe war, dass die Untersuchung durch die Assistenzärztin nicht in einem seperaten Zimmer stattgefunden hat, sondern im Patientenzimmer. Man durfte sich schön brav ausziehen, so dass sie einen bewundern konnte. Sehr unangenehm muss ich zugegeben.
Als dann die Oberärztin mit Gefolge zur Visite kam und mit um die Ohren knallte welche Therapie sie mit mir machen wollte, war ich doch erstaunt. Sie meinte zwei Mal am Tag mit Daivonex, Xamiol, Cignolin und PUVA. Gegen Cignolin habe ich mich wirklich gewehrt und hatte mit ihr ein Streitgespräch. Ich hatte diese Anwendung schon in meiner Reha auf Sylt und es hat nix gebracht, deswegen wollte ich das nicht. Zähneknirschend ließ sie es dann weg. Auch auf meinen Hinweis, dass ich sehr sonnenempfindlich bin und man aufpassen müsse bei einer Bestrahlung, bekam ich auch verbal einen verpasst "ich solle ihr doch mal vertrauen" und ich sagte nur "und ich weiß wen ich für den "Sonnenbrand" verantwortlich machen kann." Und ich sollte recht behalten nach der ersten Bestrahlung hatte ich gleich Probleme mit meiner "gesunden" Haut.
Da die PUVA nur Mo, Di, Do und Fr statt findet hatte ich ziemlich viel "Freizeit", außer dem Eincremen zwei Mal am Tag hatte ich dann am WE nicht viel zu tun und da ich über Pfingsten da war, viel auch die Bestrahlung flach.
Die Oberärztin lehnte bei mir eine innerliche Therapie mit den Worten "dafür sind Sie viel zu jung" ab.
Die Ausstattung ist auch vom feinsten, diese war sicherlich in den 70ziger Jahren mal aktuell. Und die Fernseher waren sicherlich über 35 Jahre alt und super mit Fernbedienung zu bedienen, diese befand sich an einem Kabel. Klasse wirklich.
Was sehr nett war, jeden Tag kam eine Dame herum und fragte, was man am nächsten Tag aus dem Menu essen wollte und ob man am Frühstück und am Abendessen etwas ändern wollte.
Alles in allem kann ich niemanden den Hautklinik in Hildesheim empfehlen, vielleicht wird es besser, wenn diese mit dem Klinikum umgezogen ist.
Mein Aufenthalt hat sich nicht gelohnt, denn meine Schuppenpflechte hat sich eher verschlechtert als gebessert.