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Wie schnell hat sich Eure Pso nach den ersten Anzeichen verschlimmert?

Ein herzliches Hallo an ALLE Leidensgenossen /-innen,

meine Pso-Diagnose bekam ich vor ca. 1 Woche, obwohl die Anzeichen schon vor einigen Wochen sichtbar waren: Von der Kopfhaut über Ohren und Augenbraunen bis hin zum Ellenbogen, Beine und Fuss. Es sind zwar insgesamt nur kleine Stellen und partiell an Fuss und Knie etwas mehr verkrustete Stellen, so dass ich von einer schlimmen Erkrankung bisher nicht reden kann.

Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wie sich der Krankheitsverlauf bei Euch entwickelt hat? Ich habe gelesen, dass nach dem ersten Auftreten die Erkrankung rasant fortschreitet.

Sicherlich gibt es viele Unterschiede, aber genau die interessieren mich. Über zahlreiche Antworten freut sich ganz besonders

Incognita ;) aus Hessen

Hervorgehobene Antworten

Erst mal Willkommen bei uns!

Also bei war es so, dass Du zusehen konntest wie sich der "Mist vermehrt" ohne das man was tut. Ich muss dazu sagen mein Gesicht ist bis heute ausgeschlossen, aber der Körper (geht noch)Hände und Füße sehr stark betroffen ist echt ein "Hingucker". Aber bei jedem ist das anders. Ich wünsche Dir viel Glück und viel Selbstvertrauen! Du bis nicht allein und das hat mir hier sehr geholfen! :D

  • 4 Wochen später...

bei mir ist es eigentlich erst schlimmer geworden, nachdem ich beim hautarzt war und dieser Cortison verordnet hat und die Diagnose gestellt hat, welche ja nicht gerade toll ist. Ich selbst bin der Überzeugung, hätte man mir nicht gesagt was es ist und mir nicht solche Angst gemacht und wäre ich nicht zum hautarzt gegangen und selbst was probiert...hätte ich es nicht so schlimme.Sprich...die Psyche macht es schlimmer und das ewige befassen mit der Krankheit!!!wie jetzt gerade ...hier lesen,tippen...das ist Stress!!!

Hallo Incognita!

Ich habe wahrscheinlich schon seit etwa 45 Jahren PSO. Diangostiziert wurde sie erst vor einigen Jahren. An Ellbögen und Knien hatte ich auf den Streckseiten immer etwas raue Haut, vom Kopf fielen mir schon immer die Schuppen. An den Füßen hatte ich zwischen den Zehen und an den Fußsohlen öfter Entzündungen. Außerdem verhärtete sich die Haut an den Hacken oft so sehr, dass ich besonders im Winter dort Risse bekam. Weil meine Haut auffällig trocken war, habe ich sie schon von mir aus immer gut eingecremt.

Wegen der Entzündungen der Haut an den Füßen (rote Stellen, rote Flecken, manchmal auch kleine Bläschen) wurde bei mir immer wieder ein Fußpils vermutet. Gelegentlich wurde auch in einem abgekratzten Stück Haut ein Pilz gefunden, allerdings wurde das nur wenige Male untersucht. Also ich hatte einen "Fußpilz", der trotz Behandlung immer wieder kam. Das kommt ja auch vor bei Fußpilz. In den letzten zehn Jahren war mein Hintern und die Falte der Leisten öfter wund. Auch hier wurde an einen Pilz gedacht. Dann bekam ich in der Achselhöhle eine rote und schuppige Stelle, als ich ein Medikament nahm, das bekanntermaßen eine Schuppenflechte verschlimmerte. In dieser Zeit äußerten Hautärzte - zu denen ich allerdings nur noch selten ging - den Verdachte, ich könnte ja eine Schuppenflechte haben. Schließlich ging ich zu einem Professor, der eine Hautarztpraxis hat. Und der sagte dann, nach meiner Auffassung haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schuppenflechte, ich würde mich auf jeden Fall nicht wundern, wenn es so wäre.

Dann ging es mir u. a. durch anstrengende Arbeit mal nicht so gut und ich dachte, ich bräuchte mal eine Kur. Da habe ich einen Antrag gestellt und meine Hautsymptome etwas in den Vordergrund gestellt. So kam ich zur Reha in die Nordseeklinik auf Sylt. Dort wurde mir dann noch einmal bestätigt, dass ich eine Schuppenflechte habe.

Geholfen haben mir Starksolebäder, Einfetten der Haut mit Harnstoffcreme, UV-Bestrahlung, Ruhe und Entspannung während der Reha. Fast symptomfrei habe ich die Klinik verlassen. Inzwischen blüht es wieder in der Achselhöhle, aber mit der Harnstoffcreme kann ich verhindern, dass mir die Hacken aufreißen. Außer für die Kopfhaut habe ich noch nie Kortikoide benötigt. Insgesamt habe ich wohl bisher Glück mit meiner PSO gehabt. Deshalb habe ich mich bisher auch noch nicht besonders darauf einstellen müssen.

Neuerdings habe ich öfter Schmerzen in den Fingergelenken. Da hoffe ich nur, dass das nicht der Anfang der Psoriasisarthritis ist. Bisher schreiten die Beschwerden aber kaum voran. Ernst Probleme mit der Fingerbeweglichkeit habe ich nicht. Angefangen hat das, wie als Erwachsener die Röteln hatte. Es könnte auch damit zusammen hängen.

Ehrlich gesagt macht mir da mein Bluthochdruck, der sich aber gegenwärtig manierlich benimmt, und mein Schlafapnösyndrom mehr Sorgen. Aber wie gesagt, bisher war meine Pso nie ganz heftig.

So, jetzt will ich Euch aber nicht weiter mit meinen Krankheiten behelligen. Insgesamt habe ich mich ja immer noch recht gut gehalten.

Grüße von Dieter

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