Zukunftsplanung- geht das überhaupt?
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Dazu muss ich doch sagen, dass auch Ärzte kein Schild auf der Stirn tragen, auf dem z.B. steht: ICH HABE PSA. ICH BIN EIN ALK; betreibe Tablettenmissbrauch usw.
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Hallo JG8, nun will ich auch mal meine Gedanken zu dir und deiner Erkrankung mitteilen. Schön das du dir so viele Gedanken über dich, deinen Beruf und deinen weiteres Leben machst. Es ist ni
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JG 8 als Chirurg solltest du nicht arbeiten denk bitte an die Verantwortung die du da trägst es sind Menschen die dann unter deinen Händen liegen. Wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kann
Hallo zusammen,
Mein Name ist Tobi und ich bin 26 Jahre alt. Ich werde im kommenden Frühjahr mein Studium der Humanmedizin abschließen und darf mich dann "Arzt" schimpfen.
Ich würde gerne Chirurg werden, nur gibt es ein Problem dabei: Ich habe Psoriasisarthritis. Diagnostiziert in diesem Jahr, angefangen hat es bereits im letzten:
Im Oktober 2015 hatte ich aus heiterem Himmel eine Schwellung des Großzehengrundgelenks rechts, es war zusätzlich gerötet und überwärmt. Ich dachte zunächst an irgendwelche Überlastungen, weil ich 5-6 Mal/Woche ins Fitnessstudio gehe. Gicht hatte ich ausgeschlossen, da ich weder Alkohol trinke, noch verstärkt Fleisch esse.
Eine reaktive Arthritis kam auch in Betracht, da mich meine Ex-Freundin ein paar Wochen davor mit Chlamydien angesteckt hat
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Ich habe dann erstmal auf einen Arztbesuch verzichtet, da ich dachte, dass es schon wieder werden würde- mit 4x Ibu 400 am Tag. Das tat es sogar, allerdings kam dann im Frühjahr diesen Jahres eine Plantarfasziitis und eine Achillobursitis rechts dazu..Dabei blieb es aber nicht, mittlerweile sind bei mir der rechte und linke Fuß durch mehrere Baustellen betroffen, voranging sind es aber die Sehnen, die Beschwerden verursachen. Zusätzlich habe ich seit 1-2 Wochen das Gefühl, dass mein Rücken sich "zuzieht" wie ein Korsett, also möglicherweise axiale Beteiligung?
Seit Juni 2016 bin ich in rheumatolgischer Behandlung und ich nehme seit 8 Wochen nun Sulfasalazin ein- ich kann ehrlich gesagt noch nichts über die Wirkung berichten, ich hoffe, dass das noch wird.
Hauterscheinungen habe ich übrigens noch keine wirklichen, habe an den Unterarmen nur kleine rötliche Punkte, maximal 4 pro Seite, die wie Pickel imponieren und manchmal dick werden und aus denen man dann Eiter entleeren kann durch ausdrücken- echt merkwürdig.
Die Diagnose PSA hat mein Rheumatologe hauptsächlich gestellt, weil mein Vater eine Psoriasis hat, allerdings nur kleine Hauterscheinungen an beiden Ellenbogen, die im Sommerurlaub ganz verschwinden und ansonsten nur etwas trocken sind.
Zurück zum eigentlichen Thema: Ich habe wirklich Angst um meine Zukunft: Was ist, wenn irgendwann meine Finger beteiligt sind? Ich werde doch niemals so als Chirurg arbeiten können. Sollte ich lieber ein anderes Fach auswählen, in dem ich meine Facharztausbildung anfangen würde, obwohl es mich evtl weniger interessiert als die Chirurgie? Oder sollte ich das machen, was ich am besten finde, weil man nie sagen kann, wie sich die PSA bei jedem einzelnen entwickelt?
Ich befand mich in meinem Leben noch nie an so einem Punkt.. Ich war immer sehr aktiv, habe Fußball gespielt, bin gejoggt... Habe im Gym vor allem Beine trainiert.. Ich weiß nicht, wie das alles werden soll, eine solche Diagnose mit 26 Jahren zu bekommen, ohne jemals irgendwelche gesundheitlichen Probleme gehabt zu haben, ist nicht gerade die einfachste Herausforderung, die das Leben von einem verlangt.
Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2017 und danke, dass es dieses Forum gibt!
Liebe Grüße
Ein weiterer Leidensgenosse