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Kann man "Auf den Schmerz hören" wieder lernen?


Hucki
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Dieses Thema hat eigentlich Supermom aufgetan. Hier schon mal ein Beitrag:

Mein Schmerzgefühl und mein Denken bilden einfach keinen gemeinsamen Nenner. Immer sitzt da irgendwo ein Teufelchen im Hirn, das meint, alle Schmerzen runterspielen zu müssen.

Sagt meine Schulter, ich habe Schmerzen, sagt das Teufelchen: kleine Blockierung, morgen wieder wech, trägst halt einen Schal :daumenhoch:

Sagt mein Fuss, ich habe Schmerzen, antwortet das Teufelchen: morgen andere Schuhe anziehen, das entspannt die Muskeln :daumenhoch:

Sagt mein ISG, ich habe Schmerzen, widerspricht das Teufelchen: ruhe dich 5 Minuten aus, mach ein paar Hüftbewegungen, dann geht's schon wieder. Wenn du eine Tablette schluckst, ist alles wieder in Ordnung. :daumenhoch:

Sagt mein Körper, liebes Teufelchen; mir tut irgendwie alles weh, was den Namen Muskel trägt, und diese Schmerzen sind nach menschlichem Ermessen Schmerzen und nicht normal, antwortet das Teufelchen: du bist einfach nicht leidensfähig, stelle dich nicht so an. Es ist ja gar nix zu sehen!!!!

Kennt ihr das auch?

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:D ...so du Hase...haste also einen Thread aus meiner Frage gemacht... :)

Also was ich weiß, ist das ich 2002 mal schmerzfrei war...das war so denkwürdig, dass sich das eingeprägt hat...

Ich müsste mich selber austricksen und es ist mir ein Rätsel wie ich das tun soll, ohne an Lebensqualität ein zu büßen... Klingt paradox...ist aber so...

...ich will doch leben und zwar mit allem, was mein Kopf an fixen Ideen produziert...ich habe einfach keine Zeit nun auch noch auf diese Zipperleins Rücksicht zu nehmen, die mich eh schon immer begleiten...

Edited by Supermom
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............................

 

...ich will doch leben und zwar mit allem, was mein Kopf an fixen Ideen produziert...ich habe einfach keine Zeit nun auch noch auf diese Zipperleins Rücksicht zu nehmen, die mich eh schon immer begleiten...

 

ja, das versteh ich soooo gut, geht mir genauso, und ganz genauso, wie Hucki es beschreibt, mach ich das auch!!

(den anderen Strang hab ich nicht gelesen...)

 

Und ich muss sagen, ich komm gut klar damit- es wundert mch selber- erst nach Tagen oder Wochen, wenns zuuuuu dolle wird, wird mir erst bewusst, dass das ja schon viel länger so geht.....

 

oder ich hab seit 40 ahren schlimmste Migräne:

 

denk ich: oh, wie schön, schon lange nix mehr gehabt.......irgendwann seh ich am Kalender, dass es- ähem- erst vor einigen Tagen so schlmm war....

 

jeder sucht sich halt seine Strategie- ich versuche im Hier und Jetzt zu leben und mich auf das Positive und SChöne zu konzentrieren und das Blöde auszublenden....

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Wie recht ihr habt. Der Mensch ist ein Künstler des Verträngens. Für was das auch immer gut sein soll.

Wahrscheinlich würden wir sonst den ganzen Tag nur mürrisch rumlaufen und auf das schlechte warten.

Ob das so gut wäre. :D

Gruss Donna

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...habe heute Morgen 5 Uhr beim Warten auf des Weckers Zeichens zum Aufstehen eine Körper-Schmerz-Analyse vorgenommen...habe bei der Kopfhaut angefangen, mich über den ganzen inneren und äußeren Körper gefühlt oder gehört oder so eine Art Selbstgespräch geführt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass die Ellenbögen innerlich nicht weh tun und der Bauch außer, dass davon zuviel da ist, ganz i.O. ist... :) ...dabei habe ich angefangen zu kichern, weils gar so merkwürdig war und den Gatten damit geweckt...

 

...okay im Umkehrschluss folgt die Erkenntnis: der Rest hats Zipperlein auf Haut und in Muskel, Knochen, Sehnen, Gelenken... :daumenhoch:

 

...aber wenn ich dabei über mich selber lache, nehme ich mich wohl selbst nicht ernst, wie bitte kann ich dann erwarten, dass es wer anderes tut...

