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Wie schädlich sind den nun Cortisonsalben auf den Genitalien?

Guten Tag,

seit gut 3 Jahren habe ich leichte Probleme mit Schuppenflechte. Ich hatte zwei kleine Stellen auf dem Kopf eine hinter dem Ohr und mehrere auf der Eichel, bzw. unter der Vorhaut. Die Stellen auf dem Kopf sind verschwunden. Ich behandelte sie mit Ecural Fettcreme und zwar 1. Woche Jeden Tag 1 mal, 2.Woche jeden 2 Tag 1 mal, 3 Woche jeden 3 Tag q mal und dann noch mal nach 5 Tagen 1 mal. Trotzdem kammen die Stellen mehrfach wieder und waren dann auf einmal verschwunden. Die Stelle hinter dem Ohr kam auch immer wieder. Irgendwann war ich es leid immer Ecural drauf zu hauen und hoffte, dass die Stelle von selbst verschwindet. Irgendwann war sie nur noch entzündet und ich Griff wieder zu Ecural...

Nun zu meinem größten Problem. Andauernd bekomme ich auf dem Penis (Eichel, Eichelkranz und unter der Vorhaut) so rötliche Punkte, die zu kleinen Kreisen wachsen, wo sich um die Mitte die Haut löst. Mein Hautarzt sagt, das wäre eine Knötchenflechte und hängt mit der Schuppenflechte zusammen. Ich soll dann etwas Ecural nutzen bis es weg ist (ca. 3 Tage) und wenn es wieder kommt auch wieder eincremen. Auf meine Frage, ob man Cortisonhaltige Cremes nicht immer längerfristig (wie oben beschrieben) nehmen solle, sagte er, dass es in diesem Fall anders wäre.

DIE FRAGE: Mein Problem ist, dass diese Stellen am Penis sehr häufig auftreten (alle 1-2 Wochen) und ich Angst habe, dass Ecural die Haut schädigt. Wie lange braucht die empfindliche Haut am Penis um sich z.b. nach 5tägiger Behandlung mit der Creme wieder zu erholen? Kann man dann nach 5-10 Tagen erneut wieder einige Tage die Creme nehmen, ohne dass Problem einer "Langzeit Behandlung" zu haben. Diesen Rhythmus vollziehe ich schon seit ca. 15 Monaten...

Ach ja, diese "Punkte" entstehen meist nach "mechanischer reizung", wie z.B. Sex. Gibt es Schutzsalben, die man vor oder nach dem Sex empfehlen kann?

Im Analbereich habe ich übrigens auch PSO, kann da aber ganz gut mit leben. Ich habe hier im Forum von Omega 3-Säuren in Form von Lebertran- und Lachsöl-Kapseln gelesen. Die nehme ich seit gestern und werde Euch auf den Laufenden halten.

Gruß Tommi

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vor 20 Stunden schrieb Kronstein:

Ich habe im Netz über Ecural gelesen, dass es ein Kortison der Wirkungsstärke 3 ist, aber die milderen hautatrophierenden Eigenschaften eines Klasse 2 Kortisons hat und somit eine Sonderstellung hat, weißt du da evt mehr ?

Kenne den Ausdruck Wirkungsstärke nicht, ab einer bestimmten Stärke ist Kortison als Creme/Gel frei verkäuflich, darüber hinaus Verschreibungspflichtig. Wenn die Haut einmal dünner geworden ist, wird sie nicht wieder besser und entsteht auch eine Art Striae, so etwas wie Schwangerschaftsstreifen. Problem ist auch, Kortison heilt nicht, es lindert die Beschwerden und wenn nicht ausgeschlichen blüht sie wieder. Versuche wirklich mal andere Produkte, die du auch lange/immer benutzen kannst.

@Burg

Eine verstärkte Pigmentierung könnte auch der normale Hautalterungsprozess sein. Eventuell weißt du da mehr, aber ich habe häufiger gehört und gelesen, dass Schäden an der Haut während der Anwendungsphase entstehen und sich die Haut wieder erholt wenn man Kortison absetzt/ausschleicht. Das hinterher noch Schäden entstehen ist mir neu und nach 20 Jahren halte ich für unwahrscheinlich. Langzeitfolgen ja, Spätfolgen habe ich noch nichts von gehört, aber du hast auch mehr Erfahrung als ich, denke ich.

vor 7 Minuten schrieb Pipo:

Wenn die Haut einmal dünner geworden ist, wird sie nicht wieder besser

Also sowohl Leute in meinem Umfeld als auch hier im Forum berichten darüber, dass sie Cremes/Salben benutzt haben, dass ihre Haut dünner geworden ist und sie deshalb die Cremes/Salben abgesetzt haben, damit die Haut sich wieder regeneriert also auch wieder dicker wird bzw wieder in den Normalzustand kommt. Auch im Internet ist zu lesen, dass sich die Haut wieder regeneriert, wenn die Kortisonbehandlung beendet wird. 

