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Mein Leben mit der PSO

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Mein Kampf gegen die PSO beginnt 26- Heute


simone84

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Mit fast 27 Jahren hatte ich endlich begriffen, dass ich mir in den Jahren davor nur etwas vorgemacht habe. Nur wie sollte ich den Kampf gegen die PSO beginnen? Da ich den niedergelassenen Dermatologen nicht traute, habe ich durch zufall erfahren, dass die RWTH AC eine Dermatologische Ambulanz hat. Nachdem ich mehrere Tage ständig am Telefon hing um einen Termin zu bekommen, musste ich anschließend mehrere Wochen warten, bis ich endlich hin konnte. Nachdem ich mich endlich entschieden hatte was gegen die PSO zu machen, war ich total ungeduldig und wibbelig.

Dann war es endlich soweit. Ich dachte, die schreiben mir ein paar Wundersalben auf und das wars.

Der Schock kam, als der Oberarzt kam und mich untersuchte. Ergebnis war, das er sagte, dass meine PSO in der Ambulanten Rhea behandelt werden muss, da nur Salben nicht helfen würden.

Als ich mit einem Termin für eine Hautbiopsie aus dem Klinikum raus kam musste ich erst mal weinen. Zu Hause stellte ich mich nackt vorm Spiegel. Sah ich denn wirklich so schlimm aus und warum ist mir das nicht so bewusst gewesen? Nach über einer Stunde gucken, hatte ich das Ausmaß meiner PSO begriffen. Ich habe mich sonst immer nur flüchtig im Spiegel angesehen, wenn ich bereits angezogen war, daher ist es mir wahrscheinlich nie so ins Auge gefallen. Klar wusste ich, dass es immer schlimmer wurde aber so extrem???!!!

Einige Wochen später wurde die Biopsie durchgeführt. Nachdem der Arzttermin 3 Monate her war, bekam ich endlich den Anruf vom Klinikum, das ich die Rhea antreten konnte.

Über 4 Wochen fuhr ich jeden Tag zur ambulanten Rhea. Leider war das Ergebnis anders als erwartet. Die Ärzte äußerten nach einer Woche den Verdacht Lupus und ich musste über 2 Wochen auf das Ergebnis warten (zum Glück negativ). Das hat mich ziemlich gestresst, wodurch ich nach der Rhea nur minimal besser aussah wie vorher.

Die Cremes brachten eine minimale verbesserung. Mitte des Jahres halfen die auch nichts mehr. Also neuen Dermatologen gesucht. Aber der Arzt war nicht gut. War total enttäuscht. Er hat sich meinen Körper nicht angesehen. Ich sage "Ich habe den Kopf voller PSO" er "Da schreib ich was auf" ohne nachzusehen. Ich zeige meinen Ellebogen und will mich ausziehen und er sagt, das sei nicht nötig er habe ja den Ellebogen gesehen.

Nach 2 Monaten (Neues Quartal) habe ich mir einen neuen Dermatologen gesucht. Er hat sich meinen kompletten Körper angesehen. Ergebnis: Neue Creme für den Körper und für den Kopf einen Schaum der nicht fettet.

Derzeit ist mein Kopf die meiste Zeit Erscheinungsfrei und sobald ich was merke kommt der Schaum drauf. Meine Stellen am Körper kriege ich immer noch nicht hin. Ich habe das Gefühl, dass wenn ich eine große Stelle weg habe, sind am nächsten Tag dafür 10 kleine neue da. Un d die kleinen sind hartnäckiger als die großen.

Da ich Schmerzen in den Schultern und Rücken habe, und gelegentlich mehrere Tage starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in Knie und Hüfte habe, versucht mein Orthopäde die Diagnose PSA zu sichern. Im Arthro-MRT der Schulter, war kein Schaden sichtbar. Die wundern sich auch, warum meine Schulter instabil ist.

Bald werde ich die Bluterbenisse erfahren. Sollte ich eine PSA zusätlich haben, werde ich wahrscheinlich auf Tabletten eingestellt. Mein Hautarzt meint, dass es sein könnte, dass meine PSO deswegen nicht so auf die Salben anschlägt wie gedacht.

