Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Der dritte Teil des Kurses behandelt das Thema „Nichtraucher bleiben“. Er vermittelt Strategien, um vor einem Rückfall gewappnet zu sein oder mit einem Rückfall umzugehen.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natürlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiß genau, worüber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am Mühlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
16. September 2026 16:00
Neuer Wirkstoff bei der Schuppenflechte
http://www.br-online.de/mittagsmagazin/0807_Schuppenflechte.shtml
Heute (08.Juli 2008) im ARD Mittagsmagazin
Sich in der eigenen Haut wohl fühlen – davon können Menschen mit Schuppenflechte oft nur träumen. Die Ekzeme können sich über den ganzen Körper ausbreiten. Juckreiz, Schuppen und offene Hautstellen machen den Betroffenen das Leben zur Qual.
Die Ursache dieser Hautkrankheit ist bis heute ungeklärt. Gewiss ist nur, dass sie auf einem Immundefekt beruht und nicht ansteckend ist. In manchen Fällen gibt es selbst nach jahrelanger Therapie mit Bädern, Licht und Medikamenten keine Besserung.
Ein bestimmter Botenstoff im Blut, TNF alpha genannt, soll an der Entstehung der Schuppenflechte beteiligt sein. Er regt die Hautzellen an, sich achtmal schneller zu teilen. Die überschüssigen Hautzellen werden an der Oberfläche als Schuppen abgestoßen.
Jetzt gibt es ein neues Medikament, das genau diese Entzündungsreaktion stoppen soll. Der neue Wirkstoff - ein Tumornekrosefaktorblocker (oder TNF-Alpha-Blocker) - wird als Bauchspritze ähnlich einer Insulinpumpe verabreicht. Das Mittel ist auf Rezept zu haben, vorwiegend aber für die Patienten, bei denen alle bisherigen Therapien versagt haben.
Der Wirkstoff gelangt durch das Gewebe ins Blut und so zum Entzündungsherd. Dort blockiert er genau den körpereigenen Botenstoff TNF alpha und schaltet ihn aus. Das fehlgesteuerte Immunsystem kommt wieder ins Gleichgewicht. Die Entzündung der Haut geht oft innerhalb weniger Wochen zurück und kann sogar vollständig abheilen.
Eine Injektion des Wirkstoffes ist nur alle zwei Wochen nötig. Die Schuppenflechte ist zwar damit nicht geheilt, aber nicht mehr sicht- und spürbar.
Infos:
Der neue Wirkstoff ist ein körpereigenes Eiweiß, das molekulartechnisch nachgebaut wird. Da Eiweiße im Magen verdaut werden, kann das neue Medikament nicht als Tablette gegeben werden. Es muss ohne in den Verdauungstrakt zu gelangen, gleich ins Blut kommen und wird deshalb als Spritze ähnlich einer Insulinpumpe angeboten.
Die Medikamentengruppe zu der der Wirkstoff gehört heißen
Biologica, bio- bzw. gentechnologisch hergestellte Eiweiße also Proteine. Diese Eiweißstoffe sind bestimmten körpereigenen Substanzen sehr ähnlich, so dass sie im Körper in bestimmte Regelkreise eingreifen und dort fördernd oder hemmend Einfluss nehmen können. Biologica greifen gezielter in immunologische Prozesse des Krankheitsgeschehens ein als es mit den herkömmlichen Behandlungsoptionen möglich ist.
Medikamente:
Wirkstoff Adalumimab im Medikament Humira®
Wirkstoff Efalizumab im Medikament Raptiva®
Wirkstoff Etanercept im Medikament Enbrel®
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