Zu Inhalt springen

Krankenkassen-Reform_2026 in der Planung

Krankenkassen-Reform: Das bedeuten die Vorschläge für Dich

Einige von Euch haben schon große Sorge, was da auf uns alle zukommen mag. Deshalb habe ich hier den Link zu einem Beitrag von finanztip zum Thema. 

Es ist ziemlich viel Text - lesen lohnt sich.

__________________________________________________________________________

Quelle: Emil Nefzger, und Nathanael Häfner bei finanztip

Wer ist das? Über uns - Finanztip

 

Bearbeitet ( von DaisyII)

  • Antworten 81
  • Aufrufe 5,6 Tsd
  • Erstellt
  • Letzte Antwort

Top-Nutzer in diesem Thema

Beliebteste Beiträge

  • Hallo @Lupinchen - ich nehme an Du meinst Differenzierung und ja, da gebe ich Dir Recht. In unserer heutigen Gesellschaft in welcher Meinungsfreiheit anscheinend so gedeutet wird, dass ein jeder seine

  • Also, eine Reha welche man beantragt ( Rentenversicherung) und die  n i c h t  an eine vorherige Krankheit anknüpft ( Anschlußheilbehandlung) wird quasi als "krankgeschrieben " gewertet. Bedeutet, das

  • Hallo Uwe. Ich schiebe gar nichts irgendwo hin! Alle die in unser marodes System einzahlen sind herzlich willkommen! Ich habe nichts gegen die vielen ehrlichen Leute in unserem Land! Fi

Hervorgehobene Antworten

Heute will die Bundesregierung einen Entwurf verabschieden, der die gesetzlichen Krankenkassen entlasten und Beiträge stabil halten soll. 

Der “DAK-Chef nennt GKV-Reform „unerträgliche Provokation“ – Beitragszahler sanieren Bundeshaushalt”

Im Nachrichtensender WELT TV sagte Storm: „Der Vorschlag, der heute Nachmittag bekannt geworden ist, stellt eine unerträgliche Provokation dar. Denn es ist so, dass für die Finanzierungslücke von zwölf Milliarden Euro beim Bereich der Ausgaben für Bürgergeldempfänger jetzt sage und schreibe 250 Millionen Euro an die Krankenkassen überwiesen werden sollen.“

Gleichzeitig würde der Bundeszuschuss aber um zwei Milliarden Euro gekürzt. „Das heißt: Unterm Strich soll den Krankenkassen in einer Dimension von 1,75 Milliarden Euro Geld weggenommen werden zur Sanierung des Bundeshaushaltes.

Wenn der Gesetzentwurf so beschlossen würde, „hätten wir nicht nur ein nochmal verschärftes Gerechtigkeits- und Akzeptanzproblem für die Reformen, sondern es würde auch das Ziel einer Beitragsstabilität bis zum Jahr 2030 nicht erreicht“, so Storm. 

https://www.welt.de/politik/deutschland/article69f0f7c169cd664016f8b3aa/andreas-storm-dak-chef-nennt-gkv-reform-unertraegliche-provokation-beitragszahler-sanieren-bundeshaushalt.html

Der taz zufolge sollten Kliniken, Praxen aber auch Pharmahersteller über Vergütungsobergrenzen und Einsparungen weniger Geld ausgeben, damit die Krankenkassenbeiträge für die Versicherten nicht immer weiter steigen. Auf diese Weise könnten schätzungsweise 11,8 Milliarden Euro gespart werden.

Nach Angaben von tagesschau.de sind die größten Ausgabenposten Krankenhausbehandlungen und Arzneimittel. Beide haben sich in den vergangenen Jahren stark verteuert. Ärztliche Behandlungen liegen im Ausgabenranking auf dem dritten Platz.

Die Ende 2024 beschlossene Krankenhausreform soll nachgebessert werden.

Vielleicht sollte unsere Bundesgesundheitsministerin bei der Gelegenheit einmal den Leistungskatalog für die Kliniken überprüfen, um bspw. zu klären, warum Deutschland im internationalen Vergleich als einer der Spitzenreiter beim Einsatz künstlicher Gelenke, insbesondere bei Hüft- und Knieendoprothesen, gilt. Insgesamt wurden 2024 rund 450.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Dies ist ein Anstieg um 50 % innerhalb von 10 Jahren.

