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Hallo Leute,
ich möchte Euch im Anschluß einen Artikel aus der Kronenzeitung/Wien vom 3.5.03 übermitteln.
Geschrieben von Prof. Dr. Fritz Gschnaidt, Hautfacharzt und Vorstand der Hautabteilung des Krankenhauses Wien-Lainz.
"Für Patienten mit Psoriasis (immerhin rund 3 Prozent der Weltbevölkerung!) gibt es jetzt tatsächlich eine gute Nachricht:
Neue Medikamente versprechen erfolgreiche Behandlung ohne lästiges Salbenschmieren!
Psoriasis tut nicht weh, ist nicht lebensbedrohend und auch nicht ansteckend. Dennoch leiden die Betroffenen ihr ganzes Leben. Sie werden oft wie Aussätzige behandelt, dürfen nicht in öffentliche Bäder oder Saunen gehen und müssen immer wieder unangenehme Fragen ihrer Mitmenschen ("Ist das ansteckend?") über sich ergehen lassen.
Internationalen Forschergruppen ist es nun endlich gelungen, die Ursache dieser Hauterkrankung aufzuklären.
Nicht zu rasche Zellerneuerung ist - wie bisher vermutet - der Auslöser, sondern ein falsch reagierendes Immunsystem. Es richtet sich gegen die eigene Haut und bewirkt so Entzündung sowie Schuppung.
Genau hier setzen jetzt neue Medikamente an.
Durch Zufall wurde festgestellt, dass ein bestimmtes Mittel in Tablettenform, das weltweit gegen Zuckerkrankheit (Diabetes) eingesetzt wird, auch die Psoriasis entscheidend verbessert.
Das bewusste Präparat ist gut verträglich und weitgehend ungefährlich. Das weiß man aus den Erfahrungen in der Therapie von Diabetes. Eine Nebenwirkung, nämlich die Hemmung bestimmter Zellsäfte (sogenannte Cytokine), welche die Entzündung und die Schuppung bei Psoriasis bewirken, macht man sich nun bei Schuppenflechte zunutze.
Das neue Arzneimittel wird derzeit in Wien an der Hautabteilung des Krankenhauses Lainz klinisch erprobt.
Allerdings wird schon an weiteren Medikamenten gegen Psoriasis gearbeitet. In den USA ist zum Beispiel bereits ein Injektionspräparat, das die Patienten aber selbst anwenden können, zur Behandlung zugelassen.
In Europa werden damit noch Tests durchgeführt. Die Zukunft der Therapie von Schuppenflechte liegt also nicht mehr im Salbenschmieren, sondern in der einfachen Einnahme von Tabletten bzw. der wöchentlichen Verabreichung einer Injektion."
Klingt gut finde ich, werde die Klinik mal aufsuchen und für Euch dort vorfühlen, mal sehen ob was dran ist.
LG Gitti aus Wien