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ande71s Blog

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Ich bin kein gläubiger Mensch. Ich brauche keine mittelalterliche katholische Kirche, die mir über einen alten Mann in Rom vorschreibt, wie ich zu Glauben und mein Leben als Christ zu führen habe.

Ich verabscheue sogar Religionen, denn viel Leid ist in ihrem Namen geschehen.

Trotzdem ist die "Madonna von Stalingrad" für mich für mich DAS Sinnbild für Hoffnung.

Es im Original betrachten zu dürfen, war für mich einer der bewegendsten Augenblicke meines Lebens.

Ihr könnt das Bild in meiner Bildergalerie sehen.

Am Heiligen Abend 1942 bereitete der Oberarzt Dr. med. lic. theol. Kurt Reuber seinen Kameraden im Kessel von Stalingrad eine eigenartige und eindrucksvolle, unvergeßliche Weihnachtsfreude, die ihnen zugleich zu einer starken Hilfe wurde. Als die Männer den notdürftig gegen Kälte und Geschosse schützenden Bunker zur einsamen Weihnachtsfeier unter den Schatten des Todes betraten, standen sie »wie gebannt, andächtig und ergriffen schweigend vor dem Bild« einer Mutter, die im weiten Mantel ihr Kind birgt. Dieses unter vielen Mühen mit Kohle auf der Rückseite einer großen russischen Landkarte gezeichnete Bild wurde bald die »Weihnachtsmadonna von Stalingrad« genannt und ist unter diesem Namen bereits weithin bekannt worden. Das Bild ist aus dem Kessel herausgekommen, der, der es schuf, ist mit den vielen in Stalingrad geblieben, verschollen.

Die Zeichnung hängt heute in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

Und so ist es für mich auch selbstverständlich am Heiligen Abend einen Moment innezuhalten, und all derer zu Gedenken, die damals in aussichtsloser Lage vor dem Bild dieser Madonna standen, und sich an dem winzigen Funken Hoffnung klammerten, den dieses Bild ausstrahlte.

Und dann bin ich dankbar dafür, dass ich meinen Heiligen Abend in Frieden und in der Wärme meines Wohnzimmers im Kreise meiner Familie begehen kann.

Ich wünsche euch allen, frohe und besinnliche Weihnachten.

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