Sollte der Verdacht sich bestätigen, werde ich auch einen Kurantrag stellen. Ich will alles über PSA wissen und auch mal mit einem Psychologen sprechen um die Diagnose zu verarbeiten.

Ich will lernen mit der ganzen Sache umzugehen und Leute treffen mit denen man sich austauschen kann.

Wenn ich keine PSA habe, warte ich bis März / April mit dem Antrag. Schöne Sommerkur genießen statt arbeiten und mir helfen lassen.

16.10.2012

Heute habe ich mit dem Orthopäden telefoniert. Ergebnis-> Dieser HLA-B27 Wert war negativ. Jetzt habe ich am 08.11. wieder einen neuen Termin beim Ortophäden. Hoffentlich fällt denen noch was ein, womit die die scheiß PSA diagnostizieren können. Ich weiß, dass ich sie habe, sonst würden mir doch nicht ständig irgendwelche Gelenke und der komplette Rücken Schmerzen. Ständig bin ich erschöpft und schlafe auch viel. Wenn ich Morgens aufstehe, fühle ich mich nicht wie 28 sondern eher wie 82. Vor einigen Tagen bin ich Morgens aufgewacht und hatte stechende Schmerzen im Unterarm. Sobald ich meine Hand versuchte zu schließen, hatte ich das Gefühl, jemand sticht mir ein Messer in die mitte des Unterarms. Selbst wenn ich gegen den Schmerz arbeitete, war ich nicht in der Lage die Hand zu schließen. Ich habe eine Ibuprofen 600 genommen und eine Stunde später war alles weg. Abends merkte ich den Schmerz wieder kommen und nach noch eine Ibu. Von da an war es gut. Einen anderen Tag hatte ich schmerzen im Schienbein, am nächsten Tag war der Schmerz weg. Seit 2 Tagen schmerzt wieder das linke Knie, jedoch ist es nicht so schlimm, dass ich mir Ibu reinschmeiße. Nehme von denen eh schon zu viele (bis zu 50Stk. im Monat) wegen Migräneanfälle durch Nackenschmerzen ausgelöst und morgendliche Anlaufschwierigkeiten und Schmerzen im Rücken, Hüfte und Knie.

Da muss doch was sein oder bilde ich mir die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nur ein? Meine ich nur, ich fühle mich wie 82 und da ist gar nichts? Jetzt habe ich seit einer Woche auch noch am dicken Zeh mittig des Nagels eine Runde bräunliche Stelle. Nagel-PSO??? Ich trau mich schon nicht mehr, die Vermutung laut zu äußern. Selbst die Cremes vom Dermatologen helfen im Moment nicht wirklich meine PSO am Körper in Schacht zu halten. Meine Ellebogen reißen ein und werden immer schlimmer. Wenn das so weiter geht, lass ich mich in eine Akut-klinik einweisen um mich mal auf den Kopf zu stellen und so lange zu schütteln, bis alles raus ist und ich Diagnose-beladen nach Hause kann oder ich weiß, dass ich mir alles nur einbilde. Im Moment fühle ich mich so hilflos.

15.11.2012

Letze Woche war ich wieder bei meinem Orthopäden. Ich wurde wieder am Rücken getapt, was mir die ersten Tage extreme Schmerzen bereitete, so dass ich mich mit Ibu und Diclo vollgepumpt habe. Nach drei Tagen ging es mir bedeutend besser, so dass ich seit einigen Tagen ohne Schmerzmittel auskomme. Leider sagte er mir, dass er mir nicht mehr helfen kann und schrieb mir eine Überweisung zur Vorstellung beim Rheumatologen. Nachdem ich im Internet einen internistischen Rheumatologen fand, der sich auf PSA spezialisiert hat, rief ich direkt an. Leider muss ich jetzt bis ende Januar warten bis ich endlich hin darf. Am Montag war ich wieder beim Dermatologen, da mir die Cortisoncremes und Schaums nicht helfen. Meine Haut wird immer schlimmer. Zu meiner PSO ist jetzt auch noch eine Nagel-PSO am linken dicken Zeh dazu gekommen. Er bot mir Fumaderm und MTX an und sagte, ich solle es mir reichlich überlegen wofür ich mich entscheide und mich dann melden zwecks Blutabnahme. Da Fumaderm aber nicht gegen PSA hilft und MTX so extreme Nebenwirkungen hat und eine Schwangerschaft damit für lange Zeit ausgeschlossen ist, würde ich gerne darauf verzichten. Aber alle anderen Medis gegen PSA und PSO intern scheinen die selben Nebenwirkungen zu haben. Ich bin 28 Jahre alt und soll mich jetzt entscheiden, ob ich mind. die nächsten 3 Jahre keine Kinder kriege aber die PSO und PSA im Griff kriege, oder ob ich weiter beschissen aussehe und mich regelmäßig mit Schmerzmittel vollpumpe damit ich überhaupt den Tag durchstehe.

