Sie blüht leuchtend gelb und orange den ganzen Sommer bis in den Oktober - die Ringelblume (Calendula) Sie ist Heilpflanze des Jahres 2009.
Die Heilkraft der Ringelblume ist schon seit dem 12. Jahrhundert bekannt. Damals wurde sie von Hildegard von Bingen als Gegenmittel für vergiftete Speisen empfohlen.
Woher kommt eigentlich der Name: "Ringelblume"? Ringeln sich etwa die Blütenblätter? Nein, aber die Samen ringeln sich nach innen.
Und dann soll die Blume noch eine ganz besondere Eigenschaft haben: Sie gilt als Liebesblume! Mädchen zupfen einzelne Blütenblätter und sagen dazu abwechselnd "Er liebt mich, er liebt mich nicht…". Damit versuchen sie herauszufinden, ob der Auserwählte sie liebt.
Wenn es schneller gehen soll, kann man auch getrocknete Ringelblumenblüten in Olivenöl vorsichtig erhitzen, aufpassen damit sie nicht verbrennen und 2-3 Tage ziehen lassen, durch einen Kaffeefilter gießen.
Die nachstehende Salbe eignet sich für alles; eine ideale "Familiensalbe", auch gut bei wunden Babypopos. Sie ist gegen bei Verletzungen, Schürfwunden, Verbrennungen, trockener Haut und "Winterekzemen" und sogar als Wetterschutzsalbe sehr gut geeignet.
50 g Bienenwachs
250 ml Ringelblumenöl
50 g Sheabutter oder Kakaobutter (oder auch gemischt)
Diese Zutaten vorsichtig schmelzen und in Cremedosen füllen!
Ein interessanter Beitrag. Bedauerlicherweise geht in unseren leider viel zu wenig auf Naturheilmittel ausgerichteten öffentlichen Diskussionen immer wieder schnell "das Licht aus". Wie auch hier jetzt die zunächst mangelnde Beteiligung belegt.
Schade drum ! Danke dennoch für die Recherche und die Mühe, Manuela!
Ich habe in einem der Links übrigens einen weiteren lesens- und beachtenswerten Beitrag gefunden:
Ringelblumen können Abwechslung und Farbe auch in die Speisen bringen. Die filzig behaarten Blätter erzielen eine interessante geschmackliche Note in Blatt- oder Wildkräutersalaten. Die Blütenblätter sind für verschiedene herzhafte Brotaufstriche, Blütenbutter, Suppen oder in Kuchen verwendbar. In früheren Zeiten hat man mit den carotinhaltigen Ringelblumen auch Butter und Käse gefärbt.
So, nun wären wir komplett. Freundlichst, Minotaurus
Bearbeitet von Minotaurus, 04. September 2009 - 16:43
Ringelblumensalbe ist schon seit Ewigkeiten unser Helfer in der Not.
Zu Anfang hat sie meine Oma - mit eigens angepflanzten Ringelblumen - selbst gemacht, danach meine Mutter und jetzt bekommen wir sie immer von der Nachbarin, die vor Jahren einige Pflänzchen von uns (aus Omas Garten) geschenkt bekam.
Ich kann nur bestätigen, dass Ringelblumensalbe sehr gut hilft und m.E. auch noch angenehm riecht.
Nach Deinem Beitrag werde ich mir wohl auch mal mein Knie einschmieren - daran habe ich bisher nämlich noch nicht gedacht und vielleicht hilft's ja auch rein äußerlich :confused:
Vor Jahren habe ich immer in dem Buch von Maria Treben "Aus der Apotheke Gottes" gelesen. Es gehörte meiner Schwiegermutter und sie hat viele der Kräuter sammeln lassen (sie selbst war behindert) und hat Tees, Tinkturen, Salate, Sirup oder Hustensaft gemacht. Ringelblumen wuchsen in unserem Garten und sie machte Salbe aus ihnen.
Johanniskrautöl war gegen Bauchschmerzen bei Kindern, aus Brennnesseln wurde "Spinat" gekocht, Löwenzahnblüten wurden zu Sirup usw.
