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Warum verlieren Medikamente nach einer gewissen Zeit ihre Wirkung?

Hallo an alle, 

ich bin neu hier im Forum und habe schon seit über 40 Jahren mit meiner Psoriasis zu tun. In den letzten 10 Jahren ich nahezu erscheinungsfrei und bin auch vorher ganz gut zurecht gekommen. Ich habe meinen Hautkrankheit selten wirklich zu "bekämpfen" versucht, weil ich den Eindruck hatte, die Haut " sendet mir eine Botschaft". Alle Mittel, die ich verschrieben bekommen habe, haben genau einmal gewirkt und danach nicht mehr. Kennt jemand von euch dieses Phänomen und kann jemand was mit meiner Idee anfangen. Die Schulmediziner halten das in der Regel Spinnerei. 

Ich bin gespannt auf eure Antwort 

Liebe Grüße Ursula 

Hervorgehobene Antworten

Hallo Ursula, 

willkommen in unserem Forum.  Kommt darauf an welche Medikamente du meinst,  Salben,  Tabletten, o.ä. oder Biologica. Bei Salben hat wohl fast jeder hier ausprobiert bis es die Richtige war. Über andere Medikamente kann ich nicht weiterhelfen weil ich nie welche genommen hab. Oft ist es das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.  Bei mir hat die psychologische Betreuung und die Einnahme von Vitamin D3 und Fischölkapseln zum Erfolg geführt. 

Sicher bekommst du noch mehr Antworten. 

LG Nüsschen 

vor 2 Stunden schrieb ursula:

Alle Mittel, die ich verschrieben bekommen habe, haben genau einmal gewirkt und danach nicht mehr. Kennt jemand von euch dieses Phänomen und kann jemand was mit meiner Idee anfangen.

Hallo @ursula

in der Medizin ist dieser Effekt eines Wirkungsverlustes oder besser ausgedrückt eines Gewöhnungseffektes (genannt Tachyphylaxie) bei einigen Medikamenten bekannt; Cortisone zählen dazu. 

Bei einem Cortison konnte ich gegensteuern, indem ich es nur kurze Zeit (z.B. 1-max. 10 Tage) genommen, dann eine Pause von z.B. mind. 1 Woche eingelegt hatte, danach noch einmal und dann monate- oder jahrelang erst einmal nichts. Meine Pso ging mit dieser Methode nicht ganz weg, wurde aber deutlich besser. 

Als ich vor 50J eine cortisonhaltige Creme über 4-6 Wochen genommen hatte, ging die Pso erst bis fast zur Erscheinungsfreiheit zurück, um danach viel heftiger als zuvor zurückzukehren. 4-6 Wochen ist für mich zu lange. 

Auch bei meinen Pflegecremes habe ich immer wieder bei einigen den Eindruck, dass sie anfangs eine "Wirkung" zeigen, die sich dann vergeringert. Da wechsele ich dann zwischen unterschiedlichen Cremes ab. 

Eine Pflegecreme mit Hamamelisextrakt "wirkte" bei mir 20J lang; sie wurde vom Markt genommen. Die Pflegecremes haben bei mir natürlich nur eine sehr leichte "Wirkung", die mir aber reicht. 

Mit 3-4 Wochen Dithranol/UVB alle 2-10J gab es bei mir keinen Gewöhnungseffekt; es wirkte in der selben Klinik immer gleich gut und ich konnte die Klinik jedesmal erscheinungsfrei verlassen. Selbst ein bei mir sonst üblicher 12-wöchiger Pso-Schub konnte auf diese Weise mal gestoppt werden. 

vor 2 Stunden schrieb ursula:

Ich habe meinen Hautkrankheit selten wirklich zu "bekämpfen" versucht, weil ich den Eindruck hatte, die Haut " sendet mir eine Botschaft".

Erst als ich angefangen hatte genauer auf die Antworten meines Körpers auf die unterschiedlichen Maßnahmen wie z.B. Cortisone oder Salizylvaseline zu achten, stellte ich fest, dass für mich "Weniger" - "Mehr" ist; d.h. weniger Cortison  oder nur 0,5%ige Salivaseline oder weniger Therapie hatten dann bei mir eine gute Wirkung im Gegensatz zu vorher. Das ist bei jeder Person mit Pso anders, ich musste ausprobieren auch bei der Ernährung, was das Richtige für mich ist. 

So wurde ich viel entspannter und die heftige Pso wurde milder. Für mich war es ein hilfreicher Ansatz besser mit meiner Pso umzugehen. 

Ich hatte immer wieder Ärzte gefunden, die mich auf meinem eigenen Weg begleiteten und unterstützten. Das Gleiche wünsche ich Dir! LG Burg 

 

Das mit dem Wirkungsverlust scheint ja ein weit verbreitetes Phänomen zu sein. Selbst bei Biologika. Hat schon mal jemand davon gehört oder Erfahrungen damit dass nach einem zwischenzeitlichen Wechsel ein früher verordnetes Biologika wieder die gewünschte Wirkung entfaltet? Oder ist das vielleicht gar nicht möglich?

 

Noch kurz zu mir: Neuling, Baujahr 67, Pso seit ca. 8 Jahren, vor 1,5 Jahren erstmals MTX verordnet bekommen, nach lesen des BPZ "ungutes Bauchgefühl" ;-), habe mich daher mit kalt Duschen und eincremen weiter durchgeschlagen, seit diesem Jahr Gelenkbeschwerden, werde daher in Kürze dann doch mit MTX starten

Bearbeitet ( von aboutx)

hallo aboutx -

vor 1,5 Jahren MTX und es nun noch einmal versuchen - wenn ich es richtig gelesen habe hast du MTX aufgrund der Nebenwirkungen wie es es Beipackzettel erwähnt wurde nicht weiter genommen -

du kannst froh sein dass du nie so grosse Hautprobleme hattest wie viele User dieses Forums -

ich hoffe dass du einen guten Dermatologen hast der dir wieder MTX verschreibt - aber du musst durchhalten -

wenn das nicht hilft gibt es gute Biologics - es kann ein langer Weg sein - ich habe ihn auch geschafft -

du kannst dir gern mal Bilder anschauen - bitte schaue mal im Forum nach unter Medikamente z.B. - ich weiss - ich habe Claudia gleich wieder im Nacken - hihihi - ich kann mir das einfach nicht merken mit den Hilfen und den Suchseiten - sicherlich bekommst du hier Hilfe von uns Usern - 

bitte wurschtel' dich durch - ich nehme seit ca. 12 Jahren Humira und bin immer noch fast erscheinungsfrei hautmässig -

Aufgeben gilt nicht - ich wünsche dir viel Erfolg und bitte berichte weiter in diesem Thread und mache keinen neuen auf - 

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

Bearbeitet ( von Bibi)

Liebe @ursula, gibt den Medikamenten eine Chance, ein wenig länger probieren... Bis zu 3-4 Monaten. Es gibt Medis, da tritt erst einmal so gar eine Verschlechterung ein und dann ziehen sie an und wirken. Ich weiß, Geduld ist nicht immer des Schuppis Stärke, aber ab und an lohnt es sich durchzuhalten.

Liebe Grüße Supermom 

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