Ich werde jetzt erst mal bis Januar abwarten, jeden Tag fleißig mit Cortison cremen und Calcipatriol. Wenn ich schmerzen habe pumpe ich mich fleißig mit Ibu und Diclo voll. Hoffentlich kann der Rheumatologe mir auch helfen und wenn er sqagt, es muss MTX sein, dann werde ich mir den sch... halt reinhauen und hoffen dass es wirkt und auf Kinder verzichten.

6 Comments


Recommended Comments

eine Reha ist imme eine gute Idee. Du kannst dir helfen lassen, dich entspannen, es dir gut gehn lassen..und du kannst nette Leute kennenlernen, die das gleiche Problem haben.

ausserdem lernt man auch dort, leichter damit umzugehn.ja2.gifLG

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Du solltest zu einem internistischen Rheumatologen gehen. Auch der beste Orthopäde stößt bei PSA an seine Grenzen. Selbst die meisten Blutuntersuchungen kann er nicht abrechnen. Den HLA27 muss man nur einmal durchführen lassen, ist aber nicht wesentlich bei der Diagnosestellung, wird aber wie der Rheumafaktor auch mit getestet.

Evtl. ist eine systemische Therapie das Richtige für Dich und wie Toscana schon schrieb... eine Reha wirkt auch oft Wunder. Eine Akuteinweisung für Bad Bentheim wäre sicher auch sinnvoll. Dort wird Pso+Psa behandelt.

Gruß anjalara

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Du solltest zu einem internistischen Rheumatologen gehen. Auch der beste Orthopäde stößt bei PSA an seine Grenzen. Selbst die meisten Blutuntersuchungen kann er nicht abrechnen. Den HLA27 muss man nur einmal durchführen lassen, ist aber nicht wesentlich bei der Diagnosestellung, wird aber wie der Rheumafaktor auch mit getestet.

Evtl. ist eine systemische Therapie das Richtige für Dich und wie Toscana schon schrieb... eine Reha wirkt auch oft Wunder. Eine Akuteinweisung für Bad Bentheim wäre sicher auch sinnvoll. Dort wird Pso+Psa behandelt.

Gruß anjalara

Hallo Anjalara,

Rheumafaktoren und HLAB27 waren negativ, Arthro-MRT der Schulter zeigte eine Sehnenüberdehnung und einen Sporn auf. Im Moment warte ich noch auf ein Zeichen. Welches? Keine Ahnung. Habe mich für eine eine höhere Position beworben, daher möchte ich jetzt erst mal abwarten bis ich weiß, ob ich die Stelle bekomme. Wenn ich sie bekomme, suche ich mir einen internistischen Rheumatologen. Bekomme ich sie nicht, will ich in die Klinik zur abklärung. Wie geht es dir denn?

Gruß Simone

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Liebe Simone,

Ich hatte auch schlimme PSO habe es an füßen und Händen so wie am Kopf gehabt . Es kam so weit das ich nicht mehr gehen konnte oder geschweige Auto fahren jeder schritt war eine Qual für mich , habe sehr tiefe Einriese gehabt bei den Füßen , speziel unter den Zehen. Die Schuppenflechte hat auch meine Gelenke angeriffen , ich hatte Schmerzen beim gehen als ob jemand deinen Fuß ausreisen wolle .

