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Saltkrokan

in 1-2Jahren wird die Firma Pfizer ein neues Medikament auf den Markt bringen mit dem Wirkstoff Tofacitinib. Im Moment ist es zur Zulassung bei rheumatoider Arthritis beantragt, die Studien für andere Erkrankungsbereiche wie PSO sind abgeschlossen, für andere Bereiche laufen die Studien noch länger.

Das Medikament soll zweimal täglich eingenommen werden. Das Medikament verspricht ein schnelles anfluten und eine kurze Halbwertzeit.

Ich habe vergangene Woche während einer Weiterbildung von neuen Antikörpern, Medikamenten etc...erfahren und es kam bei der Vorstellung die Diskussion auf was mag wohl besser sein?? Sich alle 2 Wochen den Antikörper spritzen (Humira, Enbrel etc), Remicade etc.alle 4-6 Wochen infundieren zu lassen oder, täglich die Tabletten zu nehmen.

Was ist Eure Meinung dazu, das würde mich sehr interessieren....

Es grüsst Saltkrokan.

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Saltkrokan

Hallo Frank,

würde ich wahrscheinlich auch...

Das Argument dagagen war natürlich dass man bei Nebenwirkungen die Tabletten auslassen kann während man bei einer subcutan Gabe oder (bei Remicade) iv-Gabe den Wirkstoff komplett im Körper hat.

Aber, auch Astra Zeneca will mit einem neuen Medikament in Tablettenform auf den Markt kommen.

Ich denke, egal welche Angebote es gibt, es muss jeder für sich entscheiden.

Viele Grüsse

Saltkrokan.

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Hallo Saltkrokan,

das hat für mich alles ein Für und Wider. Bei Stelara z.B. würde ich mich auch fragen, was ist, wenn ich da gerade die Spritze intus habe und plötzlich operiert werden muss, weil ich einen Unfall hatte. Die "Halbwertzeit" ist ja da doch ziemlich lang. Bei Tabletten wiederum kann der Magen bzw. der Darm der Schwachpunkt sein. Kurz: Ich bin da unentschieden ;)

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Saltkrokan

Hallo Claudia,

danke für Deine Meinung.

Die Weiterbildung die ich besucht habe bezog sich auf die (medizinischen) Bereiche Dermatologie, Rheumatologie und Gastro-Enterologie (mittlerweile ist Humira ja auch für entzündliche Darmerkrankungen zugelassen, an denen einige Erkrankte ja zusätzlich zu knabbern haben).

Ein Programmpunkt war, wie lange vor einer geplanten Operation welche Medikamente abgesetzt werden sollten...

habs notiert gehabt da es auch für mich persönlich wichtig erschien:

Bei Humira 12-16 Tage, MTX 6-10h, bei Medikamenten gegen die PSA Arava 40-50 Tage. Aber auch da schwanken die Zeitangaben, jenachdem wer sie festlegt.

Der dieses Thema vorstellende Chirug hat sehr deutlich erklärt-und anhand von Bildern gezeigt- wie sehr die regelmässige Einnahme von Medikamenten (Antikörper, Kortison, NSAR etc.) den Wundheilungsprozess beeinträchtigen kann.

Ich würde auf kein neues Medikament wechseln, egal ob oral,sc oder iv, wenn mein "altes" Medikament noch die Wirkung hat.

Viele Grüsse

Saltkrokan.

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  • 2 weeks later...
Guest Pollux

Hallo Saltkrokan,

das hat für mich alles ein Für und Wider. Bei Stelara z.B. würde ich mich auch fragen, was ist, wenn ich da gerade die Spritze intus habe und plötzlich operiert werden muss, weil ich einen Unfall hatte. Die "Halbwertzeit" ist ja da doch ziemlich lang. Bei Tabletten wiederum kann der Magen bzw. der Darm der Schwachpunkt sein. Kurz: Ich bin da unentschieden ;)

Ich hatte einen schweren Unfall, Schädel-Hirn-Trauma mit subduralem Hämatom und OP mit Schädelöffnung (Bohrlochtrepanation).

Stelara war da kein Problem. Das Problem war, dass ich Marcumar nahm, welches die Blutgerinnung herabsetzt. Das haben die tollen Leute auf der Intensivstation allerdings schnell mit Vitamin K und einem Gerinnungsfaktor (natürlich intravenös) in den Griff bekommen. Das Tavor war auch klasse ;)

Ich möchte mich hiermit noch einmal ausdrücklich für die Leistungen der Rettungskräfte und bei dem kompletten medizinischen Personal bedanken!

Wären die nicht so gut geschult und motiviert, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr hier oder würde sabbernd im Wachkoma mein Leben fristen. Vielen Dank!!!

Edited by Pollux
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  • 9 months later...

Im Gegensatz zu den USA hat die europäische Behörde Tofacitinib (Markenname: Xeljanz®) nicht zugelassen - für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis, wohlgemerkt. Die Experten der Behörde sehen zwar, dass das Medikament die Anzeichen und Symptome bessert. Aber die Krankheit bleibt ihnen zu aktiv, die Zerstörung der Gelenke wird ihrer Meinung nach auch nicht genug gestoppt.

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