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Schuppenflechte doch nicht nur ein Gendefekt?


Guest happyman
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Guest happyman

Hallo

Für mich und mein laienhaftes Verständnis war eigentlich klar, dass Psoriasis ein reiner Gendefekt ist und mal ausbricht und mal nicht.

Nun las ich dass es nur in round about 50 Prozent aller Fälle genetische Ursachen geben soll, die ganz alleine die böse Ursache sind. Macht ja Mut zu den 50 Prozent Betroffener gehören zu können, denen es nicht nur im Gen liegt.

Hier die Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ticker/schuppenflechte-gezielte-ursachenforschung-fuehrt-zum-therapieerfolg_aid_355264.html

Gruß

Wolfgang

Edited by happyman
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Guest happyman

Danke Lothar, daß du nochmal drauf verwiesen hast. Von der Stelle aus hatte ich den Link gefunden. Es ist mir auch durchaus bewußt daß es werbend für eine bestimmte Klinik sein *könnte*. Das ist aber nicht mein Trachten weil ich keine Tantiemen von dort erhalte.:)

Es ist vielmehr so daß es mich einfach interressiert was daran sein könnte. Genau das war das Motiv für mich es auch nochmal bei den Fragen und Tipps zu posten. Hier erwarte ich mir (mit ein wenig Glück) etwas mehr Resonanz.

Ich will ja nicht irgendwann mal doof sterben :D

Nen Gruß

Wolfgang

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Hallo

Für mich und mein laienhaftes Verständnis war eigentlich klar, dass Psoriasis ein reiner Gendefekt ist und mal ausbricht und mal nicht.

Nun las ich dass es nur in round about 50 Prozent aller Fälle genetische Ursachen geben soll, die ganz alleine die böse Ursache sind.

Lieber Wolfgang,

so steht das da aber nicht, sondern: "Nach seinen Erkenntnissen müssen einige Provokationsfaktoren zusammenkommen, die dann zu einer Aktivierung der gentischen Anlage und somit zum Hautausschlag führen." D.h. die "böse Ursache" sind in jedem Fall die Provokationsfaktoren, ob mit oder ohne genetischer Disposition. Leider steht da nix zu der Studie, die angeblich durchgeführt wurde. Aber wie dem auch sei, die Herren Dottores stimmen nur in den postgenomischen Gesang ein, der jetzt hauptsächlich auf die Proteomik abzielt, womit wir wieder am Anfang unseres Wissens angelangt und so schlau wie vorher sind.

Liebe Grüße

Antje

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Ich sehe das locker ...

Bis handfeste andere Erkenntnisse vorliegen kann ich mit folgender Erkenntnis leben:

PSO basiert auf einem Gendefekt, der mehr oder weniger ausbricht und zum Leiden wird, jenachdem in welchen Lebensumständen (körperliche Verfassung, Psyche, Ernährung, Belastungen usw.) sich der Betroffene befindet.

Diese These wird durch die vielen Erfahrungsberichte hier im Forum für mein Verständnis untermauert !

Moin, moin - vira. :)

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Guest happyman
...so steht das da aber nicht..... .......womit wir wieder am Anfang unseres Wissens angelangt und so schlau wie vorher sind.

Liebe Antje

Schlau war ich bisher nicht, doch ist das Bestreben in mir es in diesem Punkt zu werden :)

Mein Textauszug sieht so aus:

Es ist eine chronische Entzündung der Haut, die fälschlicherweise oft als Erbkrankheit angesehen wird. Doch nur circa 50 Prozent der Patienten mit Schuppenflechte tragen genetische Merkmale in sich

Heißt für mein Verständnis daß man sagt es handele sich zunächst um eine entzündliche Erkrankung, wobei aber nur lediglich die Hälfte der Betroffenen auch genetische Merkmale aufweisen. Mal sehen ob ich nicht unsere Chefin Claudia zu einer Nachfrage bewegen kann. Auf mein Schreiben wird man sicher nicht antworten.

Und danke noch für den Link unter dem Wort Proteomik. Ohne den hätte ich nicht gewußt was es heißt.

