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Queenie

Hallo,

ich hab dieses Forum eben entdeckt und mich gleich registriert.

Ich bin 50 Jahre alt und habe seit 15 Jahren Morbus Crohn. Seit etwa 9 Monaten werde ich mit Remicade (Infliximab) behandelt, anfangs war alles prima, doch jetzt habe ich seit zwei Monaten juckende, schuppende und entzündete Haut auf den Handflächen und Fußsohlen. Besonders an den Füßen ist das sehr schmerzhaft, weil die Haut sehr trocken ist und immer wieder einreißt, es gibt Tage, da kann ich kaum laufen.

Ich war beim Hautarzt und hab die Diagnose Paradoxe Psoriasis bekommen, es ist wohl eine Nebenwirkung vom Remicade. Viel mehr konnte er mir dazu auch nicht sagen. Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen, ob meine Behandlung gegen den Crohn wieder umgestellt werden muss und wie ich meine Haut wieder in den Griff kriege. 

Ich hoffe, hier etwas Rat und Unterstützung zu finden.

Liebe Grüße von Queenie

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Tenorsaxofon

Hallo Queenie,

herzlich willkommen in diesem Forum.

Mit TNFa Blockern kenne ich mich nicht aus. An den Händen habe ich allerdings auch sehr trockene Haut. Normale Creme hilft da nicht.

Was ich inzwischen verwende ist, von Neutrogena die Deep Moisture Bodylotion, für trockene Haut. Mit ihr habe ich nicht mehr dieses Reibeisengefühl, wenn ich drüber fahre. Zum ausprobieren würde ich dir erst einmal die Mini empfehlen (Drogerie), denn jeder reagiert anders. Als mir meine Hände immer aufgeplatzt sind habe ich den Rügener Kreidebalsam verwendet. Da musst du natürlich noch mehr Wert auf eincremen legen, da die Haut noch trockener wird.

Ich drücke dir die Daumen , dass es bald besser wird

Gruss Anne

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Hallo @Queenie, willkommen hier

vor 4 Stunden schrieb Queenie:

Paradoxe Psoriasis

hab letztens was drüber gelesen. 

Das sind zwar Symptome wie bei einer Psoriasis, hat aber einen anderen Ausgangspunkt. Einige Zellen (die T-Zellen) des Immunsystems sind bei der Paradoxen Psoriasis nicht beteiligt.

Daher wird sie wohl auch nicht als eigenständige Erkrankung eingestuft, sondern als Nebenwirkung auf deine Anti-TNF-Behandlung. Daher kann auch ein Hautarzt nur wenig dazu sagen. Dein behandelnder Arzt kennst diese Nebenwirkung.

Die schlechte Nachricht: es wird empfohlen die Behandlung abzusetzen.

Die guten Nachrichten: die Symptome werden nach dem Absetzen  verschwinden und du musst nicht mit einem Rezidiv rechnen.

Ob und welche Alternativen für dich in Frage kommen musst du mit deinem behandelnden Arzt besprechen. Je nachdem wie sehr dich die Paradoxe Psoriasis belastet kannst du versuchen damit zu leben, aber außer einer äußerlichen Behandlung wird kaum was zu machen sein.

Hoffe, du findest da einen Weg für dich.

 

 

 

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Queenie

Hallo ihr beiden, lieben Dank für eure Antworten. 

@Tenorsaxofon

Das sind gute Tipps, danke. Ich werde die Lotion mal ausprobieren und hoffe, dass sie bei mir auch etwas hilft. Diese rauhen und rissigen Hände sind echt sehr unangenehm und tun mittlerweile auch ziemlich weh. Wenn ich eine Flasche aufdrehen möchte, muss ich immer ein Handtuch nehmen, weil sonst wieder was aufplatzen könnte. Und meine Füße sind noch schlimmer, barfuß laufen geht momentan gar nicht, meine Crocs sind meine besten Freunde, weil die so weich sind. 

@sia

Mein Gastroenterologe, dem ich meine Hände letzte Woche gezeigt hatte, meinte schon, dass wir dann ein neues Medikament suchen müssen, wenn es wirklich Schuppenflechte sein sollte. Jetzt habe ich ja die Gewissheit. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass das irgendwann wieder verschwindet und nicht wiederkommt. Denn dauerhaft möchte ich nicht damit leben, wenn ich nicht muss. Das will wohl niemand...

