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Ein herzliches Hallo zusammen,
zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen, denn ich bin ganz neu hier. Ich bin 49 Jahre alt, weibl. und seit ca. 2,5 Jahren in Rente.
Diagnosen bis heute:
2 Bandscheibenvorfälle LWS, davon einer operiert
6 massive Vorwölbungen in den darüber liegenden Segmenten der LWS
Osteochondrose HWS mit knöchernen Anbauten u. Spinalkanalstenose
Massive Ödeme in beiden Beinen
Somatoforme Schmerzstörung u. Depressionen
Und seit 2002 Psoriasis pustolosa unter beiden Füßen massiv, ein Zehnagel völlig zerstört, in den Ohren u. minimal in den Handflächen
und nun seit 4 Monaten starke Schmerzen zunächst im rechten Knie und ein paar Wochen später beginnend auch das linke Knie. Anlaufsteifigkeit nach Ruhezeiten u. bei Belastung zunächst ein Gefühl der Taubheit, dann als ob beide Knie anschwellen und später setzen dann die Schmerzen ein.
Da ich teilweise weder laufen noch schmerzlos aufstehen konnte bin ich nach kurzer Kortisontherapie vom Hausarzt zum Orthopäden u. Hautarzt überwiesen worden. Der Orthopäde hat aufgrund eines Röntgenbildes Arthrose diagnostiziert und mich ohne weitere Behandlung mit den Worten weggeschickt: Ich solle mein Gewicht reduzieren und er könne nichts für mich tun. Es gäbe zwar Spritzen aber die wären teuer. Meinen Hinweis auf meine starke Schuppenflechte überhörte er....
Zwischenzeitlich wegen der Schmerzen wieder zum Hausarzt. 2. Kortisontherapie + Diclofenac = kleiner Erfolg nach 5 Tagen Schmerzen werden deutlich besser. Nach ausschleichen des Kortisons bis auf die Erhaltungsdosis von 10 mg werden die Schmerzen wieder mehr. Blutabnahme wegen Entzündungswerte brachte nur einen unwesentlich erhöhten Entzündungswert. Allerdings erinnere ich mich, dass anläßlich der jährlichen Vorsorgeuntersuchung über viele Jahre der Harnsäurewert bedenklich hoch war und ich immer gefragt wurde, ob ich viel Fleischprodukte esse. Bin aber absolut kein Fleischfan und musste immer verneinen.
Dann der Hautarzt....meine letzte Hoffnung.....Enttäuschung.....10 Tage Diprogenta Salbe. Äußerlich ist die Pso nun ein bißchen besser...kein Wunder, dass Kortison u. die Salbe helfen. Aber meine Knieschmerzen schränken mich immer noch deutlich ein. Beim 2. Termin überweist er mich wenigstens in eine große Klinik mit Verdacht auf Pso-Arthritis.
Letzten Freitag hatte ich endlich den ersehnten Termin. Ich hoffte auf eine Diagnose und damit auf eine wirkungsvolle Behandlung. Mir ist klar, es gibt keine Heilung....aber vielleicht wird mein Leben wenigstens wieder lebenswert und die Schmerzen ein wenig gelindert. Und so ertrug ich 3 Stunden Wartezeit in der Klinikambulanz einer Hautklinik um bei einer Assistenzärztin zu landen. Ich erzählte meine Krankengeschichte, zeigte meine Füße, legte die Röntgenbilder vor.
Na ja, die Röntgenbilder musste ich ihr förmlich aufdrängen. Nach ihrer Aussage konnte sie damit nichts anfangen und die charakteristischen "Büschel auf den Knochen" könne man eh auf Röntgenbilder nicht sehen. In diesem Moment dachte ich noch: Ruhig bleiben nur nicht ausrasten. Es ist gleich Freitagmittag und vielleicht ist sie schon halb im Wochenende. Mir egal, ich will keine Schmerzen mehr. Ich gehe hier nicht ohne Diagnose raus. Also tief Luft geholt und nun werde ich deutlich: Kann es sein, dass ich Pso Arthritis habe? Sie guckte mich an, also ob sie noch nie von dieser Krankheit gehört hat. Aber immerhin sie greift zum Telefonhörer und fordert einen anderen Arzt an. Und siehe da, der Oberarzt persönlich kommt. Na also geht doch, dachte ich. Wieder alles erzählt und gezeigt. Er fragt mich, ob ich rauche. Ja, leider.....also klar dachte ich. Erstmal ist immer das Gewicht u. das Rauchen schuld. Ich lasse nicht locker, von mir aus soll er denken was er will. Er gibt mir eine Überweisung zur Skelettszintigraphie und eine Krankenhauseinweisung und ordnet eine Pilzprobe an. Kurzer Schock, aber ich fange mich wieder. Der Pilz steckt mir im Hals.....ich habe keinen Fußpilz....seit über 9 Jahren Fußpilz, frage ich ihn?? Er antworte, nein aber es könne sein, dass sich ein Pilz auf die Pso gelegt hat. Ich frage weiter wegen der Einweisung ...und er meint, dass man mir dann zeigt, wie ich die Füße richtig salbe u. einwickele. Ich gebe auf, eine Woche Füße salben u. wickeln lernen? Und was ist mit meinen Knieschmerzen? Ich will nur nach Hause.
Immerhin habe ich eine Überweisung zur Szintigraphie. Aber nach reiflicher Überlegung, bin ich der Meinung...in diese Klinik lege ich mich nicht. Leider ist ambulant kein Rheumatologentermin vor Februar 2012 zu bekommen. Mir ist eine Klinik bei Sendenhorst (Münster) empfohlen worden, die kompetenter sein soll was rheumatische Erkrankungen betrifft. Warum ist es so schwierig diese Erkrankung zu diagnostizieren? Selbst ich als Laie kann im Internet nachlesen, dass Pso die Gelenke zerstören kann. Muss es da nicht allererste Pflicht der Ärzte sein, bei so deutlichen Anzeichen auf Pso-Arthritis, dies zumindest nicht so kategorisch auszuschließen???
Ach ja, habe völlig vergessen, dass ich auch noch Bluthochdruck habe....der seit Freitag rasant angestiegen ist.
VORSICHT GALGENHUMOR....ja, wenigstens der funktioniert noch.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Leidensgenossen einen schönen Abend u. gute Besserung. Würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der mir sagt, ob ich auf dem richtigen Weg bin.
LG
Tanisha2205