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    Behandlung in der Kältekammer

    Chronische Gelenkschmerzen bestimmen das Beschwerdebild einer Psoriasis arthritis. Um die Beschwerden zu lindern, um den Alltag der Betroffenen erträglicher werden zu lassen, gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden. Zu ihnen zählt die Therapie in der Kältekammer. Patienten berichten auch von Erfolgen im Einsatz der Therapie gegen den Juckreiz bei der Hauterkrankung Psoriasis.

    Bei einer Psoriasis arthritis sind regelmäßige Behandlungen der Symptome sehr wichtig, denn bei einer Vernachlässigung der Therapien kann diese chronische Erkrankung exponentiell zunehmend zu schweren Behinderungen führen. Es kann durch schmerzhafte Entzündungen an den Sehnen der Muskeln, vorwiegend an Händen und Füßen, zu den typischen arthritischen Manifestationen kommen. Diese können die Lebensqualität der Patienten erheblich einschränken. Im Alltag stoßen Betroffene zunehmend auf Hindernisse, die schwieriger zu bewältigen sind und bei denen sie möglicherweise früher oder später auf Hilfe anderer angewiesen sind.

    Jeder Betroffene sollte darüber informiert sein, dass diese Erkrankung bis heute noch nicht heilbar ist. Deshalb ist es wichtig, sich umfassend und professionell beraten zu lassen, um nach individuellen Möglichkeiten für eine adäquate Behandlung zu suchen. Denn bei jedem Patienten ist der Verlauf einer Psoriasis arthritis verschieden.

    Je nach Schweregrad und Beschwerdebild können verschiedene Therapien angewandt werden.

    Als eine weitere und ganz außergewöhnliche Therapiemöglichkeit bietet sich die Behandlung in einer Kältekammer an. Zittern und Bibbern bei minus 110 Grad soll den chronischen Beschwerden entgegenwirken. Das klingt anfangs noch unvorstellbar und unglaublich, doch die Mutigen, die es bereits gewagt haben, wurden mit positiven Ergebnissen belohnt. Im Zusammenspiel mit den anderen genannten Behandlungsmethoden können erstaunliche Erfolge erzielt werden.

    Wie läuft diese Behandlung ab?

    Die Kältekammer ist ein Raum mit einer Größe von zwei bis vier Quadratmetern. In diesem Raum herrscht eine Temperatur von zwischen minus 70 und minus 80 Grad Celsius. Zudem ist die Luftzirkulation regulierbar. Dies gewährleistet einen individuell gestaltbaren Wärmeentzug der Haut.Dies gewährleistet einen individuell gestaltbaren Wärmeentzug der Haut.

    Der angenehm beleuchtete Raum ist praktisch ohne Luftfeuchtigkeit und somit extrem trocken. Er ist durch eine große beheizbare Scheibe mit dem Vorraum verbunden, in dem sich das zuständige Personal aufhält und in stetem Kontakt mit den Patienten steht.

    Den Raum betritt jeder Patient einzeln und lediglich in Badebekleidung, mit festem Schuhwerk und einem Mundschutz.

    Wer schnell zum Frieren neigt, sollte sich zusätzlich mit Handschuhen, Ohrenschützern und Strümpfen einkleiden. Grundsätzlich sollte jedoch so wenig Kleidung wie möglich getragen werden, da jedes Kleidungsstück am Körper von der Verdampfung der Körperwärme unangenehm feucht werden kann.

    Zunächst wird der Erste von drei Räumen betreten. Um sich an die arktischen Temperaturen zu gewöhnen, sinkt das Quecksilber in den beiden Vorräumen, welche als Schleuse zur dritten und eigentlichen Sektion dient, zunächst auf nur minus 10 und minus 60 Grad Celsius.

    In der eigentlichen Kältekammer angekommen, in der jetzt sportliche minus 110 Grad Celsius herrschen, gilt es körperlich aktiv zu bleiben. Damit die Stimmung nicht unter den Nullpunkt sinkt, wird oft mit aufmunternder und schneller Musik gegen die Kälte angegangen. Es wird getanzt, in die Hände geklatscht, sich im Kreis gedreht oder sogar gehüpft. Alles ist erlaubt - Hauptsache, es bleibt niemand wie angewurzelt stehen.

    Dies geschieht alles ausschließlich unter professioneller Anleitung und Aufsicht des geschulten Personals, mit denen die Patienten auch in akustischer Kommunikation stehen.

    Die Aufenthaltsdauer beträgt von einer bis zu vier Minuten. Danach ist die "Schocktherapie" überstanden und die Patienten kommen meistens überglücklich und strahlend aus dem Tiefkühler wieder in die Wärme zurück.

    Wie funktioniert die Methode?

    Was diese Glücksgefühle und die Euphorie beim Verlassen der Kältekammer auslöst, ist den medizinischen Fachkräften teilweise weiterhin ein Rätsel. Die einen sind der Meinung, dass die Patienten schlicht glücklich darüber sind, dass sie diese Tortur überstanden haben, andere denken eher an Hormone, welche durch diese Extremsituation freigesetzt werden.

    Denn durch diese Extremsituation, dem der Körper ausgesetzt war, werden Energiereserven und Kraftreserven mobilisiert. Diese können vom Körper unter normalen Umständen nicht direkt zur Verfügung gestellt werden, denn das Energiepotenzial mit der Kraft des Unmöglichen liegt größtenteils brach und im Verborgenen und bedarf einer Aktivierung.

    Sie geschieht durch die Freisetzung und Ausschüttung von Hormonen wie Kortison, Endorphine und Peptide. Diese Stoffe gelangen direkt in den Blutkreislauf und steigern die Leistungsfähigkeit erheblich. Durch eine intensivere Atmung kommt es gleichzeitig zu einem höheren Sauerstoffgehalt im Blut und fördert die Durchblutung.

    Durch die Ausschüttung von körpereigenem Kortison aus der Nebennierenrinde und der verbesserten Durchblutung kommt es zur Schmerzlinderung in den Gelenken.