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  • Similar Content

    • Queenie
      By Queenie
      Hallo zusammen,
      ich werde seit etwa 9 Monaten gegen meinen Morbus Crohn mit Remicade (Infliximab) behandelt. Zuerst habe ich das gut vertragen und war froh, weil ich endlich ein wirksames Medikament gegen den Cohn gefunden hatte. Allerdings bekam ich vor zwei Monaten plötzlich juckende Bläschen auf den Handflächen, die nach kurzer Zeit austrockneten. Danach wurde die Haut extrem trocken, schuppig und rissig. Kurz danach das Gleiche an den Fußsohlen. Mittlerweile ist die Haut dort an mehreren Stellen eingerissen und es tut höllisch weh beim Laufen.
      Der Hausarzt, bei dem ich zuerst war, meinte es wäre ein dishydrotisches Ekzem und verschrieb mir Vobaderm Salbe und Tannolact für Hand- und Fußbäder. Das hat leider überhaupt nicht geholfen, so dass ich dann gestern beim Hautarzt war. Dieser hat die Diagnose Psoriasis gestellt und gemeint, es wäre vermutlich eine Nebenwirkung der TNFa-Blocker, da ich bisher keinerlei Probleme mit meiner Haut hatte. Viel mehr konnte oder wollte er mir dazu nicht sagen (war in der Akutsprechstunde und wurde dazwischengeschoben). 
      Jetzt sitze ich hier mit einem Haufen Fragen und hoffe, dass die eine oder andere vielleicht hier beantwortet werden kann. Hat hier jemand Erfahrung mit paradoxer Psoriasis (soviel hab ich schon ergoogelt) und kann mir was zum Verlauf sagen? Geht das nach Absetzen der TNFa-Blocker wieder weg ? Der HA meinte ja, aber sicher war er sich nicht.  Und vor allem: Wie pflege ich meine Haut jetzt am besten? Vom Hautarzt habe ich Soderm Salbe und Cetirizin gegen den Juckreiz bekommen. Ich hätte allerdings gerne noch etwas, was gegen die extrem trockene Haut hilft, vor allem an den Händen. Worauf sollte ich dabei achten? 
      Ich bin für jeden Tipp dankbar, da es momentan echt sehr schmerzhaft und störend ist.
      Liebe Grüße von Queenie
       
