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Wie schädlich sind den nun Cortisonsalben auf den Genitalien?

Guten Tag,

seit gut 3 Jahren habe ich leichte Probleme mit Schuppenflechte. Ich hatte zwei kleine Stellen auf dem Kopf eine hinter dem Ohr und mehrere auf der Eichel, bzw. unter der Vorhaut. Die Stellen auf dem Kopf sind verschwunden. Ich behandelte sie mit Ecural Fettcreme und zwar 1. Woche Jeden Tag 1 mal, 2.Woche jeden 2 Tag 1 mal, 3 Woche jeden 3 Tag q mal und dann noch mal nach 5 Tagen 1 mal. Trotzdem kammen die Stellen mehrfach wieder und waren dann auf einmal verschwunden. Die Stelle hinter dem Ohr kam auch immer wieder. Irgendwann war ich es leid immer Ecural drauf zu hauen und hoffte, dass die Stelle von selbst verschwindet. Irgendwann war sie nur noch entzündet und ich Griff wieder zu Ecural...

Nun zu meinem größten Problem. Andauernd bekomme ich auf dem Penis (Eichel, Eichelkranz und unter der Vorhaut) so rötliche Punkte, die zu kleinen Kreisen wachsen, wo sich um die Mitte die Haut löst. Mein Hautarzt sagt, das wäre eine Knötchenflechte und hängt mit der Schuppenflechte zusammen. Ich soll dann etwas Ecural nutzen bis es weg ist (ca. 3 Tage) und wenn es wieder kommt auch wieder eincremen. Auf meine Frage, ob man Cortisonhaltige Cremes nicht immer längerfristig (wie oben beschrieben) nehmen solle, sagte er, dass es in diesem Fall anders wäre.

DIE FRAGE: Mein Problem ist, dass diese Stellen am Penis sehr häufig auftreten (alle 1-2 Wochen) und ich Angst habe, dass Ecural die Haut schädigt. Wie lange braucht die empfindliche Haut am Penis um sich z.b. nach 5tägiger Behandlung mit der Creme wieder zu erholen? Kann man dann nach 5-10 Tagen erneut wieder einige Tage die Creme nehmen, ohne dass Problem einer "Langzeit Behandlung" zu haben. Diesen Rhythmus vollziehe ich schon seit ca. 15 Monaten...

Ach ja, diese "Punkte" entstehen meist nach "mechanischer reizung", wie z.B. Sex. Gibt es Schutzsalben, die man vor oder nach dem Sex empfehlen kann?

Im Analbereich habe ich übrigens auch PSO, kann da aber ganz gut mit leben. Ich habe hier im Forum von Omega 3-Säuren in Form von Lebertran- und Lachsöl-Kapseln gelesen. Die nehme ich seit gestern und werde Euch auf den Laufenden halten.

Gruß Tommi

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vor 4 Stunden schrieb Kronstein:

13 Jahre Kortisoncremes für dein Körper benutzt hast, das aber nur 1-2 Wochen für den Genitalbereich tun musstest. Ist die Flechte im Genitalbereich so schnell verschwunden, dass du nach so kurzer Zeit aufhören konntest dort Kortison aufzutragen, während andere Hautareale bei dir 13 Jahre mit Kortisoncremes versorgt werden mussten ?

Wenn du nach diesen kurzen 2 Wochen keine Schuppenbildung mehr im Intimbereich hattest, dann ist das ziemlich schnell geheilt.

Hallo @Kronstein,

ja, genau so war es! Mit meinem Pso-Problem im Intimbereich war ich bei meiner Gynäkologin, die sich mit meiner Dermatologin kurzgeschlossen hatte und beide hatten für mich gemeinsam eine Lösung erarbeitet.

Ich durfte nach der Toilette kein Toipap mehr verwenden, stattdessen sollte ich mich mit der Handbrause reinigen und zuletzt mit einer 0,1%igen Tannolact-Wasser-Lösung aus einem Becher übergiessen (also kein Sitzbad!) und etwa 2x pro Tag die Kortisoncreme (evtl Diprosone) verwenden.

