👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Hallo Ihr Lieben!
Ich bin neu hier und wie ich schon im Vorstellungs-Thread geschrieben habe, leide ich nicht unter PSO, dafür aber mein Freund, mit dem ich zusammenlebe...
Sicherlich kommt es einigen von Euch sehr bekannt vor, wenn ich erzähle, dass mein Freund sehr unter seiner Krankheit leidet, er ist psychisch dadurch ziemlich angeschlagen, verschanzt sich schon den ganzen Sommer daheim, geht nur mit langen Hosen und Ärmeln vor die Tür...einerseits wegen der Blicke und andererseits, weil ihm ansonsten bei Sonnenbestrahlung die Haut nur noch mehr juckt und brennt, wie er sagt.
Er ist ein sehr perfektionistischer Mensch und kann nicht akzeptieren, dass sein Körper es - für ihn - nicht ist. (Für mich ist er es...wie heißt es so schön: Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet...!)
Am Anfang unserer Beziehung war der Sex auch kein großes Problem. Nachdem er mir seine Krankheit "gestand", wir darüber geredet hatten und ich ihm scheinbar glaubhaft machen konnte, dass es kein Problem für mich ist, hatten wir auch im Bett unseren Spaß und es gab keinerlei Blockaden, Berührungsängste oder ähnliches...
Aber in den letzten Monaten hat er dann doch immer mehr "dicht" gemacht, immer abgeblockt...zuerst dachte ich, es liegt an mir, doch er versicherte mir, dass das nicht so ist. Er fühlt sich einfach nicht wohl und nach jeglicher körperlicher Anstrengung (halt auch beim Sex) juckt seine Haut noch mehr als ohnehin schon und er kann den Sex nicht genießen...und gleich "nach dem Akt" unter die Dusche zu hüpfen, empfindet er auch als "Lustkiller"...
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben schon seit Monaten keinen Sex mehr und das belastet mich doch sehr
Ich habe Verständnis für ihn, aber trotzdem gehört doch Sex, Intimität dazu, oder ist es wirklich so, dass man als PSO-Patient freiwillig total darauf verzichten kann?
Er nimmt jetzt seit ein paar Wochen Fumaderm und ich bin gespannt, inwieweit es ihm helfen wird. Ich hoffe wirklich, dass es ihm bald besser geht und er auch wieder mehr Nähe zulassen kann...
Ich weiß nämlich auch nicht, wie ich mich auf Dauer verhalten soll, denn ich würde mich selbst belügen, wenn ich behaupten würde, dass mir der Sex nicht wichtig ist. Unter Druck setzen will ich ihn aber auch nicht...momentan warte ich einfach nur ab und hoffe, dass er irgendwann von selbst wieder kommt und "Bedürfnisse anmeldet"...