Nen Gruß

Wolfgang

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Aber wie dem auch sei, die Herren Dottores stimmen nur in den postgenomischen Gesang ein, der jetzt hauptsächlich auf die Proteomik abzielt, womit wir wieder am Anfang unseres Wissens angelangt und so schlau wie vorher sind.

Hey Antje

magst ja recht haben das wir wieder so schlau sind wie vorher

was mich aber Persönlich betrifft ist die tatsche dass seit ich gar nichts mehr an Medikamenten zu mir nehme,

Umwelteinflüsse seit ich nicht mehr in der Stahlindustrie auf Schichten Arbeiten muss wo ich im Hochofenbetrieb tätig war und mit sehr viel Schwermetallen zu tun hatte egal welcher art

und mich Wesentlich Gesünder ernähre ist meine Pso wesentlich besser geworden

natürlich auch durch regelmässige Kuren aber ich denk einmal dass alles zusammen eine Rolle spielt dass sie immer länger weg bleibt oder nur ganz gering sich blicken lässt da die Abstände immer länger werden wo ich Erscheinungsfrei bin

für mich Persönlich ist schon da was dran dass es vielleicht mehrere Faktoren gibt als nur der Gendefekt

und die Pso sich durch die benannten Einflüsse verschlechtert

PA4852732_150pix.jpg

iconEnlarge.gifProteine: dreidimensionale Struktur eines Prion-Proteins vom Hausrind

Die Proteomik erforscht die Gesamtheit der Proteine, die in Analogie zum Genom, der Gesamtheit aller Gene, als Proteom bezeichnet wird. Das Proteom sieht unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich aus, je nachdem, welche Proteine in einer Zelle gerade vorhanden sind. So sind z. B. während einer Krankheit oder während Stresszuständen andere Proteine aktiv als im gesunden bzw. im ausgeruhten Zustand. Auch äußere Parameter wie Umwelteinflüsse, Ernährung oder eingenommene Medikamente verändern das Proteom

glg

Guy;)

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Antje, ich seh das auch so wie du. Wenn der Herr Recht hätte, hätte er ja einen Therapieerfolg von 100%, hat er aber nicht, also hat er bei denen, die keine Erbfaktoren haben Misserfolge, obwohl er die ja nicht haben dürfte, wenn seine Therapie stimmig ist.

Außerdem behauptet er, äußerliche Anwendung sei nur sympomatische Behandlung. Das stimmt ja gar nicht, Ursache der Hauterscheinung sind Entzündungen und wenn ich mit Cortison Entzündungen angehe, dann gehe ich Ursachen an.

Außerdem sehe ich einen argen Knick in der Logik: wenn äußerliche Faktoren PSO ohne Genbelastung auslösen könnten, dann hätten wir Millionen von PSO-Patienten. Haben wir aber nicht.

Übrigens, wo gibt es in Deutschland die wenigsten Asthmatiker? Richtig, im Osten, da wo früher die Luft am dreckigsten war zu DDR-Zeiten.

Ich denke, der Herr Professor möchte nur am großen Kuchen teilhaben.

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Heißt für mein Verständnis daß man sagt es handele sich zunächst um eine entzündliche Erkrankung, wobei aber nur lediglich die Hälfte der Betroffenen auch genetische Merkmale aufweisen. Mal sehen ob ich nicht unsere Chefin Claudia zu einer Nachfrage bewegen kann. Auf mein Schreiben wird man sicher nicht antworten.

Ja, das finde ich auch eine überraschende Aussage und mich würde tatsächlich die Studie dahinter interessieren. Ich wusste gar nicht, dass die Gendiagnostik in Sachen Schuppenflechte schon so weit ist, um sagen zu können, welche Gene überhaupt an der Krankheit beteiligt sind. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren, zumal ich da auch nicht wirklich hinterherforsche und auf dem neuesten Stand bin.

@Guy

Naja, das meine ich doch. Jeder muss eben weiter für sich ausprobieren, worauf er reagiert oder nicht. Jetzt können wir allerdings sagen, dass wir ausprobieren müssen, worauf unsere Proteine reagieren. :zwinker-alt:

Grüße

Antje

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Die Studie aus dem bayerischen Wald kenne ich nicht.