In meiner Mittagspause war ich für meine Therapie in der Zeit mal eben schnell nach Hause gefahren; das hatte gut geklappt!

Die Wassserreinigung (ohne Tannolact) im Intimbereich hatte ich ab da beibehalten und abgetrocknet, besser nur abgetupft wurde/wird mit Einmal-Tüchern oder "Tempos".

Jetzt, da ich das gerade so genau aufschreibe, könnte ich diese Prozedur auch mal mit meiner restlichen Pso-Haut probieren.... - nur alte Pso-Stellen dauern wohl etwas länger zum Abheilen.... (unter 0,2%igem Dithranol + UVBsel stationär etwa 3 Wochen).

Wenn wir hier schreiben, lernen wir Beide voneinander.

Es sollte noch auf eine lockere Kleidung, Hose und Unterhose aus weicher Baumwolle geachtet werden.

LG Burg

Hallo @Burg

genau deswegen bin ich hier, um von dem Austausch der Betroffenen zu lernen. Was ich klasse finde, sind die Alternativtherapien, die hier aufgezeigt werden. Hautärzte variieren nämlich sehr stark in ihren Empfehlungen und Aussagen, was einen misstrauisch macht.

Ich versuche aber noch mehr darüber rauszufinden womit dieser Thread ursprünglich begann, nämlich mit der Eröffnungsfrage von Thommy1971 "Wie schädlich sind denn nun Kortisonsalben auf den Genitalien" (von 2003).

Bei den Forummitgliedern Thommy1971, Bismarck und ratholer lese ich in dieser Diskussionsrunde hier die Besorgnis raus, was passiert, wenn man Ecural oder andere Kortisoncremes über den empfohlenen Zeitraum von 2 Wochen hinaus im sensiblen Bereich anwendet. Die Anwendung erfolgt bei jeder Person wahrscheinlich unterschiedlich, manch einer trägt Ecural oder andere Cremes einmal auf und hat evt wochen- oder monatelang Ruhe (oder für immer), ein anderer muss nach ein paar Tagen wieder neu auftragen. Dadurch ist eine "Langzeitbehandlung" mit ihren Folgen schwierig zu definieren. Hautverdünnung, Pergamenthaut, Dehnungsstreifen, Reboundeffekt sind die häufigsten Nebenwirkungen, die schnell im Netz zu finden sind. Ich wollte wissen, ob hier jemand Informationen darüber hat, ob schwerwiegendere Folgen bekannt sind, wie z.B. Tumorbildung, Zerstörung der Hautzellen (Oberhaut, Unterhaut) Beeinträchtigung von Drüsen (Schweissdrüsen, Talgdrüsen) etc.

  • 2 Monate später...
Am 16.5.2008 um 23:29 schrieb ratholer:

was immer noch nicht konkret geklärt wurde ist, ob z.B. Ecural im Genitalbereich angewendet zu Schäden führt?

 

Habe im Netz und hier im Forum gesucht, aber nichts konkretes gefunden. Es wird überall deutlich vor der Anwendung von Ecural im Genitalbereich gewarnt, doch die auftretenden Nebenwirkungen gleichen immer denen, die auch auf anderen Körperstellen auftreten, wenn man überdosiert. 

Zu welchen Schäden führt denn Ecural nun im Genitalbereich im Unterschied zu anderen Hautregionen ? 

 

 

Hallo @Kronstein

es sind keine anderen Schäden. Vielmehr ist die Haut im Genitalbereich dünner als in anderen Hautregionen. Deshalb sind die Nebenwirkungen wie Hautverdünnung, Papeln und Pusteln wie bei einer perioralen Dermatitis oder Pilzinfektionen dort schneller zu erwarten als z.B. bei Anwendung auf dem Kopf.