    Akute und chronische Schmerzzustände können somit in kürzester Zeit gelindert oder sogar auch über einen längeren Zeitraum vollständig beseitigt werden.

    Hauterkrankungen, die mit einem starken Juckreiz einhergehen – wie die Psoriasis – können durch diesen Mechanismus auch positiv beeinflusst werden. Zudem wirkt die Kälte im Speziellen auf die Haut. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied prasselt ein ständiger und extremer Reiz auf die Haut und bringt sie in eine Art Schockzustand. Sie zieht sich blitzschnell zusammen und die Gefäße verengen sich. Dadurch kann es zu einer Linderung des Juckreizes kommen.

    Selbst Profisportler profitieren vom Effekt der Kältekammer und nutzen sie zunehmend vor wichtigen Wettkämpfen zur Leistungssteigerung. Regelmäßige Anwendungen können zu einer permanenten Steigerung der körperlichen Leistung führen und die Vitalität und das Wohlbefinden verbessern.

    Wie oft und wie lange sollte behandelt werden?

    Die Frequenz und die Dauer einer Therapieserie richten sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel handelt es sich bei einer Psoriasis Arthritis um zehn bis zwölf Sitzungen bei minus 110 Grad Celsius. Es werden täglich zwei Durchgänge empfohlen bei einer Dauer von einer bis zu vier Minuten.

    Indikationen

    Generell ist eine Behandlung indiziert bei entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Weichteilrheuma, Arthrosen in Gelenken und der Wirbelsäule, Kollagenosen und Vaskulitiden sowie postoperativ.

    Sehr gute Erfolge können auch bei Hauterkrankungen und Asthma bronchiale erzielt werden.

    Bei stark depressiven Patienten können Glücksgefühle durch diese Ganzkörperkältetherapie hervorgerufen werden. Chronische Schlafstörungen und Migräne sind ebenso indiziert.

    Die Therapie eignet sich auch für Sportler und berufstätige Menschen, die ihrem Körper Höchstleistungen abverlangen wollen oder müssen.

    Kontraindikationen

    Sollten Erkrankungen im Bereich des Herzens bestehen, ist eine Behandlung in der Kältekammer kontraindiziert. Im Speziellen gehören dazu schwere Herzrhythmusstörungen, noch frische Herzoperationen, arterielle Durchblutungsstörungen und das Tragen eines Herzschrittmachers.

    Patienten mit einem Morbus Raynaud, einer unbehandelten Hypertonie  oder einer Blasen- und Niereninsuffizienz sind ebenfalls nicht für diese Behandlung zugelassen.

    Polyneuropathie und Kryoglobulinämie sind neben einer bestehenden Platzangst selbstredend nicht indiziert.

    Alle Sonnenanbeter sollten darauf achten, dass sie zur Zeit der Therapie keinen frischen Sonnenbrand haben.

    Nebenwirkungen

    Neben den positiven Wirkungen kann es jedoch auch zu weniger angenehmen Nebenwirkungen kommen. Patienten berichten von Hautveränderungen, welche sich in einer Rötung, in Form von Bläschen oder einem Juckreiz äußern. Zudem kann es zu plötzlicher Platzangst, Schwindelattacken, Atemnot oder einem Anstieg des Blutdrucks kommen.

    Auf diese Gegenstände sollte in der Kältekammer verzichtet werden:

    • jeglicher Schmuck
    • Brillen
    • Kontaktlinsen
    • Uhren
    • Piercings
    • Ohrringe.

    Vor der Therapie sollten keinerlei Salben oder Kosmetika benutzt werden. Zudem sollte darauf verzichtet werden, kurz vorher zu Duschen oder die Haare zu waschen.

    Es sollte nicht die beste Kleidung und die schönsten Schuhe in der Kältekammer angezogen werden, denn durch die extreme Temperatur können manche Stoffe und Materialien brüchig werden, da sie an Elastizität verlieren.

    Kostenübernahme

    Wird die Kältetherapie während eines stationären Klinikaufenthaltes verordnet, gibt es keine Diskussion mit der Krankenkasse. Wird die Therapie ambulant absolviert, muss man bei der Krankenkasse um eine Kostenübernahme bitten. Es gibt durchaus Krankenkassen, die das tun – es lohnt sich also. Die Betroffenen sollten hartnäckig bleiben und ihren Leidensweg gegebenenfalls bei der Krankenkasse detailliert formulieren. Es besteht nämlich die Möglichkeit, sich vom behandelnden Arzt eine Heilmittelverordnung für Kältetherapie ausstellen zu lassen. Wichtig ist nur, dass die Behandlung bei einem zugelassenen Vertragsarzt oder in einem Krankenhaus stattfindet.

    In unserem Adressbuch findest du eine Liste von Kältekammern.

    R.D.

    ❄️ Hast du schon einmal eine Therapie in der Kältekammer gemacht? Betroffene freuen sich, wenn du deine Erfahrungen teilst. Oder hast du Fragen dazu? Dann stell sie in unserer Community.


