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    Was die Fußball-WM der Frauen mit Psoriasis zu tun hat

    Als am 26. Juni 2011 die Fußball-WM der Frauen begann, lief mindestens eine Spielerin mit Psoriasis auf: Ariane Hingst hat seit ihrer Kindheit Psoriasis und lässt sich von der Krankheit wenig beeindrucken. In einem Video berichtet sie über ihren Umgang mit der Schuppenflechte. Zum Beispiel so:

    Ich bin von Anfang an so erzogen worden, dass es nichts Schlimmes ist, was ich habe. Ich habe ein gesundes Selbstvertrauen von meinen Eltern mitgegeben bekommen, und von daher habe ich da noch nie Probleme damit gehabt, das auch öffentlich zu zeigen.

    Psychologin Dr. Eva Wlodarek rät später ebenfalls zur Arbeit am Selbstwertgefühl. Für sie ist wichtig, dass man nicht "wie das Kaninchen auf die Schlange" auf die Krankheit schaut und sich auf eigene Stärken besinnt.

    Später kommt noch der Hautarzt Dr. Dario Uhlig zu Wort.

    Unsere Meinung

    Das Gesagte im Video ist alles richtig - Gelassenheit und ein Akzeptieren der Krankheit sind probate Mittel, sich von der Psoriasis nicht verrückt machen zu lassen. Ganz zufällig kommt das Video allerdings nicht. Ariane Hingst schraubt im Film eine kleine weiße Flasche mit rotem Verschluss auf. Der Arzt empfiehlt eine Kombination aus Kortison und Vitamin-D3-Abkömmling. "Das Ganze gibt es zum Beispiel als Gel-Formulierung." Beides sind mehr als dezente Hinweise auf ein Produkt der Firma Leo Pharma – und die steckt auch dahinter, denn das Video ist Teil der Kampagne "Gut leben mit Psoriasis" von genau dieser Firma – und die stellt das angesprochene Gel her.


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    Recommended Comments

    Leo-Werbefilm für verschreibungspflichtiges Mittel

    Der Beitrag mit Ariane Hingst ist eine offensichtliche Werbung für das verschreibungspflichtige Leo-Produkt Daivobet-Gel bzw. das völlig gleiche Xamiol. Man sieht deutlich, wie Ariane Hingst die Flasche mit dem Gel öffnet, um ihre Stellen damit zu behandeln. Es gibt kein anderes Produkt für Psoriatiker, das in einer ähnlichen Plastikflasche mit roter Kappe ist. Anonyme Cremes, Salben oder Lotionen (im Film „Medikamente“ genannt) werden vom Tisch gefegt, weil es „neuerdings einfacher geht“. Der Hautarzt Dr. Dario Uhlig „empfiehlt“ (offiziell nur "seinen" Patienten) dieses so einfach zu handhabende verschreibungspflichtige Präparat.

    Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente ist nach deutschem Recht verboten! Die Macher werden behaupten, der Name werde schließlich nicht genannt. Aber Psoriatiker und Dermatologen wissen, dass es nur ein einziges Gel als Kombinationspräparat n von Kortison und Vitamin D 3 Abkömmlingen gibt: Das Leo-Produkt!

    Es wird nicht darauf hingewiesen, dass man zu Risiken und Nebenwirkungen des empfohlenen Präparats seinen Arzt fragen sollte. Das ist sogar bei Werbung für nicht verschreibungspflichtige Medikamente Standard. Verschwiegen wird, dass dieses empfohlene Kombinationspräparat nur vier Wochen lang gegeben werden soll ( „Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, Update 2011“, Seite 58 ) - außer auf dem Kopf. Es wird auch nicht erwähnt, dass dieses Präparat bei schweren Psoriasis-Fällen nicht angewendet werden kann.

    Vordergründig wird so getan, dass es eigentlich darum geht, uns Psoriasis-Patienten Mut zu machen! Wir sollen uns nicht „verkriechen“, sondern „Selbstwertgefühl“aufbauen, so die etwas trocken wirkende Psychologin, Frau Dr. Wlodarek. Nun ist nicht jeder von uns in der Lage „Spitzenfußballerin“ zu werden. Welche Möglichkeiten haben schwer Hautkranke also noch? Die Psychologin rät uns, den „Fokus darauf zu setzen, was an uns selbst schön und gut ist“. „Umdenken, um Selbstvertrauen“ zu gewinnen. Das ist so allgemein wie nichtssagend!

    Wer wirklich wissen will, wie Ariane Hingst mit ihrer Psoriasis umgeht, wie mutig, aber auch manchmal ängstlich sie dabei ist, muss das Interview in PSO aktuell 3/2005 nachlesen. Das findet man auf der Internetseite http://www.psoaktuell.com/erfahrungsberichte/ariane-hingst-schuppenflechte-psoriasis.htm

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    Werbung

    Es ist natürlich kein Dokumentarfilm oder Aufklärungsfilm über Pso. Pharma will Umsatz und Geld verdienen. Wird denn auf den Auftraggeber/Geldgeber des Films, Leo, hingewiesen und klar genannt, dass es ein Pharmafilm ist? Dies wäre wichtig und korrekt.

    Im Vergleich zum Fernsehfilm über Revigiderm, die Vit. B Salbe, ist der Film doch sehr sachlich und neutral. Da sollte nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

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    Ich finde es gut, dass es Sportler gibt, die sich "outen". Zur Werbung kann sich doch jeder seine Meinung bilden.

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    Hingst probiert Therapien - wie wir alle

    Natürlich ist es beruhigend zu wissen, dass auch bekannte Persönlichkeiten an Krankheiten leiden und Wege finden, damit umzugehen. Ein sehr bekannter Hamburger TV-Schauspieler hatte 2004 auf einer Pressekonferenz einer Pharmafirma von seiner Pso berichtet. Danach aber war es nicht mehr möglich die Erlaubnis zu bekommen, ihn mit dieser Krankheit in Verbindung zu bringen. Insofern ist Ariane für uns Psoriatiker ein positives Vorbild.

    Dass sie, wie viele von uns, auch ungewöhnliche Therapien ausprobiert hat, kann man im PSO aktuell 3/2006 nachlesen. Da wird ausführlich berichtet, wie sie in Bad Mergentheim die Knabberfische ausprobiert hat und dass sie sehr zufrieden war. Eigentlich auch eine Werbung - in diesem Fall für die private Klinik.

    Wenn es stimmt, was der Film darstellt, greift sie jetzt wieder zur Schulmedizin.

    Petra P.

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    Ja zur PSO

    Da das Produkt verschreibungspflichtig ist muss ja die Anwendung durch einen Arzt abgesegnet sein.Der Personenkreis der als Käufer angesprochen wird ist also gering.

    Ich glaube, dass der Film gut zur Aufklärung für den Umgang der gesunden Bevölkerung mit Psoriasiskrankenbeitragen kann und zur stärkung der Selbstsicherheit der Betroffenen ist.

    Wir werden jeden Tag Massiv mit Werbung überflutet, deshalb stehe ich diesem Film positiv gegenüber.

    Gerd

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