Am 24.11.2023 um 21:18 schrieb Kronstein:

Hautverdünnung, Pergamenthaut, Dehnungsstreifen, Reboundeffekt sind die häufigsten Nebenwirkungen, die schnell im Netz zu finden sind. Ich wollte wissen, ob hier jemand Informationen darüber hat, ob schwerwiegendere Folgen bekannt sind, wie z.B. Tumorbildung, Zerstörung der Hautzellen (Oberhaut, Unterhaut) Beeinträchtigung von Drüsen (Schweissdrüsen, Talgdrüsen) etc.

vor 3 Stunden schrieb Kronstein:

Zu welchen Schäden führt denn Ecural nun im Genitalbereich im Unterschied zu anderen Hautregionen ? 

Hallo @Kronstein,

es sieht so aus, als ob alle Ärzte und Patienten bisher vorsichtig genug an diesen sensiblen Stellen waren und wir über keine Schäden berichten können?

LG Burg

  • 3 Wochen später...
Am 11.11.2003 um 12:08 schrieb Tommi1971:

ich Angst habe, dass Ecural die Haut schädigt. Wie lange braucht die empfindliche Haut am Penis um sich z.b. nach 5tägiger Behandlung mit der Creme wieder zu erholen? Kann man dann nach 5-10 Tagen erneut wieder einige Tage die Creme nehmen, ohne dass Problem einer "Langzeit Behandlung" zu haben. Diesen Rhythmus vollziehe ich schon seit ca. 15 Monaten...

 

Also wenn alleine schon hier im Chat mehrere Betroffene Ecural länger "genital" angewendet haben als empfohlen...

Am 11.11.2003 um 14:51 schrieb Bismarck:

Gerade im Genitalbereich gehe ich mit Kortison auch etwas 'sorgloser' um. Bei mir genügt jedoch meist eine Anwendung mit Ecural und die PSO bildet sich zurück (insbesondere am Penis). Über mehrere Tage mußte ich sie noch nie anwenden. Wie auch bei Dir, bin ich danach wieder 1-2 Wochen erscheinungsfrei - danach nehme ich halt wieder Ecural (oder Advantan). Das ist mir in diesem Bereich auch egal, zumal die Präparate mit denen von früher nicht mehr zu vergleichen sind.

 

...dann vermute ich, dass die Dunkelziffer größer ist von PSOlern, die zu Ecural greifen und im Genitalbereich anwenden.

 

@Burg

Nicht alle Ärzte stufe ich als vorsichtig genug ein, wenn es um das "Verschreiben von Kortison" geht. Immer wieder lese und höre davon, dass zu schnell auf Kortison zurückgegriffen wurde, ohne korrekte Diagnose.   

Bei Kortisonsalben gibt es verschiedene Stärken und Wirkstoffe, deswegen sollte man seinem Hautarzt vertrauen. 
 

schönes Wochenende 

Winfried

vor 21 Stunden schrieb Kronstein:

Nicht alle Ärzte stufe ich als vorsichtig genug ein, wenn es um das "Verschreiben von Kortison" geht. Immer wieder lese und höre ich davon, dass zu schnell auf Kortison zurückgegriffen wurde, ohne korrekte Diagnose. 

Hallo @Kronstein,

schnell halte ich für richtig, doch dann muss man ganz individuell weitertherapieren.

Vor Jahrzehnten sagte mir mal ein Arzt, er würde auch "Kortison auf Verlangen" abgeben, da Patienten sich in Einzelfällen benachteiligt fühlten, z.B. wenn sie ein Vorstellungsgespräch hätten, zu einer großen Veranstaltung gingen, ua, um nicht öffentlich zu viele Erklärungen über ihren Hautzustand abgeben zu müssen, bevor die Leute sie überhaupt kennen gelernt hätten. Der Arzt wollte den Patienten damit helfen.

Und Kortison ist ein überzeugend schneller Helfer! Z. B. bei einer allergischen Hautreaktion oder Kontaktdermatitis ist der Spuk meist schon nach einer Woche vorbei.

Bei Pso sieht das etwas anders aus: Wenn, wie bei mir, ein Schub 12 Wochen dauert (aber das wussten wir damals noch nicht), ist nach 4-6 Wochen Kortisoncremen mein Schub noch lange nicht vorbei - lt Arzt musste ich es aber (trotzdem) absetzen - und prompt war der Rebound-Effekt da - bei mir wurde dann die Pso jeweils schlimmer als zuvor.