Fakt ist: Deutschland leistet sich das teuerste Gesundheitssystem in der Europäischen Union und das drittteuerste der Welt. Das deutsche Gesundheitssystem wird von der OECD als teuer und ineffizient bewertet. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es mehr Krankenhäuser. Die Lebenserwartung ist im Schnitt allerdings geringer.

winkewinke 

Jella

 

 

 

vor 6 Stunden schrieb Jella:

Deutschland im internationalen Vergleich als einer der Spitzenreiter beim Einsatz künstlicher Gelenke, insbesondere bei Hüft- und Knieendoprothesen, gilt. Insgesamt wurden 2024 rund 450.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Dies ist ein Anstieg um 50 % innerhalb von 10 Jahren.

Vor 40-50J war der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks eine größere Angelegenheit und jeder Bedürftige überlegte es sich 2x (z.B. er wartete unter Schmerzen noch etwa 10-20J) bevor er diesen Eingriff dann vornehmen ließ. Vor etwa 15J sagte ein Patient, dass der Einsatz seines 2. künstlichen Hüftgelenks dagegen ein Spaziergang war; OP + anschließende 3 Wo REHA und er kam ohne Krücken nach Hause. Die gute und eingeübte Technik bewegt mehr Menschen doch viel eher diesen Eingriff zu wagen

Natürlich wird diese OP seit etwa 15J schneller einem Patienten auch "angeboten", wenn dieser z.B. privat versichert ist und auch wenn noch keine Bewegungstherapie ausprobiert wurde. Hier hilft es, wenn ein Patient selbst aktiv wird und die Verantwortung, die die Notwendigkeit des Eingriffs betrifft, für sich und die Gesellschaft übernimmt. Ein Hausarzt kann dabei behilflich sein. 

vor 6 Stunden schrieb Jella:

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es mehr Krankenhäuser. Die Lebenserwartung ist im Schnitt allerdings geringer.

Das kommt evtl. durch den drastisch angestiegenen Stress. Bei uns fing es 1995 an, in der Auto-Industrie soll der höhere Stress-Spiegel schon 1985 begonnen haben.

Mehr Stress, mehr Entzündungen, kürzere Lebenszeit? 

Eben kam im BR-FS eine Sendung ( jetzt red i) aus Parkstetten, meinem  ehemaliger Wohnort im Kreis Straubing/Bogen in Niederbayern mit verschiedenen  Themen zur  aktuellen Gesundheitsreform. Kleine Kliniken zu? Das KH Bogen ist ein Spitzenkrankenhaus, ich weis das, bedeutet, wenn das zumacht, müssen aus dem Umland die Patienten ins KK nach Straubing , übervoll.  Niederbayern ist ein Flächenland, die notwendigen Erhaltungen der Notfallhelikopter werden schwieriger, weil  noch teurer.  Meine ehemalige Apothekerin aus Parkstetten kam auch zu Wort , es wird immer schwieriger, ihren Laden zu halten. ( Superberatung).  Usw.usw.  Die Meinungen zwischen Linken und CDU- Politikern waren uneins, aber der Linke mit seiner Meinung für mich nicht nachvollziehbar. Eines steht fest: Die Gesundheitsreform muß passieren und es stehen noch einige Umbrüche bevor.  Viele Fragen der Bürger für eine 1 1/4 Stunde kurze Sendezeit. Für mich steht fest, das die Beschlüsse auf den Rücken der Patienten und Steuerzahler ausgetragen werden. LG Waldfee
 

Die Hüftarthrose ist noch vor der Kniearthrose die häufigste Form der Arthrose beim Menschen. Arthrose im Hüftgelenk ist in Deutschland der Hauptgrund für den Einsatz einer Prothese. Mehr als 250.000 Hüftprothesen-Operationen wurden 20225 vorgenommen.

