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Nach langer Pause wieder hier mit vielen Problemen


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Hallo zusammen,

ich war hier Jahre nicht aktiv und hatte eigentlich auch keine Beschwerden oder Probleme (zum Glück), doch nun würde ich mich sehr über eure Hilfe, Tipps und Unterstützung freuen.

Ich fasse kurz zusammen: Ich bin 53 Jahre jung und habe seit 2013 Psoriasis Arthritis, nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich gut damit leben und arbeiten. Habe auch einen GdB 50 seit 2015.

Ich bin dann 2015 umgezogen und habe somit auch meinen Rheumatologen wechseln müssen. Schleichend wurden dann Kortison Tabletten und ähnliches abgesetzt. Alles gut.......bis auf die letzten, sagen wir 2 Jahre. Beruflich muss ich sagen, habe ich als Klempner einen wirklich schweren Beruf, überwiegend kniend und körperlich sehr anstrengend. Es häufen sich also die Krankmeldungen und richtig schlimm ist es nun dieses Jahr und die letzten 6 Monate. Brennen in den Gelenken (Handgelenk, Schulter und Ellenbogen ), beide Knie wurden bzw. werden operiert wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung), ich komme mir eben vor wie ein alter Mann. Übrigens habe ich seit Februar ständig Tinitus, was mich wahnsinnig macht und bisher niemand erklären konnte. Und das Ganze hat sich eigentlich erst seit meinem Umzug so entwickelt, was auch mit dem neuen Job zu tun hat, der mir einfach immer schwerer fällt. 

Naja, derzeit bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und mein Chef sagte mir, ich solle mir langsam etwas anderes suchen oder Ausschau halten, weil die Belastung einfach zu groß ist, da sind wir einig. 

Meine Rheuma Tante hat nun  mit mir einen Reha Antrag gestellt, hoffe das wird genehmigt und hilft mir. Meine erste und letzte Reha ist 7 Jahre her. Mich beschäftigt, mehr als meine Gesundheit, wie geht weiter, beruflich und finanziell. Was kann ich tun, mit stehen nun noch die Reha und meine 2. Knie OP bevor, die kommen Anfang 2021 auf mich zu. Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss? 

Danke für eure Zeit und eventuelle Antworten 

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vor 2 Stunden schrieb PseudoTom:

Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss?

Du musst dein Anliegen mit Arbeitsamt abstimmen und dann sollte es auch keine Sperre geben. Evtl. Rechtsauskunft einholen beim Anwalt für Arbeitsrecht (gibts oft auch gratis) Wenn Du nicht arbeitsfähig bist springt doch nach 6 Wochen die Krankenkasse ein, somit hat dein Chef eh keine Kosten mehr und Du bekommst bis zu 72 Wochen krankengeld (meist höher wie ALG)

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72 Wochen Krankengeld?  Lohnfortzahlung ist doch in der Regel für sechs Wochen. Ich würde einen Fachanwalt für Arbeits- oder Sozialrecht fragen oder mal beim Sozialverband VdK oder beim Integrationsamt. Oder die öffentliche Rechtsauskunft, aber da weißt du nicht, welcher Sparte der Jurist angehört, der die Beratung anbietet. 

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vor 1 Stunde schrieb Emmili:

72 Wochen Krankengeld?  Lohnfortzahlung ist doch in der Regel für sechs Wochen. Ich würde einen Fachanwalt für Arbeits- oder Sozialrecht fragen oder mal beim Sozialverband VdK oder beim Integrationsamt. Oder die öffentliche Rechtsauskunft, aber da weißt du nicht, welcher Sparte der Jurist angehört, der die Beratung anbietet. 

Krankengeld und Lohnfortzahlung sind 2 Paar Schuhe. Kann man alles bei seiner KK nachlesen. Wichtig ist und bleibt....nicht selber kündigen oder Auflösungsvertrag unterschrieben, hat meistens eine Sperrung von ALGI zur Folge.

Reha ist immer gut, ggf. wird da eine Umschulung oder GdB angeschoben.

Nicht optimal aber manchmal ist auch eine Erwerbsminderungsrente ein guter Weg.

Lg. Lupinchen

Edited by Lupinchen
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Hallo PseudoTom,

sich mit seinem Arbeitgeber zu einigen sollte jetzt nicht dein erster Gedanke sein. Als Schwerbehinderter genießt du schon einen besonderen Kündigungsschutz und auch beim Arbeitsamt wird auf so etwas Rücksicht genommen. Und es gibt noch das Integrationsamt, die dafür sorgen sollte das du nicht auf der Straße landest. 

Es geht in erster Linie um deine Gesundheit und in einer Reha solltest du so schnell wie möglich den Sozialdienst aufsuchen. Wenn du weißt wann und wo du hinkommst kannst du evtl. vorab schon einen Termin dort ausmachen.

Ich gehe mal davon aus, das du in einem kleineren Betrieb arbeitest und es weder Betriebsrat noch Schwerbehindertenvertretung gibt. Wenn doch, sage denen sofort Bescheid, wie es dir geht.

Gruß Uwe

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Danke euch, mir ist beruflich allerdings sehr daran gelegen, mich gütlich und sauber von meinem Arbeitgeber zu trennen. Also muss ich mir vorerst darüber Gedanken machen. Danach folgen OP und Reha und wir werden weitersehen.

Was anderes, hat jemand dieses Phänomen mit dem anhaltenden Tinitus auch erlebt oder zumindest davon gehört, dass es eventuell mit PSO in Verbindung gebracht werden kann?

Mit freundlichen Grüßen 

Edited by PseudoTom
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vor 31 Minuten schrieb PseudoTom:

... Tinitus ... 