Als ich aber die Kortisoncreme doch länger genommen hatte, setzte ein Gewöhnungseffekt (Tachyphylaxie) ein; sie wirkte kaum mehr.

Alternativ (während der Schwangerschaft) hatte ich sie dann nur noch in homöopathischen Dosen über 8J verwendet. In hoher Kortisonkonzentration benutzte ich die Creme in den 5J immer nur 4-8 Wochen und machte dann die erste Pause; das war für mich aber auf Dauer nicht zielführend.

Von einem hautkranken Patienten hatte ich nach vielen Jahren seine Kortison-Behandlungsweise kennengelernt, die aus diesem Dilemma herausführen kann.

Er cremte an 1-3 aufeinanderliegenden Tagen, dann machte er eine Pause von etwa 1 Woche und behandelte evtl. nochmal. Eine Kortison-Intervall-Behandlung. Er kam damit sehr gut zurecht. An den kortisonfreien Tagen nahm er eine Pflegecreme (z.B. die Kortisoncreme, ohne Wirkstoff, wie Diproson-Basiscreme, oa).

So wurden die Nebenwirkungen gering gehalten und es gab keinen Gewöhnungseffekt.

Das könnte ich mir auch im Genitalbereich vorstellen, nur ich habe da keine Erfahrung, bis auf meine 1-2 Wochen - seitdem (seit etwa 20J) beuge ich ja mit einer Damendusche vor.

LG Burg

vor 21 Stunden schrieb Kronstein:

Zitat von @Bismarck 2003

Bei mir genügt jedoch meist eine Anwendung mit Ecural und die PSO bildet sich zurück (insbesondere am Penis). Über mehrere Tage mußte ich sie noch nie anwenden.

das spricht auch für die Kurzzeit- Therapie.

Vielleicht spielt es auch eine Rolle, wie schnell man mit der Therapie beginnt? Deshalb hatte sich ja meine Gynäkologin sofort auch mit der Dermatologien telefonisch besprochen, wie in meinem Fall vorzugehen sei.

Am 11.11.2003 um 14:51 schrieb Bismarck:

Über mehrere Tage mußte ich sie noch nie anwenden. Wie auch bei Dir, bin ich danach wieder 1-2 Wochen erscheinungsfrei - danach nehme ich halt wieder Ecural.

 

Ist es denn in Bismarcks Fall eine Kurzzeittherapie ?

Er hat einen Tag aufgetragen, hatte 2 Wochen Ruhe bis die PSO wiederkam und hat dann wieder 1 Tag gecremt  wenn ich es richtig rauslese. Das ist doch eher eine Erhaltungs- bzw Intervalltherapie, oder ?

Am 24.11.2023 um 21:18 schrieb Kronstein:

Ich wollte wissen, ob hier jemand Informationen darüber hat, ob schwerwiegendere Folgen bekannt sind, wie z.B. Tumorbildung, Zerstörung der Hautzellen (Oberhaut, Unterhaut) Beeinträchtigung von Drüsen (Schweissdrüsen, Talgdrüsen) etc.

Hallo @Kronstein,

hast Du bei Dir solcher Art Schäden beobachten können?

Für uns wäre das interessant.

LG Burg

Nein ich habe solche Schäden nicht.

Ich sammle Informationen von Diskussionsrunden aus dem im Internet. Im Netz wird sehr kontrovers diskutiert wenn es um Mometasonfuorat geht und die Quellen sind halt meist Meinungen oder Erfahrungen und nicht richtig überprüfbar.

Es heißt häufig, das Kortison ein "Hammer" für die Haut ist und die oberen Hautschichten wegätzt, gerade bei Schleimhäuten wird gewarnt kein starkes Kortison zu nehmen, zumindest nicht täglich, sondern nur im Notfall. Demgegenüber kann eine PSO/Neurodermitis unbehandelt größeren Schaden anrichten, wenn man nicht mit Kortison behandelt und die Entzündungen wuchern können, so lese ich es häufig im Netz.  