 

...und wie nun weiter?

 

...habe 5.30Uhr ne Ibo 800 geschluckt um mich 10 Minuten später aus der Koje zu rollen... um mich gutgelaunt der neuen Woche zu stellen...

Edited by Supermom
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...noch eine Erkenntnis der letzten Tage, die da endlich zu mir durchgedrungen ist... das Mitgefühl hier, die Ratschläge, das Nachfragen von euch...hat mich ja überhaupt erst einmal auf die Idee gebracht, dass ich es nicht hinnehmen sollte...

 

...merkwürdig ist es schon, den Schmerz zu zulassen und zu fühlen... trotzdem weiß ich immer noch nicht wie ich damit anders umgehen soll, als ihn zu ignorieren...

Edited by Supermom
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Dieses Thema ist so vielschichtig........

 

die Leidensfähigkeit des Einzelnen wird doch gerade bei PSA herabgespielt.

Dazu fällt mir auf, dass es viele Betroffenen gibt, die  neben ihrer täglichen Arbeit auch noch die Kraft für andere Baustellen aufbringen, z.Bsp. die kranken Familienangehörigen pflegen, Stress im Beruf bewältigen, Kinder erziehen oder vielleicht an Lebenskrisen zu knabbern haben.

Da steht dann oft der Vergleich im Raum, wer leidet jetzt eigentlich woran mehr, das bisschen eigene Schmerzen ist da doch ein Klacks.

 

Meine eigene Erfahrung ist die, dass ich immer wieder Strategien entwickle, um mein schlechtes Befinden nicht zu akzeptieren und schön zu reden.

Dazu das Motto: Was nicht sein darf, das nicht sein kann ! Und schließlich war ich ja immer gesund.

 

Was ich nicht wollte, wusste ich in diesem Fall genau:       Nicht krank zu sein.

 

Das hat ja auch über 50 Jahre funktioniert. Nun bin ich ja sogar in der Pflicht (weil sich alle daran gewöhnt haben) nicht krank zu sein.

 

Also gibt es auch keine Schmerzen, basta!

 

Wie soll man also jetzt auf einmal den Schmerz zulassen, wo man sein Leben lang die besten Verdrängungsstrategien entwickelt hat?

 

@Supermom: den Körper mal fühlen und die Schmerzpunkte registrieren, tolle Idee und auch Erfahrung. Mach weiter so :daumenhoch:

 

Bei mir ist der Verdrängungsprozess so weit vorangeschritten, dass mir diese Art der Körperwahrnehmung gar nicht einfällt, bzw. ich es grundsätzlich vergesse.

 

Hilfreich ist für mich zur Zeit,dass ich zum Reha-Sport gehe. 1x die Woche mache ich 1 Stunde Yoga und bin seit 17 Wochen dabei. Inzwischen bin ich davon so begeistert, dass ich auch zu Hause weiter übe. Hierbei lerne ich immer besser, meinen Körper wahrzunehmen.

 

Habe aber jetzt  das Problem, die Wahrnehmung auch zu akzeptieren und nicht runterzuspielen. :huh:

 

Und nun hat sich die Katze in den Schwanz gebissen :rolleyes:  :D  :cool:

Tja, so ein bisschen Psycho bin ich denn wohl auch.

 

 

 

 

 

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Hier ein weitere Bsp. für die Verdrängung:

 

zum Yoga fiel mir doch eben noch ein:

 

manchmal hatte ich die Tränen in den Augen, wenn am Ende der Übungsstunde eine Entspannugsübung folgte und ich alle Muskeln nach Anleitung nachspüren sollte/durfte ( quasi meinen erschöpften Gliedern nachspüren musste).

 

Hatte ich ganz vergessen :D

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...es ist nicht so, dass ich den Schmerz nicht spüre, aber ich stufe ihn vermutlich in meiner Wahrnehmung in seiner Intensität falsch ein...

 

kleines Beispiel:

 

Rehaeinstiegsuntersuchung:

 

...der Doc quetscht und drückt auf meinen Gelenken herum, als er beim rechten Handgelenk ankommt falle ich in Ohnmacht... er fängt mich auf und sagt: ein einfaches Aufjaulen von ihnen hätte gereicht, wenn ich eine Frau im Arm habe, habe ich es gern, wenn sie bei Bewusstsein ist...wir lachen...

