👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Hallo zusammen,
seit Monaten lese ich hier regelmäßig im Forum, genauergesagt seit mir im Juli vergangenen Jahres die Diagnose Schuppenflechte gestellt wurde. Eigentlich bin ich nicht mal sicher, ob diese Diagnose stimmt, ich hatte schon früher immer wieder ein "schuppiges Etwas" auf dem Kopf und hatte auch schon einmal die Diagnose "seb. Ekzem", aber so schlimm wie es nun seit 8 Monaten ist, war es noch nie.
Am besten erzähle ich Euch mal meine Geschichte (hoffentlich wird's Euch nicht zu lang): Also Ende Juni vergangenen Jahres habe ich eine Haarfärbung vorgenommen und bekam kurz darauf dicke borkige Schuppen auf meinem ganzen Kopf. Versuchte man diese abzulösen, blieben direkt ettliche Haare daran kleben. Der von mir aufgesuchte Dermatologe diagnostizierte zunächst "seb. Ekzem" verordnete eine Kortison-Lotion, die jedoch nicht half. Seine Urlaubsvertretung sagte, es sei eine Schuppenflechte, verordnete dann ein Kortison + Salicylsäure (was alles noch schlimmer machte). Schlussendlich bekam ich Karison Crinale zur Behandlung, was auch ganz gut anschlug. Leider bekam ich nach dem Auschleichen einen ganz schlimmen Rückfall, es wurde schlimmer als es zu Behandlungsbeginn war. Hinzu kam dann noch heftiger diffuser Haarausfall, der mich vollends aus der Fassung brachte. Im Oktober habe ich dann in meiner Verzweifelung einen weiteren Dermatologen aufgesucht, dieser tippte auch auf Schuppenflechte und verordnete erst eine Salbe + Kortison, dann wieder Salicylsäure + Kortison. Offensichtlich vertrage ich keine Salicylsäure, denn danach wurden die Rötungen noch schlimmer und es bildeten sich dicke harte Borken, die Haare gingen mir in Büscheln aus. Mein letzter Versuch war die ambulante Sprechstunde in einer dermatologischen Klinik, die mir dann mitteilten, dass sie stationäre Fälle hätten, die auch nicht schlimmer wären, als der meine. Ich bekam Ecural-Lösung verordnet mit der Maßgabe, die Krusten mit Olivenöl abzulösen. Und, was soll ich sagen, mein Kopf war nach 3 Wochen, also Mitte Dezember 2006, krustenfrei. Ich war echt happy. Doch nun kam das dicke Ende: seitdem fallen wir massiv die kurzen nachgewachsenen Haare aus. Ich bin völlig verzweifelt und verstehe einfach nicht, warum das so ist. Inzwischen kekomme ich auch schon wieder Rötungen (vielleicht aus Panik?).
Das Kortison soll ich weiterhin nehmen, ich hätte momentan auch große Angst vor einem Rückfall, wenn ich es absetze.
Nun zu meinen Fragen:
Hat jemand von Euch auch schon einmal schlimmen Haarausfall durch eine Kopfpso bekommen bzw. sind Euch die Haare wieder nachgewachsen?
Habt Ihr schon mal davon gehört, dass der Haarausfall "nachhinkt", nach derartigen Entzündungen bzw. Verkrustungen? (dies sagt zumindest der Dermatologe)
Wie lange darf man Kortison nehmen? (mein Dermatologe sagt, die Kopfhaut wäre gegen Kortison relativ unempfindlich, ich bin aber skeptisch)
Verursacht Kortison vielleicht Haarausfall?
Wie schleicht man am besten aus, ohne wieder einen schlimmen Rückfall zu bekommen?
Sorry, das war jetzt ganz schön lang, ich hoffe, Ihr habt trotzdem bis zu Ende gelesen.
Ich würde mich über eine Antwort oder einen Rat sehr freuen.