Leider hat sie das Buch mal ausgeliehen und es kam nie zurück.
Heute schlage ich gern in dem Buch "Naturheilkräuter" nach, es liegt im Handschuhfach unseres Autos. Wenn wir unterwegs sind und eine Pflanze sehen, die wir nicht zuordnen können, blätter ich im Buch und suche nach ihr.
Ist sie dort aufgelistet und beschrieben, steht auch, wozu man sie nutzen kann.
Man sollte viel öfter die Mittel aus der Natur verwenden.
Die Ringelblume bringt nicht nur Farbe ins Essen, sondern auch in den Garten.
Die verschiedenen Gelbtöne finde ich schön.
Man muss sie etwas in der Ausbreitung bremsen, das geht aber ganz gut.
Gegessen habe ich sie noch nicht, ist aber ne Idee für nächstes Jahr.
Löwenzahnhonig gegen Husten kenne ich auch.
Hab ich schon selbst gemacht, ist ne Möglickeit, den Löwenzahn im Garten etwas zu bremsen.
Meine Frau hat die Ringelblumen so an der Ausbreitung gehindert, dass wir jetzt keine mehr haben - schade.
Ja wirklich schade, aber sie können ja wieder ausgesät werden. Es macht wirklich viel Spass, so eine Salbe selber zu machen; diese Rezepte sind sehr einfach, man kann nichts falsch machen. Ich verschenke sie auch gerne, alle waren bisher begeistert.
Ja wirklich schade, aber sie können ja wieder ausgesät werden.
Jawoll, Manuela, die Arterhaltung einer so überaus segensreichen Heilpflanze, die obendrein noch jede Gartenfläche schmückt, sollte uns allen wichtig sein.
Ein Freund von mir hat seine Bärlauch-Pflanzen fleißig vermehrt; jetzt können wir dieses wohlschmeckende Kraut für eine begrenzte Zeit sehr gut und universell - auch für die Gesundheit - verwenden. Manuela kennt dafür bestimmt auch Rezepte?
Ich benutze die Ringelblumensalbe schon seit jahren meine Mutter hat sie mir mal gegeben als ich einen wunden Po hatte, seidem benutze ich si,e das die Ringelblume aber für so viele Krankheiten gut ist habe ich nicht gewusst,
na,ja wieder was dazu gelernt.
Ein Freund von mir hat seine Bärlauch-Pflanzen fleißig vermehrt; jetzt können wir dieses wohlschmeckende Kraut für eine begrenzte Zeit sehr gut und universell - auch für die Gesundheit - verwenden. Manuela kennt dafür bestimmt auch Rezepte?
Hallo Kurt,
den Bärlauch haben wir auch gepflanzt. Er vermehrt sich bei uns sehr gut. Bis jetzt wurde er bei uns verschont, aber ab 2010 werden wir ihn ernten.
den Bärlauch haben wir auch gepflanzt. Er vermehrt sich bei uns sehr gut. Bis jetzt wurde er bei uns verschont, aber ab 2010 werden wir ihn ernten.
Passt bloß auf, falls ihr Maiglöckchen im Garten habt, die Blätter sehen dem Bärlauch täuschend ähnlich und wachsen auch so ungefähr zu gleichen Zeit. Nicht, dass ihr zwei Lieben euch vergiftet!
Bärlauch habe ich bisher nur in Kräuterquark getan; bin aber sicher, wir finden noch mehr Rezepte. Vielleicht ein neuer Kochthread mit Kräuterrezepten!
Wer Interesse hat, selber einmal eine Salbe oder Creme herzustellen, dem kann ich per PN eine günstige Bezugsquelle nennen. Dort gibt es sämtliche Rohstoffe von Bienenwachs, Kräutern, Sheabutter, Ölen passenden Cremedosen u.s.w. zu recht humanen Preisen zu kaufen. Eine kleine Grundausstattung wie Messlöffel, 1-2 Bechergläser zum schmelzen der Zutaten und schon kann es losgehen. Die Ringelblumensalbe ist unschlagbar und kein Fertigprodukt kann da mithalten.