Ja; hatte ich auch lange Zeit während meiner PSO-Zeit; aber nicht immer, daher habe ich es nicht auf meine Psoriasis bezogen. - In der Zeit als wir über Kurkuma (Curcumin) geschrieben haben, habe ich "es" auch genommen und mein Tinnitus ist seitdem verschwunden.  

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vor 2 Stunden schrieb PseudoTom:

 

mit dem anhaltenden Tinitus auch erlebt

Mit freundlichen Grüßen 

Ist bei mir schon sehr viele Jahre ein ständiger Wegbegleiter.

Gruss Anne

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Am 31.10.2020 um 10:49 schrieb PseudoTom:

wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung)

Wenn du nach der OP keine Besserung hattest, warum lässt du dann das andere Knie operieren ohne noch mal eine zweite Meinung einzuholen?

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Zum einen weil die OP notwendig ist und zum anderen habe ich mich selbstverständlich bei verschiedenen Ärzten informiert und lasse die OP nun von einem anderen, hoffentlich besseren Chirurgen durchführen 

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  • 2 weeks later...

Hallo Tom,

Du solltest auf keinen Fall dein Arbeitsverhältnis beenden! Ob dein Chef das will oder nicht. Er wird dich nur mit Zustimmung des Integrationsamtes los. Infos zum GDB 50 und Entlassung hier https://www.integrationsaemter.de/Aktuell/72c/index.html

Du solltest, fals es nicht anders geht, die 72 Wochen ausnutzen. Und die sind shneller vorbei als du gucken kannst. Da werden nämlich auch Zeiten angerechnet mit denen du nicht rechnest. Info dazu Krankenkasse.

Nach den 72 Wochen stellst du, immer noch ungekündigt, einen Antrag auf ALG1. Nennt sich dann "Das Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld nach § 145 SGB III". Damit bekommst du 12 Monate ALG1 und bist Krankenversichert.

Du wirst diese Zeit brauchen! Mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente dauert jetzt mit Widerspruch, Ablehnung und Klage schon 17 Monate. Ein Ende ist nicht in Sicht.

 

Aufpassen bei der Reha! Jeden Tag wohltuende Anwendungen (Wärme, Kälte, Masage, Joga) danach geht es dir richtig gut! 4 Wochen! Dann geht die Sch... von vorne los.

Tinitus habe ich zeitweise (1-2 mal die Woche). Nie länger als 5 Minuten. Sage aber auch gleich dazu: ich habe ein überaus empfindliches Gehör. Mäusepups als Stichwort.

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      Allgemein wird im "Wegweiser Sozialrecht - Basiswissen für Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung" informiert über Schwerbehinderung, Rehabilitation, Erwerbsminderungs-Rente und die jeweils zuständigen Behörden.
      Konkrete Hinweise für Menschen mit chronisch-entzündlichen Krankheiten wie Psoriasis oder Psoriasis Arthritis gibt es nicht.
      Siehe ergänzend auch: "Wird man mit Psoriasis als Behinderter anerkannt?"
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      Quelle: ddp, 20.02.2004
    • Jeny
      By Jeny
      Guten Abend alle zusammen 🙂
      Ich wollt mal fragen wie ihr das so handhabt mit dem Arbeiten und den Arztterminen?
      Bei uns im Geschäft ist es so das ich die Termine nur auf die Freizeit legen kann; dass heisst mir wird die Zeit abgezogen in der ich zb. beim Blut abnehmen bin, oder ich muss mir halt nen Tag Urlaub nehmen wenn´s länger dauert!
      Ich hatte auch schonmal ein Attest vom Hautarzt mitgebracht; da ich mir keinen Urlaub für den Tag nehmen konnte und blöderweise auch noch Frühschicht hatte!
      Das Attest für die Stunde die ich weg war wurde leider nicht akzeptiert... da ich die Termine ja nicht auf die Arbeitszeiten legen soll... Toll, wenn man dringend nochmal ein Blutbild machen soll... was hätt ich den tun sollen!?!
      Zudem ist es jetzt halt so das ich immer in die Dermatologie nach Ulm gehe zum Blut nehmen und wegen meinen Rezepten für´s Enbrel (meinem Hautarzt wars zu teuer...), ja, und nach Ulm sinds gute 50km... das heisst das ich mit "nur" Blut nehmen ca. 2 Stunden unterwegs bin!
      Meistens will sich der Arzt dann ja aber noch die Haut angucken und die Wartezeiten sind dort manchmal echt übel lang...
      Ich leg die Termine schon immer nach möglichkeit auf meine Spätschicht, d. h. das ich erst um 11Uhr anfangen muss zu arbeiten... komme trotzdem immer zu spät und mir wird dann die Zeit abgezogen!
      Diese Woche war ich wieder mal (gute 3 Stunden warten müssen...erst um dreiviertel 12 ins Geschäft gekommen) ja, und heute hat die Ärztin angerufen das mein Blut nicht stimmt und im Urin Eiweiss ist, was auch immer das heissen mag! Naja, ich muss jetzt nächste Woche nochmal hin zum Blut nehmen, da hab ich aber frühschicht! D.h. ich muss mir nen Tag Urlaub nehmen um nicht an den Minusstunden zu ersticken!
      Gibts da nicht ne Sonderregelung oder ne Art Krankmeldung die ich mir von der Uni Klinik austellen lassen kann?
      Immerhin ist es ja doch ne heikle Angelegenheit mit dene Biologics, und die überprüfung und untersuchung ist ja schon wichtig!!!
      Wie regelt ihr das?
      Nehmt ihr euch immer Urlaub?
      Will meinen ganzen Urlaub eigentlich nicht für Blutabnehmen und Arztbesuche verplempern....
      LG
      JEnny

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