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    • Kältekammer: Bildrechte beim Autor

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Charakteristisch für die Psoriasis arthritis sind Finger und Zehen, die wie eine Wurst aussehen, also wurstförmig sind. Das kommt von den Entzündungen aller Gelenke eines Finger oder einer Zehe. Dass dabei oft auch Schmerzen im Spiel sind, muss man kaum noch erwähnen, oder?
      Typisch sind auch Veränderungen an den Fingernägeln oder den Fußnägeln. Viele Patienten haben Vertiefungen in den Nägeln, sogenannte Tüpfelnägel. Sie sind so groß wie der Kopf einer Stecknadel. Ein weiteres Anzeichen sind gelblich verfärbte "Ölnägel". In manchen Fällen kommt es zu Entzündungen des Auges. Die Symptome dabei ähneln einer Konjunktivitis.
      Anhand der unterschiedlichen Lokalisation der betroffenen Gelenke unterscheidet man in der Regel fünf verschiedene Formen der Psoriasis arthritis:
      Symmetrische Polyarthritis
      Diese häufigste Form der Psoriasis arthritis tritt bei etwa der Hälfte der Patienten auf. Ähnlich dem klinischen Bild einer rheumatoiden Arthritis können alle körperfernen Gelenke (Hände, Füße) auf beiden Seiten des Körpers symmetrisch betroffen sein. Die Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis ist anhand des Befallmusters der Beteiligung der kleinen Gelenke der Hand möglich. Bei Patienten mit zeitgleich auftretender Psoriasis ist die Hautsymptomatik meistens schwerwiegend.
      Asymmetrische oligoartikuläre Arthritis
      Etwa 35 Prozent der Psoriasis-arthritis-Patienten entwickeln eine asymmetrische Symptomatik, mit Befall einer geringeren Anzahl von Gelenken (Oligoarthritis). Bei dieser Form sind meistens ein bis drei, maximal jedoch fünf Gelenke (z.B. Knie, Hüfte, Knöchel oder Handgelenk) von den entzündlichen Veränderungen betroffen. Die Erkrankung beginnt zumeist in den Händen und Füßen mit der Ausbildung einer Entzündung und Schwellung der Finger ("Wurstfinger").
      Distal interphalangeal dominante Arthritis
      Diese Form tritt bei fünf Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis auf und betrifft primär Männer. Wegen der hauptsächlichen Beteiligung der Fingerendgelenke wird diese Form häufig mit Arthrose verwechselt. Die Abgrenzung von der Arthrose ist unter Umständen durch das Auftreten von Nagelveränderungen möglich.
      Spondylitis
      5 Prozent der Psoriasis-arthritis-Patienten – in der Regel Männer – entwickeln eine Symptomatik, bei der die Beteiligung der Wirbelsäule (Spondylitis) im Vordergrund steht. Die Spondylitis ist charakterisiert durch entzündliche Veränderungen und Steifigkeit der Rückenwirbel, insbesondere im Nacken und dem unteren Rücken. Im Unterschied zu den Wirbelsäulen-Entzündungen beim Morbus Bechterew (Ankylosierende Spondylitis) folgt die Wirbelbeteiligung einem asymmetrischen Befallsmuster. Ähnlich wie beim M. Bechterew kann die Spondylitis bei der PsA zur Verknöcherung und Versteifung der Wirbelsäule führen.
      Arthritis mutilans
      Diese seltenste Form der Psoriasis arthritis tritt bei weniger als 5 Prozent der Patienten auf und ist mit schwerwiegenden deformierenden, gelenkzerstörenden Veränderungen verbunden, die schließlich zur Auflösung des Knochens und zur Zerstörung der Gelenke führen. Dies betrifft in erster Linie die kleinen Gelenke der Hände und der Füße. Röntgenologisch spricht man von Teleskopfingern oder Pencil-in-cup-Deformationen. Die Arthritis mutilans kann innerhalb von Monaten oder auch Jahren fortschreiten, wobei die aktiven Schübe und schubfreien Phasen häufig mit der Krankheitsaktivität der Hautsymptomatik einhergehen.
      Wie für die Psoriasis ist auch für die Psoriasis arthritis ein schubweiser Verlauf typisch. Ein Schub kann dabei nur wenige Tage, aber auch Monate oder gar Jahre andauern. Gleiches gilt für die Abstände zwischen zwei Schüben.
      Mehr über Psoriasis arthritis
      Du findest bei uns auch weitere Fakten über die Gelenk-Schuppenflechte. Andere Betroffene mit Psoriasis arthritis sind in unserer Community unterwegs. Wir haben auch Bilder von der Psoriasis arthritis.  
      Quellen:
      • Pressematerial der Firma Abbott anlässlich einer Pressekonferenz bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, September 2005
      • Buch "Evidenz-basierte Therapie der Psoriasis - Schwerpunkt Biologics"
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Nagelpsoriasis ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Fuß- oder Fingernägel sind dann brüchig, bröselig, verformt, verfärbt – auf jeden Fall nicht so, dass man sie gern länger zeigt und schon gar nicht groß verwendet. Nur ist das im Alltag schwierig.
      Wichtig ist: Die Schuppenflechte der Nägel ist nicht ansteckend. Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt die Diagnose stellen. Er kann mit einer Laboruntersuchung am besten herausfinden, ob es sich um einen Nagelpilz handelt oder eben die Schuppenflechte der Nägel.
      Mit einer Behandlung sollte lieber früher als später begonnen werden, denn Nägel brauchen sehr lange, um ordentlich nachzuwachsen. Bis die Erkrankung verschwunden ist, vergehen meist mehrere (um nicht zu sagen viele) Monate. Am Anfang wird man es sicherlich mit einem Nagellack versuchen – dazu weiter unten mehr.
      Aufbau eines Nagels