 

 

vor 3 Stunden schrieb Burg:

"Kortison auf Verlangen" abgeben, da Patienten sich in Einzelfällen benachteiligt fühlten, z.B. wenn sie ein Vorstellungsgespräch hätten, zu einer großen Veranstaltung gingen, ua, um nicht öffentlich zu viele Erklärungen über ihren Hautzustand abgeben zu müssen

Und das trifft genauso auf den Intimbereich zu. Deshalb glaube Ich, dass viele Betroffene in den unteren Regionen mit Ecural, oder halt andere Kortikosteroide anwenden um Erscheinungsfrei in den "romantischen" Teil des Tages überzugehen, ist halt ein Tabuthema für die Öffentlichkeit, was wohl leicht nachzuvollziehen ist.

Und diese Personen oder Erfahrungen versuche ich im Netz zu finden, ich habe keine Schäden von Ecural, aber ich habe es eine Zeit lang angewendet und viel schlechtes gelesen oder gehört. 

 

vor 14 Minuten schrieb Kronstein:

ich habe keine Schäden von Ecural, aber ich habe es eine Zeit lang angewendet und viel schlechtes gelesen oder gehört. 

Für mich ist ein Kortison-Präparat ein Segen, wenn es gezielt angewendet wird.

Trotzdem bin ich froh, dass ich es für meine Pso am Körper seit 25J nicht mehr brauche, da ich gelernt habe, auch ohne auszukommen. Aber in Notfällen werde ich es immer verwenden!

vor 23 Minuten schrieb Kronstein:

Deshalb glaube Ich, dass viele Betroffene in den unteren Regionen mit Ecural, oder halt andere Kortikosteroide anwenden um Erscheinungsfrei in den "romantischen" Teil des Tages überzugehen, ist halt ein Tabuthema für die Öffentlichkeit

In einer guten Beziehung ist das aus meiner Erfahrung heraus nicht nötig.

 

Am 17.2.2024 um 16:48 schrieb Claudia:

es sind keine anderen Schäden. Vielmehr ist die Haut im Genitalbereich dünner als in anderen Hautregionen. Deshalb sind die Nebenwirkungen wie Hautverdünnung, Papeln und Pusteln wie bei einer perioralen Dermatitis oder Pilzinfektionen dort schneller zu erwarten als z.B. bei Anwendung auf dem Kopf.

 

Nicht nur dünner, die Haut im Genitalbereich gilt als Unterhaut und hat einen anderen Aufbau als die Außenhaut am restlichen Körper. Es gibt dort keine Epidermis oder Dermis sondern die Epithelschicht und das darunterliegende Bindegewebe. Eine Hornschicht hat die Genitalschleimhaut auch nicht, weshalb es logisch klingt, dass Kortison hier schneller wirkt, wenn diese Stellen 40mal durchlässiger sind.

Wenn topisches Kortison also die Haut verdünnt, das Bindegewebe schwächt, die Muskeln angreift und Einfluss auf die Blutgefäße hat (Erweiterung oder Verengung der Blutgefäße, ich weiß es immer noch nicht, überall liest man was anderes), dann besteht für mich zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass im empfindlichen Genitalbereich ein größerer und komplexerer Schaden angerichtet werden kann, als am Rest am Körper, auch mehr als im Gesicht.

Außerdem gelangt doch durch die starke Resorption im Intimbereich dann auch mehr Kortison in den Blutkreislauf, weil die schützende Hornschicht und die Epidermis fehlt, was wiederum zu systemischen Nebenwirkungen führen könnte.

 

 

Am 9.3.2024 um 08:45 schrieb Winfried:

Bei Kortisonsalben gibt es verschiedene Stärken und Wirkstoffe, deswegen sollte man seinem Hautarzt vertrauen. 