Entscheidend ist doch aber nicht, ob ein Gendefekt die Ursache der Psoriasis ist, sondern ob es eine Möglichkeit geben wird, genetisch die Ursachen der Psoriasis zu bekämpfen. Denn selbst wenn Hautentzündungen ohne genetische Veranlagung bestehen, so sollte es doch dennoch möglich sein, Hautentzündungen generell zu verhindern, indem in das Genom eingegriffen wird. Ob dabei nun die Ursache der Psoriasis deaktiviert oder ein inaktives Gen aktiviert wird, das die Psoriasis verhindert, ist für mich zweitrangig.

Gruß,

Marko

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DDenn selbst wenn Hautentzündungen ohne genetische Veranlagung bestehen, so sollte es doch dennoch möglich sein, Hautentzündungen generell zu verhindern, indem in das Genom eingegriffen wird. Ob dabei nun die Ursache der Psoriasis deaktiviert oder ein inaktives Gen aktiviert wird, das die Psoriasis verhindert, ist für mich zweitrangig.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist Hautentzündungen generell zu verhindern. Sie haben ja auch ihren Nutzen. Außerdem finde ich es bedenklich, in ein Genom einfach mal so einzugreifen. Letztendlich kann niemand sagen, was da die Folgen sind und wie sich das auf den Gesamtorganismus auswirkt. Ich finde es weitaus angenehmer, dass sich die Wissenschaftler eher auf die Genumgebung konzentrieren, als an den Genen selbst rumzumachen.

Grüße

Antje

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist Hautentzündungen generell zu verhindern.

Ich meine nicht, dass die Entzündung verhindert werden soll, ohne dabei die Ursache zu bekämpfen. Die Ursache selber sollte verhindert werden, und da kann ich mir Eingriffe ins Genom durchaus vorstellen. Und ohne Ursache bleibt dann nicht mehr viel, was eine Hautentzündung wertvoll genug macht, um sie nicht verhindern zu wollen, oder? wink.gif

Außerdem finde ich es bedenklich, in ein Genom einfach mal so einzugreifen. Letztendlich kann niemand sagen, was da die Folgen sind und wie sich das auf den Gesamtorganismus auswirkt.

Ich will ja auch keine modernen Frankensteins, die "einfach mal so" am Genom rumdoktorn. Es gibt eine ganze Reihe gentherapeutischer Ansätze, die ich für wichtig genug erachte, um mit ihnen das Risiko einer Einflußnahme auf den Gesamtorganismus zu wagen. Die Bekämpfung chronischer Krankheiten gehört für mich dazu.

Gruß,

Marko

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Ich meine nicht, dass die Entzündung verhindert werden soll, ohne dabei die Ursache zu bekämpfen. Die Ursache selber sollte verhindert werden, und da kann ich mir Eingriffe ins Genom durchaus vorstellen. Und ohne Ursache bleibt dann nicht mehr viel, was eine Hautentzündung wertvoll genug macht, um sie nicht verhindern zu wollen, oder? wink.gif

Dann ist es aber doch wieder entscheidend zu wissen, ob Pso ein genet. Defekt zugrundeliegt.

Du wolltest Hautentzündungen generell unterdrücken, was ja dann auch für Verletzungen (durch reiben, schneiden, abschürfen o.Ä.) funktionieren würde. Und da hat eine Entzündung eben doch ihren Sinn.

Dazu kommt noch, dass der genetische Eingriff ja nicht mehr bei dir selbst durchgeführt werden kann (es sei denn die somatische Gentherapie ist mal irgendwann soweit), sondern dass du es für deine Kinder, Enkel, Urenkel usf. entscheiden müsstest. Kann man da wirklich so leichtfertig sagen, ach macht mal da was mit dem Gen und wir sehen, was daraus wird? Letztendlich experimentieren die Wissenschaftler immer weiter, auch beim Menschen, egal wie viele Tierversuche es vorher gab. Ich finde es weitaus sinnvoller, biotechnologisch in den Zellhaushalt einzugreifen und vorsichtig Informationen zu übertragen, die die Zellapparatur wieder stabilisiert.

