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Hallo,

bis ich meinen derzeitigen Partner kenen gelernt hatte, kannte ich das Thema Schuppenflechte nur vom Hörensagen. Da ich selber nicht und auch von keiner anderen Hautkrankheit betroffen bin, war das Thema kein Thema für mich. Leider ist mein jetziger Partner von der Krankheit betroffen. Wir kennen uns seit 4 Jahren und zu Beginn hat es mich auch nicht weiter gestört. Würde es auch nicht würde er sich in irgendeiner Form behandeln lassen. Gegen seine Schuppenflechte macht er defakto nichts. Im Gegenteil die Flechte wird von Jahr zu Jahr schlimmer und erstreckt sich nun über wirklich alle Körperteile und auch die Nägel.

Ich gebe zu, dass in mir ein gesunder Ekel aufkommt, sobald ich die wirklich großflächigen Wunden sehe. Ich weiß, dass das sehr ungerecht ist, weiß aber auch nicht wie ich mit seiner Krankheit umgehen soll. Das Schlimme ist ja nicht an sich die Flechte. Solange ich die HOffnung hatte, dass er zumindest mal zum Arzt gehen würde konnte ich die Krankheit akzeptieren. Seitdem ich aber weiß, dass er niemals einen Hautarzt aufsuchen würde, sehe ich auch ein gewisses Selbstverschulden an der massiven Verschlimmerung der Krankheit. Zu Beginn zarte Hinweise zuletzt klare Forderungen etwas unter ärztlicher Aufsicht zu tun, werden lächerlich gemacht und ignoriert. Passiert ist bis dato nichts: keine Salbe, keine Heilpraktiker, keine Psychodoktor: wirklich null. Das ärgert mich sehr.

Ich frage mich ob ich da zu hart mit ihm ins Gericht gehe, ob ich die Krankheit so akzeptieren muss. Für mich ist ein Punkt erreicht an dem ich aufgrund der Krankheit bereits an der Beziehung zweifle und alles tue um ihn körperlich fern zu halten.

Über Antworten hierzu würde ich mich sehr fruen.

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  • Lukrezia123
    Lukrezia123

    Hallo Pusteblümchen! Deine Zitierpraxis ist etwas unkonventionell, aber ich versuche mich mal daran. Ich habe noch keine Kinder, aber was das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern betrifft: Ja,

  • Lukrezia123
    Lukrezia123

    Lauter Leute, die für bedinungslose Liebe plädieren? Ich lese und staune. Tut mir leid, aber das hört sich alles nach so einem unglaublichen Gutmenschentum an, dass mir spontan ein Lächeln über die L

  • Hallo Claudia12,   ich finde eher, dass dein Partner egoistisch ist. Wäre es denn zuviel verlangt, wenn er dir bei der Hausarbeit insbesondere bei der Beseitigung der Schuppen hilft? Ich finde auch,

Hervorgehobene Antworten

Du bist überhaupt nicht egoistisch. Dein Problem ist für mich aber kein Pso Problem. Wenn mein Partner und ich abends heimkommen, dann kocht einer(meistens mein Mann-der kann das besser) Und der andere macht den Rest. Egal von wem die Schuppen sind.

Das ist doch ein gegenseitiger Respekt!

 

 

Hallo!

 

