👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Ein Hallo in die Runde,
so, da bin ich hier nun auch.
Damit ihr wisst, wer hier heimlich, still und leise mitliest, mal ein paar Infos.
Ich bin 26 Jahre alt, Studentin und freie Journalistin. Vor zwei Jahren, nachdem ich auf meine allergiebedingten Cortisonspritzen verzichtete, tauchten an meinem Körper diese seltsamen roten Flecken auf, die mich nicht weiter störten. Drei dieser Flecken an den Beinen, zwei am Ober- und einer am Unterschenkel, weiteten sich im Laufe der Zeit immer weiter aus, die restlichen verschwanden wieder, tauchten wieder auf und gingen wieder. Nur die drei blieben. Ich beobachtete das, cremte und verharrte still in meiner Wohnung, bis ich mich, nachdem ich a) überall schuppte und mich B) gerade am Bein völlig blutig gekratzt hatte (was bei einer Blutgerinnungsstörung eine bescheidene Idee ist) doch entschloss, einen Arzt aufzusuchen. Erst waren es meine Tiere, die Schuld waren, dann hatte er einen Pilz in Verdacht, letzten Endes lief es dann aber doch auf Schuppenflechte hinaus. Sinngemäß sagte mein Arzt: Kann kommen, kann gehen, kann bleiben. Im Moment bleibt es, was mich tierisch nervt. Ich muss täglich meine Wohnung saugen, weil ich überall die Schuppen verteile und über Nacht oder in Gedanken kratze ich mich blutig - wenn ich nicht versuche, den Juckreiz zu ignorieren. Ich bin ein wenig hilflos, aber da muss ich wohl durch.
Gerade jetzt im Sommer sind halt die Sprüche auch ätzend. Von Pseudo-Diagnosen: "Das ist zu viel Streß!" über "Ist das ein Ekzem?" über "Das hatte ich auch mal. Das ist ein Pilz, das ist ansteckend!" bis hin zu: "Das ist aber eine großflächige Verbrennung, damit musst du zum Arzt" war schon ziemlich alles dabei. Ungefragte Hilfsangebote à la "Soll ich dir helfen, deine Ernährung umzustellen?" machen es auch nicht besser. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, was ich schlimmer finde - die Schuppenflechte an sich oder die ganzen Begleitumstände.
Na ja, da hab ich wohl schon ein "Frust-Schreiben" abgelassen - trotzdem dürft ihr fragen, wenn ihr was wissen wollt :-)
Mutantin