Die meisten Fälle von Hüftarthrose haben eine bestimmte Ursache. Bei der primären Hüftarthrose lässt sich die Ursache nicht klären. Es können erbliche Ursachen, Nebenwirkungen von Medikamenten Abnutzung und Verschleiß Bewegungsmangel sein.

Bei der sekundären Hüftgelenksarthrose sind die Ursachen bekannt: Eine Fehlbildung, ein Unfall oder eine entzündliche Vorerkrankung sind die häufigsten Auslöser. Immerhin 80 % aller Fälle von Hüftarthrose betreffen die Gruppe der sekundären Arthrose.

https://gelenk-klinik.de/hueftgelenk/hueftarthrose-coxarthrose.html#ursachen

Obwohl der Einsatz von künstlichen Gelenken heute als Routine-Eingriff mit hoher Erfolgsquote gilt, gibt es aber auch Probleme nach einer solchen OP, darauf macht die GVK aufmerksam.

Je­des Jahr wer­den in Deutsch­land ca. 43.000 Wech­se­l­ope­ra­tio­nen an Kunst­ge­len­ken durch­ge­führt, das sind immerhin 10 % der Erstoperationen.

Häu­fi­ge Wech­se­l­ope­ra­tio­nen bei künst­li­chem Ge­len­ker­satz kön­nen An­zei­chen man­geln­der Ver­sor­gungs­qua­li­tät sein

https://www.gkv-90prozent.de/ausgabe/28/meldungen/28_endoprothesenwechsel/28_endoprothesenwechsel.html

Die Google KI erklärt: In Deutschland werden überdurchschnittlich viele künstliche Gelenke (Endoprothesen) eingesetzt, hauptsächlich aufgrund der alternden Bevölkerung, steigender Lebenserwartungen, höherer Aktivitätsansprüche im Alter und der Zunahme von Arthrose-Erkrankungen. Zudem führen hohe medizinische Standards, finanzielle Anreize im Gesundheitssystem und der Wunsch nach schnellerer Mobilität zu einer hohen Operationsrate.

In anderen EU-Ländern gibt es keine alternde Bevölkerung, keine steigende Lebenserwartung, keine höheren Aktivitätsansprüche im Alter und keine Zunahme von Arthrose-Erkrankungen?

Und trotz unserer hohen medizinischen Standards ist die Lebenserwartung im Schnitt geringer, wie die OECD festgestellt hat.

winkewinke

Jella

Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ haben sich am 1. Mai in diesem Jahr 366.710 Menschen an insgesamt 413 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt.

https://www.dgb.de/mitmachen/erster-mai/

Gemessen an der Zahl der Demonstranten scheinen die Arbeitnehmer ihre Situation als nicht so existenzgefährdend wie bspw. den Klimawandel einzuschätzen. Oder aber der Anteil der Arbeitnehmer, die dem Motto gefolgt sind "Augen auf bei der Berufswahl" ist größer, als man gemeinhin vermutet. ;-)

  • 4 Wochen später...

Das ZDF-Politbarometer hat im Januar ermittelt, dass es einen tiefen Graben zwischen dem eigenen Geldbeutel und der Stimmung im Land gibt. 62 Prozent der Befragten sagen: Meine eigene wirtschaftliche Lage ist gut. https://www.zdfheute.de/wirtschaft/wirtschaftsbarometer-finanzielle-lage-deutschland-100.html

Vielleicht ein Grund, sich bspw. nicht an einer 1. Mai-Demonstration zu beteiligen?

---------------------

Vor zehn Tagen berichtete das Handelsblatt über eine neue Auswertung des Institute for Health Care Business (HCB), der zufolge Warkens Spargesetz die Kliniken in die roten Zahlen treiben könnte. Das geplante Beitragsstabilisierungsgesetz könnte massive Folgen für Krankenhäuser haben, den Kliniken drohen dann Personalabbau oder Standortschließungen. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenhaeuser-warkens-spargesetz-koennte-kliniken-in-die-roten-zahlen-treiben/100226516.html

Nach Angaben des Deutschen Ärzteblatts in 2021 wurden “Mit dem Geld aus dem ersten Krankenhausstrukturfonds (KHSF) beziehungsweise wer­den 34 Krankenhäuser und Krankenhausstandorte in Deutschland geschlossen.”

