Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
Englische Psychiater fragten sich, ob es immer noch Therapeuten gibt, die Schwulen, Lesben und Bisexuellen therapeutische Hilfe zur Veränderung ihrer sexuellen Neigung anbieten. Sie wurden fündig.
Obwohl es keinerlei Evidenz dafür gibt, dass eine Psychotherapie in der Lage wäre, homosexuelle Neigungen in heterosexuelle zu verwandeln, gibt es laut einer englischen Untersuchung immer noch eine gar nicht so kleine Minderheit von Psychiatern und Psychotherapeuten, die genau das ihren Klienten anbieten. Die Londoner Autoren befragten 1.400 psychotherapeutisch tätige Kollegen, ob sie bei Schwulen, Lesben oder bisexuelle orientierten Personen eine Therapie zur Änderung der sexuellen Präferenz hin zur Heterosexualität durchführen würden, wenn sie darum gebeten würden. Zwar gaben nur 4% an, eine Umorientierung therapeutisch versuchen zu wollen, wenn sie darum gebeten würden, 17% berichteten aber, dass sie bereits mindestens einen Patient wegen seiner schwulen oder lesbischen Neigungen mit dem Ziel der Reduktion dieser homosexuellen Wünsche behandelt haben. Die Autoren fanden keinen Hinweis darauf, dass die Vorstellung, die sexuelle Orientierung sei zu beeinflussen, mit der Zeit seltener geworden wäre. Dabei gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Therapie in diesem Sinne erfolgreich sein könnte, wohl aber, dass solch ein Vorhaben schädlich sein kann. Die Autoren rufen deshalb in Erinnerung, dass es vor allem darauf ankommt, Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung zu unterstützen, mit ihrer Situation zu leben, ihnen Wertschatzung entgegen zu bringen und Schuldgefühle abzubauen statt womöglich noch zu verstärken.
Autorin: Friederike Klein, München
quelle: NeuroTransmitter, 22.04.2009