Habe mich dann nach langen hin und her und einigen Klinikterminen für die Behandlung mit Fumaderm Tabletten entschieden da ich so nicht weitermachen konnte . Nehme jetzt seit fast eine Jahr diese Tabletten und es ist wesentlich schöner geworden , habe den ganzen Sommer die Sonne ausgenützt und hatte auch keine Schuppenflechte mehr . Vor ca. 1 Monat habe ich dann wieder kleine Stellen an Händen und Füßen bekommen und die Dosis der Tabletten gesteigert so halte ich es auch in Grenzen, bis jetzt zumindestens.Gehe 1 bis 2 mal pro Woche zur Hautärztin und dann noch 1 bis 2 mal im Monat Solarium was mir total hilft . Vielleicht solltest du dich auch mal über diese Tabletten erkundigen , es hat zwar doch 2 Monate gedauert bis sie dann genützt haben , aber ich war total froh endlich wieder zu sehen wie meine Haut immer schöner wurde und ich wieder schmerzfrei gehen konnte !! Aber auf jeden Fall solltest du rausgriegen warum die Pso bekommen hast , ist ja eigentlich eine Psychische Erkrankung . Ich habe da einige Psychologische Gespräche dazu gemacht und viele Sachen aufarbeiten können was sicher auch mit geholfen hatt das die Heilung so schnell eingetreten ist . LG Elena

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hey ich hab so ziemlich mit den gleichen symptomen wie du zu kämpfen habe aber ausserhalb des kopfes nur einen kleinen punkt am unterarm dafür sind meine fingernägel und und fußnägel stark befallen sowie meine Gelenke im knie,arme, und rücken. ich habe zwar durch einen relativ niedrigen stresspegel nicht mehr so starke schübe wie am anfang (vor ca.6 jahren eig. noch ein kind) aber dafür gehts bei mir mittlerweile echt auf die physche da ich schwer körperkontakt zulassen kann. Ich glaub stark daran das es wesentlich besser wird wenn man sich innerlich gefunden hat. Da ich meiner meinung nach auf dem richtig weg bin aber immer noch daran arbeite, denk ich mir nur immer das mir salben und tabletten, zwar äußerlich helfen können aber, so mein gefühl nur eine möglichkeit einer konfronmtation mit sich selbst aus dem weg zu gehen . Im grunde kommt die krankheit ja von innen und seelische veränderung kann keine salbe hervorbringen. ich finde die seite hier übringens echt hilfreich hab sie eben entdeckt und mich sofort angemeldet :)

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Hallo Julius und Lena,

ich habe mein Leben in verschiedenen Abschnitten eingeteilt in meinem Block. Dies ist nur der aktuelle Stand. Die PSO begleitet mich schon seit ich fast 3 Jahre alt war. Ich glaube nicht, dass die Psyche immer der Auslöser sein muss sodern oft nur ein Verstärker ist. Klar, gibt es Erlebnisse, die meine PSO verschlimmert haben, aber derzeit fühle ich mich Psychisch ziemlich gut. Meiner Familie geht es gut, daher fühle ich mich auch gut und mache mir keine sorgen. Auf der Arbeit gibt es immer Stress, egal was man für einen Beruf hat. Ich gehe einfach davon aus, da die PSO von innen kommt, das mein Körper gegen sich selber kämpft. Und ich versuche den Körper irgendwie zu einem Waffenstillstand zu überreden oder mit Medis diesen zu erzwingen. Wenn man bereits 25 Jahre PSO hat und das bereits mit 3 Jahren bekommen hat, dann versucht man nicht, eine Ursache zu benennen oder herauszufinden. Ich kein Leben ohne PSO, daher ist es mir egal, warum sie ausgebrochen ist. Sie ist haalt da und ich versuche bereits mein ganzes Leben, sie irgendwie einzudämmen.

Zu Fumaderm -> Mit 15 Jahren nahm ich Fumaderm. Mir ging es damit körperlich richtig schlecht und eine Tagesmaximaldosis von 6 Kapseln brachte keine Besserung. Aus diesem Grund wurde es wieder abgesetzt. Bestrahlung und Bäder helfen auch nur während der Behandlung. Meine Ärzte nehmen davon aber bereits Abstand, weil ich seit meinem 10. Lebensjahr bestrahlt wurde. Letztes Jahr in der ambulanten Rhea wurde ich täglich bestrahlt. Bei Rhea-ende sah ich noch fast genau so aus wie zu Beginn. Derzeit benutze ich Cortisoncremes und Schaum, Calcipatriol und D3, ohne wirklichen Erfolg. Aber Biologics wollen die Ärzte noch nicht verschreiben, weil ich erst 28 Jahre alt bin.

