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Wer hat auch Angst vor Löchern? 😂

Meine (nicht besonders ausgeprägte) Abscheu vor „Löchern“ und löchrigen Strukturen hat jetzt einen Namen: Trypophobie! 🙈 (Vgl.: https://web.de/magazine/wissen/psychologie/seltene-phobien-trypophobie-loecher-ekel-hervorrufen-33771866 )

Spannend erscheint mir der erwähnte mögliche Zusammenhang dieser Phobie mit Hauterkrankungen bzw. der Angst davor. Ob es unter uns Psoriatikern wohl besonders viele Trypophobiker gibt? 🤷🏻‍♂️

Hervorgehobene Antworten

Was es nicht alles gibt🤔

Im Zahn mag ich Löcher auch nicht so gern, oder im Asphalt, schwarze Löcher mit ihrer kosmischen Energie sind vielleicht etwas gruselig, aber ansonsten können sie ja doch auch recht praktisch sein, wenn ich da so an Knopflöcher u.a. denke🤓

Bearbeitet ( von Supermom)

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🤣 manche A-löcher sind mir nicht ganz geheuer 🙈.

 

vor 5 Stunden schrieb Psjoern:

Spannend erscheint mir der erwähnte mögliche Zusammenhang dieser Phobie mit Hauterkrankungen bzw. der Angst davor. Ob es unter uns Psoriatikern wohl besonders viele Trypophobiker gibt? 🤷🏻‍♂️

hallo, Psjoern -

erst einmal Willkommen in diesem informativen Forum - ich hoffe, du fühlst dich hier wohl -

ich liebe Käse mit grossen Löchern, denn dann kann ich das Brot doppelt belegen und alles ist glatt -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Bearbeitet ( von Bibi)

  • Ersteller

🙈👍🏻

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Zur soziologischen Psychologie der Löcher

Kaspar Hauser (Kurt Tucholsky)

Die Weltbühne, 17.03.1931, Nr. 11, S. 389,

Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist.

Das Loch ist ein ewiger Kompagnon des Nicht-Lochs: Loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. Wäre überall etwas, dann gäbe es kein Loch, aber auch keine Philosophie und erst recht keine Religion, als welche aus dem Loch kommt. Die Maus könnte nicht leben ohne es, der Mensch auch nicht: es ist beider letzte Rettung, wenn sie von der Materie bedrängt werden. Loch ist immer gut.

Wenn der Mensch ›Loch‹ hört, bekommt er Assoziationen: manche denken an Zündloch, manche an Knopfloch und manche an Goebbels.

Das Loch ist der Grundpfeiler dieser Gesellschaftsordnung, und so ist sie auch. Die Arbeiter wohnen in einem finstern, stecken immer eins zurück, und wenn sie aufmucken, zeigt man ihnen, wo der Zimmermann es gelassen hat, sie werden hineingesteckt, und zum Schluß überblicken sie die Reihe dieser Löcher und pfeifen auf dem letzten. In der Ackerstraße ist Geburt Fluch; warum sind diese Kinder auch grade aus diesem gekommen? Ein paar Löcher weiter, und das Assessorexamen wäre ihnen sicher gewesen.

Das Merkwürdigste an einem Loch ist der Rand. Er gehört noch zum Etwas, sieht aberbeständig in das Nichts, eine Grenzwache der Materie. Das Nichts hat keine Grenzwache: während den Molekülen am Rande eines Lochs schwindlig wird, weil sie in das Loch sehen, wird den Molekülen des Lochs ... festlig? Dafür gibt es kein Wort. Denn unsre Sprache ist von den Etwas-Leuten gemacht; die Loch-Leute sprechen ihre eigne.

Das Loch ist statisch; Löcher auf Reisen gibt es nicht. Fast nicht.

Löcher, die sich vermählen, werden ein Eines, einer der sonderbarsten Vorgänge unter denen, die sich nicht denken lassen. Trenne die Scheidewand zwischen zwei Löchern: gehört dann der rechte Rand zum linken Loch? oder der linke zum rechten? oder jeder zu sich? oder beide zu beiden? Meine Sorgen möcht ich haben.

Wenn ein Loch zugestopft wird: wo bleibt es dann? Drückt es sich seitwärts in die Materie? oder läuft es zu einem andern Loch, um ihm sein Leid zu klagen – wo bleibt das zugestopfte Loch? Niemand weiß das: unser Wissen hat hier eines.

Wo ein Ding ist, kann kein andres sein. Wo schon ein Loch ist: kann da noch ein andres sein?

Und warum gibt es keine halben Löcher –?

Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet; weil an einer Stelle von ihnen etwas nicht ist, gilt nun das ganze übrige nichts mehr. Beispiele: ein Fahrschein, eine Jungfrau und ein Luftballon.

Das Ding an sich muß noch gesucht werden; das Loch ist schon an sich. Wer mit einem Bein im Loch stäke und mit dem andern bei uns: der allein wäre wahrhaft weise. Doch soll dies noch keinem gelungen sein. Größenwahnsinnige behaupten, das Loch sei etwas Negatives. Das ist nicht richtig: der Mensch ist ein Nicht-Loch, und das Loch ist das Primäre. Lochen Sie nicht; das Loch ist die einzige Vorahnung des Paradieses, die es hienieden gibt. Wenn Sie tot sind, werden Sie erst merken, was leben ist. Verzeihen Sie diesen Abschnitt; ich hatte nur zwischen dem vorigen Stück und dem nächsten ein Loch ausfüllen wollen.

mir tut es schon weh, einen Locher einzusetzen - um Papiere abzulegen -

au weia, mit einem Klick gleich zwei Löcher -

dieser Thread von Psjoern hat mich schon sehr zum Nachdenken gebracht -

aber ist heften denn besser - das tut doch dem Papier sicherlich mehr weh - :( - und ich sehe die Löcher - au weia, was habe da angerichtet -

also dauerhaft meine ich, denn mal ein Bumms ist schlimm, aber ständig die Klammer in sich zu tragen - das fragt sich das Papier doch -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

Bearbeitet ( von Bibi)

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