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uvb 311 nm bekommt mir gut. soll ich mir ein Bestrahlungsgerät kaufen. meine Dermatologin ist 37 km einfache fahrt entfernt (Eifel). krankenkasse übernimmt nichts.

 

gruß sigi

Hervorgehobene Antworten

Vorbemerkung. Das Internet ersetzt nicht den Arztbesuch - Leitlinien.

Online-Informationen zu Krankheiten und Behandlungen bergen Chancen und Risiken. Ziel ist der gut informierte Kranke. Die erfolgversprechende Behandlung setzt Diagnosen voraus, die auf ärztlicher Befragungen und angemessener Untersuchung beruhen und die spezifische Situation des Kranken berücksichtigen.
 
Dabei kommt den Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften  (AWMF) besondere Bedeutung zu. Diese Leitlinien wurden folgendermaßen definiert: Die "Leitlinien" der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.
Die AWMF erfasst und publiziert die Leitlinien der Fachgesellschaften mit größtmöglicher Sorgfalt - dennoch kann die AWMF für die Richtigkeit des Inhalts keine Verantwortung übernehmen. Insbesondere für Dosierungsangaben sind stets die Angaben der Hersteller zu beachten!

 

Antwort: Prinzipiell ist die 311nm-Schmalbandtherapie auch als Heimbehandlung möglich. Sie ist nur in Ausnahmefällen zu empfehlen, z.B. bei schwerer Gehbehinderung, unzumutbaren Wegstrecken, beruflichen Gründen oder fehlenden Therapieangeboten in der Region. Vorausgesetzt werden dabei u.a. eine enge Abstimmung mit einem Dermatologen über die regelmäßige Kontrolle der Therapie. Eine UV-Heimbestrahlung kann sinnvoll sein, wenn eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit mit dem Hautarzt besteht. Der Hautarzt muss das Vorhaben und das erforderliche Gerät schriftlich bestätigen und übernimmt damit viel Verantwortung für eine persönliche Erfahrung erfordernde apparative Behandlung außerhalb seiner Praxis.

 

Prof. Dr. med. H. Meffert
hans.meffert@web.de

Hallo, die Erfahrung hat gezeigt, dass die verantwortungsvoll ausgeführte Heimtherapie, eine gute Alternative oder Ergänzung darstellt. Sie sollten aber auf jeden Fall nicht darauf verzichten, sich regelmäßig bei Ihrem Dermatologen zur Kontrolle vorzustellen.

 

Viele Grüße

Guido Hehr

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