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    • Alex H.
      By Alex H.
      ... ich bin der Alex und neu bei euch gelandet.

      Ich möchte euch an dieser Stelle von meiner Pso berichten und hoffe hier vielleicht etwas neuen Mut, Zuspruch und den ein oder anderen guten Tipp zur Behandlung bzw. bekämpfung der Krankheit mitnehmen zu können.

      Vorab möchte ich mich kurz entschuldigen, falls ich mich in dem Text überschlagen oder wiederholen sollte oder auch etwas auslasse. Evtl trage ich es nach, wenn es mir wieder einfällt. Ich versuche den Verlauf auf die Schnelle nach bestem Wissen wiederzugeben.

      Zunächst möchte ich euch kurz von mir erzählen. Ich bin der Alex, 20 Jahre alt, komme aus dem Ruhrgebiet und mache z.zT. eine Ausbildung bei der Bahn.
      Ich bin nebenbei noch bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig, bin ein Hobbyautoschrauber, Motorhead, Fotograf und ein Zocker
      Eigentlich ein sehr lebensfroher und lustiger Mensch gab es in den letzten zwei Jahren bei mir viele Tiefschläge, die meine Art mehr und mehr Richtung Zyniker gewandelt haben.
      So hat mich meine Freundin vor 1 3/4 Jahren etwas grundlos verlassen, ein sehr guter Freund ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und viele Freunde sind verloren gegangen (weil weggezogen oder aus den Augen verloren) Habe in der Zeit viel getrunken und auch angefangen zu Rauchen.

      Als jemand der sich nicht so leicht unterkriegen lässt habe ich auch einfach weitergelebt und es gab auch wieder gute Zeiten. Doch seit etwa einem halben Jahr ist bei mir die Pso ausgebrochen.
      Zunächst konnte ich mit der geröteten Haut an den Ellenbogen nichts anfangen und habe mir auch nichts weiter dabei gedacht. Dass auch der Genitalbereich mit Pso betroffen ist, konnte ich mir damals auch nicht herleiten. Selbst als dort einzelne Stellen etwas "verkrustet" gewirkt haben, bzw die Haut im Genitalbereich einriss, habe ich mir dabei noch nichts gedacht (wusste ja nicht, was das sein soll) und habe es (bei den Ellenbogen ) eher auf mechanische Belastung durch Feuerwehr oder das Schrauben am Auto geschoben. Also Bepanthen genommen und immer schön eingeschmiert. Stutzig wurde ich, als die Stellen nach 4 Wochen immer noch nicht "verheilt" waren und sich Schuppen bildeten. Jedoch habe ich bedingt dadurch, dass ich immer denke, ich sei gesund, den Besuch beim Arzt auf die lange Bank geschoben. Aber nachdem meine familie mich mehrmals darauf hingewiesen hatte, was das denn da am Arm sei, bin ich doch zum Hausarzt gegangen. Der gab mir eine Überweisung für einen seiner Meinung nach guten Hautarzt. Einen Termin gabs natürlich erst 6 Wochen nach dem Telefonat. Das war dann so Ende Juli. Dort stellte mir der Arzt relativ schnell die Diagnose "Schuppenflechte" und verschrieb mir Psorcutan in einer relativ niedrigen Konzentration. (Nach meinem heutigen Wissen kann ich sagen, die Stellen sahen echt sch****e aus, da hätte definitiv was anderes hergemusst).

      Aber immer noch guter Dinge probierte ich die Creme aus. Doch auch nach ein paar Wochen war keine Besserung in Sicht, auch im Genitalbereich gab es keine Besserung. Also wieder einen Termin gemacht, wieder vergangen 4 Wochen bis Ende August Mittlerweile habe ich erfahren, dass die Pso bei uns in der Familie wohl vererbt ist. (Oma hat sie, Mutter hat sie) Allerdings haben die beiden nur kleine Stellen am Hinterkopf, die betroffen sind. Pso in diesem Ausmaß war ihnen nicht bekannt.

