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Clarelux-Schaum ist wieder lieferbar

Es ist eine der Fragen, die uns in den letzten Monaten immer und immer wieder erreichte: "Ist Clarelux-Schaum wieder lieferbar?" Endlich gibt es die beste Antwort darauf, nämlich: ja.

Seit vielen Monaten mussten Menschen mit Schuppenflechte auf dem Kopf auf Alternativen zu Clarelux ausweichen. Auch wir hatten immer wieder beim Hersteller Pierre Fabre Dermo-Kosmetik nachgefragt, wo der Schaum bleibt – und warum er überhaupt vom Markt verschwunden war. "Ursache ist kein Qualitätsproblem, sondern die Situation, dass ein Vorlieferant aus finanziellen Gründen ausgefallen ist", hieß es damals in der Antwort. Und: "Wir arbeiten zügig an der Wiederaufnahme der Produktion mit dem neuen Besitzer des Vorlieferanten."

Gut, das mit dem "zügig" hat dann doch mindestens zweieinhalb Jahre gedauert, aber nun ist die Durststrecke vorüber. Doch bevor jetzt der Ansturm auf die Apotheken einsetzt: "Die Bevorratung der Pharmazeutischen Großhändler läuft derzeit noch", heißt es vom Hersteller. Aber da Clarelux rezeptpflichtig ist, muss ohnehin erst einmal ein Arztbesuch eingeplant werden. Danach sollte der Schaum in den Apotheken zu haben sein.

An der Zusammensetzung und den Inhaltsstoffen – vor allem Clobetasolpropionat – hat sich nichts geändert. Auch die Pharmazentralnummer 01010495 ist gleich geblieben.

Alternativen zu Clarelux

Wichtigster Inhaltsstoff im Clarelux-Schaum ist der Kortison-Wirkstoff Clobetasolpropionat. In gleicher Dosierung – 500 μg Clobetasolpropionat pro Gramm – ist er enthalten in

  • Clobex Shampoo
  • Clobegalen
  • Clobetasol acis
  • Dermoxin
  • Dermoxinale Lösung
  • Karison

Alle sind verschreibungspflichtig. Nur: Keines der Produkte kommt als Schaum für die Kopfschuppenflechte zum Patienten – und gerade der wirkt offensichtlich bei einigen Betroffenen besonders gut.

Im Sommer 2019 wurde ein anderer Schaum, nämlich Deflatop, wieder eingeführt. Auch er ist verschreibungspflichtig und zur Behandlung der Kopf-Psoriasis gedacht, enthält jedoch den Wirkstoff Betamethason.

Enstilar als Alternative zum Clarelux Schaum

Ein anderer Schaum – Enstilar – ist allgemein zur Anwendung bei Psoriasis vulgaris gedacht. Er enthält einen anderen Kortison-Wirkstoff (nämlich Betamethasondipropionat) und zusätzlich Calcipotriol.

Die beiden wichtigsten Inhaltsstoffe sind in Enstilar in einer übersättigten Konzentration enthalten. Darauf weist der Hersteller hin. "Dies ermöglicht eine stärkere Penetration und letztlich eine höhere Verfügbarkeit beider Wirkstoffe in der Haut", so die Firma Leo Pharma.

Noch ein Hinweis: Hier findest du Tipps für die Anwendung von Enstilar auf dem Kopf.

Mit Dank an Martin P. und Hinweisgeber aus unserer Community. Dort gibt es auch weitere Diskussionen rund um Clarelux und seine Anwendung.


Über die Autorin

Claudia Liebram ist Journalistin in Berlin. Ihre Psoriasis begann, als sie drei Jahre alt war. Sie absolvierte den Masterstudiengang "Consumer Health Care" an der Berliner Charité.

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