Dünnere Haut hatte ich nach kortisonhaltiger Creme keine bekommen, aber die Striae (noch ohne Schwangerschaft) etwa nach 4-5 Jahren "entdeckt".

@Pipo
 
Ist Cortisonhaut reversibel?
 
Wenn Erkrankungen oder Therapien mit Cortison dünne Haut oder atrophische Haut verursacht haben, ist diese Entwicklung reversibel: Nach Ausheilen der Erkrankung, Ende der Behandlung oder erfolgreicher Therapie kann eine vollständige Regeneration erfolgen.
 
 
Das ist zwar jetzt nur schnell gegoogelt, aber sehr häufig im Netz zu lesen. Von Dehnungsstreifen, Pigmentstörungen und Teleangiektasien und dünner werdende Haut liest man auf jeder Seite, aber das die Haut sich nicht wieder erholt, davon hab ich noch nichts gehört. Nur bei dünner gewordene Haut durch den Alterungsprozess des Menschen, die wird logischer Weise nicht wieder dicker.
vor 28 Minuten schrieb Burg:

Dünnere Haut hatte ich nach kortisonhaltiger Creme keine bekommen, aber die Striae (noch ohne Schwangerschaft) etwa nach 4-5 Jahren "entdeckt".

5 Jahre nach deiner Kortisontherapie die Striae entdeckt, oder währenddessen ?

@Burg

 

Pigmentstörungen habe ich übrigens auch. Bei mir ist die Flechte selbst dafür verantwortlich, ohne Zweifel, denn ich habe mehrere Stellen am Körper und die Stellen, die ich von wenig bis gar nicht behandelt habe, sind heller pigmentiert. Dort wo ich regelmäßig Kortison aufgetragen habe, sind keine Pigmentflecken zu sehen.

Mich stören die Pigmente aber nicht, denn sie sind das geringere Übel zu PSO Herden.

vor 7 Stunden schrieb Kronstein:

... Pigmentstörungen ....

Diese Pigmentflecken [Altersflecken] sind bei mir an den Händen gekommen [das ich einen Schreck bekommen habe] und sind wieder von alleine verschwunden, ohne dass ich einen Grund erkannt habe. 

  • 2 Monate später...
Am 18.3.2024 um 22:26 schrieb Burg:

... die "Spätfolgen" können dem Kortison (nach wiederkehrendem wochenlangen Gebrauch in üblicher Dosierung) ??? oder den der Pso zugrundeliegenden Entzündungen zugeordnet werden...

 Gibt es hier im PSO-Netz einen Thread zum Thema Spätfolgen der Haut nach langjähriger topischer Kortisontherapie ?

Habe über die Suchfunktion nicht viel gefunden. (Spätfolgen, nicht Langzeitfolgen).

Am 18.3.2024 um 23:12 schrieb Kronstein:

Von Dehnungsstreifen, Pigmentstörungen und Teleangiektasien und dünner werdende Haut liest man auf jeder Seite, aber das die Haut sich nicht wieder erholt, davon hab ich noch nichts gehört.

"Hingegen regeneriert sich die dünne und verletzbare Haut, «Steroidhaut» genannt, die sich meist nach mehrjähriger Cortison-Therapie bemerkbar macht, nicht."
aus: 
Cortison: Was ist gut und was ist böse? - Rheumaliga Schweiz

Am 18.3.2024 um 22:28 schrieb Pipo:

Kenne den Ausdruck Wirkungsstärke nicht

Zu Wirkstärke:

"Synonyme: Wirkungsstärke, Wirkintensität

1. Definition

Als Wirkstärke oder bezeichnet man in der Pharmakologie das Ausmaß der pharmakodynamischen Effekte eines Arzneistoffs. Die Wirkstärke in Abhängigkeit von der Dosis oder Wirkstoffkonzentration wird auch Potenz genannt.

2. Hintergrund

Angaben zur Wirkstärke können sich auf einzelne biochemische Effekte (z.B. die Hemmung eines bestimmten Enzyms) oder die klinische Wirkung eines Arzneistoffs beziehen. Beispiele sind die mittlere inhibitorische Konzentration (IC50) oder der mittlere effektive Konzentration (EC50).

In einigen Fällen (z.B. bei Opioiden oder Glukokortikoiden) wird die Wirkstärke als "relative Wirkstärke" in Bezug auf eine Referenzsubstanz angegeben."
Quelle: Wirkstärke - DocCheck Flexikon

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