      Aufbau eines gesunden Nagels
      Auf dem Nagelbett befindet sich das Hyponchium, das für die Verbindung zur Nagelplatte sorgt. Die ist 0,5 bis 0,7 Millimeter dick. Sie wird an drei Seiten vom Nagelfalz begrenzt. Der Nagel wächst von der Nagelmatrix aus. Der weiße Halbmond ist der vordere, sichtbare Teil der Matrix. Unter der Haut ist der hintere Teil, geschützt vom Nagelhäutchen.
      Symptome der Nagelpsoriasis
      Tüpfelnägel: Der Fingernagel ist nicht mehr schön eben, sondern wird wellig. Er sinkt punktförmig ein, wie Tüpfel. Die Tüpfel bleiben sichtbar und wachsen mit dem Nagel aus. Aber Vorsicht: Tüpfel können auch durch andere Ekzeme, Infektionen oder Pilzbefall entstehen.
      Ölfleck: Ein anderes Zeichen für eine Nagelpsoriasis ist ein Ölfleck. Der findet sich meist am Rand des Nagels, dort, wo sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt. Dieser Ölfleck ist meist gelbbraun oder rot, wobei das Rot zum Nagelrand hin oft abnimmt. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass zu viele nicht ausgewachsene Zellen an die Oberfläche der Haut unter dem Nagel schießen. Diese Zellen drücken von unten gegen den Nagel, so dass der sich abhebt. Aber noch mal Achtung: Auch hier kann wieder eine Pilzinfektion im Spiel sein. Verschiedene Pilzinfektionen nämlich sehen ähnlich aus. Was noch komplizierter ist: Pilz und Psoriasis können auch nebeneinander vorhanden sein.
      Krümelnägel: Unter dem Nagel stapeln sich Schuppen. Im Laufe der Zeit heben sie das Nagelbett an. Die Nagelplatte wird krümelig. Gerade dieses Symptom ist es, das Betroffene vor anderen Menschen am liebsten verstecken würden.
      Begleiterscheinungen sind gelegentlich Schmerzen oder Druckempfindlichkeit.
      Fakten
      Grundsätzlich gibt es mehr Schuppenflechte an den Finger- als an den Fußnägeln.
      Eine schwere Psoriasis der Nägel gilt als „Vorbote“ der Psoriasis arthritis (Gelenk-Psoriasis). Ausgeprägte Formen der Nagelpsoriasis sind nicht mit rein äußerlichen Behandlungen abzuheilen. Wer schnell mit einer innerlich wirkenden Therapie beginnt, kann verhindern, dass sich die Nägel erheblich verschlimmern.
      Das gilt besonders bei der Psoriasis pustulosa: Bei ihr heilt die Nageldeformation am schwersten ab. Eine frühzeitige innerliche Therapie bremst vermutlich eine aufziehende Psoriasis arthritis ab. Trotz langer Behandlungszeiten schaffen es nur einige Biologika, dass lediglich bei der Hälfte der Betroffenen die Nägel völlig verheilt sind. Das größte Problem: Bei der Behandlung einer Schuppenflechte der Nägel müssen alle Beteiligten geduldig sein und dürfen nicht zu schnell aufgeben.
      Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis eine Nagel-Beteiligung haben und 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker. Eine Nagelpsoriasis ohne Hautbeteiligung ist möglich, aber eher selten. Am häufigsten kommen Tüpfelnägel und abgelöste Nagelplatten vor.
      Eine Nagelpsoriasis ist gut im Rheumascan (Xiralite) zu erkennen. Manchmal ist eine Biopsie des Nagelbettes zur eindeutigen Klärung der Diagnose notwendig.
      Welche Therapie angebracht ist, hängt davon ab, wie schwer der Nagel betroffen ist. Dafür sind inzwischen verschiedene Messmethoden entwickelt worden. International wird der NAPPA-Score (Nail Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis) verwendet. Man zählt die jeweiligen krankhaften Veränderungen auf den Nägeln und erfragt die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen der Erkrankung. Die Gewichtung aller Faktoren bestimmt den Schweregrad einer Nagelpsoriasis. Der Wert kann auch dann hoch sein, wenn die Schädigungen am Nagel zwar nicht extrem stark, die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtig ist.
      Probleme im Alltag
      Gelbliche, bröckelnde und verformte, abgehobene Nägel sehen für andere Menschen unästhetisch aus, ganz gleich, ob die Hände oder die Füße gemeint sind. Betroffene versuchen, vor allem ihre Fingernägel vor scheelen Blicken zu verbergen und meiden deshalb soziale Kontakte bis hin zur Partnersuche. Greifen (Fingernägel) und Laufen (Zehennägel) werden zur Qual. Ganz gewöhnliche Verrichtungen in Alltag, Beruf und Sport fallen schwer und verursachen Schmerzen. Patienten mit schweren Nagelschädigungen sind länger krankgeschrieben, leiden erheblich an ihrer Situation und neigen zu Angst-Erkrankungen oder Depressionen.
      Es war lange nicht bekannt, dass Nägel, Sehnenansatz am Knochen (Enthese) und Knochenhaut anatomisch miteinander verbunden sind. Darüber wurde erst geforscht, als auffiel, dass Nagelveränderungen bei Patienten mit Psoriasis Arthritis deutlich häufiger vorkommen als bei denen ohne. Der Nagel ist funktional gleichzeitig mit Haut und Knochen verbunden. Vereinfacht dargestellt, kommt erst die Sehnenentzündung, dann die Nagelpsoriasis und schließlich die Psoriasis arthritis. Die Gelenk-Schuppenflechte ist um so ausgeprägter, je schlimmer die Nägel betroffen sind. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Begleiterkrankungen geht man davon aus, dass sich eine Psoriasis Arthritis weniger heftig entwickelt, wenn die Nagelpsoriasis frühzeitig behandelt wird.
      Bisher war es selten möglich, eine Nagelpsoriasis völlig abzuheilen. Meist dauerte es monatelang, bis deutliche Verbesserungen sichtbar wurden. Mit Cremes, Salben, Tinkturen oder Lotionen dringt ein Wirkstoff nur schwer oder überhaupt nicht in den Nagel ein. Auch durch intensives Einmassieren wird der Nagel nicht durchlässiger. Mit einem harnstoffhaltigen Nagellack kann man den Nagel meist nur weicher machen, damit hinterher ein Wirkstoff besser eindringen kann. Die Wirkung wird deutlich verstärkt, wenn ein Mittel unter luftdicht verschlossener Folie (Okklusiv-Verband) z.B. über Nacht einziehen kann.
      Andere Erkrankungen der Nägel
