👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
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Hallo meine Lieben,
ich glaube, ich bin nicht die erste, die euch fragt, ob ihr die Diagnose Psoriasis-Arthritis überzeugend findet. Aber ich bin gerade echt verunsichert.
Was dagegen spricht: Ich hab keine Schuppenflechte - nur juckende Rötungen neben den Nasenflügeln, wenn ich länger in der Kälte war (die bleiben dann auch für Tage bis Wochen). Ab und zu habe ich in heftigen Stresssituationen plötzlich stark juckende Quaddeln am Oberschenkel oder in den Kniekehlen. Wenn ich mich nicht beherrschen kann, kratze ich das auf. Das schuppt dann natürlich auch ein wenig bzw. wird grindig, aber es sieht gar nicht so aus wie auf den Psoriasis-Bildern.
Meine Gelenke werden nicht warm und schwellen nur mal durch Wassereinlagerungen an und nicht als direkte Folge der Entzündungen. Man sieht eigentlich von außen gar nichts. Nägel haben senkrechte Rillen, das dürfte aber altersbedingt sein (bald 45), keine Dellen oder so.
Was vielleicht dafür spricht:
Mal davon abgesehen, dass ich als Jugendliche schon Rückenschmerzen hatte (was vielleicht nicht unmittelbar zusammenhängt) - vor 5 Jahren hatte ich plötzlich so starke Schmerzen in einer Ferse, dass ich gleich wieder nachhause gehumpelt bin. Bald darauf tat die zweite Ferse genauso weh. Die Probleme verschwanden und kamen im Urlaub in Form von Anlaufschmerzen wieder. Man merkt mir Schmerzen normalerweise nicht so leicht an, aber in dem Fall bin ich wie ein Storch aus einem Restaurant gestakst. Die Schmerzen waren fast unerträglich. Sie kamen immer nach längerem Sitzen und verschwanden nach und nach beim Gehen. Die ersten Meter waren immer die schlimmsten.
Diese Schmerzen blieben ein paar Wochen, verschwanden komplett wieder, um Jahre später nochmal heftiger und länger aufzutauchen. Diesmal musste ich mich deutlich länger quälen, um wieder normal gehen zu können. Mit Physio haben sich die Schmerzen etwas verbessert, sind aber nicht mehr ganz verschwunden.
Vor mehr als zwei Jahren hatte ich eine sehr ausgeprägte Schultersteife und konnte meinen Arm ein dreiviertel Jahr kaum noch bewegen, ohne minutenlange Schmerzkrämpfe zu kriegen. Autofahren war unmöglich und sogar mitfahren eine Qual. Bin nur noch mit der S-Bahn zur Arbeit, weil es da keine Fliehkräfte gibt, die an einem zerren. Die Schmerzen gingen zurück, aber ich bin immer noch in der Bewegung extrem eingeschränkt (statt senkrecht nach oben geht mein Arm nur etwa 90-100 Grad hoch, also eher zur Seite).
Daneben hab ich häufig Schmerzen in den Knien, mal rechts, mal links, mal beide. Manchmal fährt es mir einfach rein und ich hab tagelang Probleme. Aber es gibt auch dauerhafte Probleme beim Treppensteigen und neuerdings kann ich mich kaum noch hinknien (auch nicht auf der weichen Couch). Vor ein paar Tagen konnte ich nach einer Ruhephase auf der Couch beim Aufstehen kaum die Knie durchdrücken. Hat sich wie ein Widerstand angefühlt und wehgetan. Ging nach einer Weile dann aber weg. Das passierte einige Male, jetzt ist es wieder besser.
Mein rechter Mittelfinger ziept öfter mal ziemlich, und mein linker Ringfinger tut mal mehr, mal weniger weh.
Jeweils für ein paar Tage bis Wochen hatte ich Schmerzen in der Hüfte (vor allem beim Liegen, so dass ich kaum einschlafen konnte), Schmerzen im Handgelenk, an der Daumenwurzel mit entsprechenden Einschränkungen (nichts halten können/kaum noch schreiben können). Die Hüftschmerzen kamen gehäuft vor, wenn ich erkältet war, aber auch ohne Erkältung.
Die andere Schulter macht jetzt auch Probleme: Ein Ganglion (harter Hubbel) und Schmerzen bei bestimmten Bewgungen und v.a. wenn ich auf der Seite liege (Pech, wenn man Seitenschläfer ist und sich im Schlaf oft umdreht).
Und ganz neu ist die Erkenntnis, dass ich auch am Steißbein eine Entzündung habe (nachdem ich mich ein viertel Jahr vor dem Proktologen gefürchtet und mich gedrückt habe, weil ich gedacht hatte, ich hätte Hämorrhoiden...). Jedenfalls kann ich nicht mehr länger gerade sitzen, sondern rutsche auf dem Stuhl herum, um die Stelle zu entlasten.
Mein Orthopäde hat mich letzten Frühsommer zum Rheumatologen geschickt und der hat mir erst einmal für etwa 6 Wochen Cortison verschrieben, nach der Diagnose "Psoriasis-Arthritis?". Ich war lange nicht mehr so glücklich, energiegeladen und würde so gern weiter Cortison nehmen - wenn ich nicht im Anschluss mehrere hartnäckige Infektionen gehabt hätte (ich weiß, das Zeug ist auf Dauer ungesund). Die Infektionen hatten mich dann auch davon abgehalten, zeitnah wieder zum Rheumatologen zu gehen. Und jetzt hab ich Angst, einen Termin auszumachen, weil mir ja dann vielleicht der nächste Hammer verschrieben wird.
Was denkt ihr? Klingt das nach Psoriasis-Arthritis oder denkt ihr, dass es sich um verschiedene Probleme und Alterserscheinungen handeln könnte, die sich halt ungünstig aufsummiert haben?
Tut mir Leid, dass der Text so lang geworden ist...