 

Kortison galt bei der Einführung als Wundermittel bis man in den 70ern festgestellt hat, dass die Dosierungen sowie Wirkstärken zu hoch und die Anwendungsdauer zu lang waren und schwere Nebenwirkungen zur Folge hatten. Es werden demnach viele Patienten in den 50ern und 60ern auch ihren Ärzten vertraut haben um dann mit Atrophie, Cushing, Teleangiektasien und Osteoporose konfrontiert zu werden.

Das ein Arzt fundiertere Kenntnisse hat als ein Patient ist klar, aber solche Foren wie hier dienen dem Erfahrungsaustausch, da die Diagnosen und Empfehlungen der Ärzte stark variieren und jeder Betroffene anders auf Kortison reagiert.

Inzwischen ist Kortison natürlich länger erforscht und es gibt modernere Wirkstoffe auf dem Markt, die mit den Wirkstärken von früheren Medikamenten nicht zu vergleichen sind. Dennoch halte ich die Erfahrung einer Person, die 20, 30 oder 40 Jahre Kortison benutzt hat für genauso relevant. Kortison bleibt ein Reizthema und der Austausch zwischen Patienten ist wichtig, ansonsten könnten wir alle unsere Ärzte fragen und es bräuchte solche Foren hier nicht.

vor 13 Stunden schrieb Burg:

Für mich ist ein Kortison-Präparat ein Segen, wenn es gezielt angewendet wird.

 

Mir hat es auch geholfen und ich bin dankbar dafür. Es wird halt so häufig davor gewarnt (Beipackzettel, Websites, Foren) Kortison im Genitalbereich anzuwenden, dass mir die Folgen und Gefahren etwas zu kurz kommen, selbst wenn es gezielt und nach Vorgabe angewendet wird und da der Prozentsatz der PSOler hoch ist, die die Flechte auch im Intimbereich haben, dachte ich es gäbe mehr Menschen, die sich aus eigener Erfahrung damit auskennen.

 

hallo Kronstein -

ich bin der Meinung - du solltest nicht so sehr auf die Menschen hier im Forum schauen - sondern es erst mal ausprobieren  an den Genitalien - und dann deine Meinung kundtun - die sicherlich alle User hier interessiert die im Intimbereich betroffen sind -

alles andere ist Wunschdenken - ausprobieren ist meine Devise - zurückrudern geht immer wenn ein Medikament nach hinten los geht -

nette Grüsse sendet -Bibi -

vor 3 Stunden schrieb Kronstein:

Inzwischen ist Kortison natürlich länger erforscht und es gibt modernere Wirkstoffe auf dem Markt, die mit den Wirkstärken von früheren Medikamenten nicht zu vergleichen sind. Dennoch halte ich die Erfahrung einer Person, die 20, 30 oder 40 Jahre Kortison benutzt hat für genauso relevant. Kortison bleibt ein Reizthema und der Austausch zwischen Patienten ist wichtig, ansonsten könnten wir alle unsere Ärzte fragen und es bräuchte solche Foren hier nicht.

Hallo @Kronstein,

die Ärzte vermitteln uns ihr angelerntes, angelesenes (Uni, Uni-Klinik) oder auf Symposien/Kongressen NEU gehörtes Wissen oder alles das, was sie mit ihren Patienten erlebt und erfahren haben.

Patienten haben erst einmal nur ihr erfahrenes Wissen (Beobachtungsstudie), was sie aber durchaus erweitern können, wenn sie die Zeit und das Interesse dazu aufbringen. Und ja, dieses Wissen ist wirklich relevant.

Ich kenne kaum Menschen, die über Jahrzehnte (30-40J) hinweg kontinuierlich Kortison in üblichen Dosen nehmen. Auch ich hatte in den 5 Jahren immer wieder größere Pausen eingelegt, es sei denn ich arbeitete 8J in homöopathischen Dosen (z.B. auch während der ersten Schwangerschaft).

Wie sieht es bei der PsA aus? Gibt es da längere Kortison-Anwendungszeiten? - Nur da erhält man nur die systemischen Nebenwirkungen (NW).

Im Intimbereich gibt es da eher nichts an berichteten NW.