Bärlauch habe ich bisher nur in Kräuterquark getan; bin aber sicher, wir finden noch mehr Rezepte. Vielleicht ein neuer Kochthread mit Kräuterrezepten!
Passt bloß auf, falls ihr Maiglöckchen im Garten habt, die Blätter sehen dem Bärlauch täuschend ähnlich und wachsen auch so ungefähr zu gleichen Zeit. Nicht, dass ihr zwei Lieben euch vergiftet!
Die Maiglöckchen wachsen bei uns in einem Topf, da sie so rasant wuchern. Aber danke für den Hinweis.
Bärlauch-Käse schmeckt gut, und wir haben auch schon Bärlauch-Pfannkuchen gegessen
Ich habe mir auch eben wieder die selbstgemachte Ringelblumensalbe meiner Mum auf meine Ellenbogen geschmiert.
Um dann nicht alles in den Klamotten zu haben, habe ich bei ein paar nicht mehr gebrauchten Tennissocken den Schaft oben abgeschnitten und ziehe mir diese dann solange über die Ellenbogen, bis die Salbe soweit eingezogen ist, dass ich die "halben Socken" wieder "ausziehen" kann.
Die Pso geht nicht weg, aber ich habe dadurch nicht mehr diese Schmerzen, wenn die trockenen Stellen dort einreissen oder ich mit ner Schuppe, die sich löst, innen am Pullover "hängenbleibe" und zusammenzucke, weil es so wehtut.
Juhuuu, endlich sind bei uns im Garten die Ringelblumen wieder so meeeega am blühen, dass wir gleich mal die "Hexenküche" eröffnet haben und gleich mal ein paar Vorräte produziert haben.
Aber Kaschek, ich muss Dich mal aushorchen, wenn ich darf.
Wielange kann man die Salbe erfahrungsgemäss aufbewahren, wenn man sie selber herstellt? Und ist es ratsam, sie im Kühlschrank zu deponieren?
Und kann man da auch so eine Art "Duftmittelchen" mit beimischen? Denn wir haben noch ein uuuuraltes Rezept für die Salbe von einer uuuuralten Nachbarin vor uuuuuurig langer Zeit bekommen, und da sind nur die Ringelblumen und Schmalz drin enthalten. Da gehts wohl speziell um die Zubereitung...dreimal aufkochen, dreimal erkalten lassen etc. . Naja, so nen Hexenhumbug halt.
Kannst Du oder wer anders mir dazu was sagen? *augenklimper*
Wäre voll uuuurig nett von Euch/Dir!
Annabelle,
die wieder mit abgeschnitten Socken über die Ellenbogen durch die Bude rennt und somit wenigstens etwas trägt bei der Hitze. *breitgrins*
also die Geschichte mit dem 3 mal aufkochen, dient wohl eher dazu, dass die Ringelblumen mehr Wirkstoffe abgeben. Schmalz find ich nicht so toll, kann man aber sicher nehmen.
Du kannst die frischen (gut waschen, damit die Krabbelkäfer rausgehen ) Ringelblumenblüten auch in ein großes Glas geben, mit Olivenöl übergiessen und verschlossen für ca. 6 Wochen in die Sonne stellen. Danach hast du allerbestes Ringelblumenöl. Die Variante mit dem Kochen geht schneller, wobei man höllisch aufpassen muss, dass die Blüten nicht verbrennen. Das Olivenöl wird irre heiss.
Duft brauche ich nicht, da ich die Salbe mit Bienenwachs und Sheabutter / Kakaobutter zubereite. Den Duft mag ich so. Du kannst aber wenn du magst, etwas Lavendelöl dazugeben.
Tja, als reine Fettsalbe, also ohne Zugabe von Wasser, hält die Salbe ziemlich lange. Meine vom September ist noch gut. Würd sagen 1 Jahr bestimmt.