Grüße

Antje

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... Es gibt eine ganze Reihe gentherapeutischer Ansätze, die ich für wichtig genug erachte, um mit ihnen das Risiko einer Einflußnahme auf den Gesamtorganismus zu wagen. Die Bekämpfung chronischer Krankheiten gehört für mich dazu.

Gruß,

Marko

Bevor es lohnt über gentherapeutische Ansätze zu diskutieren wäre es notwendig:

  • Die genetischen Veränderungen, die zur Erkrankung führen, sicher zu kennen. Was bereits die erste sehr schwer zu nehmende Hürde sein dürfte.
    Es ist ja nicht so, dass eine Veränderung auf einem Gen zu der Erkrankung führen muss. Wahrscheinlicher ist, dass es mehrere Genveränderungen sind, dass sie womöglich unterschiedlich vererbt werden, dass sie auch erst eine bestimmte "Fehlerhäufung" haben müssen. Wenn dann noch Umwelteinflüsse als Auslöser diskutiert werden müssen, dann ist das sicher keine konkrete Chance auf eine Heilung.
  • Müsste man die sich aus den Genveränderungen ergebenden Stoffwechselveränderungen detailliert kennen.
  • Läge es näher die Stffwechselveränderungen medikamentös zu beeinflussen, als im Körper bestehende Gene zu verändern.

Ich glaube, dass die Gentherapie eine sehr interessante Sache ist, aber konkrete Hilfe würde ich von dort vorläufig nicht erwarten. Das Verändern der Gene bevor man sie weitergibt, das ist dann eine noch weiter weg liegende Zukunft. Es ist ja nicht unbedingt hilfreich einen verändertes Gen durch das "richtige" zu ersetzen. Was ist den das "richtige"? Welche Wechselwirkungen ergeben sich dann mit anderen Genen?

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Ich glaube, dass die Gentherapie eine sehr interessante Sache ist, aber konkrete Hilfe würde ich von dort vorläufig nicht erwarten. Das Verändern der Gene bevor man sie weitergibt, das ist dann eine noch weiter weg liegende Zukunft. Es ist ja nicht unbedingt hilfreich einen verändertes Gen durch das "richtige" zu ersetzen. Was ist den das "richtige"? Welche Wechselwirkungen ergeben sich dann mit anderen Genen?

Doch, genau das wäre hilfreich, aber nur im Zusammenhang mit der somatischen Gentherapie, wo der Körper den Gendefekt durch ein Angebot an gesunden Genen "von außen" quasi selbst korrigiert. Und das "Verändern der Gene bevor man sie weitergibt" liegt viel viel näher als du glaubst, viel näher als die somat. Gentherapie. Denn entsteht ein Kind durch künstliche Befruchtung, wird dessen Erbgut überprüft, um schlimme Krankheiten auszuschließen und in diesem Zusammenhang könnte auch eine Keimbahntherapie durchgeführt werden, wenn die befruchtete Eizelle nicht von vornherein aussortiert wird. Gott sei Dank ist hier so eine "Therapie" jedoch durch das Embryonenschutzgesetz verboten.

Grüße

Antje

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Ich geh jetzt mal davon aus dass es ein Gendefekt wär, ist

mit ??:confused:

bin verwirrt

Wenn dann müsste im grunde ja meine Pso ständig vorhanden sein ob jetzt grossflächig oder kleiner

da ich im moment absolut nichts dagegen tue keine Medikamente einehme gar nichts ausser meine Haut eincreme um sie fettig zu halten

und ich hab ja noch nie in 42 Jahren Pso irgendwelche Medis genommen

lehnte sie und lehne sie Strickt ab

bei diesem Thread kommt jetzt zwangsläufig die frage in mir auf wieso sie nicht zuschlägt wenn es ein Defekt wär dann müsste der ja ständig Defekt sein

ODER?

(dass keine falschen gedanken aufkommen um so besser)

trotzdem stelle ich mir jetzt diese frage

hats wircklich nur mit dem Gendefekt zu tun?

Ist es überhaupt einer ?

War es überhaupt je einer ?

