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Hallo,
ich bin am kochen vor Wut. Kurzer Schwenk zur Situation....
Pso seit über 20 Jahren mit gefühlten Millionen Bestrahlungen, Cortisonsalben, Teersalben und anderem Zeugs. Ca. 4 Hautärzte und alle kurbeln immer wieder den gleichen Mist an. Mittlerweile sind über 50 % meiner Haut betroffen wie heute festgestellt wurde.
Behandlungen:
Wie oben geschrieben alles an Salben und Bestrahlungen. Immer mal wieder 1-2 Jahre nichts, weil ich es Leid war.
Hier der Ausschnitt der letzten 4 Jahre:
2 x eine über mehrere Monate dauernde (5-6 Monate) Therapie mit Fumaderm erhalten in der Höchstdosis 2-2-2 -> Keine Wirkung
1 x 6 Monate MTX (15ml Spritze) -> max. 10 % Verbesserung, keine Dosiserhöhung möglich, da Leberwerte sich deutlich verschlechtert haben
2 Monate Tomesa (Baden in Salzsole mit gleichzeitiger Bestrahlung) -> Keine Wirkung
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Hautarzt hat mir dann Behandlung mit Humira zugesagt (Im übrigen haben wir den ganzen anderen Kram vorher nur für die Krankenkasse gemacht, damit diese bei Humira keine Probleme machen. Habt das beim weiterlesen im Kopf). Nach Absprache sollte ich dann das Rezept via Post erhalten , was mich schon stutzig machte. Er wolle sich erst noch einmal informieren blabla.
Nach einer Woche hatte ich immer noch nichts erhalten und fragte tel nach. Da sagte er mir doch tatsächlich, dass er zugeben würde er wäre da ein wenig feige weil er im Netz gelesen habe, dass es schon mal Regress der Krankenkasse gegeben hätte und ihm das Risiko zu groß wäre. Er könnte nichts mehr machen. Ok, wenn ich Sälbchen brauche oder noch eine Bestrahlung ..gerne.
Ich hatte von der Arbeit aus angerufen und saß erst einmal wirklich das erste Mal in meinem Leben sprachlos da.
Nachdem ich dann seit ca. 1 Jahr aufgrund der Pso (neuerlicher Schub) einen extrem hohen Harnsäurespiegel bekommen habe, blieben massive Gichtanfälle nicht mehr aus. Ich wurde an einen Rheumatologen verwiesen, der dieses in den Griff bekommen sollte. Als er mich das erste mal sah, sagte er sofort, da muss etwas richtiges gemacht werden und sein Gesichtsausdruck nach meinen Erlebnissen sagte Entsetzen aus. Er meinte da wäre seiner Meinung nach Humira das Mittel der Wahl. Er würde mir das sofort verschreiben , nur ist er kein Dermatologe und es wurde keineArthritis diagnostiziert. Er hat mich aber sofort an eine Hautklinik überwiesen bei der ich heute war.
Nachdem ich mit Termin 2h warten musste, kam eine 0-8-15 Abfertigung unter Zeitdruck (vermutlich wegen Personalmangel). Hier sei gesagt, dass ich da keinem Doc die Schuld gebe, eher den Vordamen, die es nicht hinbekommen vernünftig Termine zu machen...
In meiner Überweisung wurde klar von der Einleitung einer entsprechenden Therapie gesprochen. Mir wurde dann gesagt, dass mindestens 3 Alternativen durchgeführt werden müssen, bis solche Medikamente wie Humira verschieben werden dürfen. Angeblich gehören Bestrahlungen nicht dazu ! Kennt sich jemand damit aus und stimmt das ? Was mich nun stutzig machte war, dass allerdings PUVA dazu gehören würde , alles andere nicht. Nun wie es der Zufall will, macht diese Klinik auch PUVA
Aber erst zum Humira ... Es würde nun wie folgt vorgegangen... Ich würde das Mittel "Ciclosporin" angewendet für 3-6 Monate. Wenn das nichts bringt wovon eigentlich ausgegangen wird, könnte mir anstatt Humira das Mittel "Enbrel" verschrieben werden. Auf meine Frage warum Enbrel und nicht Humira kam als Antwort... Weil Enbrel 1x die Woche gespritzt wird und Humira alle 2 Wochen. Da ich mich beim MTX an die wöchentliche Gabe gewöhnt hätte wäre das so besser... OHNE WORTE !
Desweiteren wurde mir ein stationärer Aufenthalt aufgedrängt. Auf meine Frage was denn da überhaupt gemacht würde , wurde mir gesagt Bäder , Cremezeugs und Bestrahlungen. Ich habe abgelehnt.