 

Das wars... erst später wird mir bewusst, dass mich der Schmerz umgehauen hat...

 

 

...erst wenn mir etwas aus der Hand gefallen ist, merke ich...der Schmerz hat die Kraft blockiert...

...beim Bauchtanz, habe ich erst an den Blutspuren gesehen, dass meine Füße kaputt sind...

 

Wieso schalte ich nicht vorher, warum über die Grenze hinaus?

Edited by Supermom
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charly-chicken

Hallo Supermom,

 

dieses Verhalten kenne ich nur zuuu gut. Bei uns zuhause (in der Kindheit) wurde Tapferkeit und Mut als wichtig angesehen. Schon als 5-6Jährige bin ich beim Bohren des Zahnarztes "lieber in Ohnmacht gefallen"   (das wußte ich vorher natürlich nicht - ich meinte halt, alles aushalten zu müssen..), als auch nur einen Mucks zu machen. Der Zahnarzt hätte beinahe einen Herzinfarkt bekommen - so etwas hatte er noch nicht erlebt....

 

Und so ging es (unbewußt) weiter: alles aushalten - wie der blöde Spruch früher hieß: was uns nicht tötet, stärkt uns nur!

 

So habe ich leider viiiiieel  zu lange alles ausgehalten - jetzt sind überall Baustellen, die sich leider untereinander überhaupt nicht vertragen (Medis oder Therapien: für´s eine gut, für´s andere schlecht.

 

Und ich beneide die Menschen, die gleich zu Beginn irgendwelcher Schmerzen zum Arzt gehen (die Frage ist nur, ob es etwas bringt - wir haben diesbezüglich ja alle viele negative Erfahrungen gemacht hinsichtlich der Kompetenz...) - aber da kann halt nicht soooviel anbrennen...

 

Wünsche Euch allen hier gute Tage - vor allem wenig Schmerzen!

 

LG   Charly-chicken

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Hallo ihr Lieben, ich habe zwar keine PSA, aber ein enormes Rückenproblem: Bandscheibenverschiebungen mit Dauerreitzung des Ichias. Auch ich bekomme jetzt die Quittung fürs "Nicht krank schieben": Hilfsmittel, die eigentlich erforderlich sind werden abgelehnt.

Meine Meinung zum Verdrängen von Schmerzen ist, dass es sich wohl über Jahre eingepegelt hat, soll heißen, man kennt es nicht anders. Allerdings beneide ich keine/keinen hier der PSA hat. Ich habe einige kennenlernen dürfen und bin machtlos, weil ich so gern helfen würde und es einfach nicht kann. Das geht vorallem an Supermom, Hucki und Donna. Ich wünsche euch allen, dass es irgendwann mal etwas gibt, was eure Schmerzen lindern kann ohne große Nebenwirkungen. Sind wir mal ehrlich: dauerhaft Schmerzmedis können nicht gut für den Körper sein.

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Dieses Thema ist gut. Im Augenblick bin ich auch dabei den Punkt zu ändern.

Mir geht es allerdings auch wie charly-chicken. Verschiedene Baustellen, die sich untereinander, zumindest Medikamentös, nicht vertragen.

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Spannendes Thema, auf jeden Fall.

 

Bei mir hat es sich dieses Jahr ausnahmsweise mal umgekehrt verhalten. Im April entwickelte sich

in meiner linken Schulter so eine Art *tauber Schmerz* (kann ich leider nicht besser beschreiben).

Auffällig war, dass dieser Schmerz so immer zwischen 4 h und 6 h morgens auftrat und mich dann

vormittags begleitete. Anschl. war´s gut - bis eben zum nächsten Morgen selbe Zeit.

Ignorieren oder nicht - war damals meine Frage  und ich entschied mich für *nicht ignorieren*.

Erst mal Hausarzt, der meinte Orthopäde - also Überweisung dort hin.

Der Orthopäde reißt an meinem Arm - muss er ja, sonst kann er nicht diagnostizieren - es knackt.

Nicht ungewöhnlich - mit knacken komm ich schon mein halbes Leben klar. Dann Röntgen. Auf den Bildern

sieht der Mann dann eine Verkalkung am Kugelgelenk und prophezeit mir übelste Schmerzen.