Aktuelle Angaben darüber, wie viele Kliniken bspw. in den letzten fünf Jahren geschlossen wurden, sind adhoc nicht zu finden. Unsere Bundesregierung - unser Karlchen-Überall hat Klinikschließungen schon vor der Corona-Krise gefordert - verfolgt wohl dieses Ziel mit dem geplanten Beitragsstabilisierungsgesetz.

Wie auch die Absicht der Regierung, Deutschland bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral zu machen (E-Autos können an der Straßenbeleuchtung zum Aufladen ihrer Batterien angeschlossen werden), werden mit dem GKV-BStabG Maßnahmen ergriffen, ohne zu berücksichtigen, dass zuvor die sog. Kompetenz-Kliniken durch Erweiterungen ihre Kapazitäten verbessern müssen, um den erhöhten Zulauf an Patienten bewältigen zu können.

Ein Fallbeispiel:

Aus einer behandelten Blasenentzündung hat sich eine Nierenbeckenentzündung nebst einer Lungenentzündung entwickelt. Die Nierenbeckenentzündung wurde zunächst ambulant behandelt, aber da das Antibiotikum nicht vertragen wurde, erfolgte die Einweisung in ein Krankenhaus. Untersuchungen zeigten kleine Eiterherde, das Krankenhaus konnte diese Eiterherde nicht entfernen, deswegen brachte ein RTW den schmerzgeplagten Patienten in die Uni-Klinik.

In der Notaufnahme der Uni-Klinik standen mehrere Betten mit Patienten auf dem Flur, und als nach einigen Stunden ein Angehöriger Druck machte, wurden Schmerzmittel und das fällige Antibiotikum verabreicht.

Irgendwann in der Nacht erfolgte dann die Verlegung in ein Einbett-Zimmer. Spätere Untersuchungen von einem fachübergreifendem Ärzteteam ergeben, dass die Eiterherde nicht separat entfernt werden müssen und auf der Infektiologie-Station die weitere Behandlung erfolgen soll. Die Bemühungen des Ärzteteams und Versorgung durch das Pflegepersonal ist vorbildhaft. Ob nun das jugendliche Alter oder die PKV-Versicherung zu dieser anstandslosen Versorgung führte, lässt sich nicht sagen. Evtl. hätte man auch einen jungen GKV-Patienten nicht in ein Mehrbettzimmer mit ausschließlich alten Patienten untergebracht.(?)

Dieses Szenario erlebt ein Mitglied einer PKV, das, wenn man so will, gegenüber GKV-Patienten zunächst nicht bevorzugt behandelt wurde. Macht es dann noch Sinn, als GKV-Mitglied eine private Zusatzversicherung abzuschließen, um wie ein PKV-Versicherter behandelt zu werden, wenn räumliche wie auch personelle Kapazitäten fehlen und die Organisation unter aller Kanone ist?

Eine Politik nach dem Motto, erstmal Ideen formulieren, gesetzlich verankern und dann schau’n mer mal, zeugt von Inkompetenz und eingeschränktem Denkvermögen und führt nur von einem Chaos ins nächste. Oder aber die Patientenversorgung wird den ökonomischen Zielen/Berechnungen einfach untergeordnet.

Bleibt schön gesund.

BTW

Das zuerst genannte, privat geführte KH bietet nicht ausschließlich Zweibettzimmer an. Neben den Standard-Zweibettzimmern inkl. Bad für Kassenpatienten verfügt das Haus auch über Einbettzimmer sowie speziell ausgestattete Komfort-Zimmer und Wahlleistungsbereiche.

Darüber hinaus ist diese Klinik ein weit über die Region hinaus renommiertes medizinisches Zentrum, das für seine hochspezialisierte Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bekannt ist. ;-)

Erstelle ein Konto, um zu kommentieren

Wichtige Informationen

Wir setzen Cookies, um die Benutzung der Seite zu verbessern. Du kannst die zugehörigen Einstellungen jederzeit anpassen. Ansonsten akzeptiere bitte diese Nutzung.

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.