So ... jetzt musste ich mir mal meine Laune von der Seele schreiben. Es ist eine wirklich unerträgliche Situation geworden die ich viele Jahre geschluckt habe. Die Ärzte machen nur das, womit sie gut abkassieren können. Also wenn mir einmal ein Doc gesagt hätte , wir haben Probleme das zu verschreiben wegen den Kassen ... ok. Dann sage ich einfach ... kein Problem , dann können wir halt nichts machen und ich muß damit leben oder privat bezahlen, was ich nicht kann
Aber es stinkt doch zum Himmel, dass seltsamerweise alles was ihre Gerätschaften und Einrichtungen angeht (Bestrahlungsdinger, Bäder und und) ohne Probleme geht und bis zum Erbrechen , auch wenn ohne deutliche Wirkung beim betreffenden Patienten, immer weiter wiederholt wird. Damit kann man halt Geld verdienen und mit einem Rezept kaum. Ich bin heute in der Klinik gewesen weil ich mir von kompetenter Seite endlich nach so vielen Jahren Hilfe versprochen habe. Ich bin seit 15 Jahren nicht mehr Schwimmen gewesen, ich trage seit ewigkeiten auch im Hochsommer lange Hosen und Hemden. Ich sehe aus wie ein Streuselkuchen , wenn ich weiße Bettlaken nehme sehen die am anderen Morgen aus als ob ich auf Rasierklingen gelegen habe ...voller Blut. Ich denke jeder kennt das , aber oft lese ich, dass dann doch viele entsprechende Mittel bekommen. Warum gerate ich nur an so ***** die Worte verkneife ich mir mal.
Und dann wird man noch im Gespräch gefragt, ob mich das psychisch belastet. *kopfschütteln* Natürlich nicht ! Es ist schön wenn alle Menschen einen nur anglotzen und den Mund verziehen, wenn jeder Frisör fragt .. oh was haben Sie denn da und der ganze Laden schaut rüber, es ist toll wenn man mit Leuten im Gespräch ist und man ständig sieht wie die Augen auf die Hautflächen wandert und ein Ekelgefühl im Gesicht derer wiederspiegelt.
Naja , ich weiß derzeit nimmer wie es weiter gehen soll. Werde morgen mal zu meinem Hausarzt gehen ob es noch andere Stellen gibt.
ps. Das kann ich mir nun nicht verkneifen ... Die heutige Blutentnahme....
Schwester öffnet Packung mit Röhrchen - macht ein "mhhh" und ein "das mache ich nicht oft" ... versucht Schläuchelchen und Röhrchen zu verbinden...schafft es nicht... will sich aber auch nicht von mir helfen lassen
- Schläuchelchen fällt auf Boden .. "oh das muß ich abwaschen" und hält es unter den Wasserhahn (War nur das Ende was nicht in die Ader kommt, da war noch Stopfen drauf. Deshalb schaute ich weiter interessiert zu) ... mein Arm läuft bereits mit zugezogener Klemme blau an und Lady sticht zu ^^ ...... Nach dem dritten Mal trifft Sie - letztes Röhrchen wohl was spezielles , jedenfalls ist Sie ratlos ... holt andere Schwester , die erklärt das Schläuchelchen muß man abklemmen (umknicken) und dann das Röhrchen abziehen - Macht es und ... das Blut läuft und spritzt herum .... ich hätte am liebsten losgelacht, aber war erschrocken und zeigte ihr dann wie man einen Schlauch abklemmnt - Das Röhrchen wird voll und plötzlich nichts mehr... "mhhh was denn das, warum kommt nichts mehr" ... Sie bemerkte nicht, dass die Nadel auf der ihr Daumen lag bereits rausgezogen war. - Und wieder rein mit dem Ding ... natürlich neben die Ader gestochen ... und noch einmal .... Dann riss mir der Faden ! Ich jetzt reicht es aber , es tut weh ! Sie "ja..schuldigung ... gleich .. noch ein bischen" ... Irgendwie kamen dann noch ein paar Tropen und endlich fertig.
Im Auto ist mir dann übrigens erst aufgefallen, dass Sie nicht die Einstichstelle desinfiziert hat ! Sowie mit dem Daumen an die Nadelspitze gerutscht ist bevor dieses Teil in meiner Ader verschwunden ist. Mein Arm hat einen dicken blauen Fleck und ich hoffe ich habe mir nun nichts eingefangen ! Hoffentlich wäscht Sie sich die Finger nach derm Toilettengang unf hat keinen Kontakt zu MRSA-Patienten
Also da lasse ich mir nichts an Medikamenten oder Bestrahlungen geben. Nachher heißt es wenn ich unter dem Strahlengerät eine Verbrennung 3 Grades erlitten habe und gegen die Schmerzen das fälschlich zu hoch dosierte injizierte Morphium anfängt zu wirken ..."*kicher* ... entschuldigung .. das mache ich nicht oft" ....
Im übrigen gäbe es noche eine Geschichte die ich nennen würde "An dem Empfangstresen" , aber das lasse ich mal
lg