Außerdem wären da noch dies und das und jenes und an der Schulterpfanne eine Wucherung, und,

und, und! Der gute Mann haute mir Diagnosen nur so um die Ohren, dass mir fast schlecht wurde.

So und obendrein eine nette Spritze - die lindert die Schmerzen - die jetzt nicht soooo stark waren,

als dass ich um eine gebettelt hätte. Kaum hatte ich die Spritze gesetzt bekommen, erinnerte ich mich

an die Prophezeiung von ihm. Nun hatte ich Schmerzen - aber wie. Konnte ich vorher meinen Arm

trotz *tauben Schmerz* noch hinter meinem Rücken anwinkeln, so war dies ab sofort unmöglich.

Musste also wieder hin - noch eine Spritze - natürlich Kortison, weil ich bin ja Psoriatiker und brauch das.

Der Knaller: als ich das ablehnen wollte, bekam ich gesagt, dass mich dann der Arzt nicht weiterbehandeln

würde. Na denn - Orthopäden mit freien Terminen sind schwer zu finden - also rein mit der Spritze, denn

es tat richtig weh - jede Bewegung! Die Spritze wurde aber von meinerkörpereiner gnadenlos ignoriert,

war also sprich: wirkungslos. Nur der Schmerz blieb und die Aussage des Orthopäden: Sie haben Psoriasis

und die spinnt. Wir müssen ein MRT machen, um genau zu erkennen, was da los ist.

MRT kann nicht schaden, dachte ich - also ließ ich das auch machen.

Weil ich aber dann an PSA denken musste, gleich auch dort mal nen Termin bei einem internistischen

Rheumatologen gemacht, zwecks Abklärung.

Ergebnis: keine PSA, keine rheumatische Erkrankung, keine Gicht -  alle Werte prima.

MRT Ergebnis: besprochen mit Facharzt der Klinik- leichte Verkalkung am Kugelgelenk.

 

So, mit allen Ergebnissen wieder zum Orthopäden, weil Schulter immer noch katastrophal schmerzhaft.

Der sagt mir dann: Wir müssen sie operieren, sie haben eine *Bohne* (Fachausdruck für Kalkabsplitterung)

und ihr Muskel ist gerissen. Wie bitte? Er drückte mir eine *Ihre Schulter-Operation - Broschüre* in die Hand

und entließ mich mit den Worten *wenn sie es sich überlegt haben, machen wir einen Termin* aus der Sprech-

stunde. Hilfe für meine Schulter, die nach dem Besuch bei ihm schlimmer war als vorher: NULL! Dankeschön.

 

Ich holte mir Rat bei meinem Hausarzt, der was das Thema OP betraf lachend abwinkte und mir nun Sport

empfahl. Aah ja - Sport - die letzte Lösung, ist klar, Was darf´s denn sein? Basketball, Volleyball, Gewichtheben?

Was für ein medizinisch wertvoller Rat - bei Schulterschmerzen bei jeder Art von Bewegung - Sport zu treiben.

 

Im Freundeskreis bekam ich dann den Tip mal einen Osteophaten aufzusuchen. Gut denn, was tut Mensch nicht

alles, um den Schmerz weg zu bekommen, auch wenn der Glaube daran fehlt. Dem Mann, der mich dann behandel-

te vertraue ich mich aber mittlerweile tatsächlich an. Ich nenne ihn zwar Voodoo-Master, weil ich mir nicht erklären

kann wie das funktioniert (er hat´s erklärt, aber ich kann es nicht widergeben!), aber er hat meine Schmerzen im

Schultergelenk auf jeden Fall halbiert und ich bewege mich wieder auf den Stand vom April zu.

Fakt ist, dass Schultergelenk und Schulterpfanne sich auf einander zu bewegt haben und es daher zu Quetschungen

der Muskulatur gekommen ist und kommt. Mit viel Massage der Muskulatur durch den Osteopathen, bin ich nun seit

einer Woche in der Lage Krankengymnastik zu machen und die dort empfohlenen Übungen auch zu Hause zu wieder-

holen. Es *autscht* noch mächtig manchmal, aber ich bekomme den Arm wieder hinter den Rücken. YES!