LG Burg

Bearbeitet ( von Burg)

Genitale Schuppenflechte – Symptome und Behandlung

verantwortlich: Titus J Brinker, keine Zeit- und Quellenangabe

Zitat:

"Manchmal kommen auch antientzündliche, kortisonfreie Präparate aus der Neurodermitisbehandlung zum Einsatz, da man diese längerfristig ohne Angst vor einem Dünnerwerden der Haut anwenden kann.

In schwereren Fällen einer genitalen Psoriasis kommt, wie bei anderen Psoriasis-Formen auch, eine Therapie von Innen mit Tabletten oder Spritzen zum Einsatz."

Es gibt noch im Artikel einen Link, um Hautproblem anonym online begutachten zu lassen.

https://online-hautarzt.net/genitale-schuppenflechte/ 

Ich nehme (nahm) eine Hamamelis-Körperlotion, die gerade in den Körperfalten und im Genital- und Analbereich von mir sehr gut vertragen wird. Da entfällt die Frage nach der NW.

 

Schuppenflechte im Intimbereich: Symptome bei Frauen und Männern

AU=Miriam Funk, Miriam Mueller, LifeLine, 22.2.2024, mit Quellen  

Zitate:

"Viele Mittel, die sich für die Therapie bei Schuppenflechte an anderen Körperstellen bewährt haben, sind im Intimbereich nicht geeignet, da sie die Schleimhäute übermäßig reizen."

"... Kortisonhaltige Cremes, die nur tageweise und niedrig dosiert aufgetragen werden sollten."

"...Vitamin-D3-Abkömmlinge werden ebenfalls zurückhaltend benutzt..."

"...Tacrolimus und Pimecrolimus wurden gute Erfahrungen bei der Behandlung der Schuppenflechte an empfindlichen Hautstellen gemacht."

Mit Tabletten oder Injektionen "... verbessern sich häufig aber auch genitale Läsionen."

https://www.lifeline.de/krankheiten/psoriasis/schuppenflechte-genitalbereich-id35140.html

Und hier noch der Link von @Claudia vom 3.8.2023:

Psoriasis an den Genitalien ist oft tabu – auch beim Arzt

Hier sind auch einige naturheilkundliche Mittel angelistet, die alternativ im Intimbereich eingesetzt werden könnten.

https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/psoriasis-genitalien-tabu/ 

Das Dithranol konnte ich in den Hautfalten unter der Brust (bei schlankem Körperbau) in sehr großer Verdünnung (entgegen dem Rat der Ärzte) verwenden.

Es waren 0,025%iges Dithranol in 0,5%iger Salivaseline für´s Gesicht, das ich verwendet hatte.

Für den Intimbereich müsste es noch viel stärker verdünnt werden und dürfte auch nicht in Vaseline angerührt werden. - Aber das sehr gut wirksame Dithranol (durchsichtige, schwach gelbliche große Kristalle)  gibt es leider nur in der Krankenhaus-Apotheke. - Also besser Finger weg davon.

Hallo Burg,

warum schreibst Du immer von Deinen Erfahrungen? Wir wissen doch, welche Wirkungen Dithranol hat. Eigene Experiemente sind da nicht angezeigt , gefährlich und verunsichern. Die Behandlungen, ob klassisch oder naturheilkundlich, sollten immer in Abwägung mit dem Arzt oder der Klinik abgesprochen werden. LG Waldfee

vor 38 Minuten schrieb Waldfee:

warum schreibst Du immer von Deinen Erfahrungen?

Weil hier Alle von ihren Erfahrungen berichten.... oder?

vor einer Stunde schrieb Burg:

Für den Intimbereich  ... Dithranol ... besser Finger weg davon.

vor 45 Minuten schrieb Waldfee:

Eigene Experiemente sind da nicht angezeigt , gefährlich und verunsichern.

Hallo Waldfee,

mich hatten meine eigenen Experimente nicht verunsichert und der Erfolg hatte mir Recht gegeben. Selbst die Ärzte konnte ich dann davon überzeugen, dass sie von ihrer Standard-Therapie bei mir abweichen konnten. LG Burg

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