      Dieser nächste Termin war für mich sehr niederschmetternd und hat für mich persönlich Nachwirkungen bis heute.
      Nachdem ich pünktlich da war, musste ich 2 Stunden warten um dann ein Gespräch von 2 Minuten mit dem Arzt zu führen, welches mehr ein Vortrag seinerseits war.
      Er erklärte mir, die Pso sei nicht heilbar, ich könne vielleicht versuchen meine Ernährung umzustellen und solle versuchen Stress zu vermeiden. Außerdem solle ich lernen, mit der Krankheit zu leben. Er könne mir nochmals die Salbe aufschreiben, aber wenn das eh nichts gebracht hätte, würde das auch keinen Sinn machen.
      Auf Wiedersehen.

      MIt dieser Nachricht begab ich mich dann nach Hause und war und bin immer noch frustriert, so von einem angeblich so guten Hautarzt behandelt worden zu sein.
      Ich sehe ja ein, dass die Pso eine schwierige Krankheit ist, aber gerade als junger Mensch, der auf sein Aussehen achten möchte und bei dem auch auf das Aussehen geachtet wird, gerade wenn er wieder eine Freundin haben möchte, ist das halt schwierig. Natürlich kommt es auf solche Aüßerlichkeiten nicht an, aber erklär das mal den Mädels in meinem Alter, dass du Pso hast. Und dann noch im Genitalbereich. Jackpot.

      Nunja, die Wochen vergingen und es hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil, es wurde schlimmer. Seit etwa 6-8 Wochen ist auch der Kopf, die Ohren, der After, einzelne Punkte am ganzen Körper und in Ansätzen das Gesicht betroffen. Nachdem ich herausgefunden habe, dass ja wohl Sonne und Licht ganz gut sein sollen, habe ich mir gedacht, dass mein Cabrio mich im Sommer vielleicht "gerettet" hat, da ich sehr viel offen unterwegs war und das den Schub vllt. an diesen Stellen unterdrückt hatte. Ich habe verschiedene Cremes ausprobiert, u.A. Physiogel Creme, Linola Salbe und seit vorgestern Solventol Hydrocort. Letzteres scheint wohl zumindest im Genitalbereich leichte WIrkung zu zeigen, aber ich warte wie es sich entwickelt, denn auch die Physiogel Creme brachte erst Besserung die dann aber schlagartig stagnierte. Ich habe auch extra das Linola Shampoo und die Waschlotion, Status unverändert. Außerdem noch die mildeen med Soletinktur. Nichts davon brachte bis jetzt merklichen Erfolg.
      Die Stellen am Ellenbogen und am Körper sind noch die angenehmsten, die jucken wenigstens nicht. Doch am Kopf ist es ganz schlimm. Es juckt, schuppt und ist rot! Die Soletinktur brennt nur wie Zunder und das Shampoo bringt auch nichts irgendwie. Einmal hab ichs mit Olivenöl probiert, sah auch ganz gut aus nach dem Einwirken über nacht und dem waschen, aber schon am nächsten Abend sahs aus wie vorher.
      Im Genitalbereich kämpfe ich ebenfalls mit übelem Juckreiz, sowie richtigen Einrissen in der Haut. Diese werden aber seit vorgestern durch die Solventol Creme erträglicher und scheinen zurückzugehen.

      Eine Bekannte gab mir einen Tipp, wo noch ein guter Arzt zu finden sein soll. Einen Termin dort habe ich am 29.10. und hoffe es kommt etwas neues heraus, denn im Moment ist die Situation eher unerträglich. Ich traue mich nicht zum Frisör zu gehen, habe mir vorne die Haare etwas selbst geschnitten, damit es irgendwie geht. Ich muss aufpassen, dass nicht überall Schuppen herumfliegen, sieht ja auch nicht schön aus. Die Stellen am bzw im Ohr sieht man z.zT. durch die längeren Haare nicht, ist vllt auch ganz gut so. Da es wieder kälter wird und man längere Sachen tragen muss ist es ganz gut, dass die Stellen am Ellenbogen bedeckt sind, sieht auch nicht schön aus. Und da ich ja auch gerade keine Freundin habe, ist die Sexualität auch nicht so das Thema. Aber falls sich da doch mal etwas ergibt, wird es natürlich spätestens dann sehr unangenehm.


      Meine Fragen die ich jetzt habe klingen vielleicht etwas profan, aber ich habe so viele verschiedene Meinungen gehört, dass mich das doch verunsichert hat.