      Nicht jeder dicke, verhornte, bröselige Fingernägel ist einer, der eine Nagelpsoriasis birgt. Manchmal fällt es dem Arzt schwer, die Diagnose Nagelpsoriasis zu stellen. Das Problem ist, dass Nagelveränderungen bei Pilzinfektionen, Ekzemen, inneren Krankheiten bis hin zu Tumoren gleich aussehen können. Eine Pilzinfektion ist die häufigste Nagelerkrankung, die allein oder aber mit der Schuppenflechte zusammen auftreten kann. Schwierig wird es für den Arzt, wenn jemand keine Haut-Erscheinungen hat, sondern nur Veränderungen an Hand- und Fußnägeln.
      Nagelveränderungen gibt es auch wegen Ekzemen, Mangelernährung, Pilzen, Allergien zum Beispiel gegen Nagellack oder gegen Medikamente. Sprich: Wer den Verdacht hat, er hätte eine Nagelpsoriasis, sollte den Doktor erst mal nach einem Pilztest fragen. Erst wenn der negativ ist, sollte man sich tiefergehend mit der Nagelbehandlung beschäftigen.
      Um die Verwirrung zu steigern: Nagelpilz und Nagelpsoriasis können auch gleichzeitig auftreten.
      Nagelpsoriasis behandeln
      In schweren Fällen mussten die Dermatologen schon immer innere Medikamente geben. Nicht jedes davon wirkt direkt auf die Nägel bzw. nicht auf alle Formen der Nagelpsoriasis. Am besten helfen starke Präparate, die aber auch schwere Neben- und Wechselwirkungen haben können.
      Heute ist es der Medizin möglich, selbst eine schwere Nagelpsoriasis erfolgreich zu behandeln. Es liegen Studien vor, die genau beschreiben, wie und bei welcher Form ein Medikament hilft. Der Arzt kann also gezielter therapieren. Es sind vor allem neue, hochwirksame Biologika, auf die eine Nagelpsoriasis reagiert. Die Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen ist überwiegend unbegründet: In Deutschland liegen bei allen innerlich wirkenden Schuppenflechte-Medikamenten die schwerwiegenden Nebenwirkungen unter 1 Prozent. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die übrigen Medikamente. Das ergab eine aktuelle Sicherheitsanalyse aus dem Patienten-Registers „PsoBest“. Wer seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lässt, kann diese Medikamente beruhigt nehmen.
      Äußerliche Behandlungen
      Bei schwach ausgeprägten Veränderungen der Nägel kann eine äußerliche Behandlung sinnvoll sein. Studien dazu sind häufig mit nur wenigen Patienten und nicht nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden.
      Harnstoff (Urea) ist zu 15 Prozent im speziell für die Nagelpsoriasis entwickelten Nagellack Onypso enthalten. Nach sechs Monaten waren bei fast allen Patienten 43 Prozent der Nageldefekte zurückgegangen. Außerdem gibt es die Salbe Onyster mit 40 Prozent Urea. Sie löst den Nagel ab. Dadurch kann dann das Nagelbett direkt behandelt werden. Schwefel-/Schachtelhalm ist im Sililevo-Nagellack enthalten, der erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet wurde. Seine Grundlage ist Hydroxypropylchitosan, kurz HPCH. Die Wirkung kann durch Clobetasol 0,05 Prozent, einem stark wirksamen Kortison, verstärkt werden. Als Rezeptur bezahlt das die Krankenkasse, den Lack pur nicht. Kortison gilt auch bei mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis als äußerliches „Mittel erster Wahl“. Verwendet werden stark bis sehr stark wirksame Kortisone, oft in Kombination mit 3 Prozent Salicylsäure oder mit Calcipotriol (z.B. Daivobet). Dazu wird zum Beispiel täglich ein Tropfen einer Kortison-Tinktur auf die Nagelwurzel und/oder das Nagelbett aufgetragen. Die Behandlung kann bis zu acht Monate dauern. Der Nagelzustand verbessert sich deutlich, verschlechtert sich aber meist wieder, wenn die Therapie abgesetzt wird. Bei schweren Fällen wird Kortison in das Nagelbett eingespritzt – mit einer normalen Spritze oder Impfpistole bei lokaler Betäubung. Und ja, das ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Calcipotriol (Vitamin D 3 Analogika) wird empfohlen als Kombination mit einem Kortison (siehe oben), entweder abwechselnd („Tandem-Therapie“) oder als Mixtur. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn erst Salbe aufgetragen und dann über Nacht ein abschließender Verband z.B. aus Folie aufgezogen wird Tacrolimus (Protopic) hat in einer Studie nach nur zwölf Wochen Nägel vollständig abgeheilt. Es darf nur „off-label“ verschrieben werden, weil es nicht für die Behandlung der Schuppenflechte zugelassen ist. Alte oder nicht praktikable äußerliche Therapien
      5-Fluorouracil (Efudix) ist ein Zellwachstums-Hemmer, der nicht mehr zur Behandlung der Nagelpsoriasis empfohlen wird. Dithranol (Cignolin) ist bei der Nagelpsoriasis unwirksam. UV-Bestrahlungen werden bei der Nagelpsoriasis immer seltener eingesetzt, weil sie sehr zeitaufwendig sind. Den UV-Punktstrahler („Blue Point“) muss man vier bis sechs Wochen lang, möglichst täglich, auf die Nagelplatte einwirken lassen. Man bestrahlt mit UVB + UVA. PUVA arbeitet nur mit UVA. Der Nagel wird vorher mit Psoralen lichtempfindlich gemacht. Nur für PUVA liegen mehrere Studien vor, in denen sich die Nägel um 50 Prozent verbesserten. In einer Studie wurden psoriatische Nägel erfolgreich mit dem Excimer-Laser behandelt. Interferenzstrom hat sich als Therapie für die Nagelpsoriasis nicht durchgesetzt, obgleich es erste erfolgversprechende Ergebnisse gab. Therapie mit Röntgenstrahlen "Verstümmelungsbehandlung" mit Entfernung der psoriatischen Nagelveränderungen und anschließender Weiterbehandlung. Es gab einen grausigen Bericht im Pso-Magazin von einem Patienten, der sich von beiden großen Zehen die Nägel entfernen ließ. Zweimal pfuschten die Ärzte, der dritte operierte schließlich richtig, entfernte auch alle Nagelzellen, kürzte einen Endknochen, zog Hornhaut von unten hoch und vernähte alles. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, keine Gelenkschmerzen und keine Schuppen. Der Arzt gibt zu Bedenken: An den Fingern braucht man die Nägel zum Greifen. Sein Rat: abends, nach Duschen oder Baden, wenn die Haut unter den Nägeln ohnehin aufgeweicht ist, Schuppen mit einem selbst zurechtgefeilten Haken entfernen; mit Spritze mit abgesägter Kanüle Eucerin dazwischen auftragen. Nagelpsoriasis würde diese schönen Finger- und Fußnägel nicht so schön aussehen lassen Innerliche Behandlung
      Bei schweren Nagelveränderungen ist häufig eine innerliche Therapie nötig – egal, wie stark die Haut von einer Schuppenflechte befallen ist. So werden auch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität vermieden. Eine Psoriasis arthritis kann auf diese Weise ebenfalls "mitbehandelt" werden.