 

Ganz nebenbei hat mein *Voodoo-Master* - ebenso wie die Leutenberger Ärzteschaft - auch noch festgestellt, dass ich

eine empfindliche Leber habe und hat mir Liver Detox (Kapseln) und Aminosäuren Komplex (Kapseln) verordnet.

Erste Wirkung: die Entzündungen meiner Pso-Herde haben deutlich nachgelassen, die Schuppung etwas.

Nun nehme ich seit einer Woche dazu noch Curcumin Komplex (Kapseln) ein und hoffe auf eine Besserung der Pso.

 

Bezogen auf *Auf Schmerzen hören lernen* bin ich momentan aber auf jeden Fall unentschlossen und eher auf ignorieren

gepolt. Was dieser Orthopäde da mit mir angestellt hat, da habe ich noch eine Weile dran zu knabbern.

 

LG - Uli

 

 

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Hallo kurz1, es war eine gute Entscheidung mit dem Ostheopaten, und Du bist damit auf einem guten Weg. Die Leutenberger Ärzte geben und empfehlen auch Enzyme gegen die Schmerzen. Allerdings haben mir die Spritzkuren in Leutenberg nicht groß geholfen. Vor Jahren war ich auch bei einem recht bekannten Orthopäden, der mir Kortison ins Schultergelenk gespritzt hat. Anschließend bekam ich einen so heftigen Schub der Haut, daß ich nach Leutenberg mußte. Letztendlich mußte ich doch an beiden Schultern nacheinander operiert werden ( Sehnenrisse, Schleimbeutel, Verkalkungen ). Pro Schulter hat es 1Jahr gedauert, bis ich schmerzfrei war. Leichte Gymnastik mit speziellen Übungen ( bin in einer Fibryomalgiegruppe ) tun Nacken und Schultern immer gut. LG Waldfee

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Barb hat geschrieben:

http://www.psoriasis-netz.de/community/topic/20669-medikamentenwechsel-wie-gestaltet-ihr-ihn/?p=330191

 

Das ist ja aber gerade das Problem, dass manche Betroffene die Schmerzgrenze nicht wahrnehmen........

 

 charly-chicken hat das so schön beschrieben:

Bei uns zuhause (in der Kindheit) wurde Tapferkeit und Mut als wichtig angesehen. Schon als 5-6Jährige bin ich beim Bohren des Zahnarztes "lieber in Ohnmacht gefallen"   (das wußte ich vorher natürlich nicht - ich meinte halt, alles aushalten zu müssen..), als auch nur einen Mucks zu machen. Der Zahnarzt hätte beinahe einen Herzinfarkt bekommen - so etwas hatte er noch nicht erlebt....

 

Mein Zahnarztbesuch in der ersten Klasse( ich war 7 Jahre alt) wurde auch wegen Tapferkeit belohnt: eine Schale frische Erdbeeren für einstündiges Stillhalten ohne Mucksen beim Bohren :D  . Wahrscheinlich war ich da schon so trainiert, dass ich das als leichte Übung empfunden habe. Es gab bis dahin schon  wesentlich schmerzvollere Momente in meinem Leben. Der Zahnarzt hatte da eine andere Wahrnehmung. Ich habe bis heute nur die leckeren Erdbeeren im Gedächnis. :wub:

 

Verhalten wird im Kindesalter geprägt, Schmerzempfindlichkeit wohl auch.

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Verhalten wird im Kindesalter geprägt, Schmerzempfindlichkeit wohl auch.

 

 

Wieviel davon ist Erziehung?

 

 

 

...habe jetzt die Woche regelmäßig versucht mich morgens auf meine Schmerzen zu konzentrieren...den Körper wahr zu nehmen... okay, ich denke, das kann ich tatsächlich wieder lernen, aber noch immer weiß ich nicht...WANN muss ich bei einem Schmerz reagieren?

Ist es nicht völlig normal, ab 40, wenn es überall mal zwickt... WIE stark muss der Schmerz sein, um zu handeln? Und letztlich WAS außer Tabletten kann ich noch dagegen tun?

 

Gut ich weiß...Bewegung... mache ich, dennoch ist er ja nie ganz weg....

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Verhalten wird im Kindesalter geprägt, Schmerzempfindlichkeit wohl auch.

 

 

Wieviel davon ist Erziehung?