Ich muss jetzt endlich mal Luft machen. Ich habe meine große Liebe seit 2 Jahren bei mir wohnen. Seine Schuppenflechte war für mich nie ein Ekelthema. Ich hatte von Anfang an keine Berührungsängste. Ich creme ihn jeden Tag nach dem Duchen ein und bin ständig auf der Suche an Salben die helfen könnten. Doch jetzt stoße ich an meine Grenzen. Ich habe 2 Jobs, drei Kinder und ein großes Haus. Wenn ich abends heimkomme erledige ich den Haushalt und putze, putze, putze. Ich muss jeden Tag das Bettzeug und den Spannlaken beim Fenster ausschütteln, weil alles voller Schuppen ist, dann alles im Haus abstauben und saugen. Ich gehe nach jeden WC Besuch meines Freundes hinterher und reinige den WC Deckel der übersäht mit Schuppen ist und kehre zusammen. Er selber bemerkt dieses gar nicht, doch meinen Kindern ekelt es und ich mach es halt einfach und kann es ihm aber nicht sagen, weil ich ihm nicht das Gefühl geben möchte, dass er belastend sei...  Das ganze Haus  ist übersäht damit, weil er sich natürlich ständig kratzen muss. Ich selbst bin an der Wirbelsäule vor einiger Zeit versteift worden und trotzdem nicht schmerzfrei. Ich habe einen Bericht über Biologika gesehen und würde gerne mit Ihm einen Arzt aufsuchen( er war seit 8 Jahren nicht mehr bei einem Arzt) um Infos darüber zu erhalten, doch er meint dafür ist keine Zeit und überhaupt... Ich nehme das sehr persönlich, weil alle meine Bemühungen alles sauber zu halten und Verbesserungen zu suchen übersehen werden. Ich bin schon fix und fertig und oft heimlich am Weinen, weil ich überfordert bin und einfach nicht mehr kann...körperlich aber auch so....

Kann mich irgendwer  aufbauen?? oder bin ich zu egoistisch?? [[PROTECTED_7]]/emoticons/default_wacko.png" alt=":wacko:" loading="lazy">  [[PROTECTED_8]]/emoticons/psonetz34_blush.png" alt=":blush:" loading="lazy">

 

 

Du bist überhaupt nicht egoistisch. Dein Problem ist für mich aber kein Pso Problem. Wenn mein Partner und ich abends heimkommen, dann kocht einer(meistens mein Mann-der kann das besser) Und der andere macht den Rest. Egal von wem die Schuppen sind.

Das ist doch ein gegenseitiger Respekt! Das ist daß wichtigste in einer Partnerschaft. Und wenn er sieht daß du an deine Grenzen stößt und dann trotzdem nicht hilft, dann weiß ich auch nicht.

  • 4 Wochen später...

Bedingungslose Liebe gibt es nur zwischen Mutter und Kind.

Sie ist nicht an "Bedingungen" geknüpft. Die Mutter liebt ihr Kind ohne die Liebe an Ansprüche zu knüpfen (wenn sie psychisch gesund ist!).

In der Partnerwahl sieht es anders aus. Es fängt ja schon damit an, dass wir uns nicht in jemand X- Beliebigen verlieben, sondern auch da Vorstellungen haben. Und wenn jemand in einer Partnerschaft sagt, ich liebe meinen Partner, egal was ist und kommen mag, dann hört es sich zwar im ersten Augenblick sehr romantisch an, hat aber nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Abhängigkeit, Minderwertigkeitskomplexen, Selbhass oderoder...zu tun.

Ich würde entweder sofort das Weite suchen oder eine Therapie empfehlen.

Aber es gibt natürlich auch Paare mit derselben psychischen Problematik und bestens miteinander zurecht kommen. Diese Beziehungen werden

bestimmt von vielen Dramen geprägt, die auch wieder als große Liebe interpretiert werden. Hass und Liebe im ständigen Wechsel.

 

Sagen wir mal meine imaginäre Partnerin käme morgen mit einem Fußpilz nach Hause. Kein Problem für mich, solange sie ihn behandelt. Tut sie es nicht, weil keine Lust, dann hat sie vor mir als Person keinen Respekt, nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern weil sie auch eine Ansteckung in Kauf nehmen würde, also mein Wohlergehen hinten ansteht. Nein das ist für mich keine Liebe. Wäre sie bedingungslos, wäre es mir egal, was aber auch heissen würde: Ich bin es nicht wert respektvoll behandelt zu werden.

 

In diesem Sinne....

Jetzt bin ich etwas enttäuscht, da ich doch zuvor sicher war, dass Deine Liebesinterpretation nahe an der eines mittelalterlichen Minnesängers ist. Wie heißt es so schön bei Gottfried von Strassburg (gest. 1215):

Ich kann mich vor Lachen nicht mehr halten! :lol: :lol: :lol::daumenhoch:

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