      Methotrexat (MTX) gilt als innerliches „Mittel der ersten Wahl“. Solide Studien zeigen, dass sich die Nägel nach 6 bis 12 Monaten um etwa 40 Prozent verbessern können. Kortison, in den Nagel gespritzt, galt lange als wirksamstes Mittel, v.a. bei Tüpfel und Nagelwurzel-Befall. In verschiedenen Studien wurde Triamcinolon-Acetonid injiziert, aber unterschiedlich häufig und lange. Nach 9 bis 12 Monaten besserten sich die Nägel. Die Injektion ist unangenehm, es muss örtlich betäubt werden und es besteht die Gefahr von Gewebsschwund bis hin zum Einriss der Sehne. Mit Kortison wird kaum noch behandelt, seitdem es wirksamere Medikamente gibt. Ciclosporin verbessert die Nagelpsoriasis erfahrungsgemäß, ohne dass es bisher Studienergebnisse gibt. Meistens wird es zusätzlich zu einer äußerlichen Behandlung verschrieben. Es können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Fumarsäureester (Fumaderm und Skilarence) ist bisher nur in einer sehr kleinen Studie darauf untersucht worden, wie es auf eine starke Nagelpsoriasis wirkt. Nach 12 Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Viele Ärzte setzen es zusätzlich zu einer äußerlichen Therapie ein. Acitretin (Neotigason, Acicutan) ist wissenschaftlich kaum inbezug auf Nagelpsoriasis untersucht worden. In einer Studie ergab sich nach 6 Monaten bei 41 Prozent der Patienten eine mittlere Besserung. Bei 25 Prozent heilten sie vollständig oder nahezu vollständig ab. Wird gerne mit PUVA kombiniert. Es können schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Biologika sind am besten darauf untersucht worden, wie erfolgreich sie auf die Nagelpsoriasis wirken. Sie werden grundsätzlich erst dann verschrieben, wenn andere Therapien nicht anschlagen. Infliximab (Remicade) spricht am schnellsten und wirkungsvollsten auf die Nagelpsoriasis an. Schon nach sechs Wochen sind deutliche Nagelverbesserungen sichtbar, nach 22 Wochen fast 90-prozentige. Innerhalb eines Jahres waren bei 50 Prozent der Patienten die Nägel vollständig oder nahezu vollständig abgeheilt. Bei Etanercept (Enbrel) waren das 30 Prozent. Die anderen Biologika sind ebenfalls etwas wirkungsvoller als konventionelle innerliche Medikamente. Neue Biologika werden oft in eigenen Studien speziell bei Nagelpsoriasis getestet. Darüber hier bald mehr. Tipps für Betroffene
      Pflegen: Nägel kurz halten, vorsichtig schneiden und möglichst feilen; in schweren Fällen medizinische Fußpflege beim Podologen. Ausgiebig und täglich in lauwarmen Salzwasser (z.B. Stassfurter Badesalz, Totes Meer Salz) einweichen. Danach vor allem die Haut an der Nagelwurzel und den Seitenrändern ausreichend rückfetten – praktischerweise mit einer Lotion. Waschen: Unter den Nägeln mit einem Papiertaschentuch abtrocknen, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Dann rückfetten (s.o). Schützen: Beim Umgang mit Nässe und aggressiven Materialien in Beruf und Haushalt (Abwasch, Putzen) Handschuhe tragen. Vermeiden: Nägel vor Reibung, Druck oder Quetschung bewahren, Nagelhäutchen nicht abreißen, keinen acetonhaltigen Nagellackentferner benutzen, Nägel nicht als Werkzeug einsetzen. Erleichtern: Unter Arbeitshandschuhen dünne baumwollene tragen. Schuhe, die nicht auf befallene Zehen-Nägel drücken. Leichtes, weites Schuhwerk, das nicht drückt, tragen. Verschönern: Verdickungen und von Querrillen von erfahrenen Kosmetikerinnen (Podologen) abfeilen oder abfräsen lassen. Geglättete Oberfläche mit medizinischem Lack (z.B. Sililevo oder Onypso) stabilisieren. Entstellte oder zerfallende Nägel mit künstlichen Fingernägeln überdecken. Welche Erfahrungen hast du mit der Behandlung der Psoriasis an den Nägeln? Oder möchtest du erfahren, wie es anderen Betroffenen damit geht? Unsere Community ist dafür der richtige Ort.
      Gekürzte Fassung eines Artikels, der erstmals in der Zeitschrift PSOaktuell, Ausgabe 2/2013, erschienen ist.
      Tipps zum Weiterlesen
      Bei Nagel-Psoriasis häufig auch Pilz dabei – Behandlungserfolg fraglich
      (gesundheit.com, 1. Dezember 2014)
      In einem Tagungsbericht geht es um Nagelpilz und Nagelpsoriasis – angeblich wäre in 20 Prozent der Fälle beides gleichzeitig zu finden. Die sonst bei Nagelpilz gern eingesetzte innerliche Therapie mit einem Anti-Pilz-Mittel sei aber nicht so oft von Erfolg gekrönt – nämlich nur in 30 Prozent der Fälle. Und die Nagelpsoriasis würde davon auch nicht unbedingt besser. [lesen]
      Unter künstlichen Nägeln können Probleme heranwachsen
      (20 Minuten Online, 20.03.2013)
      Künstliche Fingernägel sind nicht ungefährlich. Dermatologen beobachten immer mehr Komplikationen - beispielsweise Infektionen unter dem Nagel oder Kontaktallergien. [lesen]
      Starke Nagel-Psoriasis macht anfälliger für Pilzinfektion
      (hautstadt.de, 19.04.2012; nicht mehr im Netz verfügbar)
      Bei einer Studie mit Menschen mit Nagel-Psoriasis zeigte sich bei 62 Prozent der Teilnehmer eine Pilzbesiedlung der Nägel. Allerdings ist es wie fast immer: Es gibt auch eine Studie, die etwas anderes sagt, zumindest, wenn man sich die Arten der Pilze ansieht. Das steht am Ende des Artikels.
      Welche Krankheiten Fingernägel verraten
      (Apotheken-Umschau, 14.04.2010)
      Veränderungen an den Fingernägeln können alles bedeuten – manchmal auch eine Psoriasis. Die Apotheken Umschau erklärt die Möglichkeiten in Wort und Bild. [lesen]
      Nagelpsoriasis – was wann wie helfen kann
      (Psoriasis Forum Berlin e.V., 2013)
      PDF-Datei eines Artikels mit ausführlichen Informationen [lesen]
      Nagelprothetik bei Psoriasis
      ("Flotte Feile")
      Jessica Dlling vom Nagelstudio "Flotte Feile" zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit bei einem Fall von Nagel-Psoriasis. [ansehen]
      Bilder
      Hier siehst du, wie eine Schuppenflechte am Nagel oder an mehreren Nägeln aussehen kann. Es sind keine schönen Bilder, deshalb zeigen wir sie so klein – du kannst sie aber großklicken.
       
