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Hey ihr,
Ich brauch mal wen zum Quatschen der vielleicht eine ähnliche Phase mir der PSA durchmachte..
Ich habe PSA seit 6 1/2 Jahren und werde seit dem von Arzt zu Arzt geschickt. Medis blieben bisher ohne Erfolg.
Die Krankheit versaute mir mein ganzes Leben. Seit meinem 8. Lebensjahr wollte ich Polizistin werden. Das ist und war mein einziger Berufswunsch. Zudem nahm mir die Krankheit mein liebstes Hobby - den Sport.
Ich musste einmal die Schule wegen der PSA abbrechen, weil es mir zu oft körperlich nicht gut ging und ich zu viele Fehltage hatte. Ich war dann 6 Wochen auf Kur, leider wurde dort nur meine Haut besser und ich wurde unnötig mit Schmerzmedis vollgepumpt, die nichts brachten. Als 16/17 Jährige haste halt kein Mitspracherecht...
Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich einfach nicht mehr kann. Die Krankheit bestimmt mein ganzes Leben. Ich lebe nur noch für die Schule, stehe morgens halb 6 auf, bin 3 Tage die Woche erst 17 Uhr daheim, muss dann schon ins Bett um meine 12 Stunden Schlaf zu kriegen.
Mein Leben macht einfach keinen Sinn mehr (keine Angst, ich bin weder depressiv noch selbstmordgefährdet). Die Krankheit ist für mich ein einziger Kampf. Immer wenn ich denke, es geht bergauf, kommt ein neuer Schicksalsschlag (Neues Gelenk betroffen usw.)
Außerhalb der Schule mache ich nichts mehr. Ich war sehr aktiv in der Kirche, traf mich gern mit Freunden, doch mittweile bin ich einfach zu erschöpft und müde.
Vor ca. 3 Monaten bekam ich Kopfschmerzen (Migränepatient bin ich schon seit Jahren, doch bisher halfen Medis gut). Es halfen keine Medis mehr, mein Arzt vermutete Schmerzmediabhängigkeit. Daraufhin setze ich alle Schmerzmedis ab doch es wurde erstmal nicht besser. Ich sollte also zum Neuro. Den Termin bekam ich erst zu heute, weil alle Neuros so überlaufen sind hier in der Gegend. Nach 1 1/2 Monaten wurden die Kopfschmerzen besser (ich hatte sie wirklich täglich mehrfach). Komischerweise genau in den Ferien. Mittlerweile habe ich sie "nur" noch 3-4 mal die Woche. Heute war ich also beim Neuro. Ich erzählte ihm alles und daraufhin kam die Frage ob ich niedergeschlagen, depressiv sei. Niedergeschlagen ja, depressiv nein. Er meinte, die Kopfschmerzen kämen evtl. vom Stress, aber erstmal vermutet er Medikamentenabhängigkeit. Klar habe ich Stress. Die Schule macht so Druck und dann die Krankheit dazu, die meinen Tagesablauf bestimmt. Ich gehe sogar ab Montag in Sonderurlaub, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich bin so ausgelaugt..
Habt ihr evtl ähnliche Phasen durchgemacht?
Ich habe einfach Angst, dass die psychische Last noch stärker wird. Körperlich bin ich so down und seelisch ists auch nicht grad rosig.
Sorry, dass ich euch hier so zutexte
Ich kann einfach mit kaum jemandem reden, keiner, der nicht selbst die Krankheit hat, kann verstehen was bei mir los ist. Mittlerweile glaube ich auch, dass es meine Freunde nervt, wenn ich von der Krankheit erzähle. Aber sorry, sie ist nunmal täglich da, ich kann sie nicht ignorieren..
Naja, ich freue mich über Antworten.
Liebe Grüße, Nika