Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
Ich wusste ja schon immer, dass es mit meinem Gedächtnis nicht gut bestellt ist. Zum Beispiel kann ich mir keine Gesichter merken, was schon zu echt peinlichen Situationen geführt hat. Zahlen gehen auch gar nicht mehr, obwohl ich darin mal richtig gut war. Gelesenes – naja, war auch schon besser. Geburtstagsdaten – ganz ganz schlimm. Gespräche – richtig übel.
Nicht alles an einem schlechten Gedächtnis ist von Nachteil – ich kann zum Beispiel alle meine Krimis zwei- oder dreimal lesen, weil ich immer wieder vergesse, wer die Mörder sind. Das spart Platz und Geld. Ich bin weniger nachtragend geworden, muss nicht so viel grüßen und gebe weniger Geld für Geschenke aus. Im Job sieht die ganze Sache jedoch nicht mehr so rosig aus, weil mich inzwischen mein Chef an Termine erinnert und nicht umgekehrt.
Gerade lese ich ein Buch, um die Sache in den Griff zu kriegen: Warum fällt das Schaf vom Baum? – Gedächtnistraining mit der Jugendweltmeisterin Christiane Stenger. Da gibt es am Anfang einen Test, der aus verschiedenen Merkaufgaben besteht, und dieser Test brachte das ganze Übel ans Tageslicht: Mein Gehirn ist nur noch ein faules, untrainiertes Stück Gewebepampe. Und wen wundert’s? Jeden Mist schreibe ich mir auf, überall fliegen Notizzettel rum, kleben am Kühlschrank, Spiegel und an der Tür. Das Internet ist nie weit weg – jede Frage wird mal eben nachgeschlagen und die Antwort sofort wieder vergessen. Ohne Leo (Englischwörterbuch) und sämtlichen Synonymwörterbüchern kann ich nicht mehr leben. Aber wehe, ich muss mal aus dem Steggreif einen ordentlichen englischen Satz formulieren – aber verdammt, das ist doch Hauptteil meines Jobs. Es ist zum Verzweifeln. Ich bin ja schon froh, dass mein Telefon ca. 60 Jahre alt ist und sich nicht freiwillig irgendwelche Nummern merkt, so dass ich sie lernen muss, wenn ich nicht ständig nachgucken will. Beim Rechnen (1x1 etc.) ist der Griff zum Taschenrechner jedoch meistens vorprogrammiert. Peinlich …
Aber ist das überhaupt noch notwendig – sich Dinge zu merken, wenn alles jederzeit abrufbar ist? Ich finde schon und deshalb wird jetzt alles anders! Ich werde mein Gedächtnis trainieren.
Wie ist es bei euch? Könnt ihr euch Dinge gut merken (und wie macht ihr das) oder verschwinden sie bei euch auch im neuronalen Nirwana?
Liebe Grüße
Antje