    • Yellowbird
      By Yellowbird
      Hallo Zusammen,
      ich wollte mich auch mal zu Wort melden und euch von meiner Leidensgeschichte berichten und bin gespannt ob ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht habt...
      Im März 2016 habe ich von null auf Hundert angefangen extrem viel Sport zu machen (4-5x/Woche 10 km Joggen und 2x/Woche Personaltraining). Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hatte auch große Erfolge. Nach etwa einem Monat fing es dann an, dass mir das Gelenk des rechten kleinen Zehs beim losjoggen weh tat. Nach ca 2 Km hörte es dann auf weh zutun und ich konnte meine 10 Km schmerzfrei beenden. Dann, am 1.7.2016, war ich auf einer Geburtstagsfeier eingeladen... Wir haben sehr viel getanzt ;-).... Außerdem hat mich im Laufe des Abends ein Insekt in den rechten Knöchel gestochen was echt richtig schmerzhaft war (darum kann ich mich auch so gut daran erinnern). Als ich dann am nächsten Morgen aufgewacht bin ging gar nichts mehr! Mein kompletter rechter Fuß und das Sprunggelenk waren extrem angeschwollen und ich konnte den Fuß überhaupt nicht mehr belasten. Daraufhin bin ich zu meinem Orthopäden gegangen der mich Röntge weil er einen Bruch vermutute. Das wurde dann ausgeschlossen und er verpasset mir einen Zinkleimverband und ein Antibiotika wegen des Stichs. Als das alles nicht half und er bei meinem nächsten Besuch eher ratlos wirkte, entschied ich eine weitere Meinung einzuholen. Dieser vermutete dann einen Stressbruch bedingt durch meinen Knick-Senk-Spreiz-Fuß(den wohl fast jeder hat) und der Überlastung durch den Sport und schickte mich zum MRT (das Erste von etwa 10 Insgesammt bis heute). Außerdem hat er mir einen Airwalker verordnet den ich dann für ca. 3 Monate trug. Das MRT zeigte eine große Entzündung im Bereich des 5. Grundgelenks mit Weichteil beteidigung und auch der Knochen und die Knochenhaut waren entzündet. Es folgten Homäopathische Entzündungshemmende Spritzen und Elektrobehandlung und Physiotherapie. Es wurde zwar etwas besser, aber von schmerzfrei noch weit entfernt!
      In den darauffolgenden Jahren gab es viele Untersuchungen und ärztliche Meinungen, jede Menge Physioterapie, Einlagen für die Schuhe, etc. aber nichts brachte eine wesentliche Besserung. Auch die Vermutung eines Morbus Sudek stand im Raum, aber die hat der Neurologe nach seiner Untersuchung ausgeschlossen. Auch Rheuma hat der Rheumatologe ausgeschlossen. Erst als mir ein Orthopäde auf meinen Wunsch Cortison direkt ins Gelenk spritzte fand eine annehmbache Besserung Statt. Und trotzdem, da war inner eine kleine Stelle die mir beim Gehen unangenehm war. Das war dann auch die Zeit als mir mein Orthopäde sagte, dass ich versuchen soll den Zustand so hinzunehmen und das er sehr zufrieden ist weil es ja soooo viel besser geworden ist als im Vergleich zu dem wie ich zu ihm kam. Er selbst sei mit seinem Latein am Ende und ich bräuchte nicht mehr zu ihm zu kommen. Ich habe dann ein 3/4 Jahr versucht diesen Zustand zu akzeptieren bis es dann doch wieder schlimmer wurde. Also bin ich doch wieder zu dem Orthopäden gegangen und der überweiste mich in die Sportorthopädie einer Klinik. Der Arzt der mich dort behandelte schickte mich dann zu nächst wieder mal zum MRT und stellte dann fest, welch überaschung, dass ich eine große Entzündung, wahrscheinlich durch überlastung, an meinem 5. Grundgelenk am rechten Fuß habe. Er stellte mich zwischen die Wahl einer Operation, wo die Fehlstellung des Spreizfußes (5. Zeh) korrigiert wird oder einer Eigenblut Therapie, die nicht nur wahnsinnig Teuer sondern auch erst nach etwa 4-6 Monaten eine Besserung zeigen würde. Durch den Leidensdruck den ich damals 2018 hatte entschied ich mich für die OP. Diese ist zum Glück gut gelaufen, aber auch hier spürte ich schnell, dass sie nicht den gewünschten Effekt hatte. Auch mein Operateur gab mir schnell zu verstehen, dass er nicht mehr weiter wusste und so verabschiedete ich mich auch von diesem Arzt.
      Dann stand ich wieder da und fühlte mich alleingelassen mit meinen Schmerzen und halb verweifelt. Sicher kennt der ein oder andere es Jahrelang Schmerzen zuhaben und den Alltag eher schlecht als recht bewälltigen zu können ohne zu wissen was überhaupt der Grund dafür ist und ohne Hoffnung auf Besserung eben weil niemand weiß was die Ursache ist.
      Anfang 2019 fing dann auch der große Zeh am linken Fuß und das Knie am rechten Bein an Weh zu tun. Im zweiten Quartal 2019 war ich dann nochmal beim MRT um den aktuellen Zustand zusehen - diesmal mit beiden Füßen. Dieser zeigte diesmal eine Entzündung des gesammten Strangs des linken 4. Zehs und eine Diffuse Entzündung des Grundgelenkes und der Sesambeinchen des großen Zehs am linken Fuß. Als ich im Anschluss ein Gespräch mit der Radiologin hatte, sagte Sie, dass ich Ihrer Meinung nach Rheuma habe. Als ich Ihr mitteilte, das Rheuma bei mir bereits ausgeschlossen wurde sagte Sie es könnte auch eine Psoriasis Arthitis sein. Ich habe mich dann im Internet mal eingelesen und mich in jedem Artikel den ich las wiedergefunden. Daraufhin vereinbarte ich wieder einen Termin beim Rheumatologen. Dieser befragte mich zunächst ob ich oder meine Familienmitglieder Psoriasis haben. Dies verneinte ich. Soweit ich weiß ist keine Schuppenflechte in meiner Familie bekannt. Als er jedoch meinen Fuß untersuchte und meine Wurstzehe sah, stimmte er der Diagnose PSA zu, da die Wurstzehe wohl ein eindeutiges Anzeichen dafür ist.
      Sicher könnt Ihr verstehen, dass ich zunächst total erleichtert war, dass das Übel endlich nach 3 Jahren unklaren Schmerzen endlich einen Namen hat. Der Rheumatologe hat mir MTX verschrieben und ich hab zwar angefangen es mir zu spritzen (bisher erst einmal) aber eigentlich graut es mir davor. Vorallem natürlich wegen den Nebenwirkungen die im Beipackzettel stehen, aber ich  Frage mich auch was ich nehmen soll wenn ich mal Fieber oder Kopfweh habe (bisher hab ich immer Ibuprofen genommen). Auch soll ich jetzt gar keinen Alkohol mehr trinten? Nicht dass ich regelmäßig oder gar täglich was trinken würde, aber hin und wieder bei einem Schwätzchen mit meiner Freundin ein-zwei Gläßchen Sekt oder ein Feierabendbier mit meinem Mann waren immer gemütlich. Insgesammt fühle ich mich bisher sehr schlecht informiert und aufgeklärt...
      Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und auf eure Reaktionen zu meiner Geschichte.
      Noch ein Tipp am Schluss: ich war gerade zwei Wochen mit meiner Familie in Spanien am Meer und hab das als totale Wohltat empfunden. So wenige Schmerzen hatte ich schon seit langen nicht mehr! Das Klima, der warme Sand und das kühle Meer... Einfach himmlisch. Also alle Leidgeplagten, ab in den Süden ;-))
      Viele Grüße, eure Claudia
    • Claudia
      By Claudia
      Hallo Ihr,
       