      - Kann man die Pso so in den Griff bekommen, dass sie zumindest im Genitalbereich und auf dem Kopf verschwindet oder so zurückgeht, dass vllt. nur eine Rötung zurückbleibt?
      - Habt ihr einen Tipp, welche Creme ich akut, also noch vor dem Termin nehmen könnte (rezeptfrei halt, außer Solventol)
      - Gibt es einen guten Trick, wie ich den Juckreiz auf dem Kopf stillen und die Schuppen reduzieren kann?
      - Soll ich die Haare kürzer schneiden lassen, fördert das evtl die Heilung oder ist das eigentlich egal? (Habe Angst, dass man die Stellen auf der Kopfhaut sonst so gut sieht)
      - Die Ohren sind als Brillenträger empfindlich, da die Bügel immer aufliegen, jemand gute Ideen oder Erfahrungen wie man damit umgeht?
      - WIe trage ich die Creme im Genitalereich am besten auf, sodass sie auch da bleibt wo sie hingehört? Mull drüber oder wie kann man das lösen?

      Das ist alles, was mir gerade so einfällt, ich hoffe ich überrenne euch nicht zu sehr.

      Bitte zögert auch nicht, fragen zu stellen, ich möchte mich daran beteilligen, erfahrungen zu sammeln und zu tauschen!