Mein Gott wieso stell ich mir auf einmal diese fragen hab sie mir nie gestellt

aber egal mit was es alles zusammenhängt ich hoffe für uns alle dass eines Tages etwas da ist und uns befreit von dieser Last

wie wir so ziemlich alle wissen reagiert die Pso bei jedem anders oder die Therapien

scheint so als würde bei mir nach vielen Jahren einfach nur

Sonne

Bestrahlung

Teersalben

Harnstoff

Cignolin

Salzwasser helfen

und ich würde jedem das selbe wünschen

und möglicherweise die Innere einstellung dass ich Pso hab und das mir ziemlich Sch....s egal ist

waren jetzt einfach nur meine Gedanken die ich niederschreiben wollte da ich jetzt etwas verwirrt bin

und mir Sicherheit nicht mehr darüber Grübele was der Auslöser ist sein kann

oder jeh war

glg

Guy:confused:

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Mein Gott wieso stell ich mir auf einmal diese fragen hab sie mir nie gestellt

:smile-alt::smile-alt::smile-alt:

Lass dich mal nicht verwirren, Guy. Gene sind relativ statische Dinger, die je nachdem was in ihrer Umgebung passiert, sich so oder so "äußern" (Genexpression nennt man das). Korrigiert man das Gen an sich, muss man natürlich nicht mehr nach der Umgebung schauen. Weil es aber ethisch und auch noch medizinisch riskant ist, an Genen rumzufummeln, gucken wir erstmal weiter auf das Drumherum. Du machst also alles richtig.

Liebe Grüße

Antje

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Gott sei Dank ist hier so eine "Therapie" jedoch durch das Embryonenschutzgesetz verboten.

Mir ist schon klar, dass Du das nicht wörtlich gemeint hast, aber ich dachte, ich gehe lieber auf Nummer sicher. tongue.gif

Gruß,

Marko

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Noch zu deinem Artikel:

Wenn das erstmal überall Usus wird, werden Eltern unterschwellig dazu gezwungen sein, ihre Kinder am besten über künstl. Befruchtung zu zeugen und das Genmaterial überprüfen und korrigieren zu lassen. Für Frauen stellt das zusätzlich eine unheimliche Belastung dar, davon ganz abgesehen, dass Kinderkriegen tatsächlich dann noch mehr in den med. Bereich rückt. Was sind die Konsequenzen? Werden Eltern mit behinderten Kindern in Zukunft sozial gemobbt? Werden eventuell die Leistungen gekürzt? Vom schlechten Gewissen der Eltern und ihrer Angst mal ganz zu schweigen.

Grüße

Antje

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Aber was wäre denn die Alternative? Soll man lieber kranke Kinder riskieren, weil man deren Eltern nicht einem sozialen Druck aussetzen will?

Gruß,

Marko

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Das kommt auf die Krankheit an. Generell denke ich, sollte man es riskieren, denn das tut man ja jetzt auch. Was bei der künstl. Befruchtung jetzt schon passiert, ist eine Selektion. Man sortiert lebenswertes Leben und nicht lebenswertes Leben und entsorgt letzteres. Überspitzt (und Peter Singer folgend) könnte man jetzt sagen, dass behindertes Leben für uns nicht als lebenswert betrachtet wird. Was sagt das über unseren Umgang mit Behinderten zu diesem Zeitpunkt aus?

Heutzutage kann man glaube ich, gendiagnostisch abschätzen lassen, welches Risiko das Kind tragen würde, an einer ganz besonders schlimmen Krankheit zu erkranken (wenn z.B. die Anlage dafür in beiden Elternteilen vorhanden ist). Ich finde, hier sollte auch der Schlussstrich gezogen werden, weil das sonst kein Ende nimmt.

Grüße

Antje

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Ich gebe zu, daß ich da eine selektierende Sichtweise habe. Ich achte behinderte Menschen, die heute leben, denke aber nicht, daß sie ihre Behinderung gewählt hätten, wenn sie eine Wahl gehabt hätten. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, gesund auf die Welt zu kommen, daher bin ich für genetische Selektion vor der Geburt.

Die ethischen Fallstricke sind mir dabei bewußt, doch ich denke, daß die Entscheidung, genetisch ausschaltbare Krankheiten in Kauf zu nehmen, ethisch mindestens ebenso fragwürdig ist.

Gruß,

Marko

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