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GdB wegen erfolgreicher Biologika-Therapie heruntergestuft

Falls das auch mal jemanden betrifft, will ich hier den Fund aus einem anderen Forum hinterlassen. Da wurde jemandem der GdB 50 auf 30 heruntergestuft - mit der Begründung, dass die Therapie ja erfolgreich wäre. Ist das jemandem von Euch auch schonmal passiert?

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Klage gegen GdB-Herabstufung (50 auf 30) bei Psoriasis un...

Klage gegen GdB-Herabstufung (50 auf 30) bei Psoriasis unter Biologika-Therapie

Hervorgehobene Antworten

Ja, mir ist das passiert. - Allerdings ging es bei mir um Colitis Ulcerosa.

Das Problem was ich bei der Einstufung von Krankheiten als Behinderung sehe, ist dass Krankheiten sich verändern. Die Veränderung kann sehr schnell geschehen. Bei Colitis Ulcerosa reicht selbst bei guter Einstellung ein Medikament, was ich nicht vertrage (ist mir mit einem Hustensaft passiert) und schon habe ich den aller schönsten Schub und liege vielleicht dadurch im Krankenhaus. Dann könnte ich wieder einen Verschlimmerungsantrag stellen. - Eine "klassische" Behinderung z. B. Querschnittslähmung bleibt dagegen weitesgehend unverändert, oder die Veränderung ist deutlich langsamer. - M. E. versucht man Äpfel mit Birnen zu vergleichen, man könnte auch sagen gleichzustellen (Amtsdeutsch).

Bei der Psoriasis verhält es sich nicht anders. - So habe ich derzeit, mit Sehnenentzündungen zu tun. Das nehme ich natürlich zum Anlass, um mich wieder in Verbindung mit der Colitis raufstufen zu lassen.

Als man mich auf 30% herunterstufte war ich so frustriert, dass mich gar nicht weiter um einen Behindertenausweis bemühte.

Was bei Krankheiten ebenfalls leicht vergessen wird, dass man sich öfters schlecht fühlt. Da spielen die Behörden die Krankheit gegen den Antragsteller aus. Wenn ich unter einer Fatique leide und deshalb krankheitsbedingt den Hintern für einen Widerspruch nicht hoch kriege, dann ist das alleine mein Problem. Gleiches gilt, wer unter den Nebenwirkungen starker Medikamente leidet. Da ich jetzt mit zwei Immunsupressia behandelt werde, infiziere ich mich wahrscheinlich schneller. Meine Symptome sind vielleicht weg, dafür habe ich ständig eine Nebenhöhlenentzünung.

Die gestellte Frage passt genau zu dem Thema mit dem ich mich zur Zeit sehr beschäftige.

5 Stunden her, Claudia schrieb:

Da wurde jemandem der GdB 50 auf 30 heruntergestuft - mit der Begründung, dass die Therapie ja erfolgreich wäre.

Bei einem Patienten mit COPD, Neurodermitis und Krampfanfällen uvam mit einem GdB von 80 wurde er nach etwa 10J auf etwa 50 reduziert. Er war nicht mehr so oft krank oder im KH. Vorher hatte er alle 2J einen schweren Krampfanfall und war wegen der Neurodermitis 2x/Jahr für 6 Wochen im KH. Nach etwa 5J GdB 80 hatte der Patient seine Neurodermitis mit LinolaFett und gesunder Ernährung und Lebensweise therapiert und brauchte nur noch alle 6J für 3 Wochen ins KH - und hatte nur noch alle 4-5 Jahre einen schweren Krampfanfall - beim letzten war er mit 50J verstorben.

Sein Neurologe vergab vor 20J seine Termine mit einer Wartezeit von 12 Monaten; den Patienten hatte er nicht mehr gesehen.

Ob es richtig war den GdB zu senken?

Es wurde kein Einspruch eingelegt, weil es weniger Arztbesuche und KH-Aufenthalte gab.

Bearbeitet ( von Burg)

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