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Nachdem ich nun seit einigen Tagen in diesem Forum herumstöbere, möchte auch ich mich vorstellen.
Ich bin 41 Jahre alt, weiblich. Die Psoriasis (vulgaris) begleitet mich seit meinem sechsten Lebensjahr mal mehr, mal weniger, hauptsächlich am Kopf, den Ellbogen, Knien, Schienbeinen und Waden.
Mein erster Ausbruch erfolgte kurz nach einer Seitenstrang-Angina sehr heftig. Anfänglich wurde ich durch den Hautarzt großflächig mit Cortison behandelt, der Kopf mit Teerprodukten. Später dann probierte meine Mutter alles Mögliche mit mir aus - von Stutenmilch, Fettcremes, Homöopathie....Am meisten geholfen hat definitiv ein dreiwöchiger Urlaub am Mittelmeer.
Meine Mutter hat selbst Psoriasis, sie bekam sie während der Schwangerschaft mit mir. Auch meine jüngere Schwester ist betroffen.
Als Kind habe ich sehr unter meinem "andersartigen" Aussehen gelitten - und den Aussagen mancher Klassenkamerad(inn)en. "Ist das ansteckend?", " Ihhhh, das sieht ja hässlich aus!" usw.
Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, mit dieser Krankheit umzugehen, anzunehmen, wie ich bin. Heute behandle ich mich nur noch mit Ölbädern und Excipial. Das hilft mir, die Schuppenbildung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Außerdem versuche ich, so oft wie möglich ans Meer zu fahren um Sonne und Salz zu tanken - das ist aber leider aus dem süddeutschen Raum nur in Verbindung mit Urlaub möglich.
Negativer psychischer Stress induziert bei mir meist einen heftigen Ausbruch. Daran möchte ich noch mehr arbeiten. Das heisst nicht, diesen Stress zu vermeiden, das geht sowieso nicht, sondern gezielt über Entspannungsübungen SOFORT einzuwirken, wenn ich merke, dass mir etwas zuviel wird. Dafür werde ich in nächster Zeit mit autogenem Training beginnen.
Zur Zeit nehme ich als Selbstversuch noch Curcumin (Meriva). Ich werde über Erfolg (oder Mißerfolg) im Laufe der nächsten Wochen berichten.
So, jetzt habe ich einen halben Roman geschrieben, danke für's Lesen.
Bis dahin,
Micha