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2021
      Deutschlands Hautärzte trafen sich virtuell zu ihrer zweijährlichen Tagung. Wir haben uns dort umgehört, was es Neues und Interessantes für Menschen mit Schuppenflechte gibt. Unter anderem ging es um Medikamente, die eine sogenannte paradoxe Psoriasis auslösen.
      *****
      Professor Ulrich Mrowietz sprach über paradoxe Arzneimittelwirkungen: Ein Medikament löst eine Krankheit neu aus oder verschlechtert sie, obwohl es eigentlich genau gegen diese Erkrankung helfen sollte. So wurden Patienten wegen einer entzündlichen Darmerkrankung oder wegen einer Gelenkerkrankung mit einem TNF-𝛼-Blocker behandelt. Nach einigen Tagen bis zu mehreren Monaten erkrankten sie an der Haut. Das war meist ein Hautzustand, der der Schuppenflechte ähnelt. In diesem Fall spricht man von einer paradoxen Psoriasis, weil das Biologikum an sich genau gegenteilig wirkt. Das kommt bei 1,5% bis 5 % der Anti-TNF- 𝛼 Patienten vor. Sehr selten wurde das Phänomen bei IL-17 (R)-Hemmern beobachtet. Für IL-23-Blocker liegen noch keine Erfahrungen damit vor.
      Solltest Du als Biologika-Patient so etwas bei Dir bemerken, weise Deine Hautärztin oder Deinen Hautarzt auf die paradoxe Psoriasis hin.
      Die paradoxe Psoriasis äußert sich mit Plaques auf der Haut oder als Haarausfall am Kopf („psoriasisforme Alozepie“). Deutlich seltener zeigt sie sich als pustulöse Form an Händen und Füßen oder in großflächigena Pünktchen (Guttata).
      Professor Mrowietz wies darauf hin, dass Patienten besonders gefährdet seien, wenn sie familiär mit einer Schuppenflechte vorbelastet sind. Dann ist das Risiko 16-mal höher. Aber auch akuter psychologischer Stress oder Rauchen erhöhen die Gefahr einer „paradoxen Psoriasis“.
      Die paradoxe Psoriasis sieht zwar aus wie eine Schuppenflechte, ist aber keine. Sie gilt lediglich als unerwünschte Arzneimittelwirkung. Sie verschwindet, wenn das auslösende Medikament abgesetzt wird, denn sie hat andere Ursachen. Eine paradoxe Psoriasis entwickelt sich, weil Botenstoffe aktiviert werden, die eigentlich auf Viren und Tumore reagieren (Interferon-𝛼). Die „echte“ Psoriasis dagegen ist eine Autoimmunerkrankung, also eine Fehlfunktion des Immunsystems: In immunologischen Gedächtniszellen ist gespeichert, T-Zellen zu aktivieren, die dann Entzündungen auslösen. Die Interferon-alpha-getriebene paradoxe Psoriasis funktioniert ohne ein "Krankheitsgedächtnis". Wird der Wirkstoff abgesetzt, können die Hautläsionen noch bis zu sechs Monate bestehen bleiben. Einmal abgeheilt, kommen sie aber nicht wieder.
      Die meisten unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind bei Zulassung bekannt. Aber im Therapiealltag werden nicht nur ausgesuchte Probanden behandelt, sondern jeder, der betroffen ist. Da treten dann bisher noch nicht bekannte, manchmal sogar völlig unerwartete Nebenwirkungen auf. Dazu gehören bei den TNF-𝛼-Blockern sehr selten Vitiligo und bei den IL-17-Hemmern ein neurodermitis-ähnliches Erythem am Hals. Ebenfalls dazu zählen vermehrte Darmentzündungen unter Etanercept und unter IL-17-Hemmern. Die waren „unerwartet“, weil man nicht damit gerechnet hat, dass ein Wirkstoff gegen eine Autoimmunerkrankung eine andere chronisch-entzündliche Krankheit provozieren könnte.
      Bei einer nur leichten paradoxen Psoriasis muss das Biologikum nicht abgesetzt werden. Es reicht meist, die Symptome äußerlich zu behandeln. In moderaten oder schweren Fällen wird sie mit den traditionellen Psoriasis-Wirkstoffen behandelt: äußerlich wie innerlich, von Kortison über Bestrahlung bis zu Methotrexat. Bei der pustulösen Form, beim Haarausfall oder dem Erythem am Hals werden andere Mittel eingesetzt.
      Auch in unserem Forum wurde schon über die paradoxe Psoriasis diskutiert:
      Quellen:
      Paradoxe Psoriasis als Nebenwirkung von Anti-TNF-Therapien, Bericht über die Pathogenese der paradoxen Psoriasis, A. Lienhard, Januar 2018 [lesen] Dermatologische Komplikationen unter Therapie mit Biologika bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen, W. Sondermann et.al., Oktober 2019 [lesen] S3-Leitlinie: Therapie der Psoriasis vulgaris, S. 74, 19.02.2021 [lesen]
    • Cypress
      By Cypress
      Hallo,
      ich habe Aufgrund eines Morbus Bechterews 2009 mit der Medikation von Humira begonnen. Vor zwei Jahren sind mir zwei lokal begrenze rötliche Stellen aufgetreten, die nicht mehr weg gingen. Zwischenzeitlich musste ich aufgrund einer Uveitis höhere Kortison Dosen nehmen, durch die beide Stellen verschwanden. Nach dem Absetzten des Kortisons sind die Stellen jedoch wieder aufgetreten. Mitte letzten Jahres wurden die Stellen an den Armen immer mehr. Ein Hautarzt bestätigte, dass es sich um eine Psoriasis handelt.
      Aufgrund dessen habe ich Ende letzten Jahres von Humira auf Cimzia umgestellt. Dadurch wurde die Schuppenflechte jedoch nicht besser sondern eher schlechter, weshalb ich zusätzlich 15mg MTX bekam. Vor knapp einem Monat bekam ich dann aber ganz plötzlich auf meinem ganzen Körper viele kleine rote Stellen, die teilweise eine Schuppenbildung hatten. Außerdem bekam ich an den Füßen eine starke Psoriasis.
      Deshalb habe ich letzte Woche Cimzia gegen Taltz gewechselt.
      Kann es sein, dass es sich in meinem Fall um eine Paradoxe Psoriasis handelt (ausgelöst durch einen TNF-Blocker)? In meiner Familie hatte bislang niemand Psoriasis.
      Aktuell sieht es so aus, dass ich keine Schuppenbildung mehr habe, jedoch sind die Stellen noch deutlich gerötet. Es kommen jedoch keine neuen Stellen mehr dazu.
      Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

      VG

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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