      Einen schönen Abend noch
      Alex
    • Pontos
      By Pontos
      Hallo!
      Ich bin schon ein paar Jahre angemeldet, habe mich aber nie richtig vorgestellt. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass mich das Lesen hier eher deprimiert und ich mich nicht weiter runterziehen lassen wollte. Warum ich mich nun dennoch hier melde, liegt wohl auch daran, dass sich meine Pso aufgrund des ewigen letzen Winters stark verschlechtert hat. Ärzte fertigten mich bisher eher nur ab, ich brauche neue Ideen und ich hoffe, hier welche zu finden.
      Zur Person: männlich, Dresden, 30 Jahre alt, Pso seit etwa 13 Jahren, davon bis vor kurzem nur auf dem Kopf. Nun auch einzelne Stellen an Ellenbogen, Bauch, Rücken und Beinen sowie in und hinter den Ohren. Seit letzten Herbst habe ich diverse Rötungen im Gesicht, von denen ich keine Ahnung habe, woher die kommen oder was das ist. Ärztin verschrieb dagegen Fucicort, aber ich sehe keine Besserung. Die Pso belastet mich sehr, so psychisch. Dies äußert sich etwa darin, dass ich mich sehr zurückziehe und mir langsam schizoid vorkomme. Mein Selbstbewusstsein tendiert gegen Null und ich glaube ich werde depressiv. Arbeitslos und Jungfrau bin ich außerdem, was mich zusätzlich runterzieht.
      Um die Pso zu behandeln nutze ich seit Jahren Psorcutan Beta, etwa zweimal die Woche. Außerdem habe ich das Rauchen aufgegeben, trinke keinen Alkohol mehr und werde nun auch probieren auf Kaffee zu verzichten. Wahrscheinlich wird das auch nicht helfen, aber ich will es wenigstens versuchen. Übergewicht habe ich keines, Sport mache ich nicht. Ich wünschte, ich könnte mit einem Präparat oder einer bestimmten Ernährung gesund werden, habe aber die Befürchtung, dass die Psyche der eigentliche Krankheitsherd ist.
      So, ich hoffe ich habe jetzt nicht die Leserschaft deprimiert.
      Beste Grüße!
    • Lukie
      By Lukie
      Hallo, ich bin neu hier und absolut verzweifelt.
      Ich hab mittlerweile schon einige Beiträge gelesen, deshalb bekommt ihr jetzt meinen:)
      Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll...
      Ich bin Lukie, 27, aus Bayern Mutter von drei Kindern und seit 4 Jahren alleinerziehend durch einen Schicksalsschlag. Seit Geburt meiner ersten Tochter stehe ich voll im Berufsleben, wenn auch Halbtags. Es hat mich ausgefüllt und abgelenkt. Es war eine harte Zeit die ich aber zum Glück mit meiner tollen Familie gemeistert hab, hoffe ich
      Vor einem Jahr hab ich jemanden kennengelernt und nach langem hin und her auch meine Mauer fallen lassen.
      Doch dieser jemand kostete mich meine Nerven und meine Kraft, mein Selbstbewusstsein, meine Selbstachtung und noch viel mehr.
      Meine Geschichte, all die Lügen und der Schmerz, all seine Spiele passen hier gar nicht rein. Ich hab soviel geschafft und jetzt?
      Jetzt ist mein Körper voll, voll mit Wunden, Schmerzen, Schuppen.
      Anfang November 2012 bekam ich Punkte an den Unterschenkeln und dachte mir vorerst nichts, 1 Woche später war mein Körper davon besiedelt und es wurden auf Grund der Hautfarbe Windpocken diagnostiziert. 10 Tage Zink, keine Besserung... dann kam die Einweisung ins Uniklinikum Regensburg, auch die waren ratlos, Haare fallen aus, Kopf ist komplett dicht, Finger, Fussnägel und Sohle löst sich, in den Ohren, an Beinen und Armen, Händen.... Ich weiß nicht mehr weiter und ich kann nicht mehr.. war dort 14 Tage und bin seitdem daheim. Wie eingesperrt, ich hab einfach keine Kraft mehr, kann kaum aufstehen, versuche für meine Kinder das bestmögliche zu geben. Schlafen ist nur Stundenweise möglich, kann nichts anfassen. Ohne Familie und Freunde wäre aufgeschmissen.
      Ich kann nicht mehr arbeiten.
      ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.
      Wo ist meine Kraft hin?
      wo bin ich?
      und entschuldigt bitte meine wirren informationen...Ich weiß gar nicht mit was ich anfangen soll oder was überhaupt wichtig ist...
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    • Peter007
      Hallo Arno, Hast Du auch schon mal Arganöl versucht? Das könnte eventuell auch helfen.
    • malgucken
      Hallo liebe Gitti, es ist echt schade, zu lesen, dass (auch bei euch) die Selbsthilfe immer mehr zum erliegen kommt. Ich stimme dir auch zu, dass Videokonferenzen auch nicht das Wahre sind. Das sehe ich selber, wenn per Internet Stunden abhalte. Da ist es schwerer, dass der Funke überspringt. Mir macht das auch keinen Spaß mehr. Anfangs fand ich es noch cool. Aber mittlerweile nerven mich solche Konferenzen. Hoffen wir mal, dass diese Zeit bald vorbei ist und menschlicher Kontakt
    • GrBaer185
      Am 13.03.2017, also vor 4 Jahren, begann ich mit der Behandlung mit Cosentyx. Bis jetzt bin ich zufrieden - Näheres siehe oben in meinem Blogbeitrag. Never change a running system! Zu deutsch: Ändere keine Therapie mit der Du einiger Maßen zufrieden bist, Du weißt nicht, ob eine andere Therapie besser oder zumindest genau so gut wirkt! Oder???
    • Claudia
      Hallo Rheinkiesel, die Sache mit dem Bruch oder Nicht-Bruch ist schon seltsam. Hast du denn noch einen Termin zur Nachkontrolle? An deiner Stelle würde ich aber auf jeden Fall das Angebot deines Hausarztes annehmen, dass du in Wuppertal durchgecheckt wirst. Was ich dir aber nicht ersparen kann: Auch mit 70 muss man nicht untrainiert bleiben   Du musst ja nicht gleich Seniorenmeister(in) in irgendwas werden 🤸Frag doch mal deinen Hausarzt oder noch besser den Orthopäden nach Reha-Sport.
    • sia
      Ja, das kann ich gut verstehen. Bei einem reinen "Genussmittel" wie Tabak oder einer anderen Droge, auch Zucker, ist das ja gar kein Problem. Ist zwar auch nicht einfach, aber generell "Nein" zu sagen ist einfacher als beim Essen. Das kann (und sollte) man nicht auf Null fahren. Noch nicht mal für eine Zeit. Schon gar nicht zum abnehmen. Wer drei Tage lang 500 Kilokalorien weniger isst als er/sie benötigt, wird unweigerlich mit dem Hungerstoffwechsel zu tun bekommen. Das bedeutet, dass Muskulatu
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