 

 

 

...habe jetzt die Woche regelmäßig versucht mich morgens auf meine Schmerzen zu konzentrieren...den Körper wahr zu nehmen... okay, ich denke, das kann ich tatsächlich wieder lernen, aber noch immer weiß ich nicht...WANN muss ich bei einem Schmerz reagieren?

Ist es nicht völlig normal, ab 40, wenn es überall mal zwickt... WIE stark muss der Schmerz sein, um zu handeln? Und letztlich WAS außer Tabletten kann ich noch dagegen tun?

 

Gut ich weiß...Bewegung... mache ich, dennoch ist er ja nie ganz weg....

 

 

Meines Wissens gibt es Fachärzte und auch sogar Kliniken, die gezielt spezielle Schmerztherapien anbieten. Ob sich so etwas hier in diesem Fall anbieten würde, kann ich als Laie natürlich nicht beurteilen.

Der behandelnde Hausarzt oder Hautarzt müsste eigentlich darüber Bescheid wissen. Ansonsten einfach mal "googlen"

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Stimmt, es gibt Schmerzsprechstunden...ich dachte nur immer, die wären für Leute, die der Schmerz endlos quält...

 

Das Verrückte ist, das ich den Schmerz ja als störrend empfinde, ihn aber ja durchaus verdrängen kann, er zermürbt mich also nicht, aber er ist da und wenn er da ist, dann existiert auch irgendwo in meinem Körper etwas was diesen Schmerz verursacht...und das ist das was mir Angst macht...es geschieht in mir etwas und ich reagiere nicht, um es zu verhindern...

 

Wenn ich den Schmerz mit Medikamenten betäube ist ja dennoch die Ursache des Schmerzes noch da oder?

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Natürlich bleibt die Ursache des Schmerzes da, denn die Schmerztabletten sollen die Auswirkungen des Schmerzes erträglich halten. Sie beheben oder reparieren die Ursache des Schmerzes nicht!

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Was ich nicht wollte, wusste ich in diesem Fall genau:       Nicht krank zu sein.

Vor kurzem las ich ein Buch, in dem steht (so sinngemäß), man solle seine Aussagen positiv formulieren und zwar möglichst genau und präzise. Also nicht: ich will keine Schmerzen haben, sondern Ich will meine Schulter wieder so bewegen können, dass ich mir alleine die Haare kämmen kann.
 
Ich denke mir, das könnte hilfreich sein, denn so hat man nicht das Negative vor Augen, sondern ein positives Ziel, worauf man hinarbeiten kann. 
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Danke, Majaline,

 

Das ist ein sehr sehr wichtiger Tipp!

 

Unser UNbewusstes MUSS mit positiven Formulierungen gefüttert werden,mdas hat nix mit Esoterik oder  Humbug zu tun....

 

also, wie schon das Beispiel zeigt, denken, WAS man stattdessen will.......

 

mein Mantra ist: "Ich schaff das".......

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Supermom

 

ich versuche in solchen Momenten in den Schmerz hinein zu atmen. Gestern Abend hat es z.B. auch wieder funktioniert. Nach Möglichkeit meide ich Schmerzmittel, wenn es geht.

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Vor kurzem las ich ein Buch, in dem steht (so sinngemäß), man solle seine Aussagen positiv formulieren und zwar möglichst genau und präzise. Also nicht: ich will keine Schmerzen haben, sondern Ich will meine Schulter wieder so bewegen können, dass ich mir alleine die Haare kämmen kann.
 
Ich denke mir, das könnte hilfreich sein, denn so hat man nicht das Negative vor Augen, sondern ein positives Ziel, worauf man hinarbeiten kann. 

 

 

Ich durfte als Vorschulkind  meinen 4 Geschwistern den Hustensaft verabreichen. Ich fand es super, mit einem großen Esslöffel allen kranken Kindern den Saft einzuflößen, denn lecker war der nicht :D

Fühlte mich soooooo bewundert von meinen Eltern(sie konnten sich das nicht erklären, dass ich mich nie ansteckte) und wollte deswegen immer nur gesund sein. So war es dann auch. Meine Geschwister hatten alles mögliche an Kinderkrankheiten und Erkältungen. Ich war immer "safe", weil ich es so wollte  :P

 

Ich war positiv gepolt: ich will gesund sein, heute schreibe ich: ich wollte nicht krank sein.....

 

Genau das ist es Majaline, ein positives Ziel haben, worauf man hinarbeiten kann

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