Kuno schrieb (18. Mai 2010 - 18:30 ):
Zunächst einmal gibt es jetzt keine spezielle psychiatrische Behandlung bei Psoriasis.
Ich denke, das war nicht nur auf (ärztliche) Psychiater beschränkt sondern die Frage galt Psychotherapie allgemein. Auch die Einschränkung auf Psoriasis kann ich nicht so hinnehmen, man sollte da eher auf verwandte (Autoimmun-)Krankheiten achten.
Psychotherapie kann zur Bewältigung der Krankheit oder auch gegen die Krankheit direkt eingesetzt werden. Ersteres findet man in der Literatur z.B. an 2 Stellen: "Neurodermitis bewältigen lernen. Ein mentales Trainingsprogramm" von Dr. Günter Scheich, der aus seinen langjährigen Erfahrungen u. A. an einer speziellen Klinik an der Nordsee berichtet. Vornehmlich Umgang mit Streß, Konflikten usw. Und "Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen" von Prof. Dr. Rainer Sachse, der auch weiterbildet.
Psychotherapie gegen die Krankheit bzw. mit dem Immunsystem ist etwas 'spezieller'. Es mangelt halt an Großversuchen. Seriöse Weiterbildung für Behandler aus dem Bereich der Psychoneuroimmunologie:
http://www.dgh-hypno...con/home&Nr=496 Es geht hier vornehmlich um hypnotische Rekonditionierung des Immunsystems, die schneller und simpler machbar ist, als sich das Psychiater so verstellen mögen.
Für Betroffene ist es sehr schwer, sich selber zu helfen. Sein eigenes Verhalten erkent man extrem schwer und wenn, dann weiß man nicht, wie man es ändern soll. Hier wäre ein 'psychologischer! Tipp das autogene Training, Selbsthypnose, Meditation, generelle Weiterbildung in psychologischen und kommunikativen Themen mit Selbsterfahrung. Autogenes Training ist übrigens nicht nur Entspannungstraining, es kann viel, viel mehr.
Bearbeitet von Boa-ey, 05. September 2010 - 10:09