      in der Sendung "Sprechstunde" im Deutschlandfunk ging's in dieser Woche um Rheuma.
       
      Unter anderem gab es etwas über Physiotherapie bei Psoriasis arthritis. Das ist hier nachzuhören:
      http://www.deutschlandfunk.de/rheuma-weniger-schmerzen-dank-physiotherapie.709.de.html?dram:article_id=365743
       
      Nachzulesen ist das da: http://www.deutschlandfunk.de/rheuma-weniger-schmerzen-dank-physiotherapie.709.de.html?dram:article_id=365743
       
      Den Teil über Rheuma findet man da: http://www.deutschlandfunk.de/behandlung-mit-nebenwirkungen-rheumapatienten-im-dilemma.709.de.html?dram:article_id=365611(Auf das Wörtchen "Audio" rechts unten im Bild klicken)
       
      Geht eigentlich einer von Euch zu einem Bewegungs-Kurs der Rheuma-Liga oder so? Hier in Berlin sind die oft sehr ausgebucht, hab ich mitbekommen.
       
      Es grüßt
       
      Claudia
    • Donna
      By Donna
      Hallo liebe PsA ler
      Wann wart ihr das letzte mal schmerzfrei?
      Nehme seit 3 Jahren Stelara (glorreich für meine Haut) bei Schüben Kortison.
      Ich renne von einer Physio (Ergo Rehasport usw) anderen damit ich Beweglich bleibe.
      Nachts renne ich oft durch die Wohnung weil ich nicht liegen kann.
      Beim laufen ist das dann weg.
      An eine schmerzfreie Zeit kann ich mich schon lange nicht mehr Erinnern.
      Wie ist das bei euch und vorallem